Tipps zur Pflanzenwelt in Bayern
 

Die nachfolgenden Kapitel enthalten Attraktionen, Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten der Pflanzenwelt (Flora) im Ferien- und Tourismus-Gebiet Bayern für Pflanzen-Interessierte und Gärtner (Hobbygärtner, Landschaftsgärtner).

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Botanische Gärten
  2. Bayerische Park-Anlagen
  3. Themengärten
  4. Nationalparks
  5. Baum-Welt
  6. Gemüse-Bedeutung
  7. Sonstige Attraktionen
  8. Verwaltungsgliederung
  9. Geographische Lage

Botanische Gärten

Eindrucksvolle Leistungen von Gartenarchitekten und Gärtnern der Fachrichtung Zierpflanzenbau kann man in den Botanischen Gärten in Bayern bewundern.

So z.B. im Botanischen Garten München-Nymphenburg, einem der größeren Botanischen Gärten in Deutschland, der 1914 eröffnet wurde.

Er verfügt über einen Rosengarten und Seerosen-Teich, eine Nutzpflanzen- und Heilpflanzen-Anlage, ein Botanik-Freiland-System und bepflanzte Trockenmauern.

Im zentralen Freigelände des Gartens befindet sich außerdem ein Frühlingsgarten mit Zwiebelblumen und Knollenblumen und östlich davon ein Alpinum mit Steingartenpflanzen und Arboretum, einer Sammlung von Laubbäumen und Nadelbäumen aus aller Welt.

Ebenfalls auf dem Freigelände befinden sich als besondere Attraktion neben verschiedenen Steinfiguren auch eine Reihe von Vögel-Gartenfiguren aus Porzellan, die aus Majolika-Porzellan hergestellt wurden.

Majolika-Porzellan wird aus Terrakotta hergestellt, das nach dem ersten Brennvorgang mit weißem Zinn glasiert und anschließend mit leuchtenden Farben bemalt wird.

Die bis zu einem Meter hohen Majolika-Gartenfiguren sind eindrückliche Beispiele für Gartenkunst. Sie gelten als besonders langlebig und wetterbeständig gegen Sonnen-Einstrahlung und Frost-Einwirkung.

Entworfen wurden die imposanten Gartenskulpturen vom deutschen Bildhauer und Künstler Professor Josef Wackerle (1880 -1959) als künstlerischer Leiter der Königlichen Porzellan Manufaktur Nymphenburg für die Weltausstellung 1910 in Brüssel.

Im Verwaltungsgebäude vom Botanischen Garten München-Nymphenburg ist außerdem die Botanische Staatssammlung München untergebracht.

Dieses Botanische Museum verfügt nicht nur über das größte Herbarium in Deutschland, sondern zählt auch zu den größten botanischen Pflanzen-Sammlungen der Welt.

Der Botanische Garten Augsburg bietet Besuchern über 3.000 Pflanzenarten, die sich z.B. verteilen auf einen Steingarten mit Alpinum, Rosengarten, Apothekergarten, Bauerngarten, Senkgarten, Ökogarten und Japanischen Garten, in den ein Zengarten Kare-san-sui integriert wurde.

Weitere Botanischen Gärten in Bayern mit vielen Ideen zur Gartenplanung und Landschaftsplanung gibt es in Bayreuth (Ökologisch-Botanischer Garten der Universität Bayreuth), Regensburg (Botanischer Garten der Universität Regensburg) und Würzburg (Botanischer Garten der Universität Würzburg).

 

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Bayerische Park-Anlagen

Das Schloss Nymphenburg grenzt an den Botanischen Garten München und begeistert mit seiner etwa 180 ha grossen barocken Parkanlage und den prächtigen Blumenbeeten, für die jedes Jahr fast 140.000 Frühjahrsblumen und Sommerblumen in der eigenen Gärtnerei kultiviert werden.

Einen Ausflug wert ist ferner der Riemer Park bzw. Landschaftspark Riem (auch BUGA-Park) auf dem ehemaligen Gelände vom Flughafen München-Riem mit dem künstlich errichteten Riemer-See.

Der vom französischen Landschaftsarchitekten Gilles Vexlard geplante Park war Schauplatz der Bundesgartenschau (BUGA) 2005 und erhielt im gleichen Jahr auch den Landschaftsarchitekturpreis.

Englische Gartenkunst bzw. Britische Gartengestaltung findet sich im Englischen Garten in München, der vom Landschaftsgärtner, Gartengestalter und Stadtplaner Friedrich Ludwig Sckell (1750 - 1823) gestaltet wurde, dem Begründer des Englischen Landschaftsgartens in Deutschland im 18. Jahrhundert.

Der Englische Garten in München zählt mit über 400 ha Fläche zu den größten Parks der Welt, noch vor dem Central-Park in New York oder dem Hyde-Park in London.

Ein weiterer grosser Park in Bayern ist der anlässlich zur Internationalen Gartenbauausstellung (IGA) 1983 angelegte Westpark München.

Die 60 ha große Parkanlage beherbergt neben Alpinum, Rosengarten und Stauden-Gärten auch den chinesischen "Garten von Duft und Pracht" im Feng-Shui-Stil.

Der Westpark München im Stadtbezirk Sendling-Westpark wurde vom deutschen Landschaftsarchitekten Peter Kluska im Landschaftsstil des bayerischen Voralpenlandes gestaltet.

Deshalb wurden dort überwiegend einheimische Baumarten wie Ahorn (Bergahorn und Spitzahorn), Buchen (Rotbuchen und Weißbuchen), Eichen, Linden oder Ulmen gepflanzt.

 

Foto: Westpark in München Ende August

 

Als Schattenspender im Bereich der Biergärten und Spielplätze des Parks wurden wie in Bayern traditionell üblich Kastanien-Bäume gepflanzt.

Der Herzogspark von Regensburg bietet neben einer Vielzahl von Pflanzen-Arten auch mehrere Bau- und Kunst-Denkmäler.

 

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Themengärten

Wer gerne eine großen Aromagarten mit betörend riechenden Duftpflanzen besichtigen möchte, der kann das in der Burghalde in Kempten im Allgäu oder in den Duft- und Aromagärten in Bad Wörishofen und in Erlangen tun.

Eine Attraktion für Liebhaber von Schmetterlingsgärten ist das Schmetterlinghaus in der Allgäuer Schmetterling-Erlebniswelt.

Der Schmetterlingsgarten befindet sich in einem Gewächshaus im Ort Weißbach in der Gemeinde Pfronten (Landkreis Ostallgäu, Regierungsbezirk Schwaben).

Dort erwarten die Besucher eine Vielzahl von exotischen Schmetterlingen aus Afrika, Asien und Südamerika.

Informationen über exotische Ziergräser und Gräsersarten, die auch in Oberbayern winterhart sind, bietet der Bambusgarten im Bambus-Zentrum München-Ismaning.

Der "Alpengarten Pfronten-Steinach" in Schwaben (Landkreis Ostallgäu) erhielt den Umweltpreis 2006 von Bayern für herausragenden Garten- und Landschaftsbau.

Der 1954 von Landschaftsarchitekten angelegte alpine Garten zählt aufgrund seiner niedrigen Lage unterhalb der Baumgrenze nicht zu den Alpengärten und ist ein Alpinum mit 450 Alpenpflanzen.

 

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Nationalparks

In Bayern gibt es zwei Nationalparks, deren ausgedehnte Schutzgebiete vor Umweltverschmutzung und menschlichen Eingriffen im Rahmen der Gartenarchitektur geschützt sind.

Dabei handelt es sich zum einen um den Nationalpark Bayerischer Wald in Niederbayern, der in den beiden Landkreisen Freyung-Grafenau und Regen entlang der Grenze zu Tschechien liegt.

Der Nationalpark Bayerischer Wald wurde im Oktober 1970 als erster Nationalpark in Deutschland gegründet.

Zum anderen handelt es sich um den Nationalpark Berchtesgaden im Landkreis Berchtesgadener Land in Oberbayern, dem einzigen Nationalpark in Deutschland in den Alpen.

 

Panorama-Foto vom 880 Meter hohen Fürberg im Bayerischen Wald
Foto: Der 880 Meter hohe Fürberg im Bayerischen Wald

 

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Baum-Welt

In der Gemeinde Balderschwang im Landkreis Oberallgäu (Regierungsbezirk Schwaben) steht die Alte Eibe von Balderschwang, deren Alter auf 2.000 bis 4.000 Jahre geschätzt wird laut einerm Informationsschild vor Ort.

Ob der höchste Schätzwert von 4.000 Jahren realistisch ist, ist fraglich, dennoch dürfte die alte Eibe der älteste Baum Bayerns und auch einer der ältesten Bäume in Deutschland sein.

Im Ortsteil Kasberg von Gräfenberg im Landkreis Forchheim (Oberfranken) steht die unter Naturschutz gestellte Kunigundenlinde oder Kasberger Linde.

Unter der Sommer-Linde, einem ehemliagen Gerichtsbaum, wurde vermutlich früher Gericht abgehalten, denn in der Baumsymbolik der Germanen wurden Linden mit magischen Eigenschaften und Götter-Nähe verbunden.

Diese Eigenschaften teilten sie mit anderen typischen Gerichtsbäumen wie Eichen, Eschen, Fichten und Ulmen der Fichte. unter denen oder in deren Nähe ebenfalls Gerichte unter freiem Himmel abgehalten wurden.

Die Menschen verbanden mit diesen Baumsymbolen die Vorstellung, dass sie weisere und gerechtere Urteile fällen könnten, wenn sie als Gerichtsort diese Gerichtsbäume auswählen und dort den Göttern nahe sind.

In Bayern gibt es in bestimmten Orten die Tradition vom sog. Hungerbaum, mit der Paare, die länger als 7 Jahre unverheiratet zusammenleben, von ihren Freunden dazu animiert werden sollen, zu heiraten.

Ebenfalls typisch für Bayern ist die Tradition des Maibaum-Aufstellens, wofür meist ein Fichtenbaum verwendet wird, während im Rheinland eher Birken gewählt werden.

 

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Gemüse-Bedeutung

In Bayern ist Wurzelgemüse wie das Zwiebelgemüse in der Küche sehr verbreitet und wird in Form von Zwiebeln und Zwiebelgewächsen wie Bärlauch verwendet.

Ebenso typisch sind Rezepte für Knollengemüse wie Kartoffeln und Möhren bzw. Karotten (neu ist auch die Inkawurzel Yacon im Sortiment von Gemüsemärkten zu finden).

In Bayern gehören zu den regionalen Gemüse-Favoriten außerdem der Rettich (bayerisch: Radi) und die Radieschen (bayerisch: Radieserl).

Die aus China stammende Sojabohne (Glycine max) zählt botanisch zu den Hülsenfrüchtlern und wurde im 18. Jhd. nach Europa eingeführt.

Soja ist eine äußerst eiweissreiche Pflanze und wird mittlwerweile auch im Süden von Bayern angebaut.

 

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Sonstige Attraktionen

In Marktredwitz in Oberfranken befinden sich der Verein "Kuratorium Baum des Jahres (KBJ)" und die Dr. Silvius Wodarz Stiftung "Menschen für Bäume".

Beide Vereinigungen wählen zusammen seit 1989 jedes Jahr im Herbst den Baum des Jahres in Deutschland.

Außerdem wählt der Studienkreis "Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzen" am Institut für Geschichte der Medizin an der Universität Würzburg jedes Jahr die Arzneipflanze des Jahres.

Das bayerische Alpen-Gebiet beherbergt viele seltene Alpenblumen, die größtenteils unter Naturschutz stehen.

So z.B. der Raum Bad Tölz (Tölzer Land) und Lenggries (Isarwinkel), das Mangfallgebirge rund um Schliersee, Spitzingsee, Tegernsee oder auch das Karwendel-Gebirge und das Vorkarwendel.

In bergnahen und durch landwirtschaftliche Milchwirtschaft geprägten Gebieten von Bayern ist originelle Gartendekoration wie Tier-Gartenfiguren (z.B. Kühe oder Schafe) beliebt.

Wegen ihrer Größe wird eine maßstabsgetreue Kuh-Gartenfigur anders wie Gartenzwerge jedoch hauptsächlich in größeren Vorgärten von Firmengeländen oder öffentlichen Gärten aufgestellt.

Lebensgroße Kühe als Tier-Gartenfiguren waren auf der Landesgartenschau Rosenheim 2010 ausgestellt, auf der auch hochwertige Glasblumen und Glaskugeln zu bewundern waren.

 

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Verwaltungsgliederung

Das Bundesland Bayern (englisch: Bavaria) mit der Landeshauptstadt München umfasst insgesamt 71 Landkreise und 25 kreisfreie Städte, die auf die folgenden sieben Regierungsbezirke verteilt sind:

 

 

Die wichtigsten Orte, Städte, Märkte und Gemeinden in Bayern sind auf den jeweiligen Unterseiten für die Regierungsbezirke aufgeführt.

Der Regierungsbezirk Schwaben wird auch Bayerisch-Schwaben genannt und umfasst grosse Teile vom Allgäu, einem beliebten Urlaubsziel für Wellness und Radwandern.

 

Das Wappen vom Freistaat Bayern
Wappen vom Freistaat Bayern
Die Flagge vom Freistaat Bayern
Flagge vom Freistaat Bayern

 

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Geographische Lage

Der Freistaat Bayern liegt im Südosten von Deutschland und grenzt im Süden an Österreich und die Schweiz (über den Bodensee).

Im Osten grenzt Bayern an Tschechien, im Westen an Baden-Württemberg und im Norden an Thüringen, Hessen und Sachsen.

 

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Spezial: Inkawurzel Yacon

 

Dort finden Pflanzen-Interessierte viele Vorschläge zur Gartengestaltung und Tipps für die Pflanzen-Auswahl in Baumschulen und Fachbetrieben im Garten- und Landschaftsbau.

 

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