Frühlingsblumen (Frühjahrsblumen) für Garten und Balkon
 

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Arten und Sorten nach Blütezeit
    1. Welche Blumen blühen im März ?
    2. Welche Blumen blühen im April ?
    3. Welche Blumen blühen im Mai ?
  3. Zeitpunkt zum Pflanzen
  4. Sind die Blüten essbar ?
    1. Ungiftig
    2. Giftig
  5. Farbsymbolik fürs Grab auf dem Friedhof

Definition

Was sind Frühjahrsblumen bzw. Frühlingsblumen ? Der Begriff stammt nicht aus der Botanik und bezeichnet in diesem Lexikon Blumen-Arten, die im Frühling ab dem Monat März blühen und im Handel zu kaufen sind.

Z.T. liegt die Blütezeit dieser Frühblüher in Wetter-Lagen, in denen es draußen noch kalt ist und Schnee liegt.

Frühjahrsblumen sind erste Frühlingsboten, wenn sich viele andere Pflanzen noch in der Winter-Ruhe befinden.

Zum Beginn des Gärtner-Jahres bestimmen Frühlingsblumen mit ihren leuchtenden Blüten-Farben optisch das Beet im Garten oder die Balkonkästen auf dem Balkon.

Zudem duften Frühjahrsblumen (englisch: spring flowers) oft stark und locken mit ihrem Duft Insekten wie Bienen und Hummeln für die Bestäubung in den Garten oder auf den Balkon.

Blumen, die bereits im Frühjahr lange blühen, duften und lange halten, erfreuen sich deshalb großer Beliebtheit als Duftpflanzen in der Balkon- und Gartengestaltung..

 

Blühender Klatschmohn mit Orange-roten Blüten-Blättern, die um die gemusterte dunkle Kapselfrucht angeordnet sind
Bild: Klatschmohn / Mohnblume (Papaver rhoeas) im Spät-Frühjahr (Mitte Juni) *

 

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Arten und Sorten nach Blütezeit

Die folgende Liste zeigt beliebte Frühlingsblumen von A bis Z für Balkon, Garten oder Vorgarten.

Um die Frühjahrsblumen leichter bestimmen zu können, werden sie jeweils mit Merkmalen wie dem Beginn ihrer Blütezeit im März, April oder Mai oder ihrer Blütenfarbe und Wuchshöhe beschrieben.

Die verschiedenen Arten und Sorten von Frühlingsblumen werden mit ihrem Namen nach gärtnerischer Umgangssprache und ihrem botanischen Namen mit Gattung und Art nach binärer Nomenklatur benannt.

 

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Welche Blumen blühen im März ?

Nachfolgend eine Liste von mehrjährigen, winterharten Blumen im Frühling, die erstmals im März blühen:

 

Zweiblättriger Blaustern (Scilla bifolia)

Blütenfarbe: hellblau bis blau-violett

Verschiedene Sorten-Namen: rosa ('Rosea'), weiß ('Alba')

Blütezeit: März bis im April

Wuchshöhe: 15 - 20 cm

Wuchstyp: mehrjährige, winterharte Zwiebel-Blumen

Vorkommen: einheimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz

 

Blau-violett blühender Zweiblättriger Blaustern/Sternhyazinthe, botanischer Name Scilla bifolia, auf einer Wiese
Bild: Zweiblättriger Blaustern / Sternhyazinthe (Scilla bifolia) auf einer Wiese in Schleswig-Holstein Anfang April

 

Buschwindröschen (Anemone nemorosa)

Blütenfarbe: weiß

Blütezeit: März bis im April

Wuchshöhe: 15 cm

Wuchstyp: winterharte Staude mit Wurzelstock (Rhizom)

Vorkommen: einheimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Sonstiges: die weißen Frühlingsblumen blühen, wenn Laubbäume noch nicht die Licht-Verhältnisse bestimmen

 

Weiße Blüte von einem Buschwindröschen, botanischer Name Anemone Nemorosa, mit hellgrauen Staubfäden und gelben Staubbeuteln
Bild: Buschwindröschen (Anemone nemorosa) auf einer Wiese in Rheinland-Pfalz Ende März *

 

Duftveilchen (Viola odorata): auch Märzveilchen

Blütenfarbe: dunkel-violett

Andersfarbige Sorten-Namen:

Weiß ('Alba'), gelb-orange ('Sulphurea'), hell-violett ('Reine de Neiges'), purpur-rot ('Red Charme'), hell-rosa ('Orchid Pink'), lila/blau-violett ('Königin Charlotte')

Blütezeit: März bis im Mai

Wuchshöhe: bis 15 cm

Wuchstyp: winterharte Staude ohne Zwiebel mit Wurzelstock (Rhizom)

Vorkommen: nicht heimisch, eingebürgert in Europa

Sonstiges: die stark duftenden, violetten Frühlingsblumen sind essbar und nutzen als Duftpflanzen für die Parfüm-Herstellung

 

Violett blühende Duft-Veilchen und Märzveilchen, botanischer Name Viola odorata, in einem Blumenbeet
Bild: Duft-Veilchen/Märzveilchen (Viola odorata) in einem Blumenbeet in Bremen Ende März

 

Gänseblümchen (Bellis perennis): in der Schweiz auch Margritli

Blütenfarbe: weiß

Blütezeit: März bis November

Wuchshöhe: bis 15 cm

Wuchstyp: winterharte Staude ohne Zwiebel mit Wurzelstock (Rhizom)

Vorkommen: einheimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Sonstiges: die weißen Frühlingsblumen sind essbar und blühen am längsten ohne im Herbst erneut zu treiben

 

Weiße Blüten mit gelber Blütenmitte von Gänseblümchen, botanischer Name Bellis perennis, auf einer Wiese
Bild: Gänseblümchen (Bellis perennis) Ende April auf einer Wiese

 

Kegelblume/Puschkinie (Puschkinia scilloides)

Blütenfarbe: blass-hellblau mit blauen Längsstreifen

Blütezeit: März bis im April

Wuchshöhe: 10 bis 15 cm (Unterart var. libanotica bis 20 cm)

Wuchstyp: mehrjährige, winterharte Zwiebel-Blumen

Vorkommen: nicht heimisch, neigt in Europa zum verwildern

 

Blüte einer Kegelblume oder Puschkinie, botanischer Name Puschkinia scilloides, mit weißen Blüten und blauen Längsstreifen in einem Stauden-Beet
Bild: Kegelblume/Puschkinie (Puschkinia scilloides) Anfang März in einem Stauden-Beet

 

Frühlings-Knotenblume (Leucojum vernum): auch Märzenbecher, Großes Schneeglöckchen

Blütenfarbe: weiß mit gelben Flecken

Blütezeit: März bis im April, in milden Jahren auch ab Februar

Wuchshöhe: 10 bis 30 cm

Wuchstyp: mehrjährige, winterharte Zwiebel-Blumen

Vorkommen: einheimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz

 

Große Schneeglöckchen bzw. Märzenbecher, botanischer Name Leucojum vernum, mit hängenden weißen Glocken-Blüten
Bild: Märzenbecher (Leucojum vernum), auch Großes Schneeglöckchen oder Frühlings-Knotenblume, Ende März, eine Glocken-/Trichterblume mit Zwiebel *

 

Frühlings-Krokus (Crocus vernus)

Blütenfarbe: violett, weiß

Blütezeit: März bis Juni

Wuchshöhe: 5 bis 15 cm

Wuchstyp: die mehrjährigen, winterharten, frühlingsblühenden Blumen bilden Knollen aus

Vorkommen: einheimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Sonstiges: große, wildwachsende Groß-Bestände gibt es in Husum (Nordfriesland, Schleswig-Holstein) und Zavelstein (Nordschwarzwald, Baden-Württemberg)

 

Weiße und mehrere lila Frühlings-Krokus-Blüten, botanischer Name Crocus vernus, auf einer Wiese
Bild: Frühlings-Krokus (Crocus vernus) in Blüte im April auf einer Wiese in Mecklenburg-Vorpommern *

 

Gold-Krokus (Crocus flavus)

Blütenfarbe der Arten und Sorten: gelb

Blütezeit: März bis im April

Wuchshöhe: 5 bis 15 cm

Wuchstyp: die mehrjährigen, winterharten, Frühlingsblumen bilden Knollen aus

Vorkommen: nicht heimisch

 

Gewöhnliche Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris)

Blütenfarbe: lila oder purpur-violett

Blütezeit: März bis im Mai

Wuchshöhe: 15 bis 20 cm

Wuchstyp: winterharte Staude ohne Zwiebel und Tiefwurzler mit über 1 Meter tiefer Wurzel

Vorkommen: einheimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Sonstiges: die lila Frühlingsblume ist giftig

 

Leberblümchen (Hepatica nobilis, Syn. Anemone hepatica)

Blütenfarbe: lila bis purpur

Blütezeit: März bis im April

Wuchshöhe: 15 bis 20 cm

Wuchstyp: winterharte Staude ohne Zwiebel mit bis zu 30 cm tiefem Wurzelstock (Rhizom)

Vorkommen: einheimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz

 

Gelbe Narzisse (Narcissus pseudonarcissus): auch Osterglocke

Blütenfarbe: gelb

Blütezeit: März und April, die Frühlingsblume blüht dem Namen entsprechend um Ostern herum

Wuchshöhe: bis 50 cm

Wuchstyp: mehrjährige, winterharte Zwiebel-Blumen

Vorkommen: einheimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Sonstiges: enthält hautreizende Giftstoffe, die zu Kontaktdermatitis führen können

 

Blühende Gelbe Narzisse oder Osterglocke, botanischer Name Narcissus pseudonarcissus, auf einer Wiese
Bild: Gelbe Narzisse / Osterglocke (Narcissus pseudonarcissus), auf einer Wiese in Hessen im April

 

Strahlenanemone/Balkan-Windröschen (Anemone blanda)

Blütenfarbe: blau, rosa, violett, weiß

Blütezeit: März bis im April

Wuchshöhe: bis 15 cm

Wuchstyp: winterharte Staude ohne Zwiebel mit Wurzelstock (Rhizom)

Vorkommen: nicht heimisch

 

Blass-violette Blüten von einem verwilderten Balkan-Windröschen, botanischer Name Anemone blanda
Bild: Windröschen/Strahlen-Anemone (Anemone blanda), im April in Baden-Württemberg

 

Frühblühende Tulpen (Tulipa)

Blütenfarbe zahlreicher Arten und Sorten: gelb, grün, lila, orange, rosa, rot, violett, weiß

Blütezeit: Ende März bis im Mai (frühblühende Sorten)

Wuchshöhe: sehr unterschiedlich von 15 bis 50 cm

Wuchstyp: frühe Tulpen sind mehrjährige, giftige, winterharte Zwiebel-Blumen

Vorkommen: nur die Wilde Tulpe / Weinberg-Tulpe (Tulipa sylvestris) ist in Europa heimisch

 

Rot-orange Tulpen, botanischer Name Tulipa, in einem Blumenbeet
Bild: Rot-orangfarbene frühe Tulpen in einem Blumenbeet in Brandenburg Mitte April, eine Zwiebelblume *

 

Horn-Veilchen (Viola cornuta): auch Hornveilchen

Blütenfarbe: lila oder violett

Andersfarbige Sorten-Namen:

Blau ('Erna', 'Franzi', 'Toni Venison' u.a.), gelb ('Buttercup', 'Lemon Sorbet'), rosa ('John Wallmark', 'Letitia', 'Victoria Cawthorne', 'Victoria`s Blush'), schwarz bis dunkel-violett ('Molly Sanderson'), weiß ('Alba', 'Minor Alba', 'Milkmaid', 'Whisley White', 'White Superior')

Blütezeit: März bis Oktober (je nach Sorte auch erst ab April)

Wuchshöhe: 15 bis 25 cm

Wuchstyp: winterharte Staude ohne Zwiebel mit Wurzelstock (Rhizom)

Vorkommen: nicht heimisch

Sonstiges: Unter allen Frühlingsblumen, die lange blühen, hat das Hornveilchen seine Hauptblüte im Frühjahr bis Juni und kann im Herbst nach einem Rückschnitt erneut blühen

 

Gelb-purpur-farben blühende Hornveilchen, botanischer Name Viola cornuta, in einem Balkonkasten
Bild: Hornveilchen (Viola cornuta) im Mai in einem Balkonkasten *

 

Hinweis:

 

Die Gänseblümchen und die Hornveilchen sind die am längsten blühenden Frühlingsblumen. Sie blühen nicht nur im Frühling, sondern den ganzen Sommer und Herbst lang.

Was blüht noch im März ? Schneerose/Christrose (Helleborus niger), Schneeglöckchen (Galanthus), Winterling (Eranthis hyemalis) und einige Krokusse (Crocus) blühen bereits in den Winter-Monaten bis im März.

Eine Übersicht dieser und weiterer Frühblüher-Blumen ist auf der Unterseite  → Winterblumen abrufbar.

 

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Welche Blumen blühen im April ?

Nachfolgend eine Übersicht von mehrjährigen, winterharten Blumen im Frühling, die erstmals im April blühen:

 

Gartenhyazinthe (Hyacinthus orientalis), auch Garten-Hyazinthe

Blütenfarbe: blau-violette oder weiße Blüten

Andersfarbige Sorten: gelb, orange, rosa, rot

Blütezeit: April bis im Mai

Wuchshöhe: 15 bis 40 cm

Wuchstyp: mehrjährige, winterharte Zwiebel-Blume

Vorkommen: nicht heimisch

Sonstiges: stark duftende, giftige Frühlingsblumen

 

Weiße Blüte einer Garten-Hyazinthe der Sorte Carnegie, botanischer Name Hyacinthus orientalis
Bild: Garten-Hyazinthe (Hyacinthus orientalis 'Carnegie') in der Schweiz Ende März *

 

Spanisches Hasenglöckchen (Hyacinthoides hispanica)

Blütenfarbe: blass-lila, rosa, weiß
e Blüten

Blütezeit: April bis Juni

Wuchshöhe: 25 bis 40 cm

Wuchstyp: mehrjährige, winterharte Zwiebel-Blume

Vorkommen: nicht heimisch

 

Zwei Spanische Hasenglöckchen, botanischer Name Hyacinthoides hispanica, einmal blass-lila und einmal blass-violett blühend
Foto: Spanisches Hasenglöckchen (Hyacinthoides hispanica) Ende April

 

Mittelhohe Bart-Iris / Schwertlilie (Iris barbata-media)

Blütenfarben der Sorten:

Hellblau ('Morgendämmerung'), gelb ('Alaskan Gold'), rosa ('Flourish'), rot ('Red Zinger'), schwarz ('Helen Proctor'), violett ('Verse', 'Vamp'), weiß ( 'Avanelle', 'Nymphe')

Blütezeit: April bis im Mai

Wuchshöhe: 50 bis 70 cm

Wuchstyp: winterharte Staude ohne Zwiebel mit Wurzelstock (Rhizom)

Vorkommen: nicht heimisch, reine Zucht-/Kultur-Frühlingsblume

 

Niedrige Bart-Iris / Zwerg-Schwertlilie (Iris barbata-nana)

Blütenfarben der Sorten:

Blau ('Blue Denim'), gelb ('Baria', 'Brassie'), orange ('Orange Tiger'), rosa ('Pussycat Pink', 'Pretty Cute'), rot ('Cherry Garden'), violett ( 'Hamburger Nacht', 'Double Lament‘, 'Cyanea'), weiß ( 'Lilly White', 'Bright White')

Blütezeit: April bis im Mai

Wuchshöhe: 10 bis 40 cm

Wuchstyp: winterharte Staude ohne Zwiebel mit Wurzelstock (Rhizom)

Vorkommen: nicht heimisch, reine Zucht-/Kultur-Frühlingsblume

 

Gewöhnliche Nachtviole (Hesperis matronalis)

Blütenfarbe: violette Blüten

Blütezeit: Mai bis August

Wuchshöhe: 60 bis 70 cm

Wuchstyp: langlebige oder zweijährige Staude mit spindelförmiger Wurzel

Vorkommen: einheimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Sonstiges: traditionell langblühende, stark duftende, violette Frühlingsblume in einem Bauergarten

 

Echte / Weiße Narzisse (Narcissus poeticus): auch Dichter-Narzisse

Blütenfarbe: creme-weiße Blüten

Blütezeit: April bis im Mai

Wuchshöhe: 40 bis 50 cm

Wuchstyp: mehrjährig, winterharte Zwiebel-Blume

Vorkommen: nicht heimisch, giftig, neigt zum verwildern

 

Schachblume / Schachbrettblume (Fritillaria meleagris), auch Kiebitzei

Blütenfarbe: violette, weiße Blüten

Blütezeit: April bis im Mai

Wuchshöhe: 25 bis 35 cm

Wuchstyp: mehrjährige, winterharte Zwiebel-Blume

Vorkommen: einheimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz

 

Purpurrot-weiße Blüte einer Schachblume, auch Kiebitzei genannt, botanischer Name Fritillaria meleagris, auf einer Alpen-Wiese im Allgäu
Foto: Schachblume/Schachbrettblume (Fritillaria meleagris) im April in den Allgäuer Alpen, die Zwiebel-Blume wird wegen ihrer attraktiven purpur-weiss oder grünlich-weiss gefleckten Blüten auch als Kübelpflanze verwendet

 

Frühlings-Schlüsselblume (Primula veris): auch Primeln

Blütenfarbe: gelbe Blüten

Blütezeit: April bis im Mai

Wuchshöhe: 10 bis 30 cm

Wuchstyp: winterharte Staude ohne Zwiebel mit Wurzelstock (Rhizom)

Vorkommen: einheimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz

 

Wildwachsende Wiesen-Primel bzw. Echte Schlüsselblume, botanischer Name Primula veris, auf einer Wiese
Bild: Wiesen-Primel / Echte Schlüsselblume (Primula veris) auf einer Wiese im April in Oberbayern *

 

Garten-Stiefmütterchen (Viola wittrockiana): auch Tag- und Nachtschatten

Blütenfarbe: gelbe, lila, orange, rosa, rote, schwarze ('Black Star'), violette, weiße Blüten

Blütezeit: April bis November (je nach Sorte auch schon ab März)

Wuchstyp: zweijährig ohne Zwiebel

Vorkommen: eine reine Zucht-/Kultur-Frühlingsblume

Sonstiges: meist gemusterte, langblühende Frühlingsblumen mit kombinierten Farben

 

Garten-Stiefmütterchen, botanischer Name Viola wittrockiana, mit gelb-violetter Blüte, das in verschiedenen Regionen auch Tag- und Nachtschatten genannt wird
Bild: Garten-Stiefmütterchen (Viola wittrockiana) Ende April im Burgenland (Österreich) *

 

Armenische Traubenhyazinthe (Muscari armeniacum)

Blütenfarbe: dunkelblaue Blüten

Blütezeit: April bis im Mai

Wuchshöhe: 10 bis 25 cm

Wuchstyp: mehrjährige, winterharte Zwiebel-Blume

Vorkommen: nicht heimisch

 

Biene auf der azur-blauen Blüte einer Armenischen Traubenhyazinthe im Garten, botanischer Name Muscari armeniacum
Bild: Biene auf einer Armenischen Traubenhyazinthe (Muscari armeniacum) im Garten im Mai, eine Zwiebelblume

 

Nachtviole, Stiefmütterchen und Vergissmeinnicht zählen zu den am längsten blühenden Frühjahrsblumen im Garten, auf dem Balkon und Vorgarten.

 

"Vom Eise befreit sind Strom und Bäche durch des Frühlings
holden belebenden Blick, im Tale grünet Hoffnungsglück."

(Johann Wolfgang von Goethe, 1749 - 1832, Gedicht in: Faust I, Osterspaziergang)

 

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Welche Blumen blühen im Mai ?

Nachfolgend eine Liste von winterharten, mehrjährigen Blumen im Frühling, die erstmals im Mai blühen:

 

Tränendes Herz (Lamprocapnos spectabilis)

Blütenfarbe: rosa

Andersfarbige Sorten-Namen: weiß ('Alba'), rot mit weißer Spitze (‘Valentine’), rosa mit weißer Spitze und gelb-grünen Blättern ('Goldheart')

Blütezeit: Mai bis Juni

Wuchshöhe: 50 bis 80 cm

Wuchstyp: winterharte Staude ohne Zwiebel mit Wurzelstock (Rhizom)

Vorkommen: nicht heimisch

Besonderheit: die rosa / pinken, leicht giftigen Frühlingsblumen haben herzförmige Blüten

 

Herzförmige, rosa-weiße Blüten von einem Tränenden Herz, auch Zweifarbige Herzblume oder Herzerlstock genannt, botanischer Name Lamprocapnos spectabilis
Bild: Tränendes Herz (Lamprocapnos spectabilis), auch Herzerlstock oder Zweifarbige Herzblume, in Nordrhein-Westfalen im Mai

 

Hohe Bart-Iris / Schwertlilie (Iris barbata-elatior)

Blütenfarbe verschiedener Sorten-Namen:

Blau ('Blue Rhythm'), gelb ('Ola Kala', 'Goldfackel'), orange ('Skyfire', 'Coup de Soleil', 'Feu du Ciel'), rosa ('Blushing Pink', 'Pink Taffeta'), rot ('Brasilia' 'Cats Eye' u.v.w. Sorten mit purpur- oder braun-roten Blüten), schwarz (‘Before the Storm’, 'Black Dragon', 'Superstition'), violett ('Dark Triumph', 'Matinata', 'Sultry Mood'), weiß ('White Knight', 'Nordica')

Blütezeit: Mai bis Juni

Wuchshöhe: 80 bis 100 cm

Wuchstyp: winterharte Staude ohne Zwiebel mit Wurzelstock (Rhizom)

Vorkommen: nicht heimisch, reine Zucht-/Kultur-Frühlingsblume

 

Kornblume (Cyanus segetum, Syn.: Centaurea cyanus), auch Zyane

Blütenfarbe: blau, rosa, rot, violett, schwarz, weiß (zahlreiche Sorten)

Blütezeit: Mai bis Oktober

Wuchshöhe: 20 bis 80 cm

Wuchstyp: einjährig

Vorkommen: heimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Sonstiges: Bienen-Weide, die Blüten sind essbar

 

Maiglöckchen (Convallaria majalis)

Blütenfarbe: weiß

Blütezeit: Mai bis Juni

Wuchshöhe: 20 bis 30 cm

Wuchstyp: winterharte Staude ohne Zwiebel mit bis zu 50 chm tiefem Wurzelstock (Rhizom)

Vorkommen: einheimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Sonstiges: Maiglöckchen zählen schon dem Namen nach zu den bekanntesten weiß blühenden Frühjahrsblumen, sie sind sehr giftig und stark duftend

 

Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare)

Blütenfarbe: weiß mit gelber Blüten-Mitte

Blütezeit: Mai bis Juli

Wuchshöhe: 30 bis 60 cm

Wuchstyp: winterharte Staude ohne Zwiebel mit kriechendem Wurzelstock

Vorkommen: einheimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Sonstiges: langlebige, weiße Frühlingsblumen, Bienen-Weide und eine der bekanntesten Wiesen-Blumen

 

Mehrere langblühende Wiesen-Margeriten, botanischer Name Leucanthemum vulgare, in einem Blumenbeet mit weißen Blütenblättern, angeordnet um goldgelbe Röhrenblüten in der Blütenmitte
Bild: Wiesen-Margeriten (Leucanthemum vulgare) mit weißen Zungenblüten und goldgelben Röhrenblüten in einem Blumenbeet in Hamburg im Mai, es handelt sich um langblühende Körbchenblumen

 

Mohnblume / Klatschmohn (Papaver rhoeas)

Blütenfarbe: rot

Blütezeit: Mai bis August

Wuchshöhe: 30 bis 90 cm

Wuchstyp: zweijährige oder einjährige Frühlingsblume ohne Zwiebel mit bis zu 1 Meter tiefer Wurzel

Sonstiges: die Blüten der langlebigen, giftigen, roten Frühlingsblumen werden über 10 cm groß

 

Leuchtend rote Blüte einer langlebigen Mohnblume, auch Klatschmohn genannt, botanischer Name Papaver rhoeas, auf einer Wiese
Bild: Klatschmohn/Mohnblume (Papaver rhoeas) auf einer Wiese in Sachsen im Mai, eine langlebige Frühlingsblume *

 

Türkischer Mohn (Papaver orientale)

Blütenfarbe: orange, rot

Blütezeit: Mai bis Juni

Wuchshöhe: 70 bis 100 cm

Wuchstyp: winterharte Staude ohne Zwiebel mit tief gehender Wurzel

Vorkommen: nicht heimisch

Sonstiges: die rot-orange, giftige Frühlingsblume bildet sehr große Blüten von einem Durchmesser von 15 bis 20 Zentimetern aus

 

Panther-Petunie (Petunia Hybride 'Black Velvet')

Blütenfarbe: schwarz

Blütezeit: Mai bis im Oktober

Wuchshöhe: 25 bis 30 cm

Wuchstyp: einjährig

Vorkommen: nicht heimisch, reine Zucht-/Kultur-Sorte

Sonstiges: langanhaltende schwarze Frühlingsblumen vom Frühling bis zum Herbst

 

Gemeine Pfingstrose (Paeonia officinalis), auch Bauern-Päonie

Blütenfarbe: kräftig rosa

Beispiele andersfarbiger Sorten: rot ('Rubra Plena'), weiß ('Alba Plena')

Blütezeit: Mai bis Juni

Wuchshöhe: 60 bis 100 cm

Wuchstyp: winterharte Staude ohne Zwiebel mit Wurzelstock (Rhizom)

Vorkommen: eingebürgert in Deutschland und Österreich, heimisch in der Schweiz

 

Echte / Deutsche Schwertlilie (Iris x germanica)

Blütenfarbe: gelb oder dunkel- und hell-violett mit gelbem Perigon-Blatt

Blütezeit: Mai und Juni

Wuchshöhe: 30 bis 80 cm

Wuchstyp: winterharte Staude ohne Zwiebel mit Wurzelstock (Rhizom)

Vorkommen: nicht heimisch, in Deutschland, Österreich und der Schweiz eingebürgert

Sonstiges: die Sorte 'Pride of Ireland' hat die grünsten Blüten von allen Arten und ist eine sehr stark duftende, seltene grüne Frühlingsblume

 

Echte / Deutsche Schwertlilie, botanischer Name Iris x germanica, mit gelber Blüte in einem Beet
Foto: Echte / Deutsche Schwertlilie (Iris x germanica) in einem Beet im Juni

 

Blutroter Storchschnabel (Geranium sanguineum)

Blütenfarbe: rot-violett

Blütezeit: Mai bis im September

Wuchshöhe: 15 bis 50 cm

Wuchstyp: winterharte Staude ohne Zwiebel mit kriechendem Wurzelstock

Vorkommen: einheimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Sonstiges: langlebige, violett-rote Frühlingsblumen

 

Leuchtend violette Blüte einer langlebigen Geranie bzw. einem Blutrotem / Blut-Storchschnabel, botanischer Name Geranium sanguineum, der Sorte Vision Violet
Bild: Blutroter / Blut-Storchschnabel (Geranium sanguineum 'Vision Violet') in Berlin im Mai, eine langlebige Frühlingsblume *

 

Gelbe Taglilie (Hemerocallis lilioasphodelus)

Blütenfarbe: gelb

Blütezeit: Mai bis Juni

Wuchshöhe: 70 bis 80 cm

Wuchstyp: winterharte Staude ohne Zwiebel mit kurzem Wurzelstock

Vorkommen: nicht heimisch, in Europa eingebürgert und verwildert

Sonstiges: die gelbe Frühlingsblume ist essbar und eine Bienen-Weide

 

Spätblühende Tulpen (Tulipa)

Blütenfarbe zahlreicher Arten und Sorten: gelb, grün, lila, orange, rosa, rot, schwarz (‘Black Hero’, ‘Queen of Night’), violett, weiß

Blütezeit: Mai bis Anfang Juni

Wuchshöhe: sehr unterschiedlich von 30 bis 70 cm

Wuchstyp: die späten Tulpen sind mehrjährige, giftige, winterharte Zwiebel-Blumen

Vorkommen: nicht heimisch

 


Grüne Viridiflora-Tulpe, botanischer Name Tulipa Spring Green, mit creme-weiß-gelber Grund-Farbe und breiten grünen Streifen
Bild: Grüne Viridiflora-Tulpe (Tulipa 'Spring Green') in Niederbayern Mitte Mai, eine sehr seltene und elegante grüne Frühlingsblume *

 

Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica)

Blütenfarbe: hellblau

Andersfarbige Sorten:

Blau ('Amethyst', 'Blaue Kugel', 'Compindi', 'Victoria Indigoblau', 'Miro'), rosa ('Nina Rosa', 'Victoria Rose/Rosea'), weiß ('Viktoria Alba', 'Nina Weiß')

Blütezeit: Mai bis Juli

Wuchshöhe: 15 bis 45 cm

Vorkommen: einheimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Wuchstyp: zweijährig, dabei selbst aussäend

Sonstiges: traditionell langblühende Frühlingsblumen im Bauerngarten

 

Hellblaue Blüten einer langblühenden Wald-Vergissmeinnicht, botanischer Name Myosotis sylvatica
Bild: Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica) in Niedersachsen im April, eine langblühende, blaue Frühlingsblume

 

Zierlauch (Allium spec.)

Blütenfarbe: blau, gelb, rosa, rot, violett, weiß

Blütezeit: Mai bis September, je nach Sorte und Art auch kürzere Blütedauer

Wuchshöhe: 15 bis 150 cm je nach Art und Sorte

Wuchstyp: mehrjährige, winterharte Zwiebel-Blumen

Vorkommen: nicht heimisch

Sonstiges: ein essbares Ziergemüse

 

Blass-violette Blüte von einem Kugellauch oder Zierlauch, botanischer Name Allium, mit Kugel-Form
Foto: Zierlauch/Kugellauch (Allium spec.) im Juli

 

Mohnblume, Margerite, Mauerblümchen, Petunie und Storchschnabel zählen zu den am längsten blühenden Frühjahrsblumen auf dem Balkon, im Garten und Vorgarten.

 

Allgmeine Hinweise:

 

  • Die typische Blütezeit von Blumen, die im Frühling blühen, kann bei mildem Winter auch früher beginnen.

  • Anhand der Wuchshöhe lässt sich bestimmen, ob die Frühlingsblume für einen Balkonkasten geeignet ist.

  • Es gibt keine rein schwarzen Frühlingsblumen zu kaufen, denn tatsächlich sind die Blüten dunkel-violett oder dunkelrot, wirken allerdings je nach Lichtverhältnissen fast schwarz.

  • Die Frühlingsblumen in den vorangegangenen Übersichten kann man in Gärtnereien, im Gartencenter (z.B. Dehner) kaufen oder sich von einem Baumarkt (z.B. Hornbach, Obi) liefern lassen.

  • Ferner gibt es nach dem Winter stets aktuell Angebote von Pflanzen-Discountern (z.B. Lidl, Rewe u.a.) zum Online-Bestellen von Knollen, Zwiebeln oder Samen für Frühlingsblumen zum Säen.

  • Was blüht noch im Frühjahr bzw. Frühling? Neben der oben erfolgten Auswahl von frühlingsblühenden Blumen gibt es auch eine Reihe von → frühblühenden Blütensträuchern für den Garten.

 

Weitere Blumen im Frühling (Frühblüher)

Viele Blumen wachsen im Frühling natürlich im Wald, auf der Wiese oder in den Alpen bzw. Bergen und es würde den Rahmen sprengen, sie alle in einer einzigen Übersicht aufzuzählen.

Bei den vorausgegangenen Listen handelt es sich daher nur um eine Auswahl von Frühblühern. Abrufbar sind wildwachsende Blumen im Frühling auf folgenden Unterseiten:

 

 

Ein Großteil dieser verwilderten oder wildwachsenden Frühlingsblumen in freier Natur stehen unter Naturschutz.

Um sie dennoch zu Hause im Garten oder auf dem Balkon pflanzen zu können, gibt es spezialisierte Gärtnereien, welche diese wildwachsenden Blumen im Frühling züchten und von denen man sie kaufen kann.

Darüber hinaus gibt es typische Frühlingsblumen für einen Steingarten oder Duftgarten sowie für besondere Standorte im Garten mit großer Feuchtigkeit, Halbschatten oder viel Schatten.

Diese Frühblüher-Arten für eine spezielle Nutzung im Garten sind auf folgenden Unterseiten abrufbar:

 

 

Links in der Navigation finden sich darüber hinaus weitere Seiten mit jeweils einer Liste für alle Blumen im Frühling, die Knollen oder eine Zwiebel als Speicherorgan ausbilden.

Ferner gibt es dort weitere Übersichten für Frühlingsblumen, die sich speziell für den Friedhof, als Schnittblumen, für ein Beet (Rabatte) oder den Balkon eignen.

 

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Zeitpunkt zum Pflanzen

Ab wann man Frühlingsblumen pflanzen kann, hängt vom jeweiligen Winter-Verlauf ab und ob der Frühling, wenn er mild begonnen hat, auch bis zum Monat Mai mild bleibt.

Es empfiehlt sich daher, Blumen im Frühjahr erst zu einem Zeitpunkt zu pflanzen, wenn sich aktuell erkennen läßt, dass der Winter nicht überraschend zurückkehrt.

Ansonsten kann es passieren, dass die in der Gärtnerei oder im Gartencenter und Supermarkt/Discounter gekauften Frühlingsblumen erfroren sind nach spätem Frost.

Das gilt gerade für Nachtfrost zu den Eisheiligen im Mai: nur wenige Frühblüher-Arten wie Krokusse und Primeln tolerieren es nach dem Einsetzen im Balkonkasten oder im Blumenbeet, wenn das Klima noch nicht frostfrei ist.

Zu bedenken ist daher: um so milder regional der Winter ausfällt, um so früher blühen auch die Frühlingsblumen.

Allerdings gilt dieser Zeitpunkt zum Pflanzen nur für Frühlingsblumen ohne Zwiebel. Bei frühblühenden Zwiebelblumen erfolgt das Einpflanzen der Zwiebel bereits im Herbst des Vorjahres.

 

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Sind Blüten essbar ?

Ungiftig

Nach folgender Übersicht sind die Blüten einiger Frühlingsblumen-Arten essbar und ungiftig. Hierzu zählen neben weiteren Arten z.B.:

 

  • Gänseblümchen (Bellis perennis): in der Schweiz auch Margritli genannt

  • Duftveilchen (Viola odorata)

  • Hornveilchen (Viola cornuta)

  • Kornblume (Cyanus segetum, Syn.: Centaurea cyanus)

  • Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia) 1

  • Frühlings-Schlüsselblume (Primula veris)

  • Garten-Stiefmütterchen (Viola wittrockiana)

  • Gelbe Taglilie (Hemerocallis lilioasphodelus)

 

Die essbaren Blüten von Frühlingsblumen sollten aktuell vor dem Verzehr geerntet werden, damit das volle Aroma und der Duft der Blüten erhalten bleiben.

Bereits bei den Griechen und Römern fanden essbare Blumen-Blüten für die Dekoration und Verfeinerung von Speisen oder als Lebensmittel Verwendung.

Weitere Informationen über essbare Blüten von Pflanzen finden sich auf der Unterseite über → Blütensalate.

 

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Giftig

Nicht nur die Blüten zahlreicher Frühlingsblumen sind giftig und nicht essbar, sondern auch weitere Pflanzen-Teile wie Blätter, Samen oder Knollen und Zwiebeln und enthalten Pflanzengiftstoffe.

Nach folgender Übersicht sind drei Frühjahrsblumen-Arten sogar sehr giftig und zählen zu den Giftpflanzen:

 

  • Gewöhnliche Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris)

  • Maiglöckchen (Convallaria majalis)

  • Tulpen (Tulipa): je nach Art unterschiedlich stark giftig

 

Besondere Auswirkungen von einem Kontakt mit diesen giftigen Frühlingsblumen werden auf der Seite → Giftblumen erörtert.

Die weiter oben genannten Frühlingsblumen sind mit Ausnahme der im vorherigen Kapitel genannten ungiftigen Arten leicht bzw. schwach giftig, jedoch nicht essbar.

Ob eine Frühlingsblume giftig und nicht essbar ist, hängt von folgenden Besonderheiten ab:

 

1) Für Menschen giftige Frühlingsblumen sind abhängig von der aufgenommenen Menge giftiger Pflanzen-Teile, dem Körpergewicht und dem Gesundheitszustand unterschiedlich giftig für Babies, Kinder und Erwachsene.

2) Auch ungiftige, essbare Frühlingsblumen können giftig sein, wenn die zum Essen verwendeten Blätter oder Blüten zuvor mit Schadstoffen (Abgase, Düngemittel, Pestizide) in Berührung kamen.

3) Erfolgt der Verzehr giftiger Pflanzen-Teile durch Menschen oder Tiere ? Es gibt z.B. Frühlingsblumen wie die Taglilien, die giftig für Hunde und Katzen sind, jedoch nicht für Menschen.

 

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Farbsymbolik fürs Grab auf dem Friedhof

Auf einem Friedhof bestimmen farblich unterschiedliche Frühlingsblumen fürs Grab das Bild, die, wenn sie nicht zufällig gewählt wurden, auf eine bestimmte Bedeutung und Farbsymbolik hinweisen.

So symbolisieren zum Beispiel weiße Frühlingsblumen fürs Grab so viel wie Abschied, Tod (insbesondere in Asien), Licht und vollkommene Reinheit, die frei von jeglichen negativen Eigenschaften ist.

 

Bunte Frühlingsblumen fürs Grab in einer Schale und weiße Narzissen, botanischer Name Narcissus poeticus, nach dem Einpflanzen auf einem Friedhof
Bild: Bunte Frühlingsblumen fürs Grab in einer Schale und weiße Narzissen/Osterglocken nach dem Einpflanzen Anfang April auf einem Friedhof in Bayern *

 

Gelbe und orangfarbene Frühlingsblumen symbolisieren als Grabbepflanzung Wärme, Hoffnung, Licht und Trost, während grüne Frühlingsblumen fürs Grab die Bedeutung eines hoffnungsvollen Neuanfangs haben.

Rosa oder rote Frühlingsblumen als Grabbepflanzung auf dem Friedhof sollen traditionell Liebe, tiefe Gefühle und enge Verbundenheit mit den Verstorbenen nicht nur in der Trauerzeit versinnbildlichen.

Die würdevolle und "königliche" Farbe Blau bedeutet bei Frühlingsblumen fürs Grab so viel wie Beständigkeit sowie treue Erinnerung und Sehnsucht an einen für den Gedenkenden besonderen Menschen.

In der Blumensprache können sehr dunkle Blumenfarben wie violett oder schwarz bei Frühlingsblumen auf einem Friedhof eine tiefe und spirituelle Leidenschaft über den Tod hinaus symbolisieren.

Unabhängig von der Farbsymbolik und der Jahreszeit haben bestimmte Blumen-Arten auch iieine religiöse Bedeutung (z.B. christliche Symbolik), die im Kapitel → Symbol-Sprache von Friedhofsblumen erläutert wird.

 

[1] Beim Löwenzahn sind die jungen Blätter im Frühjahr sowie die Blüten und Wurzeln essbar und finden wegen ihrer Nährstoffe (Bitterstoffe, Vitamine) als Salate und Smoothies Verwendung.

Jedoch sind beim Verzehr der Frühlingsblumen folgende Besonderheiten zu beachten: ein Hautkontakt mit dem giftigen, weißen Milchsaft in Blättern und Stengel kann zu entzündlichen Hautreizungen und ein Verzehr größerer Pflanzen-Mengen kann zu Erbrechen und Übelkeit führen.

 

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