Welche Blumenarten gibt es?

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition und Bedeutung
  2. Übersicht zum Bestimmen
    1. Welche Blumenarten duften am stärksten bzw. am besten?
    2. Welche Blumenarten wachsen in den Alpen (Bergen)?
    3. Welche Blumenarten sind giftig?
    4. Welche Blumenarten eignen sich für die Terrasse oder auf dem Balkon?

    5. Welche Blumenarten eignen sich für Rabatten, Beeteinfassung oder im Beet?
    6. Welche Blumenarten wachsen im Wald oder auf der Wiese?
    7. Welche Blumenarten eignen sich als Schnittblumen?
    8. Welche Blumenarten eignen sich für den Friedhof, fürs Grab oder zur Beerdigung?
    9. Welche Blumenarten mögen Sonne und eignen sich für sonnigen Standort?
    10. Welche Blumenarten mögen/brauchen Schatten und eignen sich für schattigen Standort?
    11. Welche Blumenarten wachsen im Halbschatten und eignen sich für halbschattigen Standort?
    12. Welche Blumenarten vertragen Trockenheit und eignen sich bei trockenem Boden?
    13. Welche Blumenarten eignen sich für feuchte bis nasse Böden?
    14. Welche Blumenarten haben Knollen?
    15. Welche Blumenarten haben Zwiebeln?
    16. Welche Blütenformen gibt es bei Blumen?
  3. Kalender nach Jahreszeit
    1. Welche Blumenarten wachsen und blühen im Frühling?
    2. Welche Blumenarten wachsen und blühen im Sommer?
    3. Welche Blumenarten wachsen und blühen im Herbst?
    4. Welche Blumenarten wachsen und blühen im Winter?
  4. Wie viele bekannte Blumenarten und Blumensorten gibt es?

Definition und Bedeutung

Allgemein unterscheiden sich Blumen durch bestimmte Merkmale, aus denen sich Blumenarten (englisch: types of flowers) mit unterschiedlicher Bedeutung definieren lassen.

Der Begriff Blumensorten wird umgangssprachlich häufig gleichbedeutend mit Blumenarten verwendet. Botanisch sind Sorten (auch Kultivare genannt) jedoch Varianten von Arten, die überwiegend in der Pflanzenzucht kultiviert werden.

Dieser Definition folgend sind Blumensorten Varianten von Blumenarten, die in der Blumenzucht entstehen und bei denen nur bestimmte Merkmale der Ursprungsarten erhalten bleiben.

Der Unterschied zwischen neuen Blumensorten und ihren ursprünglichen Blumenarten zeigt sich vor allem in Wuchshöhe, Blütengröße oder Farbe – wie die nachfolgende Übersicht zeigt.

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Übersicht zum Bestimmen

Welche Blumenarten gibt es? Nach folgender Übersicht lassen sich Arten und Sorten anhand folgender Merkmale bestimmen:

  • Lichtbedarf (Sonne, Schatten, Halbschatten)

  • Boden-Feuchtigkeit (trocken, nass)

  • Vorkommen in der Natur (in den Alpen/Bergen, im Wald oder auf der Wiese)

  • Besondere Eigenschaften (intensiver Duft, Giftigkeit, Knollen- oder Zwiebelbildung)

  • Verwendung im Alltag (als Schnittblumen, auf Balkon und Terrasse, in Beeten und Rabatten, auf dem Friedhof und Grab, bei Beerdigungen, Einladungen, Geburtstagen, Hochzeiten)

  • Blütezeit (Frühling, Sommer, Herbst, Winter)

Die Begriffe „Blumenarten” und „Blumensorten” können in dieser Übersicht synonym verwendet werden, da eine derartige Unterscheidung die Einteilung nicht ändern würde. Das zeigt auch das nächste Kapitel, in dem es keine Rolle spielt, ob es sich bei den stark duftenden Blumen um Arten oder Sorten handelt.

Welche Blumenarten duften am stärksten bzw. am besten?

Die Bedeutung von Duftblumen, also der am stärksten bzw. am besten duftenden Blumenarten, liegt darin, dass sie einen besonders markanten und starken Duft im Vergleich zu „normalen” Blumen an ihrem Standort verbreiten.

Mit ihrem intensiven Aroma können sie in direkter Nähe die einzigartigen Nuancen eines Duftgartens bestimmen – ergänzt durch den raumfüllenden Duft anderer Duftpflanzen wie Duftkräutern, Dufthecken und Duftsträuchern sowie stark duftenden Obstbäumen und Obststräuchern.

Zu den bekanntesten Blumenarten, die am stärksten duften, zählen Hyazinthen (Hyacinthus), Duftveilchen (Viola odorata), Duftwicken (Lathyrus odoratus), Maiglöckchen (Convallaria majalis), Pfingstrosen (Paeonia), Schokoladenblumen (Berlandiera lyrata) und Vanilleblumen (Heliotropium arborescens).

Eine Liste weiterer Blumenarten, die sehr gut riechen bzw. am besten duften, findet sich im Lexikon unter → Welche Blumen duften am besten bzw. am stärksten?

Rosa blühende echte Pfingstrose, botanischer Name Paeonia officinalis, mit gelben Staubblättern
Bild: Stark süßlich duftende, pink-/rosa-farbene Pfingstrose (Paeonia officinalis) im Frühling (Ende Mai) *

Stark duftende Blumen wachsen bis auf wenige Ausnahmen kaum in den Alpen (Bergen). Denn in rauen, kühlen und windigen Höhenlagen der Alpen mit im Vergleich zum Flachland kürzeren Vegetationsperioden gibt es deutlich weniger Bestäuberinsekten.

Ein starker Duft, der im Tal notwendig ist, um Insekten anzulocken, wäre in den Bergen weitgehend wirkungslos. Stattdessen verspricht die Bildung auffälliger, leuchtkräftiger Blütenfarben und relativ großer Blüten – die auch bei starkem Sonnenlicht gut sichtbar sind – eher, Bestäuber anzulocken.

Bergblumen sind daher auf andere Bestäubungsmechanismen spezialisiert, die unabhängiger von Insekten funktionieren, etwa Selbstbestäubung oder Windbestäubung.

Die Produktion intensiver Duftstoffe ist energieaufwendig und bietet einer Blume angesichts der kurzen Vegetationsperioden und der extremen Lebensbedingungen in den Bergen keinen evolutionären Vorteil.

Daher investieren Bergblumen und Alpenblumen ihre Energie bevorzugt in andere, unter den Bedingungen im Gebirge und in den Alpen erfolgreichere Überlebensstrategien.

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Welche Blumenarten wachsen in den Alpen (Bergen)?

Bergblumen und Alpenblumen sind Blumenarten, die in den Bergen und in den Alpen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowohl unterhalb als auch oberhalb der Baumgrenze natürlich wachsen.

Bei Alpen- und Bergblumen handelt es sich um natürlich vorkommende Pflanzen. Sorten (Kultivare) kommen im Gebirge nicht natürlich vor, da sie durch menschliche Züchtung entstehen.

Daher findet man in den Bergen überwiegend wild wachsende Arten wie Edelweiß (Leontopodium alpinum) oder Enzian-Arten (Gentiana spp.).

Gelb blühende Trollblumen, botanischer Name Trollius europaeus, auf einer Bergwiese mit Felsen
Bild: Alpenblumen auf einer Bergwiese mit gelb blühenden Trollblumen (Trollius europaeus) im Frühsommer *

Eine Liste mit robusten Blumenarten, die in den Bergen (Alpen) wachsen, findet sich im Lexikon unter → Welche Blumen wachsen in den Bergen und Alpen? Einige dieser Berg- und Alpenblumen eignen sich als winterharte Steingartenpflanzen in einem Stein-/Kiesgarten.

Unter Alpen- und Bergblumen gibt es sehr giftige Arten wie das Europäische Alpenveilchen (Cyclamen purpurascens), die Christrose/Schneerose (Helleborus niger), den Gletscher-Hahnenfuß (Ranunculus glacialis) oder den Hohen Rittersporn (Delphinium elatum).

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Welche Blumenarten sind giftig?

Giftblumen sind Blumenarten, bei denen alle oder einzelne Bestandteile wie Blätter, Blüten, Früchte, Samen, Stängel oder Wurzel starke Pflanzengiftstoffe enthalten.

Giftige Blumensorten zählen – ebenso wie Giftbäume, Giftkräuter, Gift-Stauden, Giftsträucher sowie verschiedene Flechten und Farne – zu den Giftpflanzen.

Eine Übersicht sehr giftiger Blumenarten für Menschen (insbesondere für Babys oder Kinder) und Tiere wie Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen, Hasen oder Pferde findet sich im Lexikon unter → Welche Blumen sind giftig?

Lila-blau blühender Blauer Eisenhut, botanisch Aconitum napellus, im Garten vor einer Steinmauer
Bild: Blauer Eisenhut (Aconitum napellus) im Sommer (Anfang August), eine der giftigsten Blumenarten in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie eine der giftigsten Pflanzen in Europa

Giftige Blumenarten, die sich im Wohnbereich oder in unmittelbarer Nähe zu einem Wohnraum befinden – etwa auf dem Balkon oder der Terrasse – stellen ein erhöhtes Risiko insbesondere für Kleinkinder und Haustiere dar, die ihre Umgebung häufig mit dem Mund oder der Schnauze erkunden.

Denn Balkon- und Terrassenpflanzen sind leicht zugänglich und verleiten eher dazu, sie zu berühren, mit ihnen zu spielen oder sie zu probieren.

Das gilt umso mehr für attraktiv aussehende, jedoch giftige Blumen, die auf engem Raum leichter zu Vergiftungen führen können, da sie das Risiko erhöhen, dass Teile von ihnen verschluckt werden.

Darüber hinaus gibt es giftige Blumenarten, die nach einem Hautkontakt, etwa beim Vorbeigehen oder beim Gießen, allergische Reaktionen wie Juckreiz, Schwellungen oder Kontaktekzeme auslösen können.

Zu den Blumen, die Hautreizungen und Allergien auslösen können, zählen die Kaiserkrone (Fritillaria imperialis), die Gewöhnliche Kuhschelle/Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris), das Maiglöckchen (Convallaria majalis) oder die Becher-Primel (Primula obconica).

Aus den genannten Gründen sollte gerade bei der Pflanzenauswahl von Blumenarten für den Balkon oder die Terrasse auf deren Giftigkeit geachtet werden.

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Welche Blumenarten eignen sich für die Terrasse oder auf dem Balkon?

Balkonblumen und Terrassenblumen sind in diesem Lexikon Blumenarten und -sorten, die sich besonders auf dem Balkon als Topfpflanzen in Blumenkästen oder der Terrasse als Kübelpflanzen eignen.

Diese Blumenarten bestimmen und prägen die Gestaltung von Balkonen und Terrassen mit Zierpflanzen im Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

Eine Übersicht von Blumenarten, die sich in Töpfen und Kästen für die Terrasse oder den Balkon besonders gut eignen, findet sich unter → Welche Blumen eignen sich auf dem Balkon und der Terrasse?

Rote, violette, lila und weiß-rosa Petunien, botanischer Name Petunia, mit Kletterpflanzen
Bild: Balkonblumen-Bepflanzung mit Petunien (Petunia) und Kletterpflanzen Ende September *

Balkonblumen und Terrassenblumen wachsen oft kompakt, hängend oder kletternd und wurden speziell hinsichtlich einer großen Widerstandsfähigkeit gegen Hitze und Wind gezüchtet.

Sie müssen aufgrund des geringen Erdvolumens in den Blumentöpfen und Blumenkästen häufiger gedüngt und gegossen werden als tief wurzelnde Beetblumen und Rabattenblumen.

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Welche Blumenarten eignen sich für Rabatten, Beeteinfassung oder im Beet?

Beetblumen und Rabattenblumen sind Blumenarten, die sich speziell für Blumenbeete und Blumenrabatten (geometrisch angeordnete Blumenbeete) in Parkanlagen, Hausgärten und Ziergärten eignen.

Beim Anlegen und Gestalten der Blumenrabatte steht der künstlerische Aspekt stärker im Vordergrund als bei Blumenbeeten, was einen Einfluss auf die Auswahl jeweils geeigneter Blumensorten hat.

Eine Übersicht von Blumenarten, die sich für Rabatten, eine Beeteinfassung oder im Beet eignen, findet sich im Lexikon unter → Welche Blumen eignen sich im Beet oder für Beeteinfassung und Rabatten?

Blumenrabatte mit gelben Hornveilchen (Viola cornuta) und orange-roten Garten-Tulpen (Tulipa)
Bild: Blumenrabatte mit Beeteinfassung aus Stein im Frühling (Anfang Mai), bei der Beetblumen wie gelbe Hornveilchen (Viola cornuta) als Dauerblüher und rote Garten-Tulpen (Tulipa 'Einfache Frühe Tulpe Kaiserkrone')1 verwendet werden *

Im Unterschied zu Topfblumen wachsen sie meist aufrecht, gedeihen flächig, wurzeln tiefer, müssen seltener gedüngt und gegossen werden und sind robuster gegenüber Bodenfrost und Staunässe im Freiland.

Wenn Beetblumen und Rabattenblumen besonders widerstandsfähig und anspruchslos sein sollen, bietet es sich an, Blumenarten zu wählen, die in der Natur im Wald oder auf der Wiese wachsen.

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Welche Blumenarten wachsen im Wald oder auf der Wiese?

Waldblumen und Wiesenblumen sind in diesem Lexikon wildwachsende, nicht kultivierte Blumenarten, die in freier Natur auf der Wiese und im Wald in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wachsen.

Diese Wildblumenarten können wie Wildgemüse, Wildsträucher und Wildkräuter im Garten gepflanzt werden. So gibt es in der Gärtnerei oder im Gartencenter und Online-Pflanzenversand eine große Auswahl von Samen und Saatgut zu kaufen, um eine Wild-Blumenwiese im Garten anzulegen.

Eine Übersicht von wildwachsenden (wilden), heimischen Blumenarten im Wald oder auf der Wiese findet sich unter → Welche Blumen wachsen auf der Wiese oder im Wald?

Gelb blühende Winterlinge und Schneeglöckchen mit weißen Blüten auf einer Wiese unter einem Baum
Bild: Winterlinge (Eranthis hyemalis) und Kleine Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) auf einer Wiese im Spätwinter (Anfang März) *

Von den dort aufgeführten Wildblumenarten eignen sich die folgenden auch als Schnittblumen:

Kornblume (Centaurea cyanus), Maiglöckchen (Convallaria majalis), Margerite (Leucanthemum vulgare), Narzisse (Narcissus pseudonarcissus), Ringelblume (Calendula officinalis), Schlüsselblume (Primula veris), Schneerose (Helleborus niger), Tulpe (Tulipa‑Hybriden) und Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica).

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Welche Blumenarten eignen sich als Schnittblumen?

Schnittblumen sind langlebige und dekorative Blumenarten, deren Anbau vor allem erfolgt, um sie als Blumenstrauß, Blumenkranz, Blumengesteck, Grabschmuck oder Brautschmuck zu verwenden.

Für den Fall, dass einheimische und exotische Blumenarten mit farbintensiven und schönen Blüten als Blumensträuße Verwendung finden, werden sie traditionell in Vasen mit Wasser frisch gehalten, um sie als Dekoration zu verwenden.

Eine Liste von Blumensorten, die sich als Schnittblumen für Gestecke, zum Geburtstag oder zur Hochzeit und zum Hochzeitstag eignen, gibt es im Lexikon unter → Welche Blumen eignen sich als Schnittblumen?

Hochzeitsstrauß mit Rosen (blass-rosa, orange) und Callas (Zantedeschia) mit weißem Hochblatt
Bild: Brautstrauß aus dem Blumenladen zur Hochzeit mit gefüllten Rosen (Rosa) und exotischen Callas (Zantedeschia) *

Unter den dort genannten Blumenarten zählen die exotischen Gerbera-Hybriden nicht nur im Raum Deutschland, Österreich und der Schweiz, sondern auch weltweit zu den beliebtesten Schnittblumen.

Darüber hinaus werden von den genannten Schnittblumenarten die folgenden auch für Beerdigungen, Friedhöfe und Gräber verwendet:

Bartnelke (Dianthus barbatus), Gerbera (Gerbera-Hybriden), Weiße Lilie (Lilium candidum), Margerite (Leucanthemum vulgare), Narzisse (Narcissus pseudonarcissus), Tulpe (Tulipa-Hybriden), Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica), Christrose (Helleborus niger) und Hohe Schlüsselblume (Primula elatior).

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Welche Blumenarten eignen sich für den Friedhof, fürs Grab oder zur Beerdigung?

Grabblumen und Friedhofsblumen sind relativ pflegeleichte Blumenarten, die zum Bepflanzen von Gräbern auf Friedhöfen nach der Beerdigung verwendet werden.

Als Trauerblumen finden mehrere oder einzelne Blumensorten Verwendung, die sich für den Friedhof als Urnen- und Sarg-Schmuck (Grabgestecke, Grabkränze) oder bei einer Trauerfeier als Trauerstrauß in Vasen eignen.

Eine Liste von Blumenarten, die sich fürs Grab oder für eine Beerdigung und Bestattung eignen, findet sich im Lexikon unter → Welche Blumen eignen sich fürs Grab, für den Friedhof oder zur Beerdigung?

Grab mit Teppich-Zwergmispel (Cotoneaster dammeri) und Garten-Stiefmütterchen (Viola wittrockiana)
Foto: Friedhofsbepflanzung von einem Grab mit Blumen-Arten wie dauerblühenden Garten-Stiefmütterchen (Viola wittrockiana) und einer immergrünen Teppich-Zwergmispel (Cotoneaster dammeri), ein bodendeckender Zwergstrauch, im Frühling auf einem Friedhof in Oberbayern (Anfang April) *

Bei der Verwendung von Grabblumen auf einem Friedhof bestimmen die Lichtverhältnisse des Grabes, ob Blumenarten für halbschattige, schattige oder sonnige Standorte den Vorzug erhalten.

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Welche Blumenarten mögen Sonne und eignen sich für sonnigen Standort?

Blumenarten, die sich für einen sonnigen Standort eignen, können im Garten in der Mitte freier Rasenflächen, auf der Sonnenseite vor der Terrasse oder auf vollsonnigen Hängen gedeihen.

Charakteristische Standort-Merkmale sind, dass die Blumensorten mindestens fünf bis sechs Stunden am Tag dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt sind und nicht durch schattige Bäume, Gebäude, Mauern oder Sträucher verdeckt werden.

Eine Übersicht von Blumenarten, die Sonne mögen und sich für einen sonnigen Standort wie eine Sonnenseite im Garten, einen Sonnenbalkon oder eine Sonnenterrasse eignen, findet sich im Lexikon unter → Welche Blumen eignen sich für sonnigen Standort und mögen Sonne?

Sonnenblume, botanischer Name Helianthus annuus, mit dunklem Blütenkorb und gelben Zungenblüten
Bild: Beispiel für Blumen an sonnigem Standort mit einer Sonnenblume (Helianthus annuus) im Sommer Ende Juli *

Wenn Blumen, die Sonne lieben, an schattigen Plätzen gepflanzt werden, bewirkt die für die Photosynthese unzureichende Lichtmenge, dass sie sich nicht optimal entwickeln. Dies kann man an folgenden Eigenschaften erkennen:

  • Geringe oder keine Blütenbildung: Da die Pflanze nicht genug Energie produzieren kann, um Blüten zu bilden, bleibt die Blüte oft ganz aus oder ist sehr spärlich.
  • „Vergeiltes” (spindeldürres) Wachstum: Die Stängel werden lang, dünn und schwach, da die Pflanze sich dem Licht entgegenstreckt. Die Abstände zwischen den Blättern (Internodien) werden größer.
  • Blasse oder gelbe Blätter: Aufgrund von Lichtmangel wird weniger Chlorophyll (der grüne Farbstoff) produziert, was zu blassen, gelblichen oder sogar weißen Blättern führt.
  • Geringeres Wachstum: Die allgemeine Wachstumsrate verlangsamt sich oder stoppt ganz.
  • Erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten: Geschwächte Pflanzen sind anfälliger für Krankheiten und Schädlinge, insbesondere für Pilzbefall, da der Boden im Schatten langsamer trocknet.
  • Abwurf von Blättern: Die Pflanze kann Blätter abwerfen, um Ressourcen zu schonen.
  • Im schlimmsten Fall Absterben der Pflanze: Wenn der Lichtmangel zu extrem ist und die Pflanze keine Anpassungsfähigkeit besitzt, kann sie letztendlich absterben.

Aus diesen Gründen sollten Blumenarten, die volle, pralle Sonne vertragen, nicht an Schattenplätzen im Garten gepflanzt werden.

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Welche Blumenarten mögen/brauchen Schatten und eignen sich für schattigen Standort?

Blumenarten, die Schatten mögen und sich im Garten für einen schattigen Standort mit weniger als drei Stunden direkte Sonneneinstrahlung eignen, können unter Bäumen, Großsträuchern oder großwüchsigen Farnen bei überwiegendem Schatten gedeihen.2

Speziell gezüchtete Blumensorten, die überwiegend Schatten brauchen, eignen sich außerdem für einen schattigen Vorgarten. In einem Schattengarten bevorzugen diese Schattenblumen meist einen Standort mit feuchtem bis nassem Boden.

Dort gibt es vorherrschend indirektes, diffuses Licht unter Bäumen und dichten Sträuchern oder tiefen Schatten auf der Nordseite.

Eine Liste von Blumenarten, die Schatten lieben und sich für einen schattigen Standort wie einen Balkon auf der Nordseite oder Schattenplätze im Garten eignen, findet sich im Lexikon unter → Schattenblumen - Welche Blumen eignen sich für schattigen Standort und mögen/brauchen Schatten?

Purpurfarben blühende Gefleckte Taubnessel, botanischer Name Lamium maculatum, im Schatten
Bild: Gefleckte Taubnessel (Lamium maculatum) im Frühling (Ende April) am Waldrand (Dauerblüher im Schatten)

Verbessern sich die Lichtverhältnisse im Garten oder auf dem Balkon und der Terrasse, beispielsweise durch bauliche Maßnahmen auf Nachbargrundstücken oder den Wegfall hoher Hecken, Sträucher und Bäume, dann sollten Blumenarten für halbschattige Plätze in Erwägung gezogen werden.

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Welche Blumenarten wachsen im Halbschatten und eignen sich für halbschattigen Standort?

Blumenarten, die im Halbschatten wachsen und sich im Garten für einen halbschattigen Standort eignen, können am Schattenrand von Gehölzen wie Kleinbäumen, mittelgroßen Bäumen und Großbäumen mit relativ dichter Baumkrone oder angrenzend an niedrige Hecken und Kleinsträucher gepflanzt werden.1

Dazu zählen im Garten idealerweise Plätze mit drei bis sechs Stunden direkter Sonneneinstrahlung an der Ost- und Westseite mit Morgen- oder Abendsonne, da die Mittagssonne oft zu intensiv ist.

Dort gibt es vorherrschend gefiltertes Licht beispielsweise durch Baumkronen und nur kurzzeitig direkte Sonneneinstrahlung. Bei zu intensiver Mittagssonne können die Pflanzen verbrennen, was an braunen Blattspitzen zu erkennen ist.

Darüber hinaus kann Halbschatten in der Nähe einer höheren Mauer (Trockenmauer), einer Sichtschutzhecke mit Bambuspflanzen, von großen Farnen, einem Gartenhaus, einer Pergola oder von Nachbarhäusern vorkommen.

Im Garten und Vorgarten oder auf einem Balkon können diese Blumensorten vormittags oder nachmittags etwa vier Stunden von praller Sonne beschienen werden. Den Rest des Tages tolerieren sie Schatten.

Eine Übersicht von Blumenarten, die Halbschatten vertragen/mögen und sich für einen halbschattigen Standort auf dem Balkon oder im Garten eignen, findet sich im Lexikon unter → Welche Blumen eignen sich für halbschattigen Standort und wachsen im Halbschatten?

Die Lichtverhältnisse haben auch Einfluss auf die Bodenfeuchtigkeit des Standortes. So finden sich an schattigen Plätzen eher feuchte Böden, an halbschattigen Plätzen eher mäßig feuchte Böden und an sonnigen Plätzen eher trockene Böden.

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Welche Blumenarten vertragen Trockenheit und eignen sich bei trockenem Boden?

Blumenarten, die Trockenheit vertragen und sich für trockenen Boden eignen, gedeihen auf humusarmen Standorten mit Schotter, Steinen, Kies oder sandigem Boden.

Diese ausgeprägte Boden-Trockenheit findet sich in einem Kiesgarten und Steingarten, an einer Trockenmauer oder in einem Alpinum und eignet sich für Blumensorten, die wenig Wasser brauchen.

Eine Übersicht von Gartenblumen, die sich bei trockenem Boden eignen und Trockenheit vertragen, findet sich im Lexikon unter → Welche Blumen eignen sich bei trockenem Boden und vertragen Trockenheit?

Gelb blühender Löwenzahn, botanischer Name Taraxacum sect. Ruderalia, an einer Hausmauer
Bild: Beispiel für Blumen auf trockenem Boden mit Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia) im Frühling (Mitte April) *

Andererseits gibt es auch Blumenarten, die sich an eine hohe Bodenfeuchtigkeit angepasst haben und dementsprechend einen dauerhaft feuchten bis nassen Boden benötigen, wie das folgende Kapitel zeigt.

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Welche Blumenarten eignen sich für feuchte bis nasse Böden?

Blumenarten, die sich für feuchte bis nasse Böden eignen, wachsen im Garten oder in der Natur an Standorten mit hoher Bodenfeuchtigkeit – teils auch in unmittelbarer Nachbarschaft von Sumpfpflanzen.

Diese Blumensorten finden sich am Rand eines Gartenteichs, am Ufer eines Bachs, Sees oder Weihers oder auf feuchten Hängen und Feuchtwiesen, wo der Boden unter Wasser steht oder stark durchnässt ist.

Eine Liste von Blumenarten, die Feuchtigkeit oder Nässe vertragen und sich für feuchte bis nasse Böden eignen, findet sich im Lexikon unter → Welche Blumen eignen sich für nasse, feuchte Böden?

Typische Beispiele von staunässe- und feuchtigkeitsliebenden Blumen sind der Gewöhnliche Blutweiderich (Lythrum salicaria), die Sumpfdotterblume (Caltha palustris), die Sumpf‑Schwertlilie (Iris pseudacorus), das Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis palustris) und die Hohe Schlüsselblume (Primula elatior).

Hohe Schlüsselblumen, botanischer Name Primula elatior, an einem Bachlauf zu einem Gartenteich
Bild: Blumen-Beispiel auf feuchtem, nassem Boden mit Stauden und im Hintergrund Hohe Schlüsselblumen (Primula elatior) an einem Bachlauf zu einem Gartenteich im Frühling (Ende April) *

Andererseits gibt es Blumen, die unterirdisch Knollen oder Zwiebeln als Speicherorgane bilden und einen gleichmäßig feuchten, vor allem aber durchlässigen Boden benötigen, bei dem überschüssiges Wasser sofort abfließen kann.

Ist diese Voraussetzung nicht gegeben, entsteht Staunässe, der Sauerstoff wird aus dem Boden verdrängt und die Knollen oder Zwiebeln beginnen zu faulen. Die nächsten beiden Kapitel befassen sich mit den Blumenarten, die als Knollen- und Zwiebelblumen bezeichnet werden.

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Welche Blumenarten haben Knollen?

Blumenarten, die Knollen haben, sind mehrjährige Pflanzen (Stauden), die unterirdisch eine unregelmäßig geformte Knolle bzw. Verdickung bilden.

Die Blumenknollen werden als umgewandeltes, nährstoffhaltiges Speicherorgan (Rhizom) aus Sprossachse und Wurzel gebildet und dienen diesen Blumensorten nur zur Speicherung von Nährstoffen.

Eine Übersicht von mehrjährigen Blumenarten mit Knollen als Speicherorganen finden sich unter → Welche Blumen haben Knollen?

Typische Beispiele von Blumenarten mit Knollen sind der Frühlings-Krokus (Crocus vernus), die Garten-Anemone (Anemone coronaria), die Garten-Dahlie (Dahlia x hortensis), die Garten-Gladiole (Gladiolus x hortulanus) und die Herbst-Zeitlose (Colchicum autumnale).

Botanische Illustration einer Zwiebel von Leucojum vernum und einer Knolle von Eranthis hyemalis
Bild: Botanische Illustration der Blumen-Zwiebel von Märzenbecher/Frühlings-Knotenblume (Leucojum vernum) und der Blumenknolle vom Winterling (Eranthis hyemalis), Quelle/Buch: Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé „Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz”, 1885, Gera, Deutschland

Das nachfolgende Kapitel handelt von den als Zwiebelblumen bezeichneten Blumenarten.

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Welche Blumenarten haben Zwiebeln?

Blumenarten, die Zwiebeln haben, sind in diesem Lexikon mehrjährige Pflanzen (Stauden), die unterirdisch einen Zwiebelkern mit Blütenknospe ausbilden, den mehrere fleischige Blätterschalen umhüllen.

Diese Blumenzwiebeln sind umgewandelte Speicherorgane mit Reserve-Nährstoffen. Im Inneren enthalten die Blumenzwiebeln bereits im Herbst Sprossachse und Blätter für die Blüte im nächsten Frühjahr.

Eine Übersicht von mehrjährigen Blumenarten und Blumensorten mit Zwiebeln als Speicherorganen findet sich im Lexikon unter → Welche Blumen haben Zwiebeln?

Typische Beispiele von Blumenarten mit Zwiebeln sind das Schneeglöckchen (Galanthus nivalis), der Märzenbecher bzw. die Frühlings-Knotenblume (Leucojum vernum), die Garten-Hyazinthe (Hyacinthus orientalis), die Tulpe (Tulipa) und die Narzisse (Narcissus).

Unabhängig von ihren Standortbedingungen, ihrer Giftigkeit, dem Vorhandensein von Speicherorganen oder ihrem Verwendungszweck lassen sich Blumenarten auch nach ihrer Blütenform unterscheiden, mit der sie sich an bestimmte Bestäuber angepasst haben.

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Welche Blütenformen gibt es bei Blumenarten?

Die Bestäubung verschiedener Blumenarten wird neben Blütenfarbe und Duft, die potentielle Bestäuber anlocken, auch durch ihre Blütenform bestimmt.

Mit der Gestalt ihrer Blüten stellen sich Pflanzen auf den Körperbau, die Mundwerkzeuge oder das Gewicht von Bestäubern wie Ameisen, Bienen, Fliegen, Hummeln, Käfern, Schmetterlingen und Wespen ein.

Die nachfolgende Übersicht zeigt Blütenformen (auch Blumentypen, Blumenformen) nach der → Blütenökologie in der Botanik:

•  Bürstenblumen    •  Fahnenblumen    •  Fallenblumen    •  Körbchenblumen    •  Lippenblumen     •  Glockenblumen   •  Rachenblumen    •  Röhrenblumen  •  Scheibenblumen    •  Stieltellerblumen

Unabhängig von ihrer Blütenform lassen sich Blumenarten auch nach ihrer Blütezeit einordnen, also danach, zu welcher Jahreszeit sie im Garten oder in der Natur zu blühen beginnen.

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Kalender nach Jahreszeit

Blumenarten und -sorten für Garten Balkon oder Terrasse lassen sich danach bestimmen, zu welcher Jahreszeit im Kalenderjahr (Frühjahr, Sommer, Herbst oder Winter) sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz draußen zu blühen beginnen:

Welche Blumenarten wachsen und blühen im Frühling?

Blumenarten, die im Frühling wachsen und blühen, öffnen ihre Blüten erstmalig zum Frühlingsanfang ab Ende März oder im April oder Mai. Ihre Blütezeit – wie auch die ihrer Blumensorten – beginnt häufig in Wetterlagen, in denen es draußen noch kalt ist und Schnee liegt.

Typische Frühlingsblumen sind die Gelbe Narzisse (Narcissus pseudonarcissus), der Frühlings-Krokus (Crocus vernus), der Märzenbecher (Leucojum vernum), die Echte Schlüsselblume (Primula veris) oder das Gänseblümchen (Bellis perennis).

Zum Beginn des neuen Gartenjahres zählen sie zu den ersten Frühlingsboten, wenn sich viele andere Pflanzen noch in der Winterruhe befinden.

Etwas später im Frühjahr blühen dann weitere typische Blumenarten wie das Maiglöckchen (Convallaria majalis), die Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare), die Pfingstrose (Paeonia officinalis) oder das Stiefmütterchen (Viola wittrockiana).

Eine Liste mit weiteren typischen Blumenarten, die im Frühling wachsen und blühen, findet sich unter → Welche Blumen wachsen und blühen im Frühling?

Gelbe Narzissen (Narcissus pseudonarcissus) und weiß, blau-lila Horn-Veilchen (Viola cornuta)
Bild: Blumenbeet im Frühling (Mitte April) mit schönen Frühlingsblumen bestehend aus Gelben Narzissen/Osterglocken (Narcissus pseudonarcissus) und Hornveilchen (Viola cornuta), typische Blumenarten zu Ostern *

Das folgende Kapitel zeigt Blumenarten, die erst ab Ende Juni und im Sommer blühen und wachsen.

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Welche Blumenarten wachsen und blühen im Sommer?

Blumenarten, die im Sommer wachsen und blühen, öffnen ihre Blüten erstmalig ab Ende Juni oder Anfang Juli zum Sommeranfang und blühen überwiegend den ganzen August und September lang.

Die Temperaturen nach den Eisheiligen Mitte Mai bestimmen, ab wann und wie lange auch die jeweiligen Blumensorten im Sommer und teilweise bis in den Herbst hinein blühen.

Typische Sommerblumen sind die Garten-Dahlie (Dahlia x hortensis), die Garten-Gladiole (Gladiolus x hortulanus), die Ringelblume (Calendula officinalis), der Hohe Stauden-Phlox (Phlox paniculata) und die Sonnenblume (Helianthus annuus).

Weitere typische Blumenarten, die im Sommer blühen, sind die Sommeraster (Callistephus chinensis), Garten-Nelke (Dianthus caryophyllus), Garten-Margerite (Leucanthemum maximum) und Garten-Petunie (Petunia x hybrida) sowie Glockenblumen (Campanula) oder Studentenblumen (Tagetes).

Eine Liste mit weiteren typischen Blumenarten, die im Sommer wachsen und blühen, findet sich unter → Welche Blumen wachsen und blühen im Sommer?

Orange-rot blühende Sorte einer Kaktus-Dahlie, botanischer Name Dahlia Garden Party
Bild: Typische Sommerblumen am Beispiel einer Dahlie, der Königin des Spätsommers: orange-rot blühende Kaktus-Dahlien (Dahlia 'Garden Party') als Dauerblüher im Spätsommer (Anfang September) *

Das folgende Kapitel zeigt Blumenarten, die erst ab Ende September und im Herbst blühen und wachsen.

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Welche Blumenarten wachsen und blühen im Herbst?

Blumenarten, die im Herbst wachsen und blühen, öffnen ihre Blüten erstmalig ab Ende September zum Herbstanfang oder im Oktober und blühen vereinzelt bis in den November hinein.

Durch ihre schönen Blüten bringen diese Blumensorten ein frohes Farbenspiel in den Garten oder auf den Balkon bis zum ersten Schnee und Frostbeginn, wenn viele anderen Pflanzen bereits verblüht sind.

Typische Herbstblumen sind die Glattblatt-Aster (Aster novi-belgii), die Raublatt-Aster (Symphyotrichum novae-angliae), die Herbst-Anemone (Anemone hupehensis), die Hohe Fetthenne (Hylotelephium telephium) und der Pracht-Herbst-Krokus (Crocus speciosus).

Eine Liste mit weiteren typischen Blumenarten, die im Herbst wachsen und blühen, findet sich unter → Welche Blumen wachsen und blühen im Herbst?

Rosa-violett blühende Glattblatt-Aster, botanischer Name Aster novi-belgii, der Sorte Karminkuppel
Bild: Typische Herbstblumen am Beispiel einer Aster: rosa-violett blühende Glattblatt-Astern (Aster novi-belgii 'Karminkuppel') im Herbst (Ende September) *

Das folgende Kapitel zeigt Blumenarten, die erst ab Dezember und im Winter blühen und wachsen.

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Welche Blumenarten wachsen und blühen im Winter?

Blumenarten, die im Winter wachsen und blühen, öffnen ihre Blüten erstmalig ab Dezember zum Winteranfang oder im Winter ab Januar oder Februar.

Die Länge und Intensität des Winters bestimmen, ob einzelne Blumensorten früher oder später zu blühen beginnen. Sie kündigen zusammen mit frühblühenden Blütensträuchern den Frühlingsbeginn an.

Typische Winterblumen sind die Christrose (Helleborus niger), der Winterling (Eranthis hyemalis), das Schneeglöckchen (Galanthus nivalis), das Vorfrühlings-Alpenveilchen (Cyclamen coum) und die Netzblatt-Schwertlilie (Iris reticulata).

Eine Liste mit weiteren typischen Blumenarten, die im Winter wachsen und blühen, findet sich unter → Welche Blumen wachsen und blühen im Winter?

Gelbe Winterlinge (Eranthis hyemalis), weiße Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) und Schnee-Reste
Bild: Schnee-Reste und typische Winterblumen mit gelben Winterlingen (Eranthis hyemalis) und Kleinen Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) im Garten Ende Februar *

Hinweis:

Auf den verlinkten Kategorieseiten sind die Blumenarten zum leichteren Erkennen mit ihren botanischen und umgangssprachlichen Namen sowie mit Bildern dargestellt.

Zusätzlich beschränkt sich die Auswahl auf bekannte, gängige Blumen, die jeder kennt, ergänzt um Eigenschaften wie Pflanzentyp (einheimisch, exotisch, winterhart), Blütenfarbe, Wuchshöhe oder Blütezeit.

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Wie viele bekannte Blumenarten und Blumensorten gibt es?

Die Frage, wie viele bekannte Blumenarten (Blumensorten) es auf der Welt oder in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt, lässt sich nicht genau beantworten.

Erstens beschränkt die Definition von Blumen als nicht verholzende Blütenpflanzen die Zahl aller möglichen Blumenarten auf die weltweit etwa 200.000 bekannten Arten von Bedecktsamern (Angiospermae), da nur sie echte Blüten bilden können.

Die Bedecktsamer stellen zugleich die größte botanische Klasse innerhalb der Samenpflanzen (Spermatophytina) dar. Im Gegensatz dazu bilden Nacktsamer (Gymnospermen) wie Fichten, Kiefern, Tannen oder Zypressen keine Blüten, sondern Zapfen.

Daher kommen nur Bedecktsamer als Blumen im gärtnerischen und umgangssprachlichen Sinn infrage.

Zweitens braucht es eine exakte Definition dafür, welche Blütenpflanzen überhaupt als Blumen gelten sollen. Der Versuch, Blumen weltweit einheitlich zu definieren, ist jedoch schwierig bis unmöglich, da der Begriff „Blume“ nicht botanisch, sondern kulturell geprägt ist.

In der Botanik existieren nur Kategorien wie krautige einjährige Pflanzen, krautige mehrjährige Pflanzen (Stauden) oder mehrjährige Gehölze, die gärtnerisch und umgangssprachlich als Bäume, Hecken und Sträucher bezeichnet werden.

Ob eine krautige Blütenpflanze als Blume bezeichnet wird, bestimmt sich nach dem optischen Zierwert ihrer Blüten, ihrer Größe und ihrer ästhetischen Gesamterscheinung.

Der optische Zierwert von Pflanzen wird weltweit von Kultur zu Kultur unterschiedlich wahrgenommen. So gelten in manchen Regionen auf der Welt bestimmte Arten als typische Blumen, in anderen jedoch nicht.

Chrysanthemen etwa sind in Ostasien klassische Blumen und kulturell hoch angesehen, während sie in Mitteleuropa häufig als Grabblumen gelten. Auch Dahlien, Nelken oder Hibiskus werden regional sehr unterschiedlich als Blumen eingeordnet.

Daher gibt es bei der Erfassung aller Blumenarten keine weltweit einheitlichen Kriterien, nach denen bestimmte Blütenpflanzen einzubeziehen sind oder nicht.

Drittens gibt es zwei weitere Schwierigkeiten, die eine ungefähre Erfassung der Anzahl von Blumenarten nahezu unmöglich machen:

Einerseits gibt es von vielen Blumenarten mittlerweile eine Vielzahl von Züchtungen, was sich in einem kaum zu überblickenden Angebot an Sorten widerspiegelt.

Andererseits zählen entgegen der Definition von Blumen bestimmte verholzende Pflanzen zu den wichtigsten Blumenarten zum Verschenken. So werden Rosen (Rosa) und Hortensien (Hydrangea) beispielsweise umgangssprachlich, gärtnerisch und im Blumenhandel als Blumen bezeichnet.

Botanisch sind Rosen jedoch verholzende Dornensträucher, da ihre Sprossachsen vollständig verholzen. Von den Rosen gibt es etwa 150 bis 250 Arten und wahrscheinlich um die 50.000 Sorten auf der Welt.

Rosen werden seit 2.000 Jahren gezüchtet und zählen zu den sortenreichsten Zierpflanzen überhaupt.

Auch Hortensien – von denen es etwa 70 bis 75 Arten und rund 30.000 Sorten auf der Welt gibt – sind aus Sicht der Botanik verholzende Halbsträucher, da sie mehrjährige Triebe bilden, die nicht jedes Gartenjahr vollständig absterben.

Je nachdem, ob man solche Grenzfälle einbeziehen oder ausschließen möchte, verändert sich die Gesamtzahl möglicher Blumenarten erheblich.

Fazit: Aus den genannten Gründen lässt sich nicht genau bestimmen, wie viele bekannte Blumenarten (Blumensorten) es weltweit oder in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt.

[1] Hinweis: Die Tulpen-Sorte 'Kaiserkrone' (Tulipa 'Keizerskroon') ist nicht zu verwechseln mit der botanischen Pflanzenart der Kaiserkrone (Fritillaria imperialis), die ebenfalls als Zierpflanze kultiviert wird.

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