Duftpflanzen

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition und Bedeutung
  2. Arten, Sorten, Beispiele
  3. Tipps zum Kaufen und zur Auswahl
  4. Winterharte Dufpflanzen

Definition und Bedeutung

Was sind Duftpflanzen? Der Begriff „Duftpflanze” (englisch: fragrance plant) stammt nicht aus der Botanik, sondern aus der gärtnerischen Umgangssprache. Alle Pflanzen im Garten duften.

Die Frage ist nur, auf welche Weise und in welcher Intensität sie das tun. Neben Moospflanzen und Samenpflanzen verströmen sogar Farne einen sehr dezenten Duft mit frischem, leicht würzigem oder waldigem Aroma.

Als Duftpflanzen werden in diesem Lexikon Pflanzen bezeichnet, deren Blätter, Blüten, Harz oder Rinde einen besonders angenehmen, aromatischen Duft ausstrahlen. Sie weisen in einem Duftgarten, auf einem Duftbalkon oder einer Duftterrasse eine hohe Duftreichweite und Duftintensität auf.

Neben dem Schaffen von Farben, Formen und einer belebten Natur durch Schmetterlinge (vgl. → Schmetterlingshecken) oder Vögel (vgl. → Vogelschutzgehölze) im Garten ist die Verwendung von Pflanzen mit intensivem Duft ein weiteres wichtiges Element der Gartengestaltung.

Duftpflanzen können als Gartenpflanzen, als Kübelpflanzen und Topfpflanzen draußen auf der Terrasse oder dem Balkon sowie als Zimmerpflanzen durch ihre intensiven Düfte und Aromen ein betörendes Dufterlebnis für den Geruchssinn.

Denn viele Duftstoffe einer Duftpflanze werden unbewusst und damit unter der Wahrnehmungsschwelle wahrgenommen. Sie können sehr positiv auf die emotionale Empfindung der Riechenden durch Freude, Ruhe und Genuss wirken.

Duftpflanzen kann man in großer Auswahl kaufen bei Gärtnereien, Baumschulen und im Pflanzenversand.

Junges Mädchen, das den Duft einer Salbei-Pflanze genießt
Bild: Ein junges Mädchen geniesst den Duft von Salbeikräutern *

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2. Arten, Sorten, Beispiele

Die folgende Liste und Übersicht enthält typische Duftpflanzen-Arten zum Anlegen von einem Duftgarten:

Auch in ihrer Blüte stark duftende Obststräucher zählen zu den Duftpflanzen im Garten durch ihr intensives Aroma im Frühjahr. Zu den Duftbäumen zählen neben Obstbäumen auch Amberbäume (Liquidambar) und Nadelbäume wie Douglasien (Pseudotsuga) und Tannen (Abies).

Als Duftstauden eignen sich besonders Nachtschattengewächse wie Engelstrompete (Brugmansia), Stechapfel (Datura) oder Tollkirsche (Atropa). Sie verströmen ihren betörenden Duft ihrem Namen entsprechend vor allem in der Nacht bzw. den Abendstunden.

Allerdings enthalten diese Duftpflanzen sehr giftige Alkaloide (vgl. Pflanzengifte) und zählen deshalb zu den hochwirksamen Giftpflanzen. Neben dem Dufterlebnis bieten viele Duftpflanzen noch den Vorteil, dass viele von ihnen auch zu den Heilpflanzen zählen.

Das ist der Fall bei Heilkräutern wie Lavendel (Lavandula), Salbei (Salvia) oder Thymian (Thymus), die in keinem „Garten voller Düfte” fehlen sollten. Wer besonders aromatische und duftende Pflanzen einmal in einer größeren Auswahl kennenlernen möchte, der kann das in einem der großen öffentlichen Duftgärten tun.

Für diese gibt es eine Liste unter → Duftgärten jeweils für Deutschland, Österreich und die Schweiz.

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3. Tipps zum Kaufen und zur Auswahl

Ausschlaggebend bei Düften ist stets der persönliche Geschmack und Geruchssinn, weil viele Menschen Gerüche unterschiedlich wahrnehmen. Es empfiehlt sich, vor dem Kaufen die Duftpflanzen in der Baumschule oder der Gärtnerei einem ausgiebigen Geruchstest zu unterziehen (Blätter, Blüten oder Wurzeln).

Fall dies nicht möglich ist wie beim Duftpflanzenversand, dann lohnt es sich zumindest die Duftbeschreibungen zu lesen. Erst ein individuell positiv empfundenes Geruchserlebnis macht eine Pflanze zu einer Duftpflanze im Garten oder auf der Terrasse und dem Balkon.

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4. Winterharte Duftpflanzen

Je nachdem, ob Duftpflanzen für die Wohnung, den Balkon, den Wintergarten oder im Garten verwendet werden, spielt vor dem Kauf auch eine Rolle, ob sie winterhart sind.

Verholzende, winterharte Duftpflanzen mit einer intensiven Duftentfaltung ihrer Blüten sind:

  • Duftende Fleischbeere (Sarcococca hookeriana var. humilis)

    Ein aromatischer immergrüner Zwergstrauch mit süßlich-berauschendem Duft, der auch Niedrige Himalaya-Schleimbeere oder im Englischen Himalayan Sweet Box genannt wird

  • Europäischer Pfeifenstrauch (Philadelphus coronarius)

    Ein absolut winterharter, aromatischer und sommergrüner Großstrauch mit starkem Duft nach Jasmin, der aus diesem Grund auch Sommerjasmin und Falscher Jasmin genannt wird

  • Bodnant-Schneeball (Viburnum x bodnantense)

    Ein sommergrüner Kleinstrauch mit einem vanilleartigen Duft, der auch Winter-Schneeball oder Duft-Schneeball genannt wird

  • Echter Lavendel (Lavandula angustifolia)

    Ein aromatischer bodendeckender Strauch mit einem milden, erfrischenden und entspannenden Duft, der in vielen Sorten kultiviert wird

Eine Liste weiterer winterharter Duftpflanzen gibt es auf der Seite → Duftsträucher und → Duftkräuter.

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