Duftkräuter
 

Inhaltsverzeichnis

 

1. Definition »

2. Arten, Sorten, Beispiele »

3. Bedeutung in der Aromatherapie »

4. Was ist beim Pflanzen zu beachten ? »

5. Bedeutung für Insekten »

6. Weitere Bilder und Detail-Fotos »

1. Definition

Was sind Duftkräuter ? Der Begriff "Duftkraut" (englisch: fragrant herbs) stammt nicht aus der Botanik und bezeichnet in diesem Lexikon Kräuter-Pflanzen, die angepflanzt werden, weil sie sich durch einen besonders aromatischen, starken und charaktervollen Duft auszeichnen.

Ein Garten voller Duftkräuter ist eine sinnliche Bereicherung und ein wichtiges Gestaltungselement beim Anlegen von einem Duftbalkon, Duftgarten oder einer Duftterrasse neben anderen Duftpflanzen wie z.B. Duftsträuchern, Duftblumen oder Dufthecken.

Auch Obststräucher und Obstbäume verströmen in der Blüte einen starken, süsslichen Duft und ergänzen duftende Kräuter in einem Duftgarten.

Ob der Duft von Kräutern als angenehm oder unangenehm empfunden wird, kann sowohl von der individuellen Wahrnehmung abhängen als auch von gespeicherten Erinnerungen und Gefühlen, die mit dem jeweiligen Duft verbunden sein können.

 

Bild von blass-violetten Lavendel-Blüten in Großaufnahme
Bild: Lavendel-Blüten (Lavendula angustifolia) Anfang August

 

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2. Arten, Sorten, Beispiele

Die folgende Liste zeigt typische Duftkräuter, die in Deutschland heimisch sind, mit der jeweiligen Blütenfarbe in Klammern:

 

  • Ananassalbei (Salvia rutilans - leuchtend rot): mehrjährig, nicht winterhart, immergrün, Ananas-Duft

  • Basilikum (Ocimum basilicum - weiß bis rosa): verschiedene Sorten, nicht winterhart, mehrjährig

  • Fenchel (Foeniculum vulgare - gelb): mehrjährig, winterhart

  • Hanf (Cannabis sativa - grün-gelb): einjährig

  • Graues Heiligenkraut (Santolina chamaecyparissus - gelb): immergrün, z.T. winterhart, mehrjährig

  • Echter Kerbel (Anthriscus cerefolium - weiß): winterhart, einjährig, Anis-Duft

  • Echtes Labkraut (Galium verum - gelb): mehrjährig, winterhart, Honig-Duft

  • Lavendel (Lavendula angustifolia - blau/violett): immergrün, mehrjährig, winterhart

  • Echtes Mädesüß (Filipendula ulmaria - weiß): in den Abendstunden intensiver Honig-/Mandel-Geruch

  • Pfefferminze (Mentha x piperita - rosa bis lila-rot): und verschiedene Minzen-Sorten, winterhart

  • Rosmarin (Rosmarinus officinalis - hellblau, rosa oder weiß): immergrün, nicht winterhart, mehrjährig

  • Salbei (Salvia officinalis - violett): immergrün, bedingt winterhart, mehrjährig, winterhart

  • Thymian (Thymus serpyllum - violett): verschiedene immergrüne Sorten, mehrjährig, winterhart

  • Waldmeister (Galium odoratum - weiß): winterhart, mehrjährig

  • Weinraute (Ruta graveolens - gelb): immergrün, mehrjährig, winterhart

  • Zitronenmelisse/Zitronenkraut (Melissa officinalis - blassgelb bis weiss/rot): immergrün, winterhart

  • Zitronen-Thymian (Thymus x citroides 'Golden Dwarf' - gelblich): immergrün, winterhart, mehrjährig

 

Hinweis: Rosmarin, Salbei und Thymian verholzen teilweise und zählen zu den sog. Halbsträuchern.

 

Foto von einem Rosmarin-Halbstrauch als Topfpflanze
Bild: Rosmarin (Rosmarinus officinalis) als Topfpflanze *

 

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3. Bedeutung in der Aromatherapie

Die unterschiedliche Wirkung von Duftkräutern kommt auch zur Anwendung in der Aromatherapie und in der indischen Heilkunst des Ayurveda.

Sei es für die Herstellung von Duftölen, Duftcremes, Kräuterbäder, Räucherwerk, Salben und Tees (z.B. Blättertee oder Blütentee).

Duftkräuter (getrocknet) wie Hanf oder Lavendel eignen sich außerdem zur Herstellung von Duftkissen, die im Bereich des Kopfkissens für einen erholsameren Schlaf sorgen sollen.

Dabei wird das Wissen genutzt, dass Duftkräuter und ihre ätherischen Öle eine anregende oder entspannende Wirkung auf das limbische System haben können, also den Gehirn-Bereich, in dem Gefühle (Emotionen), Antrieb oder auch Gedächtnis- und Lernvorgänge verarbeitet werden.

Die Duftstoffe von Duftkräutern wirken dabei unmittelbar auf das Gehirn über den Geruchssinn, der mehrere Tausend Düfte wahrnehmen kann.

Einen anregenden Duft haben z.B. Kräuter wie das Echte Labkraut (Honigduft), der Rosmarin (leicht harzig) oder die Zitronenmelisse (fruchtig zitronig). Entspannend wirken z.B. Lavendel, Melisse, Salbei oder Thymian.

 

Duftkräutergarten mit verschieden Beeten, die von rechteckig geschnittenen Koniferenhecken eingegrenzt sind
Foto: Duftkräutergarten mit Kräuterbeeten, die von Koniferen-Hecken eingegrenzt sind

 

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4. Was ist beim Pflanzen zu beachten ?

Die Duftstärke der Kräuter ist abhängig von der Pflanze selbst und von ihrem Pflanz-Abstand zur Nase, denn die meisten Duftkräuter wachsen nicht höher als Bodendecker.

Schwächer duftende Kräuter sollten daher nicht bodennah gepflanzt werden, sondern erhöht (z.B. auf Hochbeeten), um ihre volle Wirkung entfalten zu können.

Beim Pflanzen von Duftkräutern sollte ferner beachtet werden, dass die verschiedenen Dufkraut-Arten zu unterschiedlichen Tageszeiten ihre Duftwirkung entfalten.

Duftkräuter kommen besonders zur Wirkung, wenn sie in einem Kräutergarten angelegt werden. Ein klar abgegrenzter Kräutergarten kann auch das unkontrollierte Wuchern eindämmen, das Eigenschaft vieler Kräuterpflanzen ist.

Duftkräuter sind jedoch nicht zwingend Gartenpflanzen, sondern können auch als Zimmerpflanzen auf dem Fensterbrett oder als Kübelpflanzen und Topfpflanzen auf dem Duftbalkon, der Terrasse oder dem Wintergarten gezogen werden.

 

Foto der violetten Blüten vom Echten Salbei
Bild: Echter Salbei (Salvia officinalis), auch Garten-Salbei, Mitte Juni

 

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5. Bedeutung für Insekten

Duftkräuter sind im Garten oder auf dem Balkon ein wichtiges Gestaltungselement zum Anziehen von Insekten wie Bienen, Hummeln oder Schmetterlinge.

Aus diesem Grund eignen sich duftende Kräuter auch vorzüglich als Ergänzung einer Schmetterlingshecke in einem Schmetterlingsgarten, um die Schönheit und unbeschwerte Leichtigkeit dieser Tiere in die heimische Garten- und Pflanzenwelt zu bringen.

 

 

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6. Weitere Bilder und Detail-Fotos

Nachfolgend weitere Bilder von Duftkräuter-Pflanzen in freier Natur und Detail-Fotos:

 

Foto grüner Blätter an schwarz-braunen Stängel der Pfefferminze Mentha x piperita
Bild: Pfefferminze (Mentha x piperita) Ende Juni in Oberbayern *

Foto vom grünen Blatt-Kraut des Gewöhnlichen Fenchels Foeniculum vulgare
Bild: Gewöhnlicher Fenchel (Foeniculum vulgare) Ende Juni in Oberbayern *

Foto der grünen Zitronenmelisseblätter von Melissa officinalis in einem Kräuterbeet
Bild: Zitronenmelisseblätter (Melissa officinalis) Ende Juni *

Foto von weissen Basilikumblüten mit einer heranfliegenden Biene
Bild: Blühender Basilikum mit Biene und Blüten (Ocimum basilicum) im Juli

Foto von hellgrünen Blättern von einem Ananassalbei
Bild: Ananas-Salbei (Salvia rutilans) Ende Juni *

Foto von schirmrispigen, weißen Blüten vom Echten Mädesüß
Bild: Echtes Mädesüß (Filipendula ulmaria) mit schirmrispigen Blüten im Juni, ein Wildsalat und Blattgemüse *

Foto von grünen Waldmeister-Blättern vor der Blüte
Bild: Waldmeister-Blätter (Galium odoratum), auch Wohlriechendes Labkraut, vor der Blüte Ende Juni *

Foto grün-weißfilzigiger Blätter von Santolina chamaecyparissus oder Grauem Heiligenkraut
Bild: Graues Heiligenkraut (Santolina chamaecyparissus) im August, ein immergrüner Zwergstrauch

Foto von weissen Basilikumblüten mit einer heranfliegenden Biene
Bild: Echter Hanf (Cannabis sativa) im August

* Foto © Oliver Fries

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→ Zur Pflanzenwelt (Flora) in Deutschland mit Ideen für Gärtner (Hobbygärtner, Landschaftsgärtner)