Giftblumen - Welche Blumen sind giftig?

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Arten, Sorten, Bilder
    1. Giftige Frühlingsblumen
    2. Giftige Sommerblumen
    3. Giftige Herbstblumen
    4. Giftige Winterblumen
  3. Umfang der Giftigkeit von Blumen
  4. Was ist die giftigste Blume?
  5. Notrufzentralen bei Vergiftung
    1. Notruf-Zentren in Deutschland
    2. Notruf-Zentren in Österreich
    3. Notruf-Zentren in der Schweiz

Definition

Was sind Giftblumen? Der Begriff „Giftblume” stammt nicht aus der Botanik und bezeichnet in diesem Lexikon Blumen, bei denen alle oder einzelne Bestandteile Pflanzengiftstoffe enthalten. Giftige Bestandteile von Blumen können die Blätter, Blüten, Früchte, Samen, Stängeln, Knollen oder Wurzeln enthalten.

Bei der Aufnahme von Pflanzengiften von Blumen, die für Menschen (oder Tiere) giftig sind, über die Haut (dermal), den Mund (oral) oder die Atmung (inhalativ) können zum Teil sehr schwere Vergiftungserscheinungen auftreten.

Giftblumen (englisch: poisonous flowers) zählen wie auch Giftbäume, Gift-Stauden, Giftkräuter, Giftsträucher, verschiedene Farne und Flechten zu den Giftpflanzen.

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Arten, Sorten, Bilder

Welche Blumen sind giftig? Die folgende Übersicht zeigt exotische und heimische Giftblumen in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Garten, auf dem Balkon oder in freier Natur (Feld, Wald, Wiese).

Dabei handelt es sich um eine Liste lebensbedrohlicher, sehr giftiger Blumen für Menschen (besonders für Babys und Kinder) und teilweise auch für Tiere, jeweils mit den enthaltenen giftigen Inhaltsstoffen und deren Wirkungen.

Zum leichteren Bestimmen der Pflanzen wird die Auswahl ergänzt um die Blütezeit, d.h. ob die jeweilige Giftblume im Frühling, im Sommer, im Herbst oder im Winter blüht.

Giftige Frühlingsblumen

Nachfolgend eine Übersicht von für Menschen und Tiere sehr giftigen Blumen, die im Frühling als Frühlingsblumen wachsen. Sie sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz winterhart und mehrjährige Gift-Stauden.

Gefleckter Aronstab (Arum maculatum)

Inhaltsstoffe

Die gesamte Blume ist mittelschwer giftig, vor allem die Früchte und der Saft enthalten Caliumoxalat und den Scharfstoff Aroin.

Toxische Wirkung

Der Kontakt mit der giftigen Fallenblume bewirkt schmerzhafte Hautreizung und Schleimhautentzündung.

Ein Verzehr der giftigen Blume, vor allem der Beeren, beeinträchtigt Darm und Magen (Bauchweh, Durchfall, Erbrechen, innere Blutungen) und führt zu starkem Rachen-Brennen bis hin zu Herzrhythmusstörungen, Krämpfen und Atemlähmung.

Der Aronstab ist für Menschen (vor allem für Babys und Kinder) sehr giftig und für Tiere wie Weidetiere (Kühe, Pferde, Rinder, Schafe), Schweine, Hunde, Katzen, Hasen, Kaninchen, Nagetiere (Meerschweinchen, Hamster, Mäuse) und Vögel.

Blütezeit der grünen, giftigen Frühlingsblumen:

April bis Mai, danach Bildung leuchtend roter Früchte im Sommer und neuer Blatt-Austrieb im Herbst.

Kolben-Blatt-Blüte und rote Früchte vom Gefleckten Aronstab, botanischer Name Arum maculatum
Bild: Gefleckter Aronstab (Arum maculatum) im Frühling (Mitte April) und Sommer (Mitte Juli) im Wald

Kaiserkrone (Fritillaria imperialis)

Inhaltsstoffe:

Die gesamte Blume ist giftig, vor allem die Zwiebeln, und enthält Alkaloide wie Fritillin oder Imperialin.

Toxische Wirkung:

Bei einem Hautkontakt mit den giftigen Frühlingsblumen kann es zu Hautreizungen kommen (Kontaktdermatitis). Ein Verzehr kann Erbrechen und Übelkeit, Magen-Darm-Krämpfe und Kreislaufstörungen oder sogar einen Herzstillstand hervorrufen.

Die Giftigkeit der Kaiserkrone besteht für Menschen, speziell für Babys und Kinder, sowie für Tiere (Hunde, Katzen, Hamster, Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen, Schafe, Esel, Rinder, Kühe, Pferde).

Blütezeit der orangen, giftigen Frühlingsblumen:

April bis Mai

Orange blühende Kaiserkrone, botanischer Name Fritillaria imperialis, mit grüner Blätterkrone
Bild: Kaiserkrone (Fritillaria imperialis) mit oranger Blüte in einem Garten Anfang April

Gewöhnliche Kuhschelle/Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris)

Inhaltsstoffe:

Die gesamte Blume ist giftig, besonders die frischen, grünen Teile, die das Lacton Protoanemonin enthalten. Im getrockneten Zustand verringert sich die Giftigkeit erheblich.

Toxische Wirkung:

Bei Kontakt mit der Haut oder den Schleimhäuten kann die Küchenschelle (Kuhschelle) schmerzhafte Blasen, Entzündungen und Schwellungen bis hin zu Verätzungen verursachen.

Bei Verzehr der Giftblume können Magen- und Darmprobleme, Übelkeit und Erbrechen, Entzündungen der Nieren bis hin zu Krämpfen und Lähmungen des zentralen Nervensystems resultieren.

Die giftige Blume ist für Menschen, insbesondere Babys und Kinder, giftig und abhängig von Aufnahmemenge, Körpergröße und Körpergewicht auch für Tiere wie Esel, Hunde, Katzen oder Pferde.

Blütezeit der violetten, giftigen Frühlingsblumen:

März bis Mai

Violette Blüten von Gewöhnlichen Küchenschellen/Kuhschellen, botanischer Name Pulsatilla vulgaris
Bild: Gewöhnliche Küchenschelle/Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris) mit violetten Blüten am Wegesrand im Frühling (Mai)

Maiglöckchen (Convallaria majalis)

Inhaltsstoffe:

Die gesamte Blume ist sehr giftig, besonders die stark duftenden, weißen Blüten und orange-roten Früchte enthalten sehr giftige Digitalisglykoside (Herzglykoside) wie Convallatoxin.

Toxische Wirkung:

Bereits ein Hautkontakt mit der Giftblume führt zu Reizungen. Der Verzehr kann zu Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen und Schwindel bis hin zu Herzrhythmusstörungen und Herzstillstand führen.

Die sehr giftige Blume ist für Menschen (speziell für Babys und Kinder) lebensbedrohlich und auch für Tiere wie Hunde, Katzen, Pferde, Hasen, Kaninchen, Esel, Kühe, Rinder und Nagetiere (Hamster, Meerschweinchen).

Maiglöckchen-Blätter werden bisweilen von Wildkräuter-Sammlern im Wald mit Bärlauch-Blättern, einem beliebten Salatgewürz, verwechselt oder aus Versehen mit gesammelt, weshalb es immer wieder zu Vergiftungen kommt.

Blütezeit der weißen, giftigen Frühlingsblumen:

April bis Juni

Weiße Blüten von Maiglöckchen, botanischer Name Convallaria majalis, im Wald
Bild: Maiglöckchen (Convallaria majalis) mit weißen Blüten, auch Maieriesli (Schweiz), im Wald im Frühling (Mai)

Becher-Primel (Primula obconica), auch Gift-Primel

Inhaltsstoffe:

Die gesamte Blume ist giftig, da sie in allen Pflanzenteilen das starke Kontaktallergen Primin enthält, ein Toxin aus der der Gruppe der Benzochinone.

Toxische Wirkung:

Bereits ein Hautkontakt mit der Giftblume führt zu Reizungen wie Ekzemen, Juckreiz, Rötungen und Blasenbildung der Haut. Der Verlauf dieser „Primeldermatis“ ist bei Gärtnern bekannt und kann eine sehr langwierige Heilung nach sich ziehen.

Ein Verschlucken von Pflanzenteilen kann bei Menschen Vergiftungserscheinungen wie Durchfall, Erbrechen, Krämpfen und Schleimhautreizungen bewirken. Die Pflanze ist auch für Haustiere wie Hunde, Katzen und Vögel hochgiftig und ihr Verzehr kann im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein.

Mittlerweile gibt es priminfreie Sorten der Becher-Primel im Handel zu kaufen, die als „Touch Me” oder „Primin-frei” beworben werden und das Allergen nicht oder nur in sehr geringen Mengen enthalten und somit unbedenklicher sind.

Blütezeit der blauen, rosa, roten, violetten oder weißen giftigen Frühlingsblumen:

Dauerblüher von März bis Oktober

Blass-violette Blüten einer Becher-Primel, botanischer Name Primula obconica
Bild: Becher-Primel (Primula obconica), auch Gift-Primel, im Frühling Anfang April

Schöllkraut (Chelidonium majus)

Inhaltsstoffe:

Die gesamte Blume ist sehr giftig, speziell der Milchsaft sowie das Rhizom im Herbst durch Alkaloide wie Coptisin, Chelidonin, Chelerythrin, Sanguinarin oder Spartein.

Toxische Wirkung:

Der Verzehr der sehr giftigen Blume bewirkt schmerzhafte Magen-Darm-Beschwerden, Durchfall, Erbrechen, starkes Brennen und Blasenbildung im Mund und Rachen, Übelkeit und erhöhten Speichelfluss.

Bei der Aufnahme größerer Mengen der giftigen Frühlingsblumen können Krämpfe, Kreislaufstörungen und Schwindel bis hin zu Kreislaufversagen auftreten.

Das Schöllkraut ist für Menschen und speziell für Babys und Kinder giftig sowie für Tiere wie Hunde, Katzen, Hasen, Kaninchen, Esel, Kühe, Rinder, Pferde, Schafe und für Nager (Hamster, Meerschweinchen).

Blütezeit der gelben, giftigen Frühlingsblumen:

Dauerblüher von Mai bis Oktober

Gelbe Schöllkraut-Blüte, botanischer Name Chelidonium majus, im Wald
Bild: Schöllkraut (Chelidonium majus) im Frühling (Ende Mai) mit gelber Blüte im Wald *

Tulpen (Tulipa)

Inhaltsstoffe:

Die gesamte Zwiebel-Blume ist sehr giftig und enthält das giftige Tulipanin, ein Tuliposid.

Toxische Wirkung:

Ein längerer Hautkontakt mit Pflanzen-Bestandteilen der giftigen Blume kann zu einer sog. „Tulpen-Zwiebel-Dermatitis” mit Ekzemen, Haut-Rissen, Juckreiz, Rötungen oder Schwellungen führen.

Der Verzehr von größeren Mengen der Giftblume kann zu Bauchschmerzen, Magenkrämpfe, Übelkeit, Erbrechen und erhöhtem Speichelfluss bis hin zu Apathie, Schock-Zuständen und Atemstillstand führen.

Tulpen sind für Menschen (besonders für Babys und Kinder) und ebenso für Tiere giftig (Hasen, Kaninchen, Hunde, Katzen, Esel, Pferde, Schafe, Kühe, Rinder und Nagetiere (Hamster, Meerschweinchen).

Allerdings ist die kritische Aufnahmemenge der Pflanzengifte von Tulpen im Verhältnis zur jeweiigen Körpergröße nicht genau bekannt.

Blütezeit der vielfarbigen, giftigen Frühlingsblumen:

Frühe Tulpen: Ende März bis April

Mittlere Tulpen: April bis Anfang Mai

Späte Tulpen: Mai bis Anfang Juni

Blüten-Farbe:

Die giftigen Blumen gibt es in der Blütenfarbe gelb, grün, lila, orange, rosa, rot, schwarz, violett und weiß.

Gelb-rosa Blüte einer Tulpe, botanischer Name Tulipa, aus der Sortengruppe Einfache Späte im Garten
Bild: Tulpe (Tulipa) aus der Sorten-Gruppe "Einfache Späte" im Garten mit blass-gelb-rosa Blüte im Frühling (Mitte April)

Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias)

Inhaltsstoffe:

Die gesamte Blume ist sehr giftig, besonders der Milchsaft und die Samen. Alle Wolfsmilch-Arten enthalten hautreizende und ätzende Terpene bzw. Triterpene wie Euphorbon.

Toxische Wirkung:

Hautkontakt mit der sehr giftigen Blume führt zu schmerzhaften Blasen und Hautentzündungen (Dermatitis). Ein Augenkontakt mit dem Milchsaft kann besonders schwerwiegende Entzündungen der Bindehaut und der Netzhaut hervorrufen.

Allgemein verstärkt der Milchsaft der Zypressen-Wolfsmilch die Wirkung von krebsauslösenden Stoffen.

Der Verzehr der Giftblume bewirkt blutige Durchfälle, blutigen Harn, Magen- und Darm-Koliken, Krämpfe, Leberschädigungen, Herzrhythmusstörungen, Kreislaufstörungen und Kreislaufzusammenbruch.

Die Zypressen-Wolfsmilch ist für Menschen (speziell Babys und Kinder) und für Tiere giftig (Hunde, Katzen, Rinder, Kühe, Schafe, Pferde, Esel, Schafe, Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster).

Zu beachten ist, dass die giftigen Frühlingsblumen von Weidetieren wegen ihres scharfen Geschmacks und intensiven Geruchs verschmäht wird.

Die Giftigkeit bleibt wie bei der Herbstzeitlosen im trockenen Zustand erhalten – deshalb können Tiere im Frühling die Zypressen-Wolfsmilch beim Fressen von Heu nur schwer erkennen und sich vergiften.

Blütezeit der gelb-grünen giftigen Frühjahrsblumen:

April bis Juni

Gelb-grüne Blüten einer Zypressen-Wolfsmilch, botanischer Name Euphorbia cyparissias, im Garten
Bild: Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias) mit gelb-grünen Blüten im Frühling (Anfang Mai) im Garten

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Giftige Sommerblumen

Nachfolgend eine Liste sehr giftiger Blumen für Menschen und Tiere, die im Sommer als Sommerblumen wachsen. Sie sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz winterhart und mehrjährige Gift-Stauden.

Europäisches Sommer-Alpenveilchen (Cyclamen purpurascens)

Inhaltsstoffe:

Die gesamte Blume ist sehr giftig, v. a. die Blätter und die Knollen, enthalten das giftige Saponin Cyclamin.

Toxische Wirkung:

Der Verzehr von Alpenveilchen ist für Menschen, insbesondere für Babys und Kinder, lebensbedrohlich und auch für Tiere (Katzen, Hunde, Hasen, Hamster, Kaninchen, Meerschweinchen, Esel, Pferde).

Bereits geringe Mengen von weniger als einem Gramm der sehr giftigen Blume können zu Erbrechen und Übelkeit führen. Das gilt besonders für die Knolle, welche die meisten Giftstoffe enthält. Eine höhere Aufnahmemenge führt zu Schwindel, Atemlähmung und Kreislaufstörungen bis hin zu Herzstillstand.

Blütezeit der rosa-violetten, giftigen Sommerblumen:

Juli bis September

Europäisches Alpenveilchen, botanischer Name Cyclamen purpurascens, mit rosa-violetten Blüten
Bild: Europäisches Alpenveilchen (Cyclamen purpurascens) mit violett-rosa Blüten im Sommer (Ende Juni) im Wald

Blauer Eisenhut (Aconitum napellus)

Inhaltsstoffe:

Die gesamte Blume, besonders die Knollen, enthalten das sehr giftige Alkaloid Aconitin.

Toxische Wirkung:

Die sehr giftige Blume kann bereits bei kurzem Hautkontakt zu Hautentzündungen und bei längerem Hautkontakt Lähmungserscheinungen bewirken.

Der Verzehr von einem Gramm Aconitin ist für Menschen, besonders für Babys und Kinder, und für Tiere (Hunde, Katzen, Hamster, Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen, Esel, Kühe, Rinder, Schafe, Pferde) lebensbedrohlich.

Ein Verzehr der Giftblume führt zu starker Übelkeit, Darmkrämpfen, Schwindelgefühl und Herzrhythmusstörungen bis hin zu Herzversagen und Atemlähmung. Der Blaue Eisenhut zählt zu den giftigsten Blumen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie zu den giftigsten Pflanzen in Europa.

Die Verwendung als Zierpflanze im Sommer sollte wegen der hohen Vergiftungsgefahr sehr gut überlegt und ggf. auf andere, nicht giftige Sommerblumen für den Balkon oder Garten ausgewichen werden.

Blütezeit der blauen, giftigen Sommerblumen:

Juli bis September

Lila-blau blühender Blauer Eisenhut, botanischer Name Aconitum napellus, auf einer Alpenwiese
Bild: Blauer Eisenhut (Aconitum napellus) mit blau-lila Rachenblüten auf einer Alpen-Wiese im Sommer (August)

Roter Fingerhut (Digitalis purpurea)

Inhaltsstoffe:

Die gesamte Blume, besonders die Wurzel, enthält sehr giftige Herzglykoside, genauer Digitaloide (Digitalis-Glykoside) mit Cardenoliden.

Toxische Wirkung:

Der Verzehr von Blättern der sehr giftigen Blume kann zu großer Übelkeit und Erbrechen bis hin zu Herzversagen und Herzrhythmusstörungen führen.

Die Giftpflanze ist sowohl für Menschen (speziell für Babys und Kinder), als auch für Tiere (Hasen, Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen, Hunde, Katzen, Esel, Kühe, Rinder, Pferde, Schafe) giftig.

Wegen des sehr bitteren Geschmacks vom Roten Fingerhut kommt es nur selten zu Vergiftungen.

Blütezeit der roten, giftigen Sommerblumen:

Juni bis August

Rosa-violette Blüten eines Roten Fingerhutes, botanischer Name Digitalis Purpurea, im Garten
Bild: Roter Fingerhut (Digitalis purpurea) mit violett-roten Blüten im Garten zu Sommer-Beginn (Ende Juni) *

Weißer Fingerhut (Digitalis purpurea 'Alba')

Inhaltsstoffe:

Auch der Weiße Fingerhut zählt zu den sehr giftigen Sommerblumen, besonders die Wurzel, und enthält dieselben Giftstoffe wie der Rote Fingerhut (vgl. zuvor).

Toxische Wirkung:

Die Giftblume bewirkt identische Vergiftungen wie der Rote Fingerhut (vgl. zuvor).

Blütezeit der weißen, giftigen Sommerblumen:

Juni bis Juli

Weißer Fingerhut der Sorte Alba und Rote Fingerhüte, botanischer Name Digitalis purpurea
Bild: Weißer Fingerhut (Digitalis purpurea 'Alba') im Sommer (Anfang Juli) umrahmt von Roten Fingerhüten in einem Gartenbeet *

Kornrade (Agrostemma githago), auch Ackerrade, Kornnelke

Inhaltsstoffe:

Die gesamte Blume (speziell Samen) enthält sehr giftige Saponine und Githaginglykoside wie Githagin.

Toxische Wirkung:

Die sehr giftige Blume bewirkt starke Schleimhautreizungen und führt zu Erbrechen, Übelkeit und Darm-Koliken bis hin zu Fieber, Bewusstseinsstörungen, Herzrasen, Kreislaufstörungen und Atemlähmung.

Der Verzehr von drei bis fünf Gramm von Kornrade-Samen ist für Menschen (speziell für Babys und Kinder) giftig. Die Giftpflanze war früher ein gefürchtetes Ackerunkraut in der Landwirtschaft und ist besonders für Tiere wie Hunde, Katzen, Kühe (v.a. Kälber), Rinder und Pferde giftig.

Blütezeit der purpurfarbenen, giftigen Sommerblumen:

Juni bis August

Blumenbeet mit Kornrade, botanischer Name Agrostemma githago, purpurfarben blühend und weißer Sorte
Bild: Kornrade (Agrostemma githago) mit weiß blühender Sorte im Frühsommer (Ende Juni), eine Stieltellerblume *

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Giftige Herbstblumen

Nachfolgend eine Übersicht von für Menschen und Tiere sehr giftiger Blumen, die im Herbst als Herbstblumen wachsen. Sie sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz winterhart und mehrjährige Gift-Stauden.

Efeublättriges Herbst-Alpenveilchen (Cyclamen hederifolium)

Inhaltsstoffe:

Das Efeublättrige Herbst-Alpenveilchen enthält vor allem in den Blättern und Knollen die gleichen Giftstoffe wie das verwandte Sommer-Alpenveilchen (vgl. weiter oben).

Toxische Wirkung:

Das Essen der giftigen Herbstblumen ist für Menschen (besonders für Babys und Kinder) und für Tiere (Hunde, Katzen, Hamster, Hasen, Meerschweinchen, Kaninchen, Pferde, Esel) lebensgefährlich.

Die sehr giftige Blume bewirkt die gleichen Vergiftungen und Vergiftungssymptome wie das mit ihr verwandte Sommer-Alpenveilchen (vgl. weiter oben).

Blütezeit der rosa oder weißen, giftigen Herbstblumen:

Dauerblüher von August bis November

Rosa blühendes Efeublättriges Herbst-Alpenveilchen, botanischer Name Cyclamen hederifolium
Bild: Efeublättriges Herbst-Alpenveilchen (Cyclamen hederifolium) Ende Oktober mit Laubbaum-Blättern im Garten *

Herbstzeitlose (Colchicum, verschiedene Arten)

Inhaltsstoffe:

Die gesamte Knollen-Blume enthält das sehr giftige und in der Wirkung dem Arsen ähnliche Colchicin sowie weitere Alkaloide. Die Konzentration ist in den rosa-violetten Blüten am höchsten.

Toxische Wirkung:

Die Herbstzeitlose ist für Menschen (besonders für Babys und Kinder) und für Kleintiere (Hamster, Hasen, Hunde, Kaninchen, Katzen, Meerschweinchen) und Großtiere (Esel, Rinder, Schafe, Schweine, Kühe, Pferde) giftig.

Der Verzehr der sehr giftigen Blume kann zu starker Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Nierenversagen bis hin zu Atemlähmung führen.

Deshalb sollte eine Verwendung als Zierpflanze im Herbst wegen der hohen Vergiftungsgefahr reiflich überlegt und ggf. andere nicht giftige Herbstblumen für den Garten oder den Balkon ausgewählt werden.

Sammler von Wildgemüse im Wald verwechseln bisweilen die Herbstzeitlosen-Blätter mit Bärlauch-Blättern, einem beliebten Küchenkraut, oder sammeln es aus Versehen mit.

Aus diesem Grund finden immer wieder Vergiftungen von Menschen durch die Herbstzeitlose statt.

Blütezeit der rosa-violetten, giftigen Herbstblumen:

September bis Oktober, einige Arten blühen bereits ab August

Rosa-violette Blüten der Neapler Herbstzeitlose, botanischer Name Colchicum neapolitanum, im Garten
Bild: Neapler Herbstzeitlose (Colchicum neapolitanum) mit violett-rosa Blüten im Herbst (September) im Garten *

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Giftige Winterblumen

Nachfolgend eine Liste von für Menschen und Tiere sehr giftigen Blumen, die im Winter als Winterblumen wachsen. Sie sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz winterhart und mehrjährige Gift-Stauden:

Vorfrühlings-Alpenveilchen (Cyclamen coum)

Inhaltsstoffe:

Das Vorfrühlings-Alpenveilchen enthält die gleichen Giftstoffe wie die mit ihr verwandten Alpenveilchen, die im Sommer blühen (vgl. weiter oben).

Toxische Wirkung:

Bereits die Aufnahme geringer Mengen der sehr giftigen Winterblumen bewirkt die gleichen Vergiftungen wie beim verwandten Sommer-Alpenveilchen (vgl. weiter oben).

Blütezeit der rosa bis violetten, giftigen Winterblumen:

Februar und März

Rosa blühendes Vorfrühlings-Alpenveilchen, botanischer Name Cyclamen coum, mit Schnee-Resten
Bild: Vorfrühlings-Alpenveilchen (Cyclamen coum) im Spät-Winter (Ende Februar) im Garten *

Echte Amaryllis/Belladonnalilie (Amaryllis belladonna)

Inhaltsstoffe:

Die gesamte Blume ist sehr giftig. Vor allem die Blumenzwiebel und die Samen enthalten Lycorin, ein sehr giftiges Alkaloid.

Toxische Wirkung:

Bereits ein geringer Verzehr ab zwei Gramm der sehr giftigen Blume kann starke Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen und Übelkeit, Nierenversagen bis hin zu Atemlähmung und Herzstillstand hervorrufen.

Die Giftigkeit der Amaryllis (Belladonnalilie) besteht für Menschen, besonders für Babys und Kinder, und auch für Tiere (Katzen, Hunde, Hamster, Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen, Esel, Schafe, Rinder, Kühe, Pferde).

Blütezeit der rosa-roten, giftigen Winterblumen:

Februar bis April, die Zwiebelblume ist nicht winterhart

Rosarote Blüten einer Belladonna-Lilie, botanischer Name Amaryllis belladonna, in einem Vorgarten
Bild: Echte Amaryllis/Belladonnalilie (Amaryllis belladonna) mit rosa-roten Blüten im Winter (März) im Vorgarten

Christrose/Schneerose (Helleborus niger)

Inhaltsstoffe:

Die gesamte Blume ist sehr giftig, vor allem die schwarzen Wurzeln unterhalb des ebenfalls schwarzen Rhizoms enthalten das giftige Lacton Protoanemonin, Ranuncosid und Herzglykoside wie das Saponin Helleborin.

Toxische Wirkung:

Bei Verzehr kann die immergrüne Giftstaude zu Durchfall und Erbrechen, Schwindel, Entzündungen und Herzrhythmusstörungen bis hin zu Atemlähmung führen.

Die Christrose/Schneerose ist für Menschen eine sehr giftige Blume (besonders für Babys und Kinder).

Das gilt auch für Tiere wie Katzen, Hunde, Esel, Hamster, Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen, Pferde, Kühe, Rinder und Schafe.

Blütezeit der weißen, giftigen Winterblumen:

Februar bis April

Weiße Blüten von Christrosen (Schneerosen), botanischer Name Helleborus niger, im Garten
Bild: Weiße Blüten einer Christrose/Schneerose (Helleborus niger) im Frühling (Anfang März) in einem Garten *

Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus)

Inhaltsstoffe:

Die gesamte Blume enthält wirksame Herzglykoside wie Helleborein und Hellebrin, das Lacton Protoanemonin und das sehr giftige Saponin Helleborin, das die roten Blutkörperchen zerstört, wenn es in die Blutbahn gelangt.

Toxische Wirkung:

Die sehr giftige Blume reizt Haut und Schleimhäute und kann zu Entzündungen und Verätzungen führen.

Bei Verzehr der immergrünen Stinkenden Nieswurz wird das zentrale Nervensystem beeinträchtigt und es können sich Übelkeit, Durchfälle, Krämpfe, Kreislaufstörungen und Lähmungen ergeben bis hin zum Herzstillstand.

Die Giftblume gefährdet Menschen (besonders Babys und Kinder) ebenso wie Tiere, etwa Hunde, Katzen, Pferde, Kühe, Rinder, Schafe, Hasen, Kaninchen, Nagetiere (Meerschweinchen, Hamster, Mäuse).

Angesichts der starken Kontakt-Giftwirkung ist von einer Verwendung als Zierpflanze im Spät-Winter eher abzuraten und es sollten ggf. andere nicht giftige Winterblumen für den Garten oder Balkon in Erwägung gezogen werden.

Blütezeit der gelb-grünen, giftigen Winterblumen:

Februar bis April

Hellgrün blühende Stinkende Nieswurz, botanischer Name Helleborus foetidus am Wegesrand
Bild: Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus) am Wegrand im Frühling (März), mit dem reichhaltigen Nektar-Angebot ihrer grünen Blüten ist die giftige Blume für Bienen und Hummeln ein Anziehungspunkt im Garten

Grüne Nieswurz (Helleborus viridis)

Inhaltsstoffe:

Auch die Grüne Nieswurz ist eine Rhizom-Pflanze und enthält die gleichen Giftstoffe wie die mit ihr verwandte Stinkende Nieswurz (vgl. zuvor).

Toxische Wirkung:

Die sehr giftige Blume bewirkt die gleichen Vergiftungen wie die Stinkende Nieswurz (vgl. zuvor).

Blütezeit der grünen, giftigen Winterblumen:

Februar bis April

Gelb-grün blühende Grüne Nieswurz, botanischer Name Helleborus viridis, im Wald und verwelktes Laub
Bild: Grüne Nieswurz (Helleborus viridis) mit gelb-grünen Blüten im Frühling (März) im Wald

Winterling (Eranthis hyemalis)

Inhaltsstoffe:

Die gesamte Knollen-Blume ist sehr giftig, besonders in der Blumenknolle befinden sich herzwirksame Digitaloide (Khellinin) und die Steroidglykoside Eranthin A und Eranthin B.

Toxische Wirkung:

Der Verzehr der sehr giftigen Blume bewirkt zunächst Erbrechen, Übelkeit, Durchfall oder Darmkoliken und führt schließlich zu Atemnot, verlangsamtem Herzschlag und Herzrhythmusstörungen bis hin zu Herzstillstand.

Winterlinge sind nicht nur für Menschen, insbesondere für Babys und Kinder, giftig, sondern auch für Tiere wie Hunde, Katzen, Hasen, Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen, Esel, Schafe, Kühe, Rinder oder Pferde. Die Giftblume wird jedoch wegen ihres bitteren Geschmacks von Tieren oft verschmäht.

Blütezeit der gelben, giftigen Winterblumen:

Februar bis März

Gelbe Blüten vom Winterling, botanischer Name Eranthis hyemalis, im Garten
Bild: Winterling (Eranthis hyemalis) mit gelben Blüten im Spät-Winter (Anfang März) in einem Garten in Bayern *

Hinweise:

Es gibt noch eine Vielzahl leicht giftiger Blumen, deren Aufzählung allerdings den Rahmen dieser Übersicht übersteigen würde. So könnten auch folgende Blumen zu den Giftblumen-Arten gezählt werden:

  • Calla/Drachenwurz (Calla palustris)
  • Chrysanthemen (Chrysanthemum)
  • Garten-Petunie (Petunia x hybrida), ein halluzinogen wirkendes Nachtschattengewächs

Die Arten und Sorten der Callas, Chrysanthemen und Petunien zählen nicht zu den sehr giftigen Blumen.

Alpenveilchen, Christrose, Blauer Eisenhut, Roter Fingerhut, Weißer Fingerhut, Küchenschelle (Kuhschelle), Maiglöckchen und Nieswurz stehen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unter Naturschutz.

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Umfang der Giftigkeit von Blumen

Ob eine Blume giftig ist, hängt stets vom Alter (Kinder oder Erwachsene), Körpergewicht, Gesundheitszustand und Lebewesen (Menschen oder Tiere) ab.1

Es gibt beispielsweise Blumen im Garten, auf dem Balkon, im Wald oder auf der Wiese, die für Menschen ungiftig sind und für sie keine Gefährdung darstellen, jedoch für Tiere giftig sind.

So ist der Milchsaft vom Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia), einem Dauerblüher, beispielsweise für Katzen giftig.2 Von großer Bedeutung für die Zuordnung von Blumen-Arten zu den Giftblumen ist die Menge der aufgenommenen giftigen Pflanzenteile, die Art der Aufnahme oder die Art des Giftes.

Nicht zu vergessen, dass in der Medizin bestimmte Inhaltsstoffe von giftigen Pflanzen in geringer Dosierung auch zur Behandlung von Krankheiten oder für Operationen und zur Betäubung verwendet werden.

Aus diesem Grund verläuft die Grenze zwischen Giftpflanzen und Heilpflanzen oder Arzneipflanzen für den Menschen meistens fließend. Allgemein gilt, dass das Pflanzen von giftigen Blumen immer ein Risiko für die Gesundheit bedeutet.

Das gilt ganz besonders für den Garten, Vorgarten, Balkon und Spielplatz oder für Außenanlagen von Häusern und Gebäuden, wo Kinder spielen und mit giftigen Blumen in Berührung kommen können.

Und natürlich sollte beim Pflanzen von Giftblumen immer darauf geachtet werden, ob sie auch für Tiere wie Hunde, Katzen und Pferde eine gesundheitliche Gefahr darstellen.

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Was ist die giftigste Blume?

Der Blaue Eisenhut (Aconitum napellus) ist nicht nur die giftigste Blume in Deutschland, Österreich und der Schweiz, sondern auch die giftigste Blume in Europa.

Und dem nicht genug: der Blaue Eisenhut ist auch die giftigste Pflanze in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Europa.

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Notrufzentralen bei Vergiftung

Welche Notrufzentralen gibt es bei Vergiftungen mit giftigen Blumen oder dem Verdacht einer Vergiftung in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Notruf-Zentren in Deutschland

Nach §16e des Chemikaliengesetzes (ChemG) sind die Bundesländer in Deutschland verpflichtet, medizinische Informations- und Behandlungszentren für Vergiftungen (Notruf-Zentren) zu bezeichnen.

Diese sollen Erkenntnisse über gesundheitliche Auswirkungen gefährlicher Stoffe oder gefährliche Zubereitungen sammeln und auswerten sowie bei stoffbezogenen Erkrankungen durch Beratung und Behandlung Hilfe leisten.

Bei Unklarheiten über giftige Blumen kann in den Bundesländern Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein die 24 Stunden Notruf-Hotline vom GIZ-Nord in Göttingen angerufen werden. Sie bietet eine schnelle Aufklärung über giftige Pflanzen und Toxikologie.

Zur GIZ-Nord-Webseite

Das "Klinikum Charité - Universitätsmedizin Berlin" betreibt ein Giftinformationszentrum, das rund um die Uhr und ganzjährig bei Vergiftungsverdacht durch giftige Blumen und andere Pflanzen in den Bundesländern Berlin und Brandenburg berät.

Zur Charité-Webseite

Das Gemeinsame Giftinformationszentrum (GIZ) für die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen befindet sich im HELIOS Klinikum Erfurt. Das Notruf-Zentrum berät 24-Stunden bei akuten und chronischen Vergiftungen mit giftigen Blumen, wenn möglich auch bei Vergiftungsfällen von Tieren.

Zur GIZ-Webseite

Das Universitätsklinikum Freiburg in Baden-Württemberg hat eine Vergiftungs-Informations-Zentrale (VIZ) eingerichtet. Die Notrufzentrale informiert über Vergiftungen mit giftigen Blumen und anderen Pflanzen-Arten, Drogen oder die Einwirkung von Medikamenten.

Zur VIZ-Webseite

Die Abteilung für Klinische Toxikologie vom Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München (TUM) hat den Giftnotruf München eingerichtet. Das Notruf-Tox-Zentrum informiert bei Vergiftungen und Vergiftungsverdacht in Bayern mit Giftblumen und allen anderen Vergiftungsgründen.

Zur TUM-Webseite

Das Giftinformationszentrum (GIZ) der Länder Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland befindet sich in der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), Abteilung klinische Toxikologie und Universitätsmedizin. Das Notruf-Zentrum bietet professionelle und ärztliche Beratung bei akuten Vergiftungen mit giftigen Blumen und anderen Pflanzen-Arten.

Zur JGU-Webseite

Das Zentrum für Kinderheilkunde vom Universitätsklinikum Bonn (UKB) in Nordrhein-Westfalen hat eine Informationszentrale für Vergiftungsnotfälle eingerichtet. Sie berät als Giftnotruf in Deutschland rund um die Uhr medizinisches Fachpersonal und Laien bei chronischen oder akuten Vergiftungen.

Zur UKB-Webseite

Informationen über giftige Blumen in Deutschland liefert außerdem die Broschüre „Giftpflanzen – beschauen nicht kauen!” vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Bundeslandes NRW in Düsseldorf.

Zur MAGS-Webseite

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Notruf-Zentren in Österreich

In Wien informiert die Vergiftungsinformationszentrale (VIZ) als offizielle Informationsstelle von Österreich über Vergiftungen und bietet toxikologische Beratung bei Vergiftungsverdacht durch giftige Blumen und andere Pflanzen in Österreich.

Zudem informiert das Notruf-Zentrum auch über weitere Auslöser von Vergiftungen wie Haushaltsprodukte, Medikamente, Sucht- und Genussmittel, chemische Stoffe, Tiere oder unbekannte Stoff-Arten.

Zur VIZ-Webseite

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Notruf-Zentren in der Schweiz

Die Tox Info Suisse (Schweizerisches Toxikologisches Informationszentrum) ist die offizielle Informationsstelle in der Schweiz bei Vergiftungen aller Art.

Die Notruf-Zentrale in Zürich gibt rund um die Uhr ärztliche Auskunft bei dem Verdacht auf eine Vergiftung durch giftige Blumen und andere Pflanzen in der Schweiz.

Zusätzlich erfolgt eine Beratung für alle anderen Arten von Vergiftungen durch Chemikalien, Medikamente, Lebensmittel und andere Produkte sowie Tiere.

Zur Tox Info Suisse Webseite

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[1] Bei der Frage der Giftigkeit von Pflanzen für verschiedene Lebewesen gibt es beispielsweise Gemüsepflanzen, die für Menschen ungiftig und für Tiere giftig sind. So sind der Knoblauch (→ ein Wurzelgemüse) und die Zwiebel (→ ein Zwiebelgemüse) für Hunde und Katzen abhängig vom Körpergewicht und der aufgenommenen Menge schädlich oder sogar giftig.