Stieltellerblumen mit Tellerblüten

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Arten, Sorten, Beispiele
    1. Frühlingsblüher
    2. Sommerblüher
    3. Winterblüher
  3. Weitere Pflanzen
    1. Gemüsepflanzen
    2. Kräuterpflanzen
    3. Sträucher

Definition

Was sind Stieltellerblumen? Der Blumentyp der Stieltellerblume ist in der Botanik eine Röhrenblume kombiniert mit einem Landeplatz für Bestäuber. Dabei geht die schmale Blüten-Röhre am oberen Rand in eine Art flachen Tellerrand über, der strahlenförmig (radiär) in Blütenblättern endet.

Auf dem Tellerrand rund um die Öffnung der aufrecht oder schräg stehenden Blütenröhre können langrüsselige Insekten bequem landen und sitzen.

In der Biologie stellt der Gestalttyp eine Blume mit Stieltellerblüte vereinfacht ausgedrückt eine Röhrenblume dar, die tellerartig mit einer Scheibe am oberen Rand der Blütenröhre kombiniert ist.

Bei Stieltellerblumen können die Staubbeutel und Narben unterschiedlich weit aus der Blütenröhre herausragen. Der Eingang zur Blütenröhre ist oftmals durch Haare oder Schuppen verengt.

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Arten, Sorten, Beispiele

Die nachfolgende Übersicht zeigt typische Blumen mit Stieltellerblüten (Stieltellerblumen) im heimischen Garten und in freier Natur:

Frühlingsblüher

Folgende Blumenarten mit Stieltellerblüten wachsen im Frühling als Frühjahrsblumen:

Frühlings-Enzian (Gentiana verna), auch Schusternagerl

Blütenfarbe: blaue Tellerblüten

Blütezeit: März bis Mai, bisweillen erneute Blüte im Herbst

Wuchshöhe: 5 bis 15 cm

Pflanzentyp: mehrjährig, immergrüne, winterharte Frühlingsblumen (Stauden)

Standort: halbschattig und sonnig, frischer Boden

Vorkommen: in Deutschland, Österreich und der Schweiz (v.a. in den Allgäuer Alpen 1) auf Heiden, Magerwiesen, Weiden, lichten Laubbaum-/Nadelbaum-Wäldern und höheren Lagen bis etwa 2.600 m ü. M.

Bestäubung: durch Bienen, Hummeln und Tagfalter

Sonstiges: geschützte Alpenblume, geeignet für einen Steingarten und ein Alpengarten (Alpinum)

Leuchtend blau blühender Frühlings-Enzian, auch Schusternagerl, botanischer Name Gentiana verna
Bild: Frühlings-Enzian (Gentiana verna), auch Schusternagerl, im Frühling (Mitte Mai) *

Goldlack (Erysimum cheiri)

Blütenfarbe: braune/bräunliche, gelbe, orange, rote, violette oder weiße Tellerblüten

Blütezeit: Mai bis Juni/Juli (einige Sorten blühen bis Oktober)

Wuchshöhe: bis 70 cm

Pflanzentyp: zweijährige Frühlingsblumen

Standort: Sonne, trockener bis frischer Boden

Vorkommen: in Deutschland, Österreich und der Schweiz verwildert in wärmeren Lagen von Schuttplätzen, Straßen- und Wegesrändern, Felsspalten, Steinritzen, Mauern

Bestäubung: durch Bienen, Hummeln und Nachtfalter (typische Nacht-Duftblume)

Sonstiges: stark duftend, giftig, Kübelpflanze auf Balkon und Terrasse, Beetblume, Steingartenpflanze

Tellerblüten mit leuchtend orange-roter Blüten-Farbe von einem Goldlack, botanischer Name Erysimum cheiri
Foto: Roter Goldlack (Erysimum cheiri) mit Stieltellerblüten im Frühling (Anfang Mai)

Gewöhnliche Hundszunge (Cynoglossum officinale)

Blütenfarbe: dunkel-violette bis braun-rote Tellerblüten

Blütezeit: Mai bis Juli

Wuchshöhe: 30 bis 80 cm

Pflanzentyp: zweijährige Frühlingsblumen

Standort: sonniger, trockener Boden

Vorkommen: in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf Schuttplätzen, Weiden, Unkraut-Wiesen

Bestäubung: durch Bienen und Falter

Dunkel-violette Tellerblüten einer Gewöhnlichen Hundszunge, botanischer Name Cynoglossum officinale
Foto: Gewöhnliche Hundszunge (Cynoglossum officinale) im Frühling (Mitte Mai)

Kuckucks-Lichtnelke (Silene flos-cuculi, Syn.: Lychnis flos-cuculi)

Blütenfarbe: rosa-rote oder weiße Tellerblüten

Blütezeit: Mai bis Juli

Wuchshöhe: 30 bis 60 cm

Pflanzentyp: mehrjährige, immergrüne, winterharte Frühlingsblumen (Stauden)

Standort: Sonne, feucht-nasser Boden

Verbreitung: heimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz, mäßig fette Feuchtwiesen, Moore, Sümpfe

Bestäubung: durch Bienen und Schmetterlinge

Rosa-rot blühende Kuckucks-Lichtnelke, botanisch Lychnis flos-cuculi oder Silene flos-cuculi, auf einer Wiese
Bild: Kuckucks-Lichtnelke (Silene flos-cuculi) auf einer Feuchtwiese im Frühling (Mitte Mai)

Rote Lichtnelke (Silene dioica), auch Rote Nachtnelke

Blütenfarbe: tagsüber geöffnete, rosa-rote Tellerblüten

Blütezeit: Dauerblüher von April bis Oktober

Wuchshöhe: 30 bis 90 cm

Pflanzentyp: zweijährige oder begrenzt mehrjährige Frühlingsblumen

Standort: Sonne, mäßig feuchter bis nasser Boden

Verbreitung: heimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Waldrand, Gebüsche, Feuchtwiesen

Bestäubung: durch Bienen, Tagfalter und Schwebfliegen

Tellerblüten mit purpurner Blüten-Farbe einer Roten Lichtnelke, botanischer Name Silene dioica
Bild: Rote Lichtnelke (Silene dioica), auch Rote Waldnelke, im Frühling (Anfang Mai) *

Gewöhnliche Nachtviole (Hesperis matronalis)

Blütenfarbe: violette oder weiße Tellerblüten

Blütezeit: Dauerblüher von Mai bis August

Größe: 60 bis 70 cm

Pflanzentyp: zweijährige oder mehrjährige, winterharte Frühlingsblumen

Standort: Sonne bis Halbschatten, frischer Boden

Vorkommen: einheimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Bestäubung: v.a. durch Schmetterlinge (Nachtfalter) sowie durch Bienen, Schwebfliegen und Tagfalter

Sonstiges: stark duftende und leicht giftige Duftblumen für einen Duftgarten

Weiße Tellerblüten einer Gewöhnlichen Nachtviole, botanischer Name Hesperis matronalis
Foto: Gewöhnliche Nachtviole (Hesperis matronalis) im Frühling (/Ende Mai)

Feder-Nelke (Dianthus plumarius), auch Federnelke

Blütenfarbe: rosa, rote, weiße Tellerblüten (alle stark duftend nach Nelken)

Blütezeit: Mai bis Juli

Wuchshöhe: bis 30 cm

Pflanzentyp: mehrjährige, winterharte Frühlingsblumen (Stauden)

Standort: Sonne, mäßig trockener bis frischer Boden

Verbreitung: heimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Bestäubung: durch Schmetterlinge

Sonstiges: für kleinen Balkon, Topf und als Steingartenpflanze geeignet, wildwachsende Alpenblume unter Naturschutz in den Alpen (bis 2.200 m. ü. M.)

Tellerblüten mehrerer Feder-Nelken mit pink-farbiger Blüten-Farbe, botanischer Name Dianthus plumarius
Bild: Federnelken (Dianthus plumarius) mit Stieltellerblüten im Frühling (Mitte Mai)

Echte Schlüsselblume (Primula veris), auch Wiesen-Primeln genannt

Blütenfarbe: gelbe Tellerblüten

Blütezeit: April bis Mai

Wuchshöhe: 10 bis 30 cm

Pflanzentyp: mehrjährige, winterharte Frühlingsblumen (Stauden)

Standort: Sonne bis Halbschatten, mäßig trocken bis frisch

Verbreitung: heimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Bestäubung: durch Hummeln und Schmetterlinge, selten durch Bienen

Sonstiges: essbare Blüten, unter Naturschutz stehende Wiesenblumen, Heilpflanze für Blütentee

Blass gelb blühende Echte Schlüsselblume, botanischer Name Primula veris, auf einer Wiese
Bild: Echte Schlüsselblume/Wiesen-Primel (Primula veris) im Frühling (Mitte Mai) auf einer Wiese *

Hohe Schlüsselblume (Primula elatior), auch Wald-Schlüsselblume (in der Schweiz)

Blütenfarbe: hell-gelbe Tellerblüten

Blütezeit: Anfang März bis April

Wuchshöhe: 10 bis 20 cm (an günstigen Standorten bis 30 cm)

Pflanzentyp: mehrjährige, winterharte Winterblumen und Frühlingsblumen (Stauden)

Standort: Sonne bis Halbschatten, feuchter Boden

Verbreitung: heimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Bergwiesen, Eichen-Hainbuchen-Wälder

Bestäubung: durch Bienen, Hummeln und Schmetterlinge

Sonstiges: wildwachsend unter Naturschutz, Heilkräuter für Blütentees, Schnittblume, Trauerblume

Tellerblüten mit blass-gelber Blüten-Farbe einer Hohen Schlüsselblume, botanischer Name Primula elatior
Bild: Hohe Schlüsselblume (Primula elatior) im Frühling (Anfang April) auf einem Waldboden in Oberbayern *

Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica)

Blütenfarbe: hellblau und einige Sorten in blau, rosa und weiß

Blütezeit: Mai bis Juli

Wuchshöhe: 15 bis 45 cm

Pflanzentyp: zweijährige Frühlingsblumen mit Selbst-Aussaat

Standort: Sonne bis Halbschatten, frischer Boden

Verbreitung: einheimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz (bis über 1.800 m. ü. M.), Fettwiesen, Bach- und Flußufer, lichte Laubbaumwälder

Bestäubung: durch Bienen, Fliegen und Schmetterlinge

Sonstiges: in der Blumensprache und Blumensymbolik steht die Wildblume wie der Name sagt als Trauerblume und Schnittblume für „Vergiss mich nicht” sowie für ewige Liebe, Treue und Zusammengehörigkeit

Hellblau blühendes Wald-Vergissmeinnicht, botanischer Name Myosotis sylvatica
Foto: Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica) im Frühling (Ende April)

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Sommerblüher

Folgende Blumenarten mit Stieltellerblüten wachsen im Frühling als Sommerblumen:

Deutscher Enzian/Fransenenzian (Gentianella germanica)

Blütenfarbe: rot-violette Tellerblüten

Blütezeit: Dauerblüher von August bis Oktober

Wuchshöhe: 5 bis 30 cm

Pflanzentyp: einjährige oder zweijährige Sommerblumen

Standort: Halbschatten und Sonne, trockener bis frischer Boden

Vorkommen: in Deutschland, Österreich und der Schweiz in höheren Lagen bis etwa 2.600 m ü. M. (Magerrasen, Trockenrasen, Felsfluren, Schafweiden, Wiesen)

Bestäubung: Nektarabgabe an langrüsselige Insekten wie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge

Sonstiges: die Blütenkronröhre der geschützten Alpenblume ist durch ein Netz für hineinkriechende Insekten verschlossen

Tellerblüten mit rosa-violettem Blütenstand von einem Deutschen Enzian, botanischer Name Gentianella germanica, mit einer durch ein Haargitter verschlossenen Blüten-Kronröhre
Foto: Deutscher Enzian (Gentianella germanica) mit Stieltellerblüten im Spätsommer (Anfang September) *

Kornrade (Agrostemma githago), auch Ackerrade, Kornnelke

Blütenfarbe: dunkel-violette Tellerblüten

Blütezeit: Juni bis August

Wuchshöhe: 60 bis 100 cm

Pflanzentyp: einjährige Sommerblumen

Standort: Sonne bis Halbschatten, trockener bis frischer Boden

Vorkommen: in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf Brachflächen, Ödland, Schuttplätzen

Bestäubung: durch Bienen, Hummeln und Tagfalter

Sonstiges: früher ein stark giftiges Ackerunkraut in Getreide-Feldern, geschützte Giftpflanze

Tellerblüten einer Gewöhnlichen Kornrade, botanischer Name Agrostemma githago, von der Seite aufgenommen mit grünen Kelchblättern, die mit der langen Blüten-Röhre außen verwachsen sind, und lilablassblauen inneren Kronblättern
Foto: Gewöhnliche Kornrade (Agrostemma githago) im Frühsommer (Ende Juni) *
Tellerblüten einer Ackerrade, botanischer Name Agrostemma githago, mit einem Blüten-Stand bestehend aus grünen Kelchblättern und weißen bis blass violetten inneren Kronblättern auf einer Wiese
Foto: Gewöhnliche Kornrade/Ackerrade (Agrostemma githago), auch Kornnelke, Ende Juni *

Weiße Lichtnelke (Silene latifolia subsp. alba), auch Weiße Nachtnelke

Blütenfarbe: weiße Tellerblüten

Blütezeit: Juni bis September

Wuchshöhe: groß, bis 100 cm hoch

Pflanzentyp: zweijährige Sommerblumen

Standort: Sonne, mäßig trockener bis frischer Boden

Verbreitung: heimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Acker-/Wegesrand, Unkrautflure, Schuttplatz

Bestäubung: durch Nachtfalter

Sonstiges: stark süßlich duftend, gut für Kübel auf der Terrasse oder Blumenbeet im Garten geeignet

Tellerblüte mit weißer Blüten-Farbe einer Weißen Lichtnelke bzw. Nachtnelke, botanischer Name Silene latifolia subsp. alba
Bild: Weiße Lichtnelke/Weißes Leimkraut (Silene latifolia ssp. alba) mit Stieltellerblüte im Sommer (Anfang Juli)

Gewöhnliche/Gemeine Nachtkerze (Oenothera biennis)

Blütenfarbe: gelb

Blütezeit: Juni bis September

Wuchshöhe: 100 bis 200 cm

Pflanzentyp: zweijährige, winterharte Sommerblumen

Standort: trocken und sonnig, Wegesrand, Kiesgruben, Steinbrüche, Schotterflächen, entlang von Bahnschienen (Eisenbahnpflanze), Charakterart einer Natternkopf-Steinklee-Gesellschaft (Echio-Melilotetum)

Vorkommen: einheimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Bestäubung: überwiegend durch Nachtfalter

Sonstiges: süßlicher Duft, Heilkraut, als Kübelpflanze und Topfpflanze auf Balkon und Terrasse geeignet

Gelbe Stieltellerblüte einer Gemeinen Nachtkerze, botanischer Name Oenothera biennis
Bild: Gewöhnliche/Gemeine Nachtkerze (Oenothera biennis) im Sommer (Ende Juli)

Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum), auch Kartäusernelke

Blütenfarbe: magenta bis purpur-rote Tellerblüten

Blütezeit: Juni bis September

Wuchshöhe: 20 bis 50 cm

Pflanzentyp: mehrjährige, winterharte Sommerblumen (Stauden)

Standort: sonnig, trockener Boden

Verbreitung: heimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Böschungen, Heiden, Trockenrasen, Wälder

Bestäubung: durch Tagfalter

Sonstiges: für Steingarten, Duftgarten, Schmetterlingsgarten geeignet, wildwachsend unter Naturschutz

Tellerblüten mit blass-magenta-farbener Blüten-Farbe einer Kartäusernelke, botanischer Name Dianthus carthusianorum
Bild: Kartäusernelke (Dianthus carthusianorum) im Sommer (Anfang Juli) *

Gemeine/Gewöhnliche Ochsenzunge (Anchusa officinalis)

Blütenfarbe: karminrote wechselnd nach dunkel-violette Tellerblüten

Blütezeit: Juni bis September

Wuchshöhe: 30 bis 100 cm

Pflanzentyp: zweijährige oder mehrjährige Sommerblumen

Standort: Sonne, trockener und frischer Boden

Verbreitung: heimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Acker-/Wegesrand, Brachland, Hecken, Heiden, Schuttplätze, Weiden

Bestäubung: durch Bienen und Schmetterlinge

Tellerblüten mit blau-violettem bis blass-lila farbenem Blütenstand einer Gewöhnlichen oder Gemeinen Ochsenzunge, botanischer Name Anchusa officinalis, mit jeweils fünf Blüten-Kronblättern
Foto: Gewöhnliche/Gemeine Ochsenzunge (Anchusa officinalis) im Sommer (Anfang Juli) *

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Winterblüher

Folgende Blumenarten mit Stieltellerblüten wachsen im Winter als Winterblumen:

Stängellose/Schaftlose Schlüsselblume (Primula vulgaris), auch Erd-Primel

Blütenfarbe: gelbe Tellerblüten, es gibt zahlreiche Sorten zu kaufen 2

Blütezeit: ab Ende Februar/Anfang März bis April

Wuchshöhe: klein, 5 bis 10 cm hoch

Pflanzentyp: mehrjährige, winterharte Winterblumen (Stauden)

Standort: Halbschatten, frischer bis mäßig feuchter Boden

Verbreitung: heimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Bachläufe, Gebüsche, Obstbaum-Gärten, lichte Laubbaumwälder

Bestäubung: durch Bienen, Hummeln und Schmetterlinge

Sonstiges: für den Friedhof und Steingarten als Trauerblumen geeignet, wildwachsend unter Naturschutz

Tellerblüten mit blass-gelber Blüten-Farbe einer Schaftlosen Schlüsselblume, botanischer Name Primula vulgaris, neben einer noch nicht vollständig geöffneten blass-violetten Frühlings-Krokus-Blüte
Foto: Schaftlose Schlüsselblume (Primula vulgaris) neben einem Frühlings-Krokus (Crocus vernus) im Spätwinter (Anfang März)

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Weitere Pflanzen

Stieltellerblumen als Blütenform kommen auch bei anderen Pflanzen wie Kräutern, Gemüsepflanzen und Sträuchern vor, die definitionsgemäß in diesem Lexikon nicht zu den Blumen zählen.

Gemüsepflanzen

Folgende Gemüsepflanzen bilden Tellerblüten aus:

Echter Meerkohl (Crambe maritima)

Blütenfarbe: weiß

Blütezeit: Mai bis Juli

Wuchshöhe: 30 bis 80 cm

Pflanzentyp: winterharte Stauden

Standort: Sonne, trockener bis frischer Boden

Verbreitung: heimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Bestäubung: durch Schmetterlinge und andere Insekten

Sonstiges: Verwendung als Steingartenpflanze, Wildgemüse, Salat und Ziergemüse, unter Naturschutz

Weiße Tellerblüten von einem Küsten-Mehrkohl, botanischer Name Crambe maritima
Foto: Blühender Küsten-Meerkohl (Crambe maritima) im Sommer (Anfang Juli)

Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis)

Blütenfarbe: rosa, weiße Tellerblüten

Blütezeit: April bis Juni

Wuchshöhe: 30 bis 50 cm

Pflanzentyp: mehrjährig, winterharte Stauden

Standort: Sonne bis Halbschatten, feuchter Boden

Verbreitung: heimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Fettwiesen, Feuchtwiesen, Sümpfe, Gewässerrand, Teichrand

Bestäubung: durch Bienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen

Sonstiges: die Wiesenblumen finden Verwendung als Wildgemüse (Wildsalat) und Wildkräuter

Tellerblüte mit blass-violetter Blüten-Farbe von einem Wiesen-Schaumkraut, botanischer Name Cardamine pratensis
Foto: Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis) im Frühling (Anfang April)

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Kräuterpflanzen

Folgende Kräuterpflanzen bilden Tellerblüten aus:

Geflecktes/Echtes Lungenkraut (Pulmonaria officinalis)

Blütenfarbe: rosa-rote Tellerblüten

Blütezeit: Februar bis April

Wuchshöhe: 60 bis 100 cm

Pflanzentyp: mehrjährig, winterharte Stauden

Standort: Sonne, frischer Boden

Verbreitung: heimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Flussufer, Unkrautflure, Schuttplätze, Wege

Bestäubung: durch Schmetterlinge (besonders Nachtfalter), Bienen und Schwebfliegen

Sonstiges: stark blumig-süßlich duftende Pflanze, für Blumenbeet im Garten und als Kübelpflanze auf der Terrasse geeignet, schwach giftige Heilkräuter

Rosa-rote Tellerblüten von einem Gefleckten / Echten Lungenkraut, botanischer Name Pulmonaria officinalis, mit weiß gefleckten, grünen Blättern
Foto: Geflecktes/Echtes Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) im Frühling (Ende März)

Echtes/Gewöhnliches Seifenkraut (Saponaria officinalis), auch Seifenwurz

Blütenfarbe: weiß-rosa Tellerblüten

Blütezeit: Dauerblüher von Juli bis Oktober

Wuchshöhe: 50 bis 80 cm

Pflanzentyp: mehrjährig, winterharte Stauden

Standort: Sonne, frischer Boden

Verbreitung: heimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Flussufer, Unkrautflure, Schuttplätze, Wege

Bestäubung: durch Schmetterlinge (besonders Nachtfalter), Bienen und Schwebfliegen

Sonstiges: stark blumig-süßlich duftende Duftpflanze, für Blumenbeet im Garten und als Kübelpflanze auf der Terrasse geeignet, schwach giftige Heilpflanze

Tellerblüten mit blasse weiß-violetter Blüten-Farbe von einem Echten Seifenkraut, botanischer Name Saponaria officinalis
Bild: Echtes/Gewöhnliches Seifenkraut (Saponaria officinalis) im Sommer (Mitte Juli), auch Seifenwurz

Echtes Tausendgüldenkraut (Centaurium erythraea)

Blütenfarbe: rosa bis hell-rote Tellerblüten

Blütezeit: Juni bis September

Wuchshöhe: 20 bis 50 cm

Pflanzentyp: einjährig oder zweijährig, winterhart bis etwa -10 Grad

Standort: Sonne, mäßig trockener bis frischer Boden

Verbreitung: heimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Gehölzerand, lichte Wälder, Wiesen

Bestäubung: durch Bienen, Falter, Fliegen und Käfer

Sonstiges: Verwendung als Arzneipflanze und Blättertee, Heilpflanze des Jahres 2004

Tellerblüten mit rosa-violetter Blüten-Farbe von einem Echten Tausendgüldenkraut, botanischer Name Centaurium erythraea
Foto: Echtes Tausendgüldenkraut (Centaurium erythraea) im Sommer (Anfang Juli)

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Sträucher

Folgende Laubsträucher bilden Tellerblüten aus:

Echter Seidelbast (Daphne mezereum)

Blütenfarbe: rosa oder purpur-rote Tellerblüten

Blütezeit: Februar bis April

Wuchshöhe: 60 bis 100 cm (Zwergstrauch)

Pflanzentyp: winterharter, sommergrüner Laubstrauch

Standort: halbschattig bis schattig, frischer bis feuchter Boden

Verbreitung: heimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Bestäubung: durch langrüsselige Bienen, Hummeln und Schmetterlinge

Sonstiges: Giftstrauch mit sehr giftigen Pflanzengiftstoffen, stark blumig-süßlich duftender Duftstrauch

Verwendung: als Blütenhecke oder Dufthecke, wächst auch wild in der Natur als Wildstrauch

Rosa-violette Tellerblüten von einem Echten Seidelbast, botanischer Name Daphne mezereum
Bild: Echter Seidelbast (Daphne mezereum) im Frühling (Ende März)

Herbst-Seidelbast (Daphne gnidium)

Blütenfarbe: weiße Tellerblüten

Blütezeit: Juni bis Oktober

Wuchshöhe: bis 200 cm (Kleinstrauch)

Pflanzentyp: nicht winterharter, immergrüner Laubstrauch

Standort: Halbschatten bis Sonne, trockener bis frischer Boden

Verbreitung: nicht einheimisch, Vorkommen im Mittelmeerraum

Bestäubung: durch Hummeln, Wespen und Schmetterlinge

Sonstiges: Giftpflanze mit sehr giftigen Pflanzengiftstoffen, nach Tee duftender Wild- und Blütenstrauch

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[1] Die Gebirgsgruppe der Allgäuer Alpen befindet sich in den Nördlichen Ostalpen östlich vom Bodensee. In Deutschland liegt das Gebirge auf dem Gebiet von Bayern (Landkreis Oberallgäu und Ostallgäu, Schwaben) und Baden-Württemberg (Landkreis Ravensburg, Region Bodensee-Oberschwaben) sowie in Österreich in den Bundesländern Tirol und Vorarlberg.