Welche Giftpflanzen (giftigen Pflanzen) gibt es?

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Liste von Arten und Sorten
    1. Giftige Bäume (Giftbäume)
    2. Giftige Blumen (Giftblumen)
    3. Giftige Sträucher (Giftsträucher) und Hecken
    4. Giftige Stauden (Giftstauden) und Kräuter (Giftkräuter)
    5. Giftige Kletterpflanzen
    6. Giftige Kübelpflanzen und Zimmerpflanzen
    7. Giftige Nachtschattengewächse
    8. Giftige Hülsenfrüchte (Leguminosen)
    9. Giftige Farne
    10. Weitere giftige Pflanzen
  3. Ursachen und Umfang der Giftigkeit von Pflanzen
  4. Aussehen ist kein verlässlicher Hinweis auf Giftigkeit
  5. Vorsicht beim Pflanzen im Garten
  6. Hinweis: Pflanzen nicht unnötig berühren
  7. Tipps für Kindergarten-/Kita-Spielplätze und Kinderspielplatz
  8. Giftnotrufzentralen und Giftinformationszentren für Pflanzengifte
  9. Vergiftungen bei Menschen
  10. Gefährliche Pflanzen im Garten
  11. Kann man Giftpflanzen am Geschmack erkennen?
  12. Nach Regionen
    1. Was sind die giftigsten Pflanzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz?
    2. Was sind die giftigsten Pflanzen in Europa?
    3. Was ist die giftigste Pflanze auf der Welt?

Definition

Was sind Giftpflanzen? Der Begriff „Giftpflanze” stammt nicht aus der Botanik, sondern aus dem täglichen Sprachgebrauch und der gärtnerischen Praxis. Er bezeichnet Blütenpflanzen und Farne, die Pflanzengifte enthalten, welche bei Lebewesen (Menschen und Tiere) Vergiftungen bewirken können.

Giftpflanzen (englisch: poisonous plants) sind in diesem Lexikon giftige Pflanzen, die bei Menschen und nicht zwingend bei Tieren zu Vergiftungen und Krankheiten führen können.

Sei es, wenn sie diese als Ganzes oder deren Bestandteile wie Blätter, Blüten, Früchte, Rinde, Samen und Wurzel zu sich nehmen oder mit ihnen in Berührung kommen.

Giftpflanzen gibt es als Bäume, Blumen, Farne, Kletterpflanzen, Kräuter, Stauden oder Sträucher. Viele in Deutschland, Österreich und der Schweiz einheimische Giftpflanzen wachsen wild im Wald, im Garten und auf der Wiese.

Nachdem etliche Giftpflanzen besonders auffällige Früchte und bunte Blüten aufweisen, kann man sie auch als Zierpflanzen für den Garten und Park kaufen. Zudem eignen sie sich als Zimmerpflanzen oder Pflanzen im Kübel für Balkon und Wintergarten oder die Terrasse.

Rosa-rote Blüten von einem Roten Fingerhut, botanischer Name Digitalis purpurea
Bild: Roter Fingerhut (Digitalis purpurea) mit Blüten im Sommer (Anfang Juli) *

Welche Giftpflanzen im Garten jeweils welche Pflanzengifte enthalten und in welchen Pflanzenbestandteilen wird auf der Unterseite Pflanzengiftstoffe näher ausgeführt.

Bei Verdacht auf eine Pflanzenvergiftung sollte man ein regionales Giftinformationszentrum kontaktieren.

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Liste von Arten und Sorten

Die folgende Liste mit Arten und Sorten zeigt Giftpflanzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterteilt in Bäume, Blumen, Farne, Hülsenfrüchte, Kletterpflanzen, Kübelpflanzen, Stauden und Sträucher. Zu den Pflanzen werden die jeweils giftigen Pflanzenteile genannt.

Leicht giftige Pflanzen, bei denen eine Aufnahme geringer Mengen von Pflanzenteilen überwiegend keine mittelschweren oder schweren Vergiftungen bewirken können, sind in der Übersicht nicht enthalten.

Die bereitgestellten Informationen über die Giftwirkung der Pflanzen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen im Ernstfall keinen ärztlichen Rat oder den Kontakt zum Giftnotruf.

Giftige Bäume (Giftbäume)

Nachfolgend eine Liste giftiger Bäume im Garten mit Hinweisen: 1 2 3

  • Europäische Eibe (Taxus baccata): alle Pflanzenteile sind giftig, außer der rote Samenmantel
  • Lebensbaum (Thuja occidentalis): alle Pflanzenteile sind giftig
  • Robinie (Robinia pseudoacacia): alle Pflanzenteile sind giftig, vor allem Wurzeln, Rinde und Früchte

Eibe und Lebensbaum (Thuja) sind mittelgroße, immergrüne Nadelbäume. Die Europäische Eibe ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz einheimisch. Die ebenfalls nicht einheimische Robinie zählt zu den sommergrünen, nicht einheimischen Laubbäumen und Großbäumen im Garten.

Als weitere giftige Bäume können Buchsbaum, Faulbaum, Goldregen, Pfaffenhütchen und Stechpalme genannt werden, die allerdings selten als Kleinbäume und eher als Sträucher wachsen. Sie werden nachfolgend in die Übersicht von Kapitel „Giftsträucher” eingereiht.

Die für Menschen und Tiere giftigen Inhaltsstoffe dieser Bäume werden unter Giftbäume beschrieben.

Junge, hellgrüne Blätter an den Zweigen einer Robinie, botanischer Name Robinia pseudoacacia
Bild: Blätter einer Gewöhnlichen Robinie (Robinia pseudoacacia) im Frühjahr (Mitte Mai) *

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Giftige Blumen (Giftblumen)

Nachfolgend eine Liste giftiger Blumenarten (überwiegend mehrjährige Giftblumen): 4 5 6 7 8 9

  • Alpenveilchen (Cyclamen spec.): alle Pflanzenteile der Alpenblume sind giftig, v. a. die Blumenknolle
  • Echte Amaryllis/Belladonnalilie (Amaryllis belladonna): alle Pflanzenteile sind giftig, v. a. die Zwiebel
  • Christrose/Schneerose (Helleborus niger): alle oberirdischen Pflanzenteile sind giftig, Alpenblume
  • Blauer Eisenhut (Aconitum napellus): alle Pflanzenteile sind giftig, eine der giftigsten Pflanzen Europas
  • Gelber Eisenhut/Wolfs-Eisenhut (Aconitum lycoctonum): alle Pflanzenteile sind giftig
  • Roter Fingerhut (Digitalis purpurea): alle Pflanzenteile sind sehr giftig
  • Herbst-Zeitlose (Colchicum autumnale): alle Pflanzenteile sind giftig, v. a. Samen und Knolle
  • Gewöhnliche Kuhschelle/Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris): alle Pflanzenteile sind giftig
  • Maiglöckchen (Convallaria majalis): alle Pflanzenteile sind giftig
  • Narzissen (Narcissus spec.): alle Pflanzenteile der Trauerblume sind giftig, v. a. die Blumenzwiebel
  • Tulpe (Tulipa gesneriana): alle Pflanzenteile der Rabattenblume sind giftig
  • Winterling (Eranthis hyemalis): alle Pflanzenteile der Winterblume sind giftig, v. a. die Wurzelknolle

Die für Menschen und Tiere giftigen Inhaltsstoffe dieser Blumen werden unter Giftblumen beschrieben.

Winterlinge, botanischer Name Eranthis hiemalis, mit gelben Blüten in einem Blumenbeet
Bild: Winterlinge (Eranthis hyemalis, Syn.: Eranthis hiemalis) mit gelben Blüten als Topfblumen im Winter (Anfang März) *
Kleinblütiger Fingerhut, botanischer Name Digitalis parviflora, mit kerzenförmigen, rost-braunen Blüten
Bild: Kleinblütiger Fingerhut (Digitalis parviflora) im Frühsommer (Ende Juni) in Oberbayern *

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Giftige Sträucher (Giftsträucher) und Hecken

Nachfolgend eine Liste giftiger Sträucher (Giftsträucher) und Hecken: 10 11

  • Besenginster/Besenstrauch (Cytisus scoparius): Blätter und Samen des Zierstrauchs sind giftig
  • Buchsbaum (Buxus sempervirens): alle oberirdischen Pflanzenteile sind giftig
  • Faulbaum (Rhamnus frangula): giftig sind die Früchte und die Rinde, langsam wachsend
  • Deutscher Ginster (Genista germanica): alle Pflanzenteile des Zwergstrauchs sind giftig
  • Färber-Ginster (Genista tinctoria): alle Pflanzenteile des Zwergstrauchs sind giftig
  • Goldregen (Laburnum anagyroides): alle Pflanzenteile des Großstrauchs sind giftig
  • Roter Holunder (Sambucus racemosa): alle Pflanzenteile sind giftig, besonders die Früchte
  • Purgier-Kreuzdorn (Rhamnus cathartica): Beeren und Rinde sind giftig
  • Lebensbaum (Thuja occidentalis): alle Pflanzenteile der immergrünen Nadelhecke sind giftig
  • Gewöhnlicher Liguster (Ligustrum vulgare): alle oberirdischen Pflanzenteile sind giftig, Vogelstrauch
  • Lorbeerkirsche/Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus): alle Pflanzenteile sind giftig, schnellwachsend
  • Pfaffenhütchen/Spindelstrauch (Euonymus europaeus): alle Pflanzenteile sind giftig
  • Rhododendron (Rhododendron spec.): bei einigen Arten sind alle Pflanzenteile und der Nektar giftig
  • Sadebaum (Juniperus sabina): alle Pflanzenteile sind giftig, besonders junge Triebe, immergrün
  • Gewöhnlicher Schneeball (Viburnum opulus): Blätter, Beeren und Rinde sind giftig
  • Echter Seidelbast (Daphne mezereum): alle Pflanzenteile sind giftig, Zwergstrauch mit Tellerblüten
  • Stechpalme (Ilex aquifolium): Blätter und rote Beeren des immergrünen Wildstrauchs sind giftig
  • Tafeleibe (Taxus baccata 'Repandens'): nur der Samenmantel ist ungiftig, bodendeckender Strauch

Die für Mensch und Tier giftigen Inhaltsstoffe dieser Sträucher werden unter Giftsträucher beschrieben.

Weitere giftige Sträucher sind der aus dem Mittelmeerraum stammende und nur bedingt winterfeste Pfriemenginster (Spartium junceum) sowie die einheimische Rosmarinheide (Andromeda polifolia), ein in Mooren wachsender Halbstrauch.11 12

Niedrig wachsender Sadebaum-Wacholder, botanischer Name Juniperus sabina, in einem Garten
Bild: Sadebaum-Wacholder (Juniperus sabina) im Frühling (Anfang Juni) *

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Giftige Stauden (Giftstauden) und Kräuter (Giftkräuter)

Nachfolgend eine Liste giftiger Stauden (Giftstauden) und Kräuter (Giftkräuter): 13 14 15

  • Gefleckter Aronstab (Arum maculatum): die oberirdischen Pflanzenteile sind giftig
  • Vierblättrige Einbeere (Paris quadrifolia): alle Pflanzenteile sind giftig, besonders die Früchte
  • Weißer Germer (Veratrum album): alle Pflanzenteile der Giftstaude sind giftig
  • Herkulesstaude/Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum): alle Pflanzenteile sind giftig
  • Hundspetersilie (Aethusa cynapium): alle Pflanzenteile sind giftig
  • Stauden-Lupine (Lupinus polyphyllus): alle Pflanzenteile sind giftig, besonders die Samen
  • Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus): die oberirdischen Pflanzenteile sind giftig
  • Rittersporne (Delphinium spec.): alle Pflanzenteile sind giftig, besonders die Samen
  • Gefleckter Schierling (Conium maculatum): alle Pflanzenteile einschließlich der Samen sind giftig
  • Schlafmohn (Papaver somniferum): giftig ist der Milchsaft, insbesondere der unreifen Kapseln
  • Schöllkraut (Chelidonium majus): alle Pflanzenteile einschließlich des Milchsafts sind giftig
  • Wasserschierling (Cicuta virosa): alle Pflanzenteile sind giftig, eine Pflanze mit Scheibenblüten
  • Wolfsmilch (Euphorbia spec.): alle Pflanzenteile sind giftig, besonders Milchsaft und Samen
  • Wunderbaum (Ricinus communis): besonders die Samen sind giftig

Die für Mensch und Tier giftigen Inhaltsstoffe von Kräutern werden unter Giftkräuter beschrieben.

Zwei- und dreifach gefiederte Laubblätter von einem Wasserschierling, botanischer Name Cicuta virosa
Bild: Wasserschierling (Cicuta virosa) im Sommer (Ende August) *

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Giftige Kletterpflanzen

Nachfolgend eine Liste winterharter, giftiger Kletterpflanzen: 16 17 18

  • Chinesischer Blauregen (Wisteria sinensis): alle Pflanzenteile sind giftig, besonders Samen und Hülsen
  • Gemeiner Efeu (Hedera helix): alle Pflanzenteile sind giftig, besonders Blätter und Früchte
  • Wald-Geißblatt (Lonicera periclymenum): die Früchte sind giftig
  • Gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba): alle Pflanzenteile sind giftig
  • Rotfrüchtige Zaunrübe (Bryonia dioica): alle Pflanzenteile sind giftig, besonders Früchte und Wurzeln
  • Weiße Zaunrübe (Bryonia alba): alle Pflanzenteile sind giftig, besonders Früchte und Wurzeln

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Giftige Kübelpflanzen und Zimmerpflanzen

Nachfolgend eine Liste giftiger Kübelpflanzen und Zimmerpflanzen: 19 20 21

  • Dieffenbachie (Dieffenbachia spec.): alle Pflanzenteile und der Pflanzensaft sind giftig
  • Engelstrompete (Brugmansia spec.): alle Pflanzenteile sind giftig, besonders Samen und Blätter
  • Oleander/Rosenlorbeer (Nerium oleander): alle Pflanzenteile sind giftig
  • Wandelröschen (Lantana camara): Blätter und Früchte sind giftig
  • Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima): der Milchsaft ist schwach giftig

Die Dieffenbachie und der Weihnachtsstern eignen sich als Zimmerpflanzen, während Engelstrompete, Oleander/Rosenlorbeer und Wandelröschen aufgrund ihrer Wuchshöhe und ihres Wuchsumfangs als Kübelpflanzen auf der Terrasse geeignet sind.

Dunkelgrün umrandete, gelblich-grüne Blätter einer Dieffenbachie, botanischer Name Dieffenbachia picta oder Dieffenbachia seguine var. seguine
Bild: Dieffenbachie (Dieffenbachia picta) im Sommer (Ende Juli) als Kübelpflanze auf der Terrasse *

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Giftige Nachtschattengewächse

In der botanischen Pflanzenfamilie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) gibt es eine Reihe von Giftpflanzen mit sehr giftigen Pflanzenteilen.22 23 24

Folgende Übersicht zeigt giftige Nachtschattengewächse, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz wild wachsen oder als Zierpflanzen kultiviert werden:

  • Gemeine Alraune (Mandragora officinarum): alle Pflanzenteile sind giftig, v. a. Blätter und Wurzeln
  • Schwarzes Bilsenkraut (Hyoscyamus niger): alle Pflanzenteile sind giftig, v. a. Blätter, Samen, Wurzeln
  • Engelstrompete (Brugmansia spec.): alle Pflanzenteile sind giftig, v. a. Samen und Blätter
  • Schwarzer Nachtschatten (Solanum nigrum): v. a. grüne Pflanzenteile und unreife Beeren sind giftig
  • Schwarze Tollkirsche (Atropa belladonna): alle Pflanzenteile sind giftig, v. a. Blätter, Stängel, Wurzel
  • Stechapfel (Datura stramonium): alle Pflanzenteile sind giftig, v. a. Samen und Blätter
  • Tabak (Nicotiana spec.): v. a. giftig sind Wurzeln von Jungpflanzen und Blätter ausgereifter Pflanzen

Die Inhaltsstoffe und Wirkungen dieser Giftpflanzen werden unter Nachtschattengewächse beschrieben.

Stachelige Frucht vom Dornigen Stechapfel, botanischer Name Datura ferox
Bild: Frucht vom Dornigen Stechapfel (Datura ferox) im Sommer (Ende Juli)
Grüne Blätter einer Wald-Tabak-Pflanze der Sorte Niobe, botanischer Name Nicotiana sylvestris
Bild: Wald-Tabak (Nicotiana sylvestris 'Niobe') im Frühsommer (Ende Juni) *

Unter den essbaren Nachtschattengewächsen gibt es Arten, deren Früchte oder Knollen in rohem, reifem oder unreifem Zustand giftig sind oder bei denen bestimmte Pflanzenteile wie Beeren, Blätter, Blüten, Früchte, Knollen und Wurzeln giftig sind.

In der Fachliteratur werden beispielsweise die zum Fruchtgemüse zählenden Auberginen (Solanum melongena) und Tomaten (Solanum lycopersicum) sowie die zum Knollengemüse zählenden Kartoffeln (Solanum tuberosum) als Giftpflanzen genannt.25

Welche Pflanzenteile bei diesen Nachtschattengewächsen giftig sind und was hinsichtlich Ernte, Lagerung, Reifegrad, Lichteinwirkung, Keimung und Zubereitung zu beachten ist, wird nachfolgend erläutert.

(a) Tomaten

Rot reifende Tomaten-Früchte weisen im unreifen, grünen Zustand einen so hohen Giftstoffgehalt auf, dass sie nicht bedenkenlos verzehrt werden können – erst durch Nachreifen nimmt dieser Giftstoffgehalt ab.26

Zudem sind die Giftstoffe unreifer Tomaten hitzebeständig und lassen sich selbst durch Kochen nicht vollständig entfernen: So sank in einer Laboruntersuchung der Giftstoffgehalt nach fünfminütigem Kochen lediglich zwischen 0–15 %.27

Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass es speziell gezüchtete Tomatensorten gibt, die im reifen Zustand grün bleiben wie die Sorten 'Green Zebra', 'Giant Green', 'German Green', 'Emerald Apple' oder 'Grüne Ananas'. Eine grüne Fruchtfarbe ist daher nicht immer ein zuverlässiger Hinweis darauf, dass eine Tomate unreif ist.

(b) Auberginen

Bei Auberginen sind die Früchte essbar, während die Blätter und Stängel giftig sind. (Quelle) Um die Früchte verzehren zu können, werden sie vor der vollständigen Samenreife geerntet, da ein weiteres Ausreifen ihren Giftstoffgehalt deutlich erhöhen kann. (Quelle)

(c) Kartoffeln

Bei Kartoffeln sollten grüne Stellen, sogenannte Augen oder kleine Keimansätze großzügig entfernt werden und stark ergrünte oder stark keimende Kartoffeln sollten nicht mehr verzehrt werden.(Quelle für beide Aussagen)

Auch durch Kochen könnte der bereits hohe Giftstoffgehalt von stark gereiften Kartoffeln nicht ausreichend reduziert werden.(Quelle)

Nicht überreife Kartoffeln sollten nur im gekochten oder gebratenen Zustand verzehrt werden, wobei nach dem Kochen das Kochwasser nicht verwendbar ist, da sich darin giftige Inhaltsstoffe sammeln können.(Quelle für beide Aussagen)

Kartoffeln wachsen als Wurzelgemüse unter der Erde und ihre Speicherknollen werden grün, wenn sie zu viel Licht ausgesetzt werden. Sei es, weil sie auf dem Feld oder Gemüsebeet mit zu wenig Erde bedeckt waren oder sei es, weil sie nach der Ernte nicht im Dunkeln gelagert wurden.(hier könnte meiner Meinung nach auf eine Quelle verzichtet werden, da dies gärtnerisches Grundwissen darstellt, genauso gut könnte man eine Quelle angeben, dass man Blumen gießen muss)

„Medizin in den Händen eines Unbesonnenen ist Gift, wie Gift in den Händen eines Weisen zur Medizin wird.” (Giacomo Casanova, italienischer Abenteurer und Schriftsteller, 1725–1798) 28

Dunkel-violette Aubergine, botanischer Name Solanum melongena, im Gemüse-Beet
Foto: Aubergine (Solanum melongena) im Sommer (Mitte August)

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Giftige Hülsenfrüchte (Leguminosen)

Einige Hülsenfrüchte (Leguminosen) wie Bohnen/Gartenbohnen (Phaseolus vulgaris), Kichererbsen (Cicer arietinum) und Linsen (Lens culinaris) enthalten im rohen Zustand giftige Inhaltsstoffe wie Lektine. Bei grünen Bohnen zählt hierzu das Pflanzengift Phasin.

Lektine können sich an rote Blutkörperchen binden und Entzündungen der Darmschleimhaut bewirken. Deshalb kann der Verzehr roher oder unzureichend gegarter Hülsenfrüchte Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen auslösen. Kinder können wegen ihres geringeren Körpergewichts empfindlicher reagieren.

Frische Bohnen sollten deshalb mindestens eine halbe Stunde lang vor dem Verzehr in kochendem Wasser gegart werden.

Getrocknete Hülsenfrüchte wie Kichererbsen, Kidneybohnen (eine Varietät der Gartenbohne) und Linsen sollten mindestens fünf Stunden lang eingeweicht werden. Anschließend sollte das Einweichwasser weggeschüttet und die Hülsenfrüchte in frischem Wasser mindestens eine halbe Stunde gekocht werden.

Allerdings müssen nicht alle Hülsenfrüchte vor dem Essen gekocht werden: Eine Ausnahme bilden Erbsen (Pisum sativum) und Zuckerschoten/Zuckererbsen (Pisum sativum subsp. sativum convar. axiphium), die nur wenig Lektine enthalten.

Erbsen und Zuckerschoten können deshalb in kleinen Mengen auch roh gegessen werden.

Auch die Samen von Lupinen (Lupinus) können giftige Chinolizidinalkaloide enthalten. Als Süßlupinen werden Lupinensorten bezeichnet, die für die Verwendung als Lebensmittel gezüchtet werden und einen niedrigeren Alkaloidgehalt aufweisen.

Nach dem Verzehr größerer Mengen alkaloidreicher Lupinensamen können unter anderem Schwindel, Übelkeit, Mundtrockenheit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Pupillenerweiterung und Herzbeschwerden auftreten.

Rosa blühende Garten-Lupine der Sorte Gallery Blue, botanischer Name Lupinus x hybrida, in einem Beet
Bild: Garten-Lupine (Lupinus x hybrida 'Gallery Blue') im Sommer, eine Fahnenblume und Dauerblüher *

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Giftige Farne

Einige in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorkommende Farne enthalten giftige Inhaltsstoffe. Ihre Giftwirkung hängt von der Farnart, dem Pflanzenteil und der aufgenommenen Menge ab.

Ebenso spielt es eine Rolle, welches Lebewesen betroffen ist: Menschen, insbesondere Kinder, und Tiere wie beispielsweise Esel, Hunde, Katzen, Kühe, Pferde, Rinder oder Schafe können unterschiedlich empfindlich auf diese giftigen Inhaltsstoffe reagieren.

Der Adlerfarn (Pteridium aquilinum) und der Echte Wurmfarn (Dryopteris filix-mas) zählen aufgrund ihrer für Menschen giftigen Inhaltsstoffe zu den toxikologisch besonders bedeutsamen Farnen im deutschsprachigen Raum.

So enthält der Adlerfarn das Glykosid Ptaquilosid, das bei Menschen mit Schäden des Harntrakts und Verdauungssystems sowie mit einem Krebsrisiko in Verbindung gebracht wird.

Das Ptaquilosid kann von Menschen beispielsweise dadurch aufgenommen werden, dass sie Wedel verzehren, Sporen einatmen oder Milch von Kühen trinken, die Adlerfarn gefressen haben.

Darüber hinaus enthält der Adlerfarn das Enzym Thiaminase, das zu einem Abbau von Vitamin B1 führt und zu einem Vitamin-B1-Mangel führen kann.

Ungeachtet dessen wird der Adlerfarn jedoch gebietsweise in Japan, auf Neuseeland oder in den USA als Blattgemüse (z.B. Blattsalat, Wildsalat) zubereitet.

Weitere toxische Farnarten, die Ptaquilosid enthalten, finden sich in den exotischen Gattungen Hypolepis, Microlepia und Pteris, die hauptsächlich in tropischen, subtropischen oder gemäßigten Regionen vorkommen.

Der Echte Wurmfarn wurde in früheren Zeiten zur Entwurmung verwendet. Allerdings kam es wegen Überdosierungen häufiger zu Vergiftungen mit Symptomen wie Erbrechen, Leibschmerzen, Übelkeit bis hin zu Sehstörungen, Atem- und Herz-Kreislauf-Störungen.

Eine Reihe mehrerer, leuchtend grüner Echter Wurmfarne, botanischer Name Dryopteris filix-mas
Bild: Echter Wurmfarn (Dryopteris filix-mas) im Sommer (Ende August) in Niederbayern *

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Weitere giftige Pflanzen

Je nachdem, wie man Giftpflanze definiert, könnten selbst Obstsorten wie die Aprikose oder die Marille unter die Giftpflanzen fallen. Denn die Kerne von Aprikosen und Marillen enthalten den cyanogenen Pflanzeninhaltsstoff Amygdalin. Dieser kann im Körper enzymatisch Blausäure freisetzen.

Das weit verbreitete, als Unkraut geltende Beifußblättrige Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia), ist keine typische Giftpflanze. Dessen Blütenstaub zählt jedoch während der Blütezeit zu den stärksten Pollenallergenen und kann bei empfindlichen Menschen starke allergische Beschwerden auslösen.

Giftige Pilze (Fungi) sind botanisch keine Pflanzen, sondern stellen neben Tieren und Pflanzen einen eigenständigen Bereich in der Biologie dar. Deshalb sind Giftpilze wie der Knollenblätterpilz in diesem Giftpflanzen-Lexikon nicht in der Übersicht giftiger Pflanzen zu finden.

Flechten (Lichen) werden in der Biologie den Pilzen zugeordnet und sind somit ebenfalls keine Giftpflanzen. Jedoch enthalten Flechtenarten wie das Baummoos (Pseudevernia furfuracea) und das Eichenmoos (Evernia prunastri) Duftstoffe, die starke allergische Reaktionen auslösen können.

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Ursachen und Umfang der Giftigkeit von Pflanzen

Viele Pflanzen schützen sich vor potentiellen Fraßfeinden und Schädlingen (z.B. Pilze) durch bestimmte Inhaltsstoffe in Blättern, Blüten, Früchten, Samen oder Wurzeln. Diese Inhaltsstoffe können giftig sein und im Körper von Lebewesen Krankheiten, Schädigungen oder sogar den Tod hervorrufen.

Entscheidend ist, um welches Lebewesen es sich handelt – ob um Mensch oder Tier – und in welcher Menge der Pflanzengiftstoff vom Körper des Lebewesens aufgenommen wird.

So schrieb schon der Schweizer Arzt, Alchemist und Philosoph Paracelsus (1493–1541) in seinem Werk „Septem Defensiones” (Die Sieben Verteidigungsreden) von 1538:

„Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift sei.” x

Dabei ist zu beachten, dass die Dosis eines Giftes auch von der Körpergröße und der Entwicklung von einem Lebewesen abhängt. Wie stark bestimmte Giftpflanzen giftig sind, ist bei kleinen Kindern und Säuglingen anders zu beurteilen als bei Erwachsenen.

Darüber hinaus entscheidet die Art der Aufnahme von pflanzlichen Inhaltsstoffen zentral darüber, in welchem Maße Giftpflanzen giftig sind: Eine Vergiftung (Intoxikation) kann durch Aufnahme von Giftstoffen über die Atmung (Inhalation), über den Mund (oral) oder über die Haut (dermal, percutan) erfolgen.

Herbstzeitlose, botanischer Name Colchicum autumnale, mit rosa-weißen Blüten
Bild: Herbstzeitlose (Colchicum autumnale) im Herbst (Ende September), eine Herbstblume, Wildblume und Trichterblume *

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Aussehen ist kein verlässlicher Hinweis auf Giftigkeit

Viele Giftpflanzen wirken auf den ersten Blick harmlos oder sogar besonders dekorativ. Ihr äußeres Erscheinungsbild gibt jedoch keinen zuverlässigen Hinweis darauf, ob sie giftige Inhaltsstoffe enthalten.

Einige der giftigsten Pflanzen Mitteleuropas besitzen unscheinbare Blätter und Blüten oder attraktive Früchte, die keinerlei Warnsignal vermitteln. Zu den harmlos aussehenden, aber stark giftigen Pflanzen zählen unter anderem:

  • Alpenveilchen (Cyclamen spec.)
  • Maiglöckchen (Convallaria majalis)
  • Gemeiner Goldregen (Laburnum anagyroides)
  • Europäische Eibe (Taxus baccata)
  • Christrose/Schneerose (Helleborus niger)
  • Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)
  • Oleander (Nerium oleander)

Diese Beispiele zeigen, dass Giftpflanzen nicht immer durch auffällige Farben, ungewöhnliche Formen oder „bedrohliches“ Aussehen erkennbar sind. Viele wirken im Gegenteil besonders attraktiv und werden deshalb häufig in Gärten, Parks, Restaurants oder Innenräumen eingesetzt.

Hinzu kommt, dass es giftige Pflanzen gibt, die ohne Blüten ähnlich wie ungiftige Pflanzen aussehen, so beispielsweise das Maiglöckchen oder die Herbstzeitlose im Vergleich zum Bärlauch (Allium ursinum).

Weiße Blüten einer Christrose/Schneerose, botanischer Name Helleborus niger, mit gelben Staubblättern
Bild: Schneerose/Christrose (Helleborus niger) als Friedhofsblume und Schnittblume im Frühling (Mitte April)

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Vorsicht beim Pflanzen im Garten

Giftpflanzen können bereits bei der Aufnahme von kleinen Mengen oder Bestandteilen gefährlich für die Gesundheit sein. Sie sollten deshalb nur mit Vorsicht im Garten, auf dem Balkon oder in der Wohnung sorgfältig gepflanzt werden, um Vergiftungen für Säuglinge, Kinder und Erwachsene zu vermeiden.

Oft wird bei der Gartengestaltung allerdings vergessen, dass viele Giftpflanzen auch für Tiere wie Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen, Schildkröten oder Wellensittiche giftig sind.

Und nicht nur kleinere Haustiere sollten beim Standort einer Giftpflanze berücksichtigt werden, sondern auch Kühe, Pferde, Schafe und Ziegen auf der Nachbarweide.

Insbesondere sollte auch beachtet werden, dass bei bestimmten Giftpflanzen getrocknetes Pflanzenmaterial beziehungsweise Futter giftig und somit gefährlich bleiben kann.

Traditionelles Piktogramm und Symbol für Gift mit einem Schädel mit gekreuzten Knochen auf weissem Hintergrund
Traditionelles Piktogramm und Symbol für Gift
EU-Gefahrensymbol für giftige Substanzen mit einem Schädel mit gekreuzten Knochen auf orangem Hintergrund
EU-Gefahrensymbol für giftige Substanzen

Allerdings sollten Giftpflanzen und ihre Wirkung auf Tiere und Menschen differenziert betrachtet werden.

Oder anders ausgedrückt: Giftpflanzen, die für Tiere tödlich sind, müssen für Menschen noch lange nicht giftig sein. So sind beispielsweise Zwiebeln für viele Tiere giftig, während sie bei Menschen als Ess- und Heilpflanzen verwendet werden.

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Hinweis: Pflanzen nicht unnötig berühren

Einige Giftpflanzen können bereits über ihren Pflanzensaft Hautreizungen, Rötungen oder phototoxische Reaktionen auslösen. Dazu gehören etwa Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae), Aronstabgewächse (Araceae) oder Bärenklau-Arten (Heracleum) und der Oleander (Nerium oleander).

Daher gilt als allgemeine Vorsichtsregel:

Pflanzen in der Natur oder im botanischen Garten sollten nicht unnötig berührt werden. Bei Giftpflanzen empfiehlt sich der Umgang nur mit Handschuhen. Diese Empfehlung schützt besonders empfindliche Personen, Kinder und Menschen, die nicht wissen, welche Pflanzen sie vor sich haben.

Vielfarbige Wolfsmilch, botanischer Name Euphorbia epithymoides, mit gelben Blüten
Bild: Vielfarbige Wolfsmilch mit gelben Blüten (Euphorbia epithymoides) im Frühling (Mitte Mai) *

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Tipps für Kindergarten-/Kita-Spielplätze und Kinderspielplatz

Bei der Standortwahl von Giftpflanzen sollte darauf geachtet werden, dass sich in der Nachbarschaft keine Spielplätze von Kindergärten, Kindertagesstätten (Kitas) und Grundschulen oder öffentliche Kinderspielplätze und Freibäder befinden.

Dadurch werden Kinder nicht dem Risiko ausgesetzt, dass sie aus Neugier die oft verlockenden Früchte von Giftpflanzen probieren oder in Kontakt mit anderen giftigen Pflanzenteilen kommen.

Allerdings gilt im Bereich von Giftpflanzen noch immer die Erkenntnis des Arztes und Philosophen Paracelsus (Theophrastus Bombast von Hohenheim) aus dem 16. Jahrhundert: „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist“.

Abhängig von der Dosis verwischen die Grenzen zwischen Heilkräutern und Giftpflanzen. Umso schwieriger gestaltet sich die Aufgabe, eine gültige Liste von Giftpflanzen zu erstellen, die keinesfalls im Bereich von Kindergärten, Kindertagesstätten (Kitas) oder Grundschulen wachsen sollten.

In ihrer Informationsbroschüre „Pflanzen in Kindertageseinrichtungen und Schulen” (Ausgabe 202-023) empfiehlt die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV) in Berlin folgende Liste heimischer und exotischer Giftpflanzen (Giftsträucher, Giftstauden), die keinesfalls auf dem Gelände von Kindergärten, Kindertagesstätten (Kitas) und Grundschulen oder auf Spielplätzen für Kinder wachsen dürfen:

  • Schwarzes Bilsenkraut (Hyoscyamus niger)
  • Eisenhut (Aconitum spec.), eine der giftigsten Pflanzen in Mitteleuropa
  • Fingerhut (Digitalis spec.)
  • Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)
  • Herkulesstaude/Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum)
  • Gefleckter Schierling (Conium maculatum)
  • Seidelbast (Daphne mezereum)
  • Stechapfel (Datura stramonium)
  • Tollkirsche (Atropa belladonna)
  • Wasserschierling (Cicuta virosa)
  • Wunderbaum (Ricinus communis)

Auch das Beifußblättrige Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia) sollte nicht innerhalb oder in der Nähe dieser Areale vorkommen, da es insbesondere bei Kindern starke Allergien auslösen kann.

Laut der Broschüre der DGUV sollten folgende giftige Pflanzen mit mittelschwerer Vergiftungssymptomatik auf dem Gelände von Kindergärten und Kindertagesstätten (Kitas) nicht wachsen, wenn sich dort Kinder aufhalten, die jünger als drei Jahre sind (U3-Bereich).

In Bereichen für ältere Kinder in Kindergärten und Kindertagesstätten (Kitas) sowie in Grundschulen und auf Spielplätzen sollten diese Pflanzen nur in Verbindung mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen wie einer erschwerten Erreichbarkeit für Kinder vorkommen:

  • Blauregen (Wisteria sinensis)
  • Christrose/Schneerose (Helleborus niger)
  • Europäische Eibe (Taxus baccata)
  • Feuerbohne (Phaseolus coccineus)
  • Gartenbohne (Phaseolus vulgaris)
  • Goldregen (Laburnum anagyroides)
  • Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus)
  • Lebensbaum (Thuja occidentalis)
  • Maiglöckchen (Convallaria majalis)
  • Pfaffenhütchen (Euonymus europaea)
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)

Wer sich bei der Wahl einer Giftpflanze, ihrem Standort und allen zu berücksichtigenden Faktoren für einen Kinderspielplatz nicht sicher ist, sollte den Rat von professionellen Landschaftsgärtnern, Gartenarchitekten oder Landschaftsarchitekten einholen.

Rosa-gelbe Blüten von einem Pfaffenhütchen, botanischer Name Euonymus europaeus
Bild: Europäisches Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) im Frühjahr (Anfang Juni) *

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Giftnotrufzentralen und Giftinformationszentren für Pflanzengifte

Bei Verdacht auf eine Vergiftung mit Pflanzengiften sollte unverzüglich eine der nachfolgenden Giftnotrufzentralen (Giftinformationszentren) kontaktiert werden, die rund um die Uhr einen Giftnotruf mit telefonischer Beratung über giftige Pflanzen und Toxikologie bereitstellen.

Damit die Giftnotrufzentrale schneller eine mögliche Vergiftung einschätzen kann, empfiehlt es sich, die Giftpflanze, die Art und Menge der aufgenommenen Pflanzenteile, den Zeitpunkt, sowie Alter, Größe, Gewicht und aktuelle Beschwerden zu nennen.

Bei lebensbedrohlichen Symptomen durch Pflanzengifte wie Atemstillstand, Bewusstlosigkeit, Herz-Kreislauf-Stillstand, Krampfanfällen, starken Verbrennungen im Mundbereich oder anhaltendem blutigen Erbrechen muss sofort der Rettungsdienst beziehungsweise der Notarzt alarmiert werden.

Zu den typischen Symptomen einer Pflanzenvergiftung zählen Schwindel, Kreislaufprobleme, Durchfall, Bauchschmerzen, Verfärbung der Lippen, erweiterte Pupillen, Schweißausbrüche, Übelkeit, Herz-Rhythmus-Störungen wie langsamer Herzschlag (Bradykardie) und Herzrasen (Tachykardie).


(1) Deutschland

Das Giftinformationszentrum an der Charité für die Region Berlin-Brandenburg:

» GIZ Berlin-Brandenburg

Das gemeinsame Giftinformationszentrum im Helios Klinikum in Erfurt für die Länder Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen:

» GIZ Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Das gemeinsame Giftinformationszentrum der Universitätsmedizin Mainz für Rheinland-Pfalz und Hessen sowie das Saarland:

» GIZ Rheinland-Pfalz, Hessen, Saarland

Das Giftinformationszentrum des TUM Klinikums Rechts der Isar in München:

» GIZ Bayern

Die Vergiftungs-Informations-Zentrale am Universitätsklinikum Freiburg für Baden-Württemberg:

» GIZ Baden-Württemberg

Das Giftinformationszentrum-Nord der Universitätsmedizin Göttingen für die Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein (GIZ-Nord):

» GIZ Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein

Das Giftinformationszentrum am Universitätsklinikum Bonn für Nordrhein-Westfalen:

» GIZ Nordrhein-Westfalen


(2) Österreich

Die Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) in Wien veröffentlicht die aktuellen Kontaktdaten der Giftnotrufzentrale für Österreich:

» Vergiftungsinformationszentrale (VIZ) Österreich


(3) Schweiz

Schweizerisches Toxikologisches Informationszentrum in Zürich mit Giftnotruf:

» Tox Info Suisse – Vergiftungsnotruf 145



Speziell beim Kontakt von Kindern mit Giftpflanzen sollte, wenn die Möglichkeit einer Vergiftung besteht, schnellstmöglich die nächstgelegene Giftnotrufzentrale kontaktiert werden.

Dort kann man sich dann über die Giftigkeit und Wirkungen der jeweiligen Giftpflanze informieren.

Zentrale Informationen über heimische Giftpflanzen in Deutschland gibt es beim Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Das Ministerium in Düsseldorf hat eine Broschüre über Pflanzengifte veröffentlicht mit dem Titel "Giftpflanzen - Beschauen, nicht kauen".

In der 40-seitigen Broschüre wird besonders auf Gefahren von Giftpflanzen für Kinder im öffentlichen Grünland eingegangen. Ferner werden Tipps gegeben, wie man sich im Falle einer Vergiftung durch Pflanzengifte von Kindern und Erwachsenen verhalten soll.

Vorfruehlings-Alpenveilchen, botanischer Name Cyclamen coum, mit rosaroter Blüte und hell gezeichneten dunkelgrünen Blättern
Bild: Vorfrühlings-Alpenveilchen (Cyclamen coum) im Winter (Mitte Februar) *

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Vergiftungen bei Menschen

Je nach eingenommener Menge und Körpergewicht können durch eine Giftpflanze Vergiftungen bei Menschen entstehen mit folgenden Symptomen:

  • Herzbeschwerden, Herzrhythmusstörungen, Herz- und Kreislaufstörungen
  • Bewusstseinsstörungen wie Halluzinationen, Schwindel und Tobsucht
  • Verdauungsstörungen wie Brechreiz, Durchfall, Erbrechen, Magen-Krämpfe, Übelkeit

Bei sehr giftigen Pflanzen kann es zentral auch zu folgender Wirkung kommen:

  • Dauerhafte Schädigung der Nieren und anderer innerer Organe
  • Dauerhafte Nervenschädigungen und klinische Psychosen
  • Atemlähmung, Herzversagen und Kreislaufkollaps bis hin zum Tod

Ferner gibt es Giftpflanzen, deren Blätter oder Pflanzensaft bei direktem Hautkontakt zu Hautirritationen führen können wie allergische Kontaktdermatitis, Blasen, Juckreiz, Rötungen und Verbrennungen.

Beispiele hierfür sind der Riesen-Bärenklau, der Eisenhut, bestimmte Efeu-Arten oder der exotische Weihnachtsstern. Die Grenze zwischen Heil- und Giftpflanzen sowie essbaren Pflanzen verläuft dabei oft fließend:

Viele giftige Pflanzen werden in der Medizin in geringer Dosierung als Heilpflanzen oder Arzneistoffe und in der Homöopathie als Heilmittel verwendet.

„Dosis sola facit venenum" – auf deutsch: „Allein die Dosis macht das Gift.” (Paracelsus, Schweizer Arzt und Alchemist, ca. 1493–1541, in: dritte defensio, 1538)¹

Schwarze Beere einer Schwarzen Tollkirsche, botanischer Name Atropa belladonna
Bild: Schwarze Tollkirsche (Atropa belladonna) im Sommer (Mitte August), ein Nachtschattengewächs *

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Gefährliche Pflanzen im Garten

Die Frage, welche gefährlichen Pflanzen im Garten es gibt oder welches die giftigste Pflanze in Deutschland (Österreich, Schweiz) oder in Europa ist, lässt sich auf Anhieb nicht eindeutig beantworten.

Es gibt mehrere Faktoren, die eine Rolle spielen, ob Pflanzen als sehr giftig oder als tödliche Giftpflanzen einzustufen sind:

  • Individuelle genetische Veranlagung des Aufnehmenden
  • Art des Lebewesens (Menschen oder Tiere, wie z.B. Hunde, Kaninchen, Katzen, Pferde, Vögel)
  • Alter des Aufnehmenden (Baby, Kinder, Erwachsene) und Körpergewicht
  • Aufnahme-Art der Pflanzengifte über die Atmung, die Haut oder den Mund
  • Schnelligkeit der Giftwirkung bzw. Zeitraum bis zur Entfernung der Pflanzengifte aus dem Organismus
  • Alter und Reifegrad der Giftpflanze sowie Jahreszeit der Ernte
  • Notwendige Giftmenge für eine Vergiftung
  • Verfügbarkeit von Gegenmitteln im Fall einer Vergiftung

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Kann man Giftpflanzen am Geschmack erkennen?

Obwohl viele giftige Pflanzen einen bitteren Geschmack aufweisen, kann man Giftpflanzen nicht immer nach dem Geschmack erkennen. So haben die Beeren der Schwarzen Tollkirsche (Atropa belladonna) einen süßen Geschmack und lösen daher kein Warnsignal in Form eines natürlichen Ekelgefühls aus.

Diese Eigenschaft ist gerade für Kinder tückisch und gefährlich, weil sich für sie bereits der Verzehr weniger Beerenfrüchte tödlich auswirken kann.

Ähnlich verhält es sich bei den Samen vom Wunderbaum (Ricinus communis), die ebenfalls einen eher angenehmen Geschmack aufweisen, wie auch die rote Samenhülle der Eibe (Taxus baccata). Im Ergebnis sollte man nicht dem Irrtum unterliegen, Giftpflanzen nach dem Geschmack erkennen zu können.

Es gilt das Motto „Beschauen, nicht kauen”, unter dem auch ein gleichlautender Giftpflanzen-Ratgeber von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) in Berlin herausgegeben wurde.

Und selbst bei Giftpflanzen mit bitterem Geschmack kann man sich bei Kleinkindern und Kindern nicht darauf verlassen, dass sie einen natürlichen Ekel empfinden und aufgenommene Pflanzenteile wieder ausspucken.

Denn Kinder und speziell Kleinkinder haben noch keinen so feinen Geschmackssinn wie Erwachsene.

Leuchtend orange-rote Früchte und dunkelgrüne Blätter von einem Gefleckten Aronstab, botanischer Name Arum maculatum
Bild: Leuchtende Früchte von einem Gefleckten Aronstab (Arum maculatum) im Sommer (Mitte Juli), eine Kesselfallenblume

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Was sind die giftigsten Pflanzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Eine allgemein anerkannte Rangliste der giftigsten Pflanzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es nicht.

In diesem Gebiet zählt der Blaue Eisenhut (Aconitum napellus) jedoch wegen seines Aconitingehalts zu den giftigsten Pflanzen beziehungsweise zu den giftigsten Blumen.

Blass-violette Blüte von einem Blauen Eisenhut, botanischer Name Aconitum napellus
Bild: Blauer Eisenhut (Aconitum napellus) im Sommer (Ende Juli), eine Sommerblume mit Rachenblüte

Er enthält u. a. das tödliche Pflanzengift Aconitin, ein Alkaloid, das in allen Teilen der Pflanze enthalten ist und bereits eine Wirkung bei geringer Menge oder Haut-Kontakt aufweist.

Darüber hinaus zählen zu den giftigsten Pflanzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz:

  • Alraune/Gemeine Alraune (Mandragora officinarum)
  • Bilsenkraut/Schwarzes Bilsenkraut (Hyoscyamus niger)
  • Europäische Eibe (Taxus baccata)
  • Engelstrompete (Brugmansia)
  • Roter Fingerhut (Digitalis purpurea)
  • Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)
  • Maiglöckchen (Convallaria majalis)
  • Schwarzer Nachtschatten (Solanum nigrum)
  • Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus)
  • Gefleckter Schierling (Conium maculatum)
  • Seidelbast-Arten (Daphne)
  • Schwarze Tollkirsche (Atropa belladonna)
  • Stechapfel (Datura stramonium): auch Asthmakraut
  • Wasserschierling (Cicuta virosa)
Weiße, glockenförmige Blüten von einem Maiglöckchen, botanischer Name Convallaria majalis
Bild: Maiglöckchen (Convallaria majalis) im Frühling (Mitte Mai), eine Frühlingsblume und Duftblume

Weiter kann der Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum) zu den giftigsten Pflanzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz gezählt werden.

Die ursprünglich aus dem Kaukasus stammende Pflanze hat sich in ganz Mitteleuropa invasionsartig angesiedelt und steht auf der Schwarzen Liste der invasiven Neophyten der Schweiz.

Der Riesen-Bärenklau wirkt mittels sogenannter Furocumarine bereits bei Hautkontakt und UV-Licht sehr stark phototoxisch und kann Verbrennungen 1. und 2. Grades hervorrufen.

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Was sind die giftigsten Pflanzen in Europa?

Eine allgemein anerkannte Rangliste der giftigsten Pflanzen in Europa (Mitteleuropa) gibt es nicht. Aufgrund ihrer hohen Toxizität zählen zu den giftigsten Pflanzen in Europa (Mitteleuropa) folgende Arten:

  • Blauer Eisenhut (Aconitum napellus), gilt als eine der giftigsten Pflanzen Europas
  • Engelstrompete (Brugmansia)
  • Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum), auch Bärenkralle, Herkuleskraut, Herkulesstaude
Blasse weiß-gelbe, trichterförmige Blüte einer Duftenden Engelstrompete, botanischer Name Brugmansia suaveolens
Bild: Duftende Engelstrompete (Brugmansia suaveolens) im Sommer (Mitte Juli) als Kübelpflanze auf der Terrasse *

Darüber hinaus kommen die meisten der zuvor genannten giftigsten Pflanzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz auch europaweit vor und zählen somit zu den giftigsten Pflanzen in Europa.

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Was ist die giftigste Pflanze auf der Welt?

Auch weltweit lässt sich keine einzelne Pflanze eindeutig als giftigste Pflanze bestimmen. Manchinelbaum, Wunderbaum, Paternostererbse, Zerberusbaum und verschiedene Curare-Lianen enthalten jedoch außergewöhnlich stark wirkende Pflanzengifte.

Sie werden nachfolgend kurz erläutert:

Zu den giftigsten Bäumen auf der Welt zählt der Manchinelbaum beziehungsweise Manzanillobaum (Hippomane mancinella), der in allen Pflanzenteilen starke Gifte enthält.

Sein natürliches Vorkommen liegt in Nordamerika, im nördlichen Südamerika, in der Karibik, auf den Bahamas sowie durch Einführung auch in Westafrika und auf den Galápagosinseln.

Bereits von dem Giftbaum heruntertropfendes Regen- oder Tauwasser kann den reizenden Milchsaft des Baumes enthalten und bei Haut- oder Augenkontakt schwere Reizungen und Entzündungen verursachen.

Der Verzehr der giftigen Früchte kann lebensbedrohlich für Menschen sein und selbst der Rauch seines verbrannten Holzes sollte gemieden werden.

Auch der Wunderbaum (Ricinus communis) zählt wegen seinem tödlichen Inhaltsstoff Rizin zu den giftigsten Pflanzen der Welt. Das aus den Samen gewinnbare Toxin Rizin fällt als Pflanzengift unter die Biowaffenkonvention (BTWC) und ist in Liste 1 der Chemiewaffenkonvention (CWC) aufgeführt.

Die tropische Giftpflanze wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Zierpflanze kultiviert.

Wunderbaum, botanischer Name Ricinus communis, mit großen, sternförmigen, wechselständigen Blättern und roten Früchten
Bild: Wunderbaum (Ricinus communis) in Oberbayern im Frühsommer (Ende Juni) *

Als die giftigsten Pflanzen auf der Welt sind ferner verschiedene tropische Lianen (Kletterpflanzen) aus dem Regenwald zu nennen, die Curare enthalten. Dabei handelt es sich um einen Sammelbegriff für verschiedene hochgiftige, alkaloidhaltige Substanzen, die aus den Giftpflanzen gewonnen werden.

Curare wirkt als Nervengift stark muskellähmend und wird von der indigenen Bevölkerung in den Tropenwäldern Südamerikas als Pfeilgift für die Jagd verwendet.

Ebenfalls in den Tropen wächst die hochgiftige Paternostererbse/Paternosterbohne (Abrus precatorius), eine Leguminose. Sie enthält vor allem in ihren Samen das dem Rizin ähnliche Pflanzengift Abrin. Der Verzehr, insbesondere das Zerkauen der Samen, kann schwere bis tödliche Vergiftungen verursachen.

Eine der giftigsten Pflanzen auf der Welt ist auch der Zerberusbaum (Cerbera odollam), der an den Küsten von Indien, Madagaskar und im Westpazifik wächst.

Er enthält hochwirksame Glykoside in den Samen und kann schwere Herzrhythmusstörungen und tödliche Vergiftungen bewirken. Der Zerberusbaum wird sogar für Mord und Selbstmord genutzt und daher auch Selbstmordbaum genannt.

Zu den giftigsten Pflanzen auf der Welt zählt ferner der Blaue Eisenhut (Aconitum napellus), der natürlich in Europa vorkommt, wo er als eine der giftigsten Pflanzen gilt.

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Quellen und weiterführende Literatur:

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