Inhaltsverzeichnis
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Definition, Eigenschaften, Merkmale
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Arten und Beispiele
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Einheimisch
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Exotisch
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Duo-Obstbäume veredeln
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Wirtschaftliche Nutzung
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Früchte-Unterschiede
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Alte Sorten und Pomologie
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Bedeutung für Flechten und Tiere
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Obstbaumarten in der Gartenkunst
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Schädlinge und Krankheiten
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Weitere Bilder und Detailfotos
Definition, Eigenschaften, Merkmale
Was sind Obstbäume? Der Begriff „Obstbaum” (englisch: fruit tree) stammt nicht aus der Botanik, sondern aus der Umgangssprache. Er bezeichnet in diesem Lexikon Bäume, die wie Obststräucher für den Menschen essbare Obstfrüchte tragen.
Obst entsteht aus den befruchteten Blüten von Pflanzen bzw. Samenpflanzen. Je nach Säuregeschmack können die Menschen Obst überwiegend roh essen.
Obstbäume wachsen als Kleinbaum, mittelgroßer Baum oder Großbaum. Man findet Obstbäume im heimischen Garten und Obstgarten, in Obstplantagen oder auf der Streuwiese bzw. Streuobstwiese.
Für kleine Gärten gibt es sehr schlank wachsende Züchtungen, sogenannte Spalierobst- oder Säulenobstbäume, die auch als Kübelpflanzen für den Balkon und die Terrasse geeignet sind.
Seit Jahrhunderten wurden verschiedene Obstbaumsorten kultiviert und bis heute wird der Versuch unternommen, die Sorten noch besser frosthart, mehltauresistent oder virusfrei zu züchten.
Obstbaumarten, die in freier Natur ohne Kultivierung und Veredeln durch die Baumschule wachsen, werden auch als Wildobstbäume bezeichnet.
Foto: Apfelbaum (Malus x domestica) mit reifen Äpfeln im September in Oberbayern *
Hinweis zur Systematik:
Bäume, die für Menschen essbare Obstfrüchte tragen, sind aus Gründen der Übersicht in einer eigenen Rubrik „Obstbäume” zu finden, auch wenn sie wegen ihrer Blätter zu den Laubbaumarten zählen.
Gleiches gilt für Baumarten mit essbaren Nussfrüchten, die aus Gründen der Übersicht in einer eigenen Rubrik „Nussbaumarten” zu finden sind, obwohl sie zu den Laub- und Obstbäumen zählen.
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Arten und Beispiele
Welche Obstbäume gibt es? Die folgende Liste zeigt einheimische und exotische Obstbaumarten in Deutschland, Österreich und der Schweiz:
Einheimisch
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Apfelbäume
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Kulturapfel (Malus x domestica): es existieren viele Hybriden
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Holzapfel (Malus sylvestris): auch Europäischer Wildapfel
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Aprikose (Prunus armeniaca): auch Marille (in Bayern, Österreich und Südtirol)
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Birnbäume
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Kultur-Birne (Pyrus communis)
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Wild-Birne (Pyrus pyraster)
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Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
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Kirschbäume
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Sauerkirsche (Prunus cerasus): eine bekannte Sorte ist die Schattenmorelle
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Süßkirsche (Prunus avium): auch Vogelkirsche
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Gewöhnliche Traubenkirsche (Prunus padus)
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Kirschpflaume (Prunus cerasifera): auch Myrobalane, in Bayern und Österreich auch Kriacherl
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Mispel (Mespilus germanica)
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Nektarine (Prunus persica var. nucipersica): eine Varietät des Pfirsichbaums
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Pfirsich (Prunus persica)
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Echte Pflaume (Prunus domestica): wächst auch als Großstrauch mit zwei Unterarten:
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Mirabelle (Prunus domestica subsp. syriaca): auch Gelbe Zwetschge
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Zwetschge (Prunus domestica subsp. domestica)
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Quitte (Cydonia oblonga)
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Schlehdorn/Schlehe/Schwarzdorn (Prunus spinosa)
Bild: Pflaumenbaum (Prunus domestica) im September *
Hinweise zur Übersicht:
Von den genannten Obstbaumarten kann man in der Baumschule und im Online-Pflanzenversand auch unterschiedliche Obstbaumsorten bestellen und kaufen.
Die Früchte von Apfelbaum und Kirschbaum eignen sich frisch oder getrocknet auch als Teekraut für Früchtetees, die Blüten von Apfelbaum und Zitronenbaum für einen Blütensalat.
Der Schwarze Holunder wächst eher als großer Strauch und selten als kleiner Baum. Dann wird er „Holunderbaum“ oder umgangssprachlich „Hollerbaum“ genannt. Kleine Obstbäume für Balkon, Terrasse oder Garten, die man in einem Kübel pflanzen kann, werden auf der Seite → Kübelpflanzen beschrieben.
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Exotisch
Die folgende Übersicht enthält exotische Obstbaum-Sorten und -Arten, die bis auf wenige regionale Ausnahmen in Deutschland, Österreich oder der Schweiz nicht im Freiland wachsen:
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Bitterorange/Pomeranze (Citrus x aurantium)
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Clementine (Citrus x clementina)
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Feige (Ficus carica)
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Grapefruit (Citrus x paradisi)
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Kaki (Diospyros kaki): auch Honigapfel, Persimonen, Sharon-Baum
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Kumquats (Fortunella): auch Zwergorangen
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Echte Limette (Citrus aurantiifolia)
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Mandarine (Citrus reticulata)
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Maulbeere (Morus alba): auch Weißer Maulbeerbaum
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Olive (Olea europaea)
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Orange/Apfelsine (Citrus x sinensis)
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Pampelmuse (Citrus maxima)
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Pistazie (Pistacia vera): auch Pistazienbaum
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Pomelo (Citrus maxima 'Pomelo')
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Satsuma (Citrus x unshiu)
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Spätblühende Traubenkirsche (Prunus serotina)
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Zitrone (Citrus x limon)
Foto: Zitronenbaum (Citrus x limon) in einem Garten in Wangen am Bodensee, Baden-Württemberg *
Aufgrund des milden Klimas wachsen im Raum Heidelberg (Region Rhein-Neckar) auch exotische Olivenbäume (Ölbäume) und Feigenbäume.
Letztere wachsen auch im Weinbaugebiet Pfalz. Quittenbäume erbringen in Baden-Württemberg und im Rheinland ebenfalls gute Ernteerträge.
Zudem können etliche exotische, kleine Obstbäume auch als Topfpflanzen auf dem Balkon oder der Terrasse gehalten werden, wenn sie über Winter vor Frost und tiefen Temperaturen geschützt werden.
„Auch wenn ich wüsste, dass die Welt morgen zugrunde ginge, würde ich noch heute einen Apfelbaum pflanzen.” (Franz von Assisi, 1181/1182–1226, Begründer des Franziskanerordens)
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Duo-Obstbäume veredeln
Wer einen kleinen Garten hat und dort aus Platzgründen nicht verschiedene Obstbäume zur gegenseitigen Befruchtung pflanzen kann, für den sind sog. Duo-Obstbäume eine interessante Alternative.
Bei einem Duo-Obstbaum werden zwei aufeinander abgestimmte, gleiche Obst-Sorten auf einem Baumstamm veredelt. Dabei befruchten sich die beiden Obstsorten gegenseitig und sorgen für reiche Ernteerträge.
Mit einer Wuchshöhe von etwa zwei bis drei Metern eignen sich Duo-Obstbäume auch für große Terrassen oder große Balkone ohne Dach als Kübelpflanzen. Im Handel gibt es Apfelbäume, Birnenbäume und Kirschbäume als Duo-Obstbäume zu kaufen.
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Wirtschaftliche Nutzung
Im deutschen, österreichischen und Schweizer Obstanbau ist das Züchten von Obstbäumen, in erster Linie von Apfelbäumen, und deren wirtschaftliche Nutzung von großer Bedeutung.
So existieren zahlreiche veredelte Apfelsorten wie 'Roter Berlepsch', 'Boskoop', 'Delbarestivale', 'Golden Delicious', 'Jakob Fischer', 'Jonathan', 'Rote Sternrenette' oder 'Rubinola'.
Frostempfindliche Obstbäume wie zum Beispiel Aprikosenbäume, Nektarinenbäume und Pfirsichbäume wachsen überwiegend in wärmeren Weinanbaugebieten von Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Bzgl. der wirtschaftlichen Nutzung von Pflaumenbäumen und Zwetschgenbäumen sind Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit über zwei Drittel Ernteanteil (Erntemengen) die größten Obstproduzenten in Deutschland.1
Foto: Ast an einem Apfelbaum (Malus x domestica) mit Früchten im August in *
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Früchte-Unterschiede
Die von einheimischen Obstbäumen gewonnenen Obstfrüchte lassen sich in folgende drei Obstarten einteilen:
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Beerenobst: Schwarzer Holunder
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Kernobst: Apfel, Birne, Deutsche Mispel, Quitte, Speierling, Vogelbeere (Eberesche)
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Steinobst: Aprikose, Kirsche, Kirschpflaume, Kornelkirsche, Pfirsich (inkl. Nektarine), Pflaume (inkl. Mirabelle, Zwetschge)
Die Mehrzahl der Beerenobst-Früchte finden sich bei den → Obststräuchern, nur der Holunder kann als kleiner Baum oder Strauch wachsen. Die von exotischen Obstbäumen gewonnenen Obstfrüchte lassen sich in folgende zwei Obstarten einteilen:
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Exotisches Steinobst: Feige (ein Steinfruchtverband), Olive, Pistazie
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Exotische Zitrusfrüchte: Bitterorange (Pomeranze), Clementine, Grapefruit, Kaki, Kumquats/Fortunella, Limette, Mandarine, Orange (Apfelsine), Pampelmuse, Pomelo, Satsuma, Zitrone
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Alte Sorten und Pomologie
In freier Natur und in privaten Gärten sind heimische Obstbäume mit einem Hochstamm ab 2 Meter und großer Baumkrone immer seltener anzutreffen. Gleiches gilt auch für alte Obstbaumsorten mit Hochstamm, die es Jahrhunderte lang etwa vor 1940 gab.
Doch warum werden immer weniger alte Obstbaumsorten mit Hochstamm kultiviert und immer mehr Obstbäume mit Niederstamm (Baumkrone ab 1 Meter beginnend) oder sog. Buschbaumpflanzen (Stammhöhe 50 cm)?
Ursache ist, dass Niederstamm-Obstbäume größere, qualitativ hochwertigere und schnellere Erträge liefern als alte Hochstammsorten. Zudem kann das Obst wegen der geringeren Baumhöhe leichter geerntet werden.
Weiter wurde seit dem 19. Jhd. immer weniger Obst im heimischen Garten selbst angebaut und erwerbsmäßige Obstplantagen kamen auf, welche die „Anbauvorteile” von Niederstamm-Obstbäumen aufgriffen.
In der Konsequenz führte diese Entwicklung zu einer Beschränkung auf wenige Standard-Obstsorten, die man heute im Handel und in den Supermärkten kaufen kann, und zu einer Verringerung der Arten- und Sortenvielfalt.
Aus diesem Grund gibt es in folgenden Bereichen Bestrebungen, nach alten Sorten der Obstbäume zu suchen und sie zu erhalten:
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Baumschulen
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Pomologische Vereine 2
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Wissenschaftliche Pomologie
In einem Teilgebiet der Botanik, der sogenannten Pomologie, geht es um das Erfassen, Bestimmen, Beschreiben und die systematische Unterteilung von verschiedenen Obstarten und Obstsorten.3
Die Pomologie wird als Wissenschaft vor allem aus zwei Gründen betrieben:
Einerseits dient sie dem Erhalt der biologische Artenvielfalt von Obstbäumen. Andererseits wird die Pomologie betrieben, da alte Obstbaum-Sorten mit Kernobst oft eine größere Widerstandskraft gegen Krankheiten wie den Feuerbrand oder Schädlinge wie Ameisen aufweisen.
Foto: Blühender Kirschbaum, Vogelkirsche (Prunus avium), Ende April in Oberbayern *
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Bedeutung für Flechten und Tiere
Streuwiesen gehören zu den artenreichsten Biotoptypen in der Natur, denn die Blätter, Blüten, Frucht-Saft und Knospen von Obstbäumen stellen eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten wie Bienen, Blattläuse, Blattwespen, Hummeln, Käfer, Zikaden oder Insektenjäger wie Hornissen und Wespen dar.
Bienen, Hummeln und Wildbienen sind in diesem Zusammenhang unverzichtbare Helfer bei der Bestäubung und Befruchtung der Obstbäume. Auch zahlreiche Vögel und die Raupen vieler Schmetterlinge ernähren sich von Obstbäumen und deren Fallobst.
Aus diesem Grund werden sie oft als Ergänzung zu einer Schmetterlingshecke oder Vogelhecke gepflanzt, wenn es darum geht, den heimischen Garten durch Schmetterlinge oder Vögel zu beleben.
Unter Obstbaumarten sind besonders Apfelbäume ein wichtiger Lebensraum für Flechten. Sie zeigen Gartenbesitzern durch ihr Wachstum auf der Rinde, dass die Luft am Standort des Baumes sauber ist.
Foto: Kultur-Birne (Pyrus communis), Birnenbaum am Lerchenberg, Naturdenkmal in
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Obstbaumarten in der Gartenkunst
Das Anflanzen von Obstbaumarten ist ein wirkungsvolles Instrumen der Gartengestaltung, da ihre prächtigen Blüten und Früchte jeden Garten dekorativ aufwerten.
Der Wechsel der Jahreszeiten lässt sich kaum eindrucksvoller verfolgen als an Obstbäumen im Vergleich zu „normalen” Laubbäumen ohne Obst.
Nicht zu vergessen, dass Obstbäume im Frühjahr durch den intensiven Duft ihrer Blüten verzaubern. Sie bieten sich in Duftgärten als Ergänzung an zu anderen Duftpflanzen wie beispielsweise Duftblumen, Dufthecken, Duftkräutern, Duftmoosen und Duftsträuchern.
Bild: Blühender Birnbaum (Pyrus communis) im Frühjahr
In Kürze folgen weitere Informationen und Gartentipps für Obstbäume im Bereich Schneiden (Beschneiden, Rückschneiden), Veredeln & Züchten, Düngen, Pflanzzeit und Pflanzabstand sowie eine Anleitung zum Pflegen von Obstbäumen.
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Schädlinge und Krankheiten (Feuerbrand, Rindenkrebs)
Beim Feuerbrand handelt es sich um eine bakterielle Pflanzenkrankheit durch das Bakterium Erwinia amylovora. Sie befällt in erster Linie Obstbäume bzw. Kernobstgewächse wie Apfelbäume, Birnbäume oder Kirschbäume und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz meldepflichtig.
Beim Feuerbrand werden zunächst die Blätter und Blüten beginnend vom Blattstiel aus frühzeitig welk und sehen wie „verbrannt” aus. An den infizierten Stellen tritt Bakterienschleim aus und je nach Alter sterben die betroffenen Bäume kurzfristig oder mittelfristig ab.
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Weitere Bilder und Detailfotos
Nachfolgend weitere Bilder von Obstbäumen und Detailfotos:
Bild: Mispelbaum (Mespilus germanica) mit Früchten Ende Oktober *
Bild: Echte Feige (Ficus carica) *
Bild: Obstgarten mit blühenden Apfelbäumen (Malus x domestica) in Hohendilching (Oberbayern) *
Bild: Pflaumen- bzw. Zwetschgenbaum (Prunus domestica subsp. domestica) mit Frucht in *
Bild: Blüten von einem Kirschbaum (Prunus avium) im Frühling, auch Süßkirsche oder Vogelkirsche
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