Pflanzenwelt-Attraktionen Region Schwarzwald-Baar-Heuberg
 

Die folgenden Kapitel enthalten Attraktionen, Ausflugsziele, Naturschutzgebiete und Sehenswürdigkeiten der Pflanzenwelt (Flora) in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg für Pflanzen-Interessierte und Gärtner (Hobbygärtner, Landschaftsgärtner).

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Naturschutzgebiete im Landkreis Rottweil
    1. Albeck
    2. Brandhalde
    3. Dießener Tal und Seitentäler
    4. Hungerbühl-Weiherwiesen
    5. Kälberhalde
    6. Linsenbergweiher
    7. Mittlere Bollerhalde
    8. Neckarburg
    9. Schlichemtal
    10. Schwarzenbach
  2. Verwaltungsgliederung
  3. Geographische Lage

Naturschutzgebiete im Landkreis Rottweil

Im Landkreis Rottweil gibt es folgende zehn Naturschutzgebiete, von denen sich die meisten im Naturraum Obere Gäue zwischen dem Schwarzwald und der Schwäbischen Alb befinden:

Naturschutzgebiet Albeck

Das Naturschutzgebiet Albeck befindet sich zwischen Schwäbischer Alb und Schwarzwald südwestlich der Stadt Sulz am Neckar.

Es besteht im Wesentlichen aus einer alten Schafweide und einem parkähnlichen Waldstück, zu dessen Sehenswürdigkeiten der Flora seltene Enzian- und Orchideenarten zählen.

Als Attraktionen der Fauna sind verschiedene gefährdete Schmetterlingsarten zu nennen, die in einem Schmetterlingsgarten auch nicht mit einer Schmetterlingshecke nicht mehr oder sehr selten zu finden sind.

Zu den Ausflugszielen der Pflanzenwelt gehört der Wanderweg "Qualitätsweg Burgruine Albeck" mit dem Museum Römerkeller (Stadtteil Sulz-Kastell) und eine Nadelbaum-Gruppe von sehr hohen und alten Mammutbäumen.

Der Zoologisch-Botanische Garten Wilhelma in Stuttgart zog daraus erfolgreich im eigenen Zierpflanzenbau Setzlinge, die sog. Wilhelma-Saat.

 

Weitere Details zu Albeck

 

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Naturschutzgebiet Brandhalde

Das Naturschutzgebiet Brandhalde im Schwarzwald liegt im Norden von Oberndorf am Neckar, einer Stadt am oberen Neckar.

Es besteht im Wesentlichen aus der typischen Pflanzenwelt dieses Schwarzwald-Gebietes mit der Steppenheide auf dem Bollerfelsen, Magerrasen und großflächigen Misch-Wäldern mit Nadel- und Laubbäumen.

Zu den Attraktionen der Flora zählen Gräser, Flechten, Moose, Hochstauden und Kräuter sowie Sträucher und Krummholz-/Knieholz-Bäume.

Beliebte Ausflugsziele in diesem Bereich vom Schwarzwald sind zum Beobachten der Vogelwelt aus der Ferne zahlreiche Steinbrüche mit Höhlen und Nischen oder offene Felswände.

Sie bieten Brutorte für seltene Vögel in Baden-Württemberg und ermöglichen eine vielfältige Fauna, weshalb die Brandhalde als Vogelschutzgebiet ausgewiesen wurde.

Zu den Sehenswürdigkeiten für Pflanzen-Interessierte im Naturschutzgebiet zählen viele Gartenpflanzen (u.a. Alpenblumen), die auch im Garten- und Landschaftsbau zu finden sind.

 

Weitere Details zur Brandhalde

 

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Naturschutzgebiet Dießener Tal und Seitentäler

Das Naturschutzgebiet "Dießener Tal und Seitentäler" gehört zur Region Schwarzwald-Baar-Heuberg (Regierungsbezirk Freiburg) und zur Region Nordschwarzwald (Regierungsbezirk Karlsruhe).

Der größte Teil gehört zum Landkreis Freudenstadt in der Region Nordschwarzwald und der kleinere Teil zum Landkreis Rottweil im Norden von Sulz am Neckar (Ortsteil Dürrenmettstetten).

Es besteht im Wesentlichen aus flachen und tiefen Tälern oder welligen Hochflächen, deren Flora durch artenreiche Halbtrocken- und Trocken-Wiesen mit seltenen Wildsträuchern und Ackerunkräutern geprägt ist.

Zu den besonders geschützten Ausflugszielen und Sehenswürdigkeiten zählen der Bollerfels sowie Wiesen- und Weide-Gesellschaften mit zahlreichen Wildblumen.

Entlang von Bächen finden sich an feucht-nasse Standorte angepasste Hoch-Stauden und auf den Wiesen Blumen für trockene, normal-sonnige, haltschattige und schattige Standorte.

Die Pflanzenwelt der verschiedenen Wiesen-Arten liefert Pflanzen-Interessierten viele Ideen für die Gartengestaltung und die Pflanzen-Auswahl in Gärtnereien, Baumschulen oder Fachbetrieben im Garten- und Landschaftsbau.

 

Weitere Details zum Dießener Tal

 

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Naturschutzgebiet Hungerbühl-Weiherwiesen

Das Naturschutzgebiet Hungerbühl-Weiherwiesen im Schwarzwald befindet sich im Osten der Stadt Sulz am Neckar im dortigen Stadtteil Mühlheim am Bach.

Es besteht im Wesentlichen aus ungenutzten Brachflächen mit Bächen und angrenzenden Feuchtwiesen, die durch Schilf-Röhrichte und Seggen-Sauergräsern geprägt sind.

Auch außerhalb der Bäche bietet die Flora des Naturschutzgebietes zahlreiche Attraktionen wie seltene Bäume und Sträucher sowie gefährdete und schonungsbedürftige, krautige Pflanzen, die z.T. auf der Roten Liste von Baden-Württemberg stehen.

Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten der Pflanzenwelt zählen Hochstaudenfluren, Hecken, Mäh-Wiesen, Magerweiden, Streuobstwiesen und Acker-Wildkräuter, Wildgemüse und Giftblumen wie die Herbstzeitlose.

 

Weitere Details zu Hungerbühl-Weiherwiesen

 

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Naturschutzgebiet Kälberhalde

Das Naturschutzgebiet Kälberhalde im Schwarzwald befindet sich im Südosten der Stadt Oberndorf am Neckar und im Osten der Stadt Altoberndorf.

Es besteht im Wesentlichen aus einer für das obere Neckartal typischen Flora, zu deren Attraktionen die Wacholderheiden zählen, die im heutigen oberen Neckartal nur noch selten zu finden sind.

Innerhalb der Wacholderheiden wachsen Gebüsch-Gruppen, die seltenen Vogelarten wie dem Neuntöter (Lanius collurio) einen wichtigen Lebensraum bieten.

Bewachsen sind die vereinzelt sehr steilen Hänge der Kälberhalde mit einer bunten Pflanzenwelt bestehend aus Bäumen, Gebüsch-Gruppen, Solitär-Sträuchern und HaIbtrockenrasen.

Der Halbtrockenrasen wurde jahrhundertelang als Schafweide genutzt, deshalb gibt es dort als botanische Sehenswürdigkeit Pflanzen, die verschiedene Abwehrmechanismen gegen Fraßschäden durch Schafe entwickelt haben.

Sie schützen sich gegen Fraß mit spitzen Stacheln, einem bitteren oder scharfen Geschmack oder haben sich zu Giftpflanzen entwickelt mit wirksamen Pflanzengiftstoffen für Schafe.

 

Weitere Details zur Kälberhalde

 

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Naturschutzgebiet Linsenbergweiher

Das Naturschutzgebiet Linsenbergweiher im Schwarzwald befindet sich im Norden des Stadtteils Göllsdorf der Stadt Rottweil und ist ein wichtiger Lebensraum für gefährdete und seltene Vogelarten.

Zu den Sehenswürdigkeiten der Flora zählen die Wacholderheiden und die Pflanzenwelt der Ufer-Bereiche, die durch Großseggenriede (Magnocaricion), Schilf-Röhrichte (Phragmition) und bewirtschaftete Feuchtwiesen (Molinietalia) geprägt ist.

Pflanzliche Attraktion der feuchten Wirtschaftswiesen ist die vielseitige Blumen-Welt, deren Blütezeit alle Jahreszeiten ein buntes Erscheinungsbild bietet (vgl. Frühjahrsblumen, Sommerblumen, Herbstblumen, Winterblumen).

Ferner wachsen dort Kräuterpflanzen, die im heimischen Kräutergarten als Kräutertee genutzt werden, wie z.B. Arznei-Baldrian (als Wurzeltee), Beinwell (als Blättertee) oder Mädesüß (als Blütentee).

Wer das Feuchtbiotop Linsenbergweiher als Ausflugsziel in Betracht gezogen hat, sollte beachten, dass sich der für den Naturschutz wertvollste Teil unterhalb des Weihers befindet.

 

Weitere Details zum Linsenbergweiher

 

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Naturschutzgebiet Mittlere Bollerhalde

Das Naturschutzgebiet Mittlere Bollerhalde im Schwarzwald befindet sich im Norden der Stadt Altoberndorf und im Südosten der Stadt Oberndorf am Neckar.

Wie im Naturschutzgebiet Kälberhalde gibt es dort eine für das obere Neckartal typische Flora, deren Attraktionen Wacholderheiden darstellen, die im heutigen oberen Neckartal kaum mehr zu finden sind.

Neben Wacholder-Heiden hat sich auf dem steilen Hang der Mittleren Bollerhalde eine farbenfrohe Mischung aus Saumgesellschaften, Weidbäumen, Magerrasen und wärmeliebenden Gebüsch-Gruppen aus Liguster und Schlehen (Pruno-Ligustretum) etabliert.

Weil die Mittlere Bollerhalde früher eine Schaf-Weide war, finden sich dort als pflanzliche Sehenswürdigkeiten v.a. Pflanzenarten, die sich durch verschiedene Strategien gegen Verbiß- und Tritt-Schäden schützen.

Wegen dieser charakteristischen Prägung unterscheidet sich die Pflanzenwelt der Wacholderheiden stark von anderen Wacholderheiden im oberen Neckartal.

 

Weitere Details zur Mittleren Bollerhalde

 

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Naturschutzgebiet Neckarburg

Das Naturschutzgebiet Neckarburg im Schwarzwald befindet sich zwischen der Stadt Oberndorf am Neckar und der Stadt Rottweil in südwestlicher Nähe der Gemeinde Dietingen.

Zu den Sehenswürdigkeiten der Flora zählen die seltenen Wacholderheiden an den steilen Hängen der Brunnenhalde und am Bergle, die von leuchtend gelb und weiß blühenden Steingartenpflanzen wie den Weißen und Scharfen Mauerpfeffer aufgelockert werden.

Weitere lohnenswerte Ausflugsziele sind die mit Magerrasen bedeckten, flachgründigen Stellen am Schloßberg und der Zwielhalde, auf denen seltene Pflanzenarten wie Aster oder Enzian wachsen.

An den Hängen am Schloßberg unterhalb der mittelalterlichen Burgruine Neckarburg findet sich ein artenreicher Laubwald bestehend aus Bergulmen, Buchen/Rotbuchen, Eschen und Sommerlinden.

Als pflanzliche Attraktionen bietet die Zwielhalde einen Mischwald bestehend aus Ahorn, Buche, Esche, Kiefer, Linde, Mehlbeere und Ulme, eine Kelchsteinkraut-Mauerpfeffer-Gesellschaft (Alysso-Sedetum albi) sowie seltene Flechten und Moose.

 

Weitere Details zu Neckarburg

 

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Naturschutzgebiet Schlichemtal

Das Schlichemtal im Schwarzwald befindet sich zu 10% in der Gemeinde Dietingen und zu 90% in der Gemeinde Epfendorf.

Es besteht im Wesentlichen aus bewirtschafteten Schafweiden, Feuchtwiesen, Steppenheiden, Magerrasen und verschiedenen Wald-Arten.

Zu den schutzwürdigen Attraktionen der Flora und Fauna zählen viele seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten.

Die Pflanzenvielfalt liefert zahlreiche Ideen für die Gartenplanung und Landschaftsplanung sowohl für Landschaftsarchitekten als auch Gartenarchitekten.

 

Weitere Details zum Schlichemtal

 

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Naturschutzgebiet Schwarzenbach

Das Naturschutzgebiet Schwarzenbach zählt etwa zur Hälfte zum Landkreis Rottweil und befindet sich im Südwesten von Balingen und im Nordosten der Kreisstadt Rottweil.

Es gehört zum Naturraum "Vorland der westlichen Schwäbischen Alb", umfasst das Tal des Schwarzenbachs, einem Zufluss der Schlichem, und wird durch die Regierungsbezirke Freiburg und Tübingen geteilt.

Zu den Attraktionen und Ausflugszielen zählen die im Frühjahr blühenden Streuobstwiesen mit Hochstamm-Obstbäumen, die sich vorwiegend im Westen der Gemeinde Zimmern unter der Burg in der Region Neckar-Alb befinden.

Die Flora besteht im Wesentlichen aus einem Labkraut-Tannenwald mit Eichen-Beständen (Stieleiche, Traubeneiche) und immergrünen Nadelbäumen (Koniferen) wie Fichten und Tannen.

Aufgrund forstwirtschaftlicher und landwirtschaftlicher Eingriffe finden sich vereinzelt auch einheimischen Ahornarten wie den Berg-Ahorn, einheimischen Birkenarten wie die Hänge-Birke sowie Ebereschen, Pappeln und Ulmen.

Außerdem wachsen dort Straucharten wie Hasel (Nussstrauch), Heckenkirsche (Laubstrauch), Holunder (Obststrauch), Johannisbeere (Früchtetee-Strauch), Schneeball (Vogelstrauch), Schwarzdorn (Dornenstrauch) und Salweide (Blütenstrauch).

Bei den Bächen befindet sich ein Ahorn-Eschen-Wald und Erlen-Eschenwald, der sich zu einem Traubenkirschen-Erlen-Eschen-Auwald entwickeln würde, wenn die Bewirtschaftung und Pflege aufgegeben werden würde.

Dort wachsen Straucharten wie Faulbaum (Giftstrauch), Hartriegel (Wildstrauch), Hasel (Fruchtstrauch), Holunder (Duftstrauch) und Pfaffenhütchen, eine langsam wachsende Srauchart.

Für eine Schmetterlingshecke eignen sich die Heckenkirsche, für eine Vogelschutzhecke der Schneeball, für eine sommergrüne Laubhecke die Grau-Weide, für eine Blütenhecke der Weißdorn und für eine undurchdringbare Dornenhecke der Schwarzdorn.

 

Weitere Details zu Schwarzenbach

 

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Verwaltungsgliederung

In der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg gibt es die folgenden Landkreise mit einer Liste der jeweils größten Gemeinden, Orte und Städte:

 

Landkreis Rottweil

 

Aichhalden, Deißlingen, Dornhan, Dunningen, Oberndorf am Neckar, Rottweil, Schiltach, Schramberg, Sulz am Neckar und Zimmern ob Rottweil.

Die Stadt Rottweil ist die älteste Stadt von Baden-Württemberg und wurde im Jahre 73 n. Chr. von den Römern unter Kaiser Vespasian gegründet beim Bau der römischen Kinzigtalstraße.

 

Schwarzwald-Baar-Kreis

 

Bad Dürrheim, Blumberg, Bräunlingen, Brigachtal, Donaueschingen, Furtwangen im Schwarzwald, Hüfingen, Königsfeld im Schwarzwald, Niedereschach, St. Georgen im Schwarzwald, Triberg im Schwarzwald, Villingen-Schwenningen und Vöhrenbach.

Die Stadt Villingen-Schwenningen ist der Hauptort bzw. das Oberzentrum der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg.

 

Landkreis Tuttlingen

 

Aldingen, Fridingen an der Donau, Geisingen, Immendingen, Mühlheim an der Donau, Spaichingen, Trossingen und Tuttlingen.

 

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Geographische Lage

Die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg grenzt im Süden an den Kanton Schaffhausen in der Schweiz und gehört zum Regierungsbezirk Freiburg in Baden-Württemberg.

Geografisch umfasst die Region das östliche Gebiet vom südlichen Schwarzwald, die Hochebene Baar und den Naturraum Heuberg im Westen der Schwäbischen Alb.

 

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