Pflanzenwelt-Attraktionen Region Schwarzwald-Baar-Heuberg
 

Die folgenden Kapitel enthalten Attraktionen, Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten der Pflanzenwelt (Flora) in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg für Pflanzen-Interessierte und Gärtner (Hobbygärtner, Landschaftsgärtner).

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Naturschutzgebiete im Landkreis Rottweil
    1. Albeck (Sulz am Neckar)
    2. Brandhalde (Oberndorf am Neckar)
    3. Dießener Tal und Seitentäler (Horb am Neckar)
    4. Hungerbühl-Weiherwiesen (Mühlheim am Bach)
    5. Kälberhalde (Altoberndorf)
    6. Linsenbergweiher (Göllsdorf)
    7. Mittlere Bollerhalde (Oberndorf-Altoberndorf)
    8. Neckarburg (Dietingen)
    9. Schlichemtal (Epfendorf)
    10. Schwarzenbach (Schömberg)
  2. Verwaltungsgliederung
  3. Geographische Lage

Naturschutzgebiete im Landkreis Rottweil

Im Landkreis Rottweil gibt es die folgenden zehn Naturschutzgebiete mit einer Fläche von insgesamt 437,31 ha:

Albeck (Sulz am Neckar)

Das Naturschutzgebiet Albeck ist 11,7 ha gross und befindet sich im Naturraum Obere Gäue zwischen der Schwäbischen Alb und dem Schwarzwald im Südwesten der Stadt Sulz am Neckar.

Zu den Sehenswürdigkeiten der Flora im Naturschutzgebiet Albeck zählen verschiedene Orchideenarten und seltene Enzianarten wie die Fransenenziane.

Zu den Attraktionen der Fauna im Naturschutzgebiet Albeck zählen verschiedene gefährdete Schmetterlingsarten wie die Kappeneule (Calliergis) oder das Widderchen (Zygaena).

Diese Schmetterlinge sind in einem herkömmlichen Schmetterlingsgarten selbst mit einer Schmetterlingshecke nicht mehr oder sehr selten zu finden.

 

Widderchen mit schwarzen Flügeln mit roten Flecken auf einer Löwenzahn-Blüte
Bild: Widderchen (Zygaenidae), ein Nachtfalter, im Juli auf einer Blumen-Wiese

 

Im Naturschutzgebiet Albeck befindet sich der Wanderweg "Qualitätsweg Burgruine Albeck", der am Museum Römerkeller im Stadtteil Sulz-Kastell vorbeiführt.

Das Museum zeigt Nachbildungen von Fundgegenständen von einem zwischen den Jahren 1967 bis 1972 freigelegten, römischen Keller, der auf ein Kastelldorf im 1./2. Jahrhundert n. Chr. zurückgeht.

Besonderes Ausflugsziel auf diesem Wanderweg ist eine imposante Nadelbaum-Gruppe von über 40 Meter hohen Mammutbäumen aus dem 19. Jhd., die von Liegebänken ("Waldsofas") aus betrachtet werden können.

Die Existenz der Riesenmammutbäume, die im Jahr 1852 in Nordamerika entdeckt wurde, geht zurück auf König Wilhelm I. (1781-1864) von Württemberg, der Samen dieser Koniferen importieren liess.

Der Zierpflanzenbau des Zoologisch-Botanischen Gartens Wilhelma in Stuttgart zog daraus erfolgreich Setzlinge.

Tausende dieser Baum-Riesen wurden durch Gärtner von König Wilhelm I. in den württembergischen Forstdirektionen ausgesät, von denen heute noch etwa 200 Exemplare (sog. Wilhelma-Saat) erhalten sind.

Namensgebend für den "Qualitätsweg Burgruine Albeck" ist die auf einem mit Bäumen bewachsenem Hügel vor Sulz gelegene mittelalterliche Hoch-Burg Albeck (550 Meter ü.d.M.), die noch nicht vollständig freigelegt wurde.

 

Historische Aufnahme von Sulz aus dem Jahr 1643 mit der mittelalterlichen Hoch-Burg Albeck
Bild: Historische Aufnahme von Sulz und der Burg-Albeck

 

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Brandhalde (Oberndorf am Neckar)

Das Naturschutzgebiet Brandhalde im Naturraum Obere Gäue ist knapp 10 ha gross und befindet sich nördlich der Stadt Oberndorf am Neckar.

Wesentlicher Schutzzweck ist die typische Flora des Gebietes mit Magerrasen, der Steppenheide auf dem Bollerfelsen und die ausgedehnten Misch-Wälder mit Nadel- und Laubbäumen.

In dem Gebiet gibt es viele offene Felswände und Steinbrüche mit Höhlen und Nischen, die ein wichtiger Brutort für den Wanderfalken (Falco peregrinus) in Baden-Württemberg und andere Vogelarten sind.

Aufgrund seiner Fauna ist das Naturschutzgebiet Brandhalde auch als Vogelschutzgebiet ausgewiesen.

 

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Dießener Tal und Seitentäler (Horb am Neckar)

Vom insgesamt 509 ha grossen Naturschutzgebiet "Dießener Tal und Seitentäler" im Naturraum Obere Gäue befinden sich 17,8 ha im Landkreis Rottweil westlich der Stadt Horb am Neckar im Dießener Tal.

Zu den besonders geschützten Sehenswürdigkeiten zählen vielseitige Wiesen- und Weidegesellschaften mit Wildpflanzen-Arten wie Wildblumen und Wildkräutern.

Ferner gibt es artenreiche Halbtrocken- und Trocken-Flächen mit Blumen für trockene Standorte und Flure entlang von Bächen mit Hoch-Stauden, die sich an feucht-nasse Standorte angepasst haben.

Des Weiteren sollen im Dießener Tal und in den Seitentälern Feldgehölze und Hecken aus Wildsträuchern an Wald-Rändern, Wegen, Bächen und Flüssen als ökologisch wichtige Übergangsbereiche erhalten werden.

Bedrohte und gefährdete Pflanzengesellschaften in der Begleit-Flora von Acker-Flächen wie Ackerunkräuter sollen ebenfalls gefördert und erhalten werden.

 

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Hungerbühl-Weiherwiesen (Mühlheim am Bach)

Das Naturschutzgebiet Hungerbühl-Weiherwiesen im Naturraum Obere Gäue ist 38,1 ha gross und befindet sich im Osten der Stadt Mühlheim am Bach.

 

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Kälberhalde (Altoberndorf)

Das Naturschutzgebiet Kälberhalde ist 4,1 ha gross und befindet sich südöstlcih der Stadt Oberndorf am Neckar und östlich der Stadt Altoberndorf.

 

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Linsenbergweiher (Göllsdorf)

Das Naturschutzgebiet Linsenbergweiher ist 29,4 ha gross und befindet sich im Norden von Göllsdorf, einem Stadtteil der Stadt Rottweil.

 

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Mittlere Bollerhalde (Oberndorf-Altoberndorf)

Das Naturschutzgebiet Mittlere Bollerhalde ist 3,1 ha gross und befindet sich südöstlcih der Stadt Oberndorf am Neckar und nördlich der Stadt Altoberndorf.

 

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Neckarburg (Dietingen)

Das Naturschutzgebiet Neckarburg ist 66,2 ha gross. Es befindet sich zwischen der Stadt Rottweil und der Stadt Oberndorf am Neckar und etwa einen Kilometer im Südwesten der Gemeinde Dietingen.

 

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Schlichemtal (Epfendorf)

Das Schlichemtal ist mit einer Fläche von 216,6 ha das größte Naturschutzgebiet im Landkreis Rottweil und befindet sich zu 90% in der Gemeinde Epfendorf und zu 10% in der Gemeinde Dietingen.

 

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Schwarzenbach (Schömberg)

Vom insgesamt 82 ha grossen Naturschutzgebiet Schwarzenbach befinden sich 40,6 ha im Landkreis Rottweil im Westen der Stadt Schömberg im Zollernalbkreis.

Getrennt wird das Schutzgebiet Schwarzenbach von den beiden Regierungsbezirken Freiburg und Tübingen.

 

Streuobstwiese mit blühenden Kirschpflaumen im Naturschutzgebiet Schwarzenbach
Bild: Streuobstwiese mit blühenden Kirschpflaumen (Prunus cerasifera) im Naturschutzgebiet Schwarzenbach

 

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Verwaltungsgliederung

In der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg gibt es die folgenden Landkreise mit einer Liste der jeweils größten Gemeinden, Orte und Städte:

 

Landkreis Rottweil

 

Aichhalden, Deißlingen, Dornhan, Dunningen, Oberndorf am Neckar, Rottweil, Schiltach, Schramberg, Sulz am Neckar und Zimmern ob Rottweil.

Die Stadt Rottweil ist die älteste Stadt von Baden-Württemberg und wurde im Jahre 73 n. Chr. von den Römern unter Kaiser Vespasian gegründet beim Bau der römischen Kinzigtalstraße.

 

Schwarzwald-Baar-Kreis

 

Bad Dürrheim, Blumberg, Bräunlingen, Brigachtal, Donaueschingen, Furtwangen im Schwarzwald, Hüfingen, Königsfeld im Schwarzwald, Niedereschach, St. Georgen im Schwarzwald, Triberg im Schwarzwald, Villingen-Schwenningen und Vöhrenbach.

Die Stadt Villingen-Schwenningen ist der Hauptort bzw. das Oberzentrum der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg.

 

Landkreis Tuttlingen

 

Aldingen, Fridingen an der Donau, Geisingen, Immendingen, Mühlheim an der Donau, Spaichingen, Trossingen und Tuttlingen.

 

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Geographische Lage

Die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg grenzt im Süden an den Kanton Schaffhausen in der Schweiz und gehört zum Regierungsbezirk Freiburg in Baden-Württemberg.

Geografisch umfasst die Region das östliche Gebiet vom südlichen Schwarzwald, die Hochebene Baar und den Naturraum Heuberg im Westen der Schwäbischen Alb.

 

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