Attraktionen der Pflanzenwelt in Hochrhein-Bodensee
 

Die folgenden Kapitel enthalten Attraktionen, Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten der Pflanzenwelt (Flora) in der Region Hochrhein-Bodensee für Pflanzen-Interessierte und Gärtner (Hobbygärtner, Landschaftsgärtner).

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Botanischer Garten Konstanz
  2. Sehenswürdigkeiten der Insel Mainau
  3. Gemüse-Anbau auf der Halbinsel Höri
  4. Themengärten
    1. Duftgärten
    2. Schmetterlingsgärten
  5. Verwaltungsgliederung
  6. Geographische Lage

Botanischer Garten Konstanz

Der Botanische Garten Konstanz wurde von der Universität Konstanz ab dem Jahr 1972 angelegt und befindet sich in unmittelbarer Nähe im Nordwesten vom Parkplatz Nord der Universität.

Auf einer Fläche von 1,5 ha werden etwa 1.400 Pflanzenarten in Gewächshäusern und im Freiland von den Lehrstühlen Pflanzenphysiologie und Pflanzenökologie kultiviert.

Folgende Sehenswürdigkeiten gibt es im Freiland vom Botanischen Garten Konstanz:

 

  • Wildkräuter-Sammlung mit mittlerweile seltenen Weinberge- und Acker-Unkräutern wie Ackermeister, Frauenspiegel, Hohldotter und Knollenkümmel

  • Sammlung seltener Sumpfpflanzen und Wasserpflanzen wie Großer Algenfarn (schwimmende Farn-Pflanze), Brunnenkresse (ein Wildgemüse), Froschbiss, Krebsschere, Pfahlrohr, oder Schlauchpflanze

  • Feuchtbecken-Anlage zur Kultivierung von Bodensee-Strandrasen und einer Riedwiese

  • Pflanzenwelt von Brachflächen, die vorher menschlich genutzt wurden (Ruderalvegetation)

  • Kultivierung und Erhaltung von seltenen Pflanzen aus der Bodensee-Region

  • Biotop mit Amphibien und Reptilien

  • Mediterrane Kübel- und Topfpflanzen

  • Ökologischer Wald-Lehrpfad über die Wechselwirkungen zwischen Pflanzen, Pilzen und Tieren in einem Mischwald (Wald-Ökologie)

  • Lehrpfad zu den Auswirkungen, Mechanismen und Ursachen der Ausbreitung von exotischen, invasiven Pfllanzen (Invasionsbiologie)

 

Folgende Attraktionen gibt es in den Gewächshäusern vom Botanischen Garten Konstanz:

 

  • Tropische Feldfrüchte-Sammlung

  • Invasive Pflanzen der Tropen

  • Pflanzen besonderer Beziehungen zu Tieren

  • Pflanzen-Beispiele zu wichtigen botanischen Fachbegriffen

 

Neben einem Sukkulentenhaus gibt es in einem separatem Kalthaus folgende Sehenswürdigkeiten:

 

  • Fleischfressende Pflanzen

  • Kanarische Pflanzen

  • Seltene Nadelgehölze (Koniferen) der Südhalbkugel

 

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Sehenswürdigkeiten der Insel Mainau

Zu den größten Attraktionen der Flora in der Region zählt sicher die Insel Mainau im Konstanzer Landkreis, welche die drittgrößte Insel im Bodensee ist und zum Stadtteil Litzelstetten-Mainau der Stadt Konstanz gehört.

Begünstigt durch das milde Klima vom Bodensee herrscht auf der Mainau bisweilen subtropisches Klima und es wachsen dort mediterrane Pflanzen, exotische Zierpflanzen und Palmen.

Pflanzen-Interessierte finden dort eine Sammlung von 250 Gehölz-Arten im 1853 gegründeten Arboretum mit Hunderten von Nadelgehölzen, Laubsträuchern und Laubbäumen.

Unter den Nadelbäumen sind dabei besonders einige Exemplare der Mammutbäume (Sequoioideae) von Bedeutung, die Großherzog Friedrich I. von Baden (1826 - 1907) etwa um das Jahr 1864 pflanzen liess.

So z.B. einige der ältesten Urweltmammutbäume (Metasequoia glyptostroboides) in Deutschland und etliche Riesenmammutbäume (Sequoiadendron giganteum) oder Küstenmammutbäume (Sequoia sempervirens).

Daneben finden sich im Arboretum auf der Insel Mainau auch einige in deutschen Breitengraden höchst seltene Atlas-, Himalaya- und Libanon-Zedern (Cedrus), Trompetenbäume (Catalpa bignonioides) oder Tulpenbäume (Liriodendron tulipifera).

Auch wachsen dort seltene Exemplare der Riesenlebensbäume (Thuja plicata) und Kalifornischen Dufteibe (Torreya californica).

Nicht zu vergessen seltene Zierbäume wie Magnolien (Magnolia), Japanische Zierkirschen (Prunus serrulata), Judasblattbäume (Cercidiphyllum japonicum) und Taschentuchbäume (Davidia involucrata).

 

Weisse Blüten eines Taschentuchbaumes Davidia involucrata
Foto: Blüten von einem Taubenbaum/Taschentuchbaum (Davidia involucrata)

 

Die Besucher erwarten auch prächtige Exemplare von Buchen (Fagus), Linden (Tilia), Platanen (Platanus), Eichen (Quercus), Nussbäumen (z.B. Juglans) sowie mehrere Tannenarten (Abies) und Fichtenarten (Picea).

Wegen ihrer üppigen Blumen-Flora wird die Insel Mainau auch die "Blumeninsel im Bodensee" genannt. So blühen dort je nach Klima ab Anfang Februar bereits Winterblumen wie Schneeglöckchen und Winterlinge.

Von März bis Mai folgt die Blütezeit von Frühlingsblumen wie z.B. Krokusse, Primeln, Veilchen, Vergissmeinnicht und tausenden Zwiebelblumen wie Hyazinthen, Narzissen und Tulpen.

Von Mai bis Juni begeistern dann die prächtigen Blüten von Blütensträuchern wie z.B. Rhododendren, Azaleen (Gartenazaleen) und Rosen.

Bei letzteren sind auch besonders die Beetrosen, Edelrosen, Kletterrosen und Strauchrosen im italienischen Rosengarten mit Hunderten von Rosensorten erwähnenswert.

Dank des milden Klimas können im Sommer auf der Insel Mainau meditterane Kübelpflanzen mit Agaven, Drillingsblumen, Engelstrompeten, Kakteen oder Palmen auf der Insel bewundert werden.

Außerdem blühen dort im Sommer hunderte Ziersträucher wie Fuchsien und Hibiskus oder auch exotische Passionsblumen, Zitrusbäume und unzählige Sommerblumen.

Im Herbst schließlich verwöhnen die Besucher in den Monaten September und Oktober äußerste weitflächige Blumenbeete mit Herbstblumen, die hauptsächlich mit hunderten Dahlien-Sorten bepflanzt sind.

Kurzum, die Insel Mainau liefert Gartenarchitekten, Hobbygärtnern und Landschaftsarchitekten vielseitige Ideen für die Gartenplanung und Landschaftsplanung.

 

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Gemüseanbau auf der Halbinsel Höri

Auf der Halbinsel Höri im Westen vom Bodensee wird in der Gemeinde Moos ein typisches rotes Zwiebelgemüse angebaut, die sog. Höri-Bülle-Zwiebelsorte.

Dabei handelt es sich um eine rote Zwiebelsorte der Speisezwiebel (Allium cepa), die sich durch eine ausgeprägt bauchige Form und den mildem Geschmack auszeichnet.

Der traditionelle Zwiebel- und Gemüse-Anbau auf der Halbinsel Höri zwischen Radolfzell und Stein am Rhein in der Schweiz reicht bis in das 8. Jahrhundert zurück.

Er wird in Aufzeichnungen des ehemaligen Benediktinerklosters "Kloster Reichenau" auf der Bodensee-Insel Reichenau dokumentiert.

 

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Themengärten

Duftgärten

In Hilzingen-Binningen können Duftplanzen-Interessierte den Syringa Duft-Schaugarten besuchen, ein Aroma- und Duftgarten auf einer Fläche von über 6000 m².

Der von dem Dipl.-Biologen und Gärtner Bernd Dittrich 1997 angelegte Duftgarten enthält die folgenden verschiedenen Abteilungen:

Duftstauden, französische Kräuter, Minze- und Thymian-Pflanzen, Artemisien, Pflanzen mit Schokodüften oder Zitronendüften, Agastachen, Hexen-Kräuter, Gewürzkräuter und Heilkräuter.

Abgerundet wird das Angebot an Duftpflanzen und Kräuterpflanzen durch einen Päoniengarten, einen Duftrasen sowie eine Blumenwiese direkt vor dem Syringa-Betriebsgebäude.

Ein weiterer Duftgarten befindet sich auf der Insel Mainau, in dem rund 150 Duftplanzenarten wie z.B. Dufkräuter und Duftsträucher gezeigt werden.

 

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Schmetterlingsgärten

Auf der Insel Mainau gibt es einen überdachten Schmetterlingsgarten (Schmetterlingshaus) mit hunderten, frei fliegenden tropischen Schmetterlingen inmitten exotischer Blumen.

Bei den Schmetterlingen handelt es sich um über 100 verschiedene Arten von Tagfaltern und Nachtfaltern, die aus Zuchtfarmen in ihren Herkunftsländern Afrika, Asien, Mittelamerika und Südamerika stammen.

Die Besucher erfahren in tropischer Umgebung in Schaukästen und an Modellen alle Entwicklungsstadien der Falter von der Eiablage über die Raupe und Puppe bis hin zum schlüpfenden Schmetterling.

Das Schmetterlingshaus auf der Mainau ist ganzjährig geöffnet und zählt mit gut 1.000 qm Fläche zu den größten überdachten Schmetterlingsparks in Deutschland.

 

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Verwaltungsgliederung

In der Region Hochrhein-Bodensee mit dem Verwaltungssitz Waldshut-Tiengen gibt es die folgenden Landkreise mit einer Liste der jeweils größten Gemeinden, Orte und Städte:

 

Konstanzer Landkreis

  • Aach

  • Allensbach

  • Engen

  • Gottmadingen

  • Hilzingen

  • Konstanz mit Insel Mainau

  • Radolfzell am Bodensee

  • Reichenau

  • Rielasingen-Worblingen

  • Singen (Hohentwiel)

  • Stockach

  • Tengen

 

Halbinsel Höri (→ vgl. Höri-Bülle)

 

Lörracher Landkreis

  • Efringen-Kirchen

  • Grenzach-Wyhlen

  • Kandern

  • Lörrach

  • Rheinfelden (Baden)

  • Schliengen

  • Schönau im Schwarzwald

  • Schopfheim

  • Steinen (Baden)

  • Todtnau

  • Weil am Rhein

  • Zell im Wiesental

 

Waldshuter Landkreis

  • Albbruck

  • Bad Säckingen

  • Bonndorf im Schwarzwald

  • Klettgau (Gemeinde)

  • Lauchringen

  • Laufenburg (Baden)

  • Murg (Hochrhein)

  • St. Blasien

  • Stühlingen

  • Waldshut-Tiengen

  • Wehr

  • Wutöschingen

Geographische Lage

Die Region Hochrhein-Bodensee gehört zum Regierungsbezirk Freiburg in Baden-Württemberg.

 

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Dort finden Pflanzen-Interessierte viele Vorschläge zur Gartengestaltung und Tipps für die Pflanzen-Auswahl in Baumschulen, Gärtnereien und Fachbetrieben im Garten- und Landschaftsbau.

 

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