Attraktionen der Pflanzenwelt in der Region Südlicher Oberrhein
 

Die folgenden Kapitel enthalten Attraktionen, Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten der Pflanzenwelt (Flora) in der Region Südlicher Oberrhein für Pflanzen-Interessierte und Gärtner (Hobbygärtner, Landschaftsgärtner).

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Botanischer Garten Freiburg
  2. Arboreten
    1. Arboretum Freiburg-Günterstal
    2. Arboretum im Liliental
  3. Douglasie "Waldtraut vom Mühlwald"
  4. Gesellschaft der Staudenfreunde
  5. Verwaltungsgliederung

Botanischer Garten Freiburg

Eindrucksvolle Leistungen von Gärtnern der Fachrichtung Zierpflanzenbau und Gartenarchitekten kann man im Botanischen Garten Freiburg im Breisgau bewundern.

Der im Jahr 1620 von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg gegründete Botanische Garten Freiburg zählt zu den ältesten Botanischen Gärten in Deutschland und wurde mehrmals seit seiner Gründung verlegt.

Am heutigen Standort im Stadteil Herdern wurde der Botanische Garten Freiburg bis zum Jahr 1920 mit den Gewächshäusern und den Freilandanlagen fertiggestellt.

Heute werden 6.000 Pflanzenarten kultiviert in vier Gewächshäusern und im Freiland-Bereich, der in folgende Bereiche unterteilt ist:

 

  • Nutzpflanzen-Bereich mit über 250 Nutzpflanzenarten

  • Zentraler System-Bereich mit Blütenpflanzen (Beetblumen, Blütenbäume, Blütensträucher bzw. Blütenhecken)

  • Heilpflanzenbeete mit Heilpflanzen, Arzneipflanzen, Giftpflanzen und Informationen zur Geschichte der Heilkräuter

  • Geographische Bereiche für Mediterraneum, Nordamerika und Ostasien

  • Alpinum mit Gebirgspflanzen aus den Alpen oder dem Kaukasus und Himalaya

  • Coniferetum zur Darstellung eines von Nadelbäumen dominierten Waldes

  • Teich-Bereich mit drei Teichen für exotische und heimische Wasserpflanzen

  • Heimische Pflanzenarten mit Stauden aus Europa, Nord-Amerika, -Iran und -Afrika
  • Weinreben-Areal mit verschiedenen Rebsorten und Weinberg-Kräutern

  • Farnbeete mit verschiedenen Farnarten

  • Platanenpavillon, ein Bauwerk aus Platanen

 

Botanischer Garten Freiburg mit Staudenbeeten, Stahobjekten, Nadelbäumen und Laubsträuchern
 Bild: Botanischer Garten Freiburg im Breisgau mit Staudenbeeten und Stahobjekten

 

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Arboreten

In der Region Südlicher Oberrhein gibt es zwei Sehenswürdigkeiten in Form von Arboreten, die sich als Ausflugsziel für Pflanzen-Interessierte anbieten:

Arboretum Freiburg-Günterstal

Im Stadtteil Günterstal der Stadt Freiburg im Breisgau (Schwarzwald) befindet sich auf einer Fläche von 100 ha ein Arboretum, also eine Sammlung von über hundert verschiedenen Bäumen und Sträuchern.

Das Arboretum Freiburg-Günterstal ist vollständig in den Freiburger Stadtwald integriert und beinhaltet auch das Umweltbildungszentrum "WaldHaus Freiburg".

Das WaldHaus Freiburg informiert Besucher über das Ökosystem Wald und Nachaltigkeit in der Forstwirtschaft.

Am WaldHaus Freiburg beginnt ferner der Skulpturenpfad Waldmenschen mit 18 Figurengruppen bzw. Holz-Figuren des Freiburger Bildhauers Thomas Rees.

Das Arboretum Freiburg-Günterstal wird gepflegt vom städtischen Forstamt Freiburg und der Fakultät für Forst- und Umweltwissenschaften der Universität Freiburg.

Mit über 390 Nadelbaumarten (Koniferen) zählt das Arboretum zu den größten Sammlungen von Nacktsamern (Gymnospermen) in Deutschland.

Insgesamt können die Besucher über 1.300 einheimische und exotische Bäume und Sträucher aus 60 Ländern und 5 Kontinenten erkunden.

Darunter exotische Nadelbäume in den Gattungen Douglasie, Fichte, Hemlocktanne, Lebensbaum, Kiefer, Lärche, Mammutbaum, Sicheltanne, Tanne, Thuja und Zeder.

Ferner exotische Laubbäume in den Gattungen Ahorn, Amberbaum, Birke, Eiche, Esche, Gingko, Magnolie, Robinie oder exotische Nussbäume wie die Schwarznuß und einheimische Obstbäume wie die Traubenkirsche.

Spezielle Lehrpfade informieren über Heilpflanzen, Immergrüne, einheimische Baumarten, nordamerikanische Baumarten und Baumarten aus aller Welt.

 

Freiburg-Günsterstal von oben aufgenommen
 Bild: Freiburg-Günsterstal von oben aufgenommen

 

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Arboretum im Liliental

Das Liliental befindet sich im Kaiserstuhl-Mittelgebirge (Oberrheinische Tiefebene) zwischen den Gemeinden Ihringen und Wasenweiler im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in Baden-Württemberg.

Dort betreibt die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) seit 1958 auf einer Fläche von 80 ha ein forstliches Versuchsgelände, das auf vielen Wanderwegen auch für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Auf dem Versuchsgelände gibt es neben Plantagen zur Saatgutgewinnung und Versuchsflächen eine Sammlung von über 20 geschützten einheimischen Orchideenarten und ein Arboretum für die Forstwissenschaft.

Die Sammlung seltener Laub- und Nadelgehölze beinhaltet einheimische und exotische Bäume und Sträucher.

Als einheimische Laubbäume finden sich z.B. Ahorn, Birke, Buche, Eiche, Esche, Hainbuche, Linde oder Ulme.

Exotische Bäume finden sich z.B. in Form von Lotuspflaumen (Diospyros lotus), Griechischen Tannen (Abies cephalonica) oder Tulpenbäumen (Liriodendron).

Hervorzuheben ist besonders der 1960 gepflanzte 1,2 ha grosse Mammutbaumwald mit Riesenmammutbäumen (Sequoiadendron giganteum) oder der Wald mit japanischen Baumarten.

 

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Douglasie "Waldtraut vom Mühlwald"

Bekannt geworden ist das Arboretum Freiburg-Günterstal auch durch die Douglasie „Waldtraut vom Mühlwald“.

Der Nadelbaum wurde dort im Jahr 1913 als drei Jahre alter Setzling gepflanzt und gilt mit einer Höhe von über 66 Meter (2017) als der höchste Baum Deutschlands.1

Nur unwesentlich kleiner ist in Baden-Württemberg eine weitere Douglasie, die sich in Eberbach im Odenwald befindet und ebenfalls zu den höchste Bäumen in Deutschland zählt.

Die Douglasien-Großbäume werden wohl die höchsten Bäume in Deutschland bleiben, weil sie auch mit einem Alter von über 100 Jahren pro Jahr noch immer etwa 30 cm wachsen.

 

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Gesellschaft der Staudenfreunde

In Ettenheim im Ortenaukreis ist der Sitz der Gesellschaft der Staudenfreunde (GdS), einer bundesweiten Vereinigung von etwa 5.000 Pflanzen-Liebhabern.

Die Gesellschaft hat sich das Ziel gesetzt, Stauden, d.h. mehrjährige, krautige Pflanzen in Deutschland zu fördern, zu bewahren und in Privatgärten und öffentlichen Gärten und Parks zu verbreiten.

So sollen auch Gartenarchitekten und Landschaftsarchitekten für Stauden als Zierpflanzen begeistert werden, damit sie in der Gartenplanung und Landschaftsplanung mehr Berücksichtigung finden.

Außerdem möchte die Gesellschaft der Staudenfreunde dabei mitwirken, das Wissen über Staudenpflanzen weiterzuentwickeln.

 

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Verwaltungsgliederung

In der Region Südlicher Oberrhein gibt es die folgenden Landkreise mit einer Liste der jeweils größten Gemeinden, Orte und Städte:

 

Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald

 

Bad Krozingen, Breisach am Rhein, Ehrenkirchen, Gundelfingen (Breisgau), Heitersheim, Kirchzarten, Löffingen, March (Breisgau), Müllheim, Neuenburg am Rhein, Staufen im Breisgau, Sulzburg, Titisee-Neustadt und Vogtsburg im Kaiserstuhl.

 

Emmendinger Landkreis

 

Denzlingen, Elzach, Emmendingen, Endingen am Kaiserstuhl, Herbolzheim, Kenzingen, Teningen und Waldkirch.

 

Ortenaukreis

 

Achern, Appenweier, Ettenheim, Gengenbach, Haslach im Kinzigtal, Hausach, Hohberg, Hornberg, Kehl, Lahr / Schwarzwald, Mahlberg, Neuried (Baden), Oberkirch, Offenburg, Oppenau, Renchen, Rheinau, Schutterwald, Willstätt, Wolfach, und Zell am Harmersbach.

 

Stadtkreise

 

In der Region Südlicher Oberrhein gibt es den folgenden Stadtkreis:

 

  • Stadtkreis Freiburg im Breisgau (kreisfreie Stadt, Verwaltungssitz)

 

Die Region Südlicher Oberrhein gehört zum Regierungsbezirk Freiburg in Baden-Württemberg.

 

Zu den Kategorien im Pflanzenlexikon »
 

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Kräuterpflanzen »

Sporenpflanzen »

Sträucherarten »

 

Dort finden Pflanzen-Interessierte viele Vorschläge zur Gartengestaltung und Tipps für die Pflanzen-Auswahl in Baumschulen, Gärtnereien und Fachbetrieben im Garten- und Landschaftsbau.

 

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[1] Wolferstetter, Isabella (2013): Wald - Deine Natur  - Die Douglasie (Pseudotsuga menziesii), erschienen in: Zeitschrift "Unser Wald", 4. Ausgabe Juli/August 2013, S. 21 - 24, Hrsg.: Bundesverband der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) in Bonn