Nachtschattengewächse

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Herkunft des Namens und Wortbedeutung
  3. Arten und Beispiele
  4. Verwendung und Bedeutung
  5. Lebensmittel-Liste
  6. Giftige Inhaltsstoffe als Bio-Drogen
  7. Wirkung auf Allergien
  8. Hexenpflanzen und Zauberpflanzen
  9. Nutzpflanzen in Medizin und Homöopathie

Definition

Was sind Nachtschattengewächse? In der Botanik zählt die Pflanzenfamilie der Nachtschattengewächse (botanisch: Solanaceae) zur Ordnung der Nachtschattenartigen (botanisch: Solanales) innerhalb der Bedecktsamer (Angiospermae).

Bei diesen Samenpflanzen (Spermatophytina) ist die Samenanlage von einem Fruchtknoten wie bei Getreide, Hülsenfrüchten oder Laubbäumen eingeschlossen, während bei den Nacktsamern (Gymnospermae) die Samenanlagen nicht in einem Fruchtknoten eingeschlossen sind wie bei den Nadelbäumen.

Nachtschattengewächse (englisch: nightshade plants) sind zweikeimblättrige Blütenpflanzen, die in 103 Gattungen und etwa 3.000 Arten unterteilt werden können (Stand: April 2026).1

Die größte Artenvielfalt weisen Nachtschattengewächse in Südamerika auf. Sie wachsen einjährig oder mehrjährig und kommen weltweit als verholzende oder krautige Pflanzen vor.

Bei den Früchten der Nachtschattengewächse handelt es sich meistens um Beeren oder Kapseln.

Unreife Früchte und Blätter zahlreicher Nachtschattengewächse enthalten giftige Alkaloide, wobei je nach Art auch ausgereifte Früchte giftig sein können (vgl. giftige Inhaltsstoffe weiter unten).2

Aus diesem Grund zählen zahlreiche Nachtschattengewächse zu den Giftpflanzen. Einige Arten wie Auberginen, Kartoffeln, Paprika oder Tomaten werden jedoch wegen ihrer essbaren Früchte oder Knollen als Gemüse bzw. Lebensmittel kultiviert.

Zu beachten ist, dass bei Auberginen, Kartoffeln und Tomaten bestimmte Pflanzenteile giftig sein können. Welche Rolle dabei der Reifegrad und die Zubereitung jeweils spielen, wird weiter unten erläutert.3

Duftende Engelstrompete mit grünen Blättern und blassgelben Blüten
Bild: Duftende Engelstrompete (Brugmansia suaveolens) im September *

Die systematische Gliederung der botanischen Familie der Nachtschattengewächse wurde von verschiedenen Forschern unterschiedlich vorgenommen und weiterentwickelt. Dazu zählen die Botaniker Richard Olmstead, Lynn Bohs, Armando Teodoro Hunziker sowie William D’Arcy.4

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Herkunft des Namens und Wortbedeutung

Die Herkunft und ursprüngliche Wortbedeutung des Namens „Nachtschattengewächse” sind nicht eindeutig geklärt. Zunächst haben diese Pflanzen ihren Namen nicht wegen der Fähigkeit, dass sie im „Schatten der Nacht” wachsen, reifen und gedeihen könnten.

Allerdings muss die Frage, ob Nachtschattengewächse nur nachts wachsen, verneint werden, denn gerade Auberginen, Paprika oder Tomaten benötigen sogar viel Licht, Sonne und Wärme, um zu gedeihen.

Die Herkunft des Pflanzennames „Nachtschatten” lässt sich anhand der althochdeutschen Form „nahtskato” wohl bereits bis ins 11. Jahrhundert zurückverfolgen: Das Wort bedeutet so viel wie „Schatten der Nacht” und galt als Pflanzenbezeichnung wohl zunächst nur für den Schwarzen Nachtschatten (Solanum nigrum), bevor es als Gattungsname für Solanum-Arten Verwendung fand.5

Ein Motiv für diese Benennung im Mittelalter waren möglicherweise die Farbe der schwarzen Beeren des Schwarzen Nachtschattens sowie deren giftige und narkotisierende Wirkung.5

Darüber hinaus könnte der Name der Nachtschattengewächse mit dem Wort „Nachtschade“ für Albträume in Verbindung stehen.6 Gemeint ist ein Schaden, den jemand in der Nacht durch einen Traum erfährt, der von Angst- und Panikattacken begleitet ist.7

Früher wurde dem Bittersüßen Nachtschatten (Solanum dulcamara) in der Volksmedizin die Fähigkeit zugeschrieben, ein als „Nachtschaden“ bezeichnetes nächtliches Leiden zu lindern, das mit Angst und Unruhe verbunden war.8

Im Gegensatz dazu gibt es eine historische Interpretation der Wortbedeutung vom deutschen Bibliothekar und Germanisten Johann Christoph Adelung (1732–1806), die darauf Bezug nimmt, dass die Blüten der Nachtschattenpflanze (Solanum dulcamara) in der Nacht einen angenehmen Duft ausströmen.9

Adelung vermutete, dass dieser Geruch zu Kopfweh – somit zu einem „Schaden” – führen kann.9 Auf die Namensherkunft bezogen würde in diesem Fall ein „Nachtschaden” durch die Nachtschattengewächse verursacht und nicht gemildert werden.

Weiße Blüte von einem Wüsten-Stechapfel, botanisch Datura Discolor
Bild: Blüte eines Wüsten-Stechapfels (Datura Discolor)

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Arten und Beispiele

Die nachfolgende Übersicht zeigt eine Auswahl bekannter Nachtschattengewächse. In der Liste sind Wildpflanzen, Gemüse- und Gewürzpflanzen sowie Zierpflanzen enthalten (alphabetisch sortiert):

  • Gemeine Alraune (Mandragora officinarum)
  • Auberginen (Solanum melongena)
  • Schwarzes Bilsenkraut (Hyoscyamus niger)
  • Weißes Bilsenkraut (Hyoscyamus albus)
  • Gemeiner Bocksdorn (Lycium barbarum)
  • Cayennepfeffer (Capsicum frutescens)
  • Chili/Chilischoten (Capsicum annuum var. glabriusculum)
  • Engelstrompete (Brugmansia)
  • Kartoffel (Solanum tuberosum)
  • Lampionblume (Physalis alkekengi)
  • Bittersüßer Nachtschatten (Solanum dulcamara)
  • Schwarzer Nachtschatten (Solanum nigrum)
  • Paprika (Capsicum)
  • Garten-Petunie (Petunia x hybrida)
  • Hybrid-Spaltblume/Bauernorchidee (Schizanthus x wisetonensis)
  • Stechapfel (Datura)
  • Tabak/Tabakpflanze (Nicotiana)
  • Tollkirschen (Atropa)
  • Tomate (Solanum lycopersicum)

In dieser Liste zählen die Auberginen, der Gemeine Bocksdorn, Cayennepfeffer, Chilischoten, Kartoffeln, Paprikas und Tomaten zu den essbaren Nachtschattengewächsen.

Sie werden weltweit als Gemüse, Obst oder Gewürz in verschiedenen Sorten kultiviert. In Deutschland, Österreich oder der Schweiz können sie abhängig von den klimatischen Bedingungen im Garten, im Kübel oder im Gewächshaus angebaut werden.

Echter Tabak, botanisch auch Nicotiana tabacum
Bild: Echter Tabak (Nicotiana tabacum), eine Duftblume und Giftblume, im Oktober in Oberbayern *

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Verwendung und Bedeutung

Nachtschattengewächse wurden von der Antike bis ins Mittelalter verschiedenste Weise genutzt. So wurde die Alraune bereits im „Papyrus Ebers” erwähnt – ein medizinisches Papyrus im alten Ägypten um 1600 v. Chr. und eines der ältesten erhaltenen medizinischen Texte der Antike.

Die folgende Liste zeigt die vielseitige Verwendung der Nachtschattengewächse:

  • Gemüse-Nahrungsmittel: Fruchtgemüse wie Aubergine, Paprika und Tomate oder Knollengemüse wie die Kartoffel 10
  • Obst-Nahrungsmittel: Die Beeren des Gemeinen Bockdorns werden als Goji-Beeren (auch Goji, Gojibeeren) genutzt
  • Gewürz-Nahrungsmittel: Cayennepfeffer, Chilischoten, getrocknete Paprika und Tomaten als Paprikapulver und Tomatenpulver
  • Heilpflanzen: Alraunenwurzel, aus Paprika gewonnene Capsaicin-Extrakte, Schwarzes Bilsenkraut, Tollkirsche
  • Giftpflanzen, Rauschpflanzen: Gemeine Alraune, Dama da Noite (in Brasilien), Engelstrompete, Schwarzes Bilsenkraut, Schwarze Tollkirsche/Wolfsbeere, Stechapfel, Tabak
  • Zierpflanzen: Bocksdorne, Engelstrompeten, Kartoffel, Korallenstrauch, Korallenstrauch, Kuheuterpflanze, Lampionblume, Paprika, Spaltblumen, Sulfinia-Petunien, Ziertabak

Hinweis: Lampionblumen, Petunien und Spaltblumen (Bauernorchideen) sind beliebte Balkonblumen.

Tomaten, Kartoffeln und Paprika als Bild-Collage
Bild: Tomaten (Solanum lycopersicum), Kartoffeln (Solanum tuberosum), Paprika (Capsicum) *
Aubergine im Freien auf einem Marmor-Brett mit Schnee
Bild: Aubergine (Solanum melongena) *

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Lebensmittel-Liste

Essbare Nachtschattengewächse wie Aubergine, Kartoffel, Paprika und Tomate sind als Gemüse-Nahrungsmittel ein wichtiger Lieferant für

  • Sekundäre Pflanzenstoffe/Phytamine
  • Mineralstoffe (Calcium, Kalium, Magnesium)
  • Spurenelemente und
  • Vitamine (hauptsächlich Vitamin A, B-Vitamine, Vitamin C und Vitamin E).
Grüne, versenkte Früchte von einem Schwarzen Bilsenkraut
Bild: Früchte vom Schwarzen Bilsenkraut (Hyosciamus niger)

Den Gemeinen Bocksdorn gibt es als Nahrungsergänzungsmittel unter dem Namen „Goji-Beeren” zu kaufen. Wegen ihrer wertvollen Inhaltstoffe und Nährwerte zählen Goji-Beeren zu den sog. → Superfoods.

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Giftige Inhaltsstoffe als Bio-Drogen

Innerhalb der Nachtschattengewächse gibt es Pflanzen, die in unterschiedlicher Menge giftige Alkaloide und Tropane enthalten. Als giftige Inhaltsstoffe sind beispielsweise Apoatropin, Atropin, Hyoscyamin, Mandragorin und Scopolamin (Hyoscin) zu nennen.

Die folgende Liste der „Biodrogen” zeigt die wichtigsten giftigen Nachtschattengewächse:

  • Alraune
  • Schwarzes Bilsenkraut
  • Stechapfel
  • Engelstrompete
  • Schwarze Tollkirsche
  • Tabak

Werden diese giftigen Nachtschattengewächs-Alkaloide roh gegessen, als Tee oder Alkoholextrakt getrunken, getrocknet geraucht oder geräuchert, können sie bis zu 24 Stunden aphrodisierend, berauschend, bewusstseinsverändernd oder narkotisierend auf das vegetative Nervensystem wirken.

Bereits die geringste Überdosierung dieser „Bio-Drogen” kann zu Symptomen wie Halluzinationen, Desorientierung und Verwirrung führen. Ebenso zu Gleichgewichtsstörungen, Herzklopfen, Herzrasen, Euphorie, Tobsucht, extremen Angstzuständen oder Stimmungsschwankungen.

Die Wirkung der giftigen Nachtschattengewächse kann bis zu einer Woche lang anhalten und ggf. auch bleibende Schäden am Herzen, Drogenpsychosen oder Gedächtnisverlust verursachen.

Naturdrogen aus Nachtschattengewächsen sind sehr schwer zu dosieren und weisen eine sehr geringe therapeutische Breite auf: Bereits geringste Schwankungen in der Dosierung können zu toxischen Wirkungen führen wie Herzrhythmusstörungen, Delirium, Atemlähmung oder einem Kreislaufkollaps.

Der Konsum giftiger Nachtschattengewächse aus dem Bereich der Bio-Drogen ist gefährlich und kann lebensbedrohende Wirkungen haben. Deshalb wurden früher viele Nachtschattengewächse in höherer Dosierung für Giftmorde verwendet und galten als Giftkräuter oder giftige Blumenarten.

Geöffnete Frucht mit Samen vom Gemeinen Stechapfel, botanisch Datura stramonium
Bild: Geöffnete Frucht mit Samen vom Gemeinen Stechapfel (Datura stramonium)

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Wirkung auf Allergien

Eine ganze Reihe Nachtschattengewächse kann bei empfindlichen Menschen eine Allergie auslösen oder zu Kreuzreaktionen mit anderen Allergenen führen.

So reagieren Menschen mit einer Getreide- oder Gräser-Pollenallergie oft mit einer Verschlechterung ihrer Symptomatik, wenn sie Auberginen, Chilis, Kartoffeln, Paprika oder Tomaten berühren oder essen.

Gleiches gilt auch für zahlreiche Beifußallergiker, d.h. Menschen, bei denen die Pollen vom Beifuß (Artemisia vulgaris) eine Allergie auslösen. Bestimmte Nachtschattengemüse-Arten wie Chili, Kartoffel, Paprika oder Tomate können außerdem das sog. Birkenpollen-Nuss-Obst-Syndrom verstärken:

Gemeint ist damit das Phänomen, dass viele Birkenpollen-Allergiker auch Nahrungsmittel-Allergien auf Obstsorten wie Äpfel, Birnen, Pfirsiche, Pflaumen, Kirschen oder Nüsse entwickeln.

„Erst wenn die Sonne untergeht, spüre ich die Wärme und lerne, die Nacht gehört zu mir, so wie zum Mond die Sterne.” (Songtext aus „Nachtschattengewächs” der Hip-Hop-Band Waxolutionists feat. Manuva)

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Hexenpflanzen und Zauberpflanzen

In der Antike und im Mittelalter wurden viele Nachtschattengewächse als Beruhigungsmittel gegen Albträume, Schlafmittel, Schmerzmittel und Narkosemittel verwendet. Ebenso als Wundsalbe & Lokalanästhesie, Aphrodisiakum, durchblutungsförderndes Liebesmittel oder zur Krampflösung.

Ferner diente der atropinhaltige Saft der Tollkirsche im Mittelalter als Schönheitsmittel zur Pupillenvergrößerung bei Frauen. Dieser Wirkung verdankt die Pflanze dem damaligen Schönheitsideal entsprechend ihren Namen „Belladonna” (schöne Frau).

Schwarze Tollkirschen, botanisch Atropa belladonna, und ihre Blätter
Bild: Schwarze Tollkirschen (Atropa belladonna) und ihre Blätter

Auch wenn Nachtschattengewächse damals gegen viele Krankheiten angewandt wurden, galten sie dennoch als Hexenpflanzen und Zaubermittel. Sei es aufgrund von Aberglauben oder weil die chemische Zusammensetzung der Nachtschattengewächse bzw. ihrer Alkaloide damals nicht bekannt war.

Aufgrund ihrer Drogenwirkung wurden Nachtschattengewächse mit den mystischen Fähigkeiten und Zauberkünsten von „Hexen” oder „Zauberern” in Verbindung gebracht. Dieses Schicksal teilten sie sich mit Farnen und vielen Heilkräutern, deren Wirkung sich die Menschen lange nicht erklären konnten.

Ohne objektive Grundlage wurden Nachtschattengewächse „per Definition” zu Zauberpflanzen erklärt.

Beim damaligen chemischen Wissenstand der Menschen mag es nicht verwundern, dass jemand unter dem Einfluss der Alkaloide von psychoaktiven Pflanzen als „verhext” galt.

Fliegende Hexe auf einem Besen
Bild: Hexenflug-Darstellung von 1451

Und bis heute ist bei vielen Naturvölkern und Eingeborenen der Gebrauch von Nachtschattengewächs-Alkaloiden eine Domäne von Schamanen, Druiden, Priestern oder Medizinmännern.

Bewiesen ist heute, dass viele Inhaltsstoffe der Nachtschattengewächse Halluzinationen bei den Betroffenen bewirken, bei denen sie meinen „fliegen” zu können oder andere „fliegend” wahnehmen.

Nach dem Abklingen der Rauschwirkung kann oft dauerhaft nicht mehr zwischen Vorstellung und Realität unterschieden werden.

Die durch die Kirche initiierte Hexenjagd im Mittelalter auf „Heilerinnen”, „Kräuterweiber”, „Waldfrauen” oder „Kräuterfrauen” bekommt dadurch einen neuen Erklärungsansatz.

Mit dem heutigen Wissensstand über halluzinogen wirkende Nachtschatten-Alkaloide erscheint so manche Legende über „Hexenkraut”, „Hexentrank” oder „Hexensalbe” („Flug-Salben”) in völlig neuem Licht.

Genauso wie Überlieferungen von Menschen, die angeblich einen „Hexenzauber” bewirken konnten.

Rote Früchte von einem Bittersüßen Nachtschatten
Bild: Früchte vom Bittersüßen Nachtschatten (Solanum dulcamara) Ende August *

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Nutzpflanzen in Medizin und Homöopathie

In der Neuzeit finden Nachtschattengewächse in der Medizin als Nutzpflanzen in niedriger Dosierung z.B. Anwendung bei der

  • Pupillenerweiterung im Rahmen der Augendiagnostik (Wirkstoff: Atropin aus Schwarzer Tollkirsche)
  • Behandlung von Rheuma (Wirkstoff: Capsaicin aus Paprika oder Chili)
  • Homöopathie-Therapie

In der Homöopathie werden die Wirkungen giftiger Nachtschattengewächse für viele Therapien genutzt. Die folgende Liste zeigt die wichtigsten homöopathische Mittel:

  • Belladonna (Tollkirsche)
  • Mandragora (Alraune)
  • Capsicum annuum (Paprika)
  • Tabacum nicotianum (Tabak)
  • Stramonium datura (Stechapfel)
  • Hyoscyamus (Bilsenkraut)
  • Solanum tuberosum (Kartoffel)
  • Lycopersicum esculentum (Tomate)
  • Solanum melongena (Aubergine)
  • Solanum nigrum (Schwarzer Nachtschatten)
Früchte an einem Zweig vom Schwarzen Nachtschatten
Bild: Früchte vom Schwarzen Nachtschatten (Solanum nigrum)

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Quellen und weiterführende Literatur:

[1] Deanna, R.; Barboza, G. E.; Bohs, L.; Dodsworth, S.; Gagnon, E.; Giacomin, L. L.; Knapp, S.; Orejuela, A.; Poczai, P.; Särkinen, T.; Smith, S. D.; Olmstead, R. G. (2026): A new phylogeny and phylogenetic classification for Solanaceae, in: TAXON, Volume 75, Issue 2, e70129, April 2026, S. 1.

[2] Wink, Michael (2009): Mode of action and toxicology of plant toxins and poisonous plants, in: Mitteilungen aus dem Julius Kühn-Institut, Heft 421, S. 94, 100.

[3] EFSA CONTAM Panel (EFSA Panel on Contaminants in the Food Chain); Schrenk, D.; Bignami, M.; Bodin, L.; Chipman, J. K.; del Mazo, J.; Hogstrand, C.; Hoogenboom, L. R.; Leblanc, J.-C.; Nebbia, C. S.; Nielsen, E.; Ntzani, E.; Petersen, A.; Sand, S.; Schwerdtle, T.; Vleminckx, C.; Wallace, H.; Brimer, L.; Cottrill, B.; Dusemund, B.; Mulder, P.; Vollmer, G.; Binaglia, M.; Ramos Bordajandi, L.; Riolo, F.; Roldán-Torres, R.; Grasl-Kraupp, B. (2020): Scientific Opinion – Risk assessment of glycoalkaloids in feed and food, in particular in potatoes and potato-derived products, in: EFSA Journal 18(8), Artikel 6222, S. 10–11, 15–16, 19–20.

[4] Deanna, R.; Barboza, G. E.; Bohs, L.; Dodsworth, S.; Gagnon, E.; Giacomin, L. L.; Knapp, S.; Orejuela, A.; Poczai, P.; Särkinen, T.; Smith, S. D.; Olmstead, R. G. (2026): A new phylogeny and phylogenetic classification for Solanaceae, in: TAXON, Volume 75, Issue 2, e70129, April 2026, S. 2.

[5] Lühr, Rosemarie (Leitung); Bichlmeier, Harald; Kozianka, Maria; Schuhmann, Roland; Sturm, Laura (Bearbeitung) (2017): Etymologisches Wörterbuch des Althochdeutschen, Band VI, Abschnitt mâda–pûzza, Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, Spalte 786, Artikel „nahtskato“.

[6] Kohl, Kathrin (2012): Psychoaktive Pflanzen. Diplomarbeit, Universität Wien, Studienrichtung Ernährungswissenschaften, S. 18.

[7] Logemann, Enno; Giebelmann Rolf (2016): Nachtschattengewächse, Kürbisgewächse und Bitterstoffe, in: Toxichem Krimtech, Fachzeitschrift der Gesellschaft für Toxikologische und Forensische Chemie (GTFCh), eingesehene überarbeitete Fassung vom 12.08.2020, 83(3), S. 149.

[8] Höfler, Max (1908): Volksmedizinische Botanik der Germanen, Quellen und Forschungen zur deutschen Volkskunde, Band V, Verlag Dr. Rudolf Ludwig, Wien, S. 96–97.

[9] Adelung, Johann Christoph (1798): Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, mit beständiger Vergleichung der übrigen Mundarten, besonders aber der Oberdeutschen, Dritter Theil: Von M–Scr, zweite vermehrte und verbesserte Ausgabe, Verlag Breitkopf und Härtel, Leipzig, Spalte 401, Artikel „2. Der Nachtschatten“, Bedeutung 1.

[10] Die Kartoffel (Solanum tuberosum) wurde aus Südamerika durch spanische Seefahrer ab dem 16. Jahrhundert nach Europa gebracht. Allerdings wurde die Kartoffel nicht als Wurzelgemüse und Grundnahrungsmittel genutzt, sondern fand wegen ihrer prächtigen Blätter und Blüten als Zierpflanze Verwendung. Weil die Kartoffel in allen Pflanzenteilen Solanin, ein giftige Alkaloid, enthält, zählt sie in unreifem Zustand zu den Giftpflanzen und als Zierpflanze zu den Giftblumen.