Schnittblumen
 

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition und Funktion
  2. Arten, Liste, Beispiele
    1. Einheimisch
    2. Exotisch
  3. Sonderfälle: Rosen, Hortensien und Flieder
  4. Vorsicht vor giftigen Schnitt-Pflanzen
  5. Floristik versus Bundware
  6. Tipps zum Konservieren und Trocknen
  7. Verwendung
  8. Pflegetipps zum Verlängern der Haltbarkeit
    1. Vorbereitung zum Frisch-Halten
    2. Richtig aufbewahren
    3. Richtig anschneiden
    4. Frischhaltemittel
    5. Täglich Wasser wechseln
    6. Bedeutung von Hausmitteln
    7. Sorten mit Schleimbildung
    8. Tipps zum Pflegen nach Jahreszeiten
  9. Kritik an Produktion und Import
  10. Fair-Trade-Siegel
  11. Bio-Blumen
  12. Schnittblumenarten für Friedhof und Grab

Definition und Funktion

Was sind Schnittblumen ? Der Begriff "Schnittblume" (englisch: cut flowers) stammt nicht aus der Botanik, sondern aus dem Blumenhandel und der gärtnerischen Umgangssprache.

Er bezeichnet in diesem Lexikon Blumenarten, deren Anbau für die Verwendung als Blumenstrauß und Bouquet, Vasen-Blumen, Blumengedeck, Blumengesteck, Blumenkranz, Brautschmuck oder Grabschmuck erfolgt.

Wegen ihrer schönen und farbintensiven Blüten werden Schnittblumen traditionell zur Dekoration genutzt und in Vasen mit Wasser frisch gehalten.

In dieser Funktion sollen Schnittblumen vor allem die Schönheit der Natur und Farben-Freude in geschlossene Räume bringen.

Eine weitere wichtige Funktion haben Schnittblumen bei der Vermittlung nonverbaler Botschaften insbesondere in der zwischenmenschlichen Kommunikation.

Dabei spielt ihre Symbolik (vgl. Blumensymbolik) und die Farbe ihrer Blüten (vgl. Blumenfarben) eine große Rolle, um Gefühle unmissverständlich zum Ausdruck bringen.

 

Schnittblumenfeld im Sommer zum Anbauen verschiedener Blumen-Arten
Bild: Anbau verschiedener Blumen-Arten auf einem Schnittblumenfeld im Sommer (Ende August) *

 

Kaufen kann man Schnittblumen entweder im Blumenladen, Blumengrosshandel und Online-Versand oder auf einem Schnittblumenfeld, wo man die Blumen selber pflücken kann.

 

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Arten, Liste, Beispiele

Die nachfolgende Liste zeigt typische einheimische und exotische Schnittblumen-Arten mit botanischem Namen, Blüten-Farbe und Blütezeit im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter.

Einheimisch

In der folgenden Übersicht einheimischer Schnittblumen kann es innerhalb der Gattungen der Narzissen und Tulpen auch exotische Arten geben, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht natürlich vorkommen:

 

Duftwicke / Edelwicke (Lathyrus odoratus), auch Duftende Platterbse

Blütenfarbe: rosa, purpurfarbene, violette oder weiße Blüten

Blütezeit: im Sommer von Juni bis September

Wuchshöhe: 50 bis 160 cm hoch

Pflanzen-Typ: einjährig

Sonstiges: stark duftende Schnittblumen, eine Fahnenblume und Leguminose (Hülsenfrüchtler)

 

Violett blühende Edelwicken mit grünen Blättern, die auch Gartenwicken genannt werden, botanischer Name Lathyrus odoratus
Bild: Edelwicke (Lathyrus odoratus), auch Duftwicke, Duftende Platterbse oder Gartenwicke Ende Juni

 

Atlantisches Hasenglöckchen (Hyacinthoides non-scripta)

Blütenfarbe: blau-violette, seltener rosa oder weiße Blüten

Blütezeit: im Frühling von April bis Mai

Wuchshöhe: 20 bis 50 cm hoch

Pflanzen-Typ: mehrjährige, winterharte Stauden mit Zwiebeln

Sonstiges: große natürliche Bestände in Nordrhein-Westfalen (z.B. Wald der blauen Blumen) und Niedersachsen

 

Blau-violette Blüten von einem Atlantischen Hasenglöckchen, botanischer Name Hyacinthoides non-scripta
Bild: Atlantisches Hasenglöckchen (Hyacinthoides non-scripta) im Frühjahr (Ende April)

 

Magerwiesen- / Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare)

Blütenfarbe: weiße Blüten mit gelber Blütenmitte

Blütezeit: im Frühling von Mai bis Juli

Wuchshöhe: 30 bis 60 cm hoch

Pflanzen-Typ: mehrjährig, winterharte Stauden

Sonstiges: Bienen-Weide und eine der bekanntesten langlebigen Wiesen-Blumen

 

Blüte einer Magerwiesen-Magerite, botanischer Name Leucanthemum vulgare, mit weißen Blütenblättern und orange-gelber Blütenmitte
Bild: Blüte einer Magerwiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare) im Früh-Sommer (Ende Juni)

 

Maiglöckchen (Convallaria majalis)

Blütenfarbe: weiße Blüten

Blütezeit: im Frühling von Mai bis Juni

Wuchshöhe: 20 bis 30 cm hoch

Pflanzen-Typ: mehrjährige, winterharte Stauden mit bis zu 50 cm tiefem Wurzelstock (Rhizom)

Sonstiges: sehr giftige und stark duftende Schnittblumen

 

Maiglöckchenstrauß in einer schwarzen Blumenvase auf Ton
Foto: Maiglöckchenstrauß (Convallaria majalis) in einer Blumenvase im Frühjahr (Anfang Mai)

 

Narzissen / Osterglocken (Narcissus)

Blütenfarbe: gelbe, orange, weiße Blüten, giftig

Blütezeit: meistens im Frühling um Ostern von März bis April

Wuchshöhe: bis 50 cm hoch

Pflanzen-Typ: mehrjährige, winterharte Stauden mit Zwiebeln

Sonstiges: giftig (hautreizend, kann zu Kontaktdermatitis führen)

Verbreitung: Glocken-/Trichterblume, die Gelbe Narzisse / Osterglocke (Narcissus pseudonarcissus) ist heimisch in Deutschland, Österreich und der Schweiz

 

Blüte einer weißen Narzisse Flower Record, botanischer Name Narcissus, mit orang-gelbem Blütenkelch
Bild: Großkronige Narzisse (Narcissus 'Flower Record') im Frühling (Anfang Mai), eine Frühlingsblume

 

Echte / Bauern-Pfingstrose (Paeonia officinalis), auch Garten-Päonie

Blütenfarbe: rosa oder rote Blüten (Sorte 'Alba Plena' mit weißen Blüten)

Blütezeit: im Frühling von Mai bis Juni

Wuchshöhe: 50 bis 100 cm hoch

Pflanzen-Typ: mehrjährige, winterharte Stauden

Sonstiges: die stark duftenden Schnittblumen mit den großen Blüten sind sehr langlebig

 

Rosa-violette Blüten mit mittigen, gelben Staubblättern einer Echten Pfingstrosen-Pflanzung, botanischer Name Paeonia officinalis
Foto: Echte Bauern-Pfingstrosen (Paeonia officinalis) im Frühjahr (Ende Mai) *

 

Hohe Schlüsselblume (Primula elatior)

Blütenfarbe: helle gelbe Blüten

Blütezeit: im Frühling von März bis April

Wuchshöhe: 10 bis 20 cm hoch (an guten Standorten bis 30 cm)

Pflanzen-Typ: mehrjährige, winterharte Stauden

Sonstiges: ein Heilkraut und als Kräuter für einen Blütentee geeignet

 

Blass-gelbe Blüten einer Hohen Schlüsselblume, botanischer Name Primula elatior
Foto: Hohe Schlüsselblume (Primula elatior) im Frühling (Mitte April) auf einer Wiese *

 

Schneerose / Christrose (Helleborus niger)

Blütenfarbe: weiße oder rötlich-weiße Blüten

Blütezeit: im Winter von Februar bis April (teilweise auch schon ab November)

Wuchshöhe: 10 bis 30 cm

Pflanzen-Typ: mehrjährige, winterharte Stauden

Sonstiges: immergrüne, stark giftige Schnittblumen

 

Weiße Blüten, gelbgrüne Nektarblätter und gelbe Staubblätter einer Christrose oder Schneerose, botanischer Name Helleborus niger, mit Schnee-Resten im Winter
Foto: Schneerose / Christrose (Helleborus niger) im Spät-Winter (Anfang März), eine Winterblume *

 

Holländische Schwertlilie (Iris x hollandica)

Blütenfarbe: blaue, gelbe, lila, violette, weiße Blüten oder zweifarbig

Blütezeit: im Frühling von Ende April bis Mai

Wuchshöhe: bis 50 cm

Pflanzen-Typ: mehrjährige, nicht frostsichere Stauden mit Knollen

 

Lila Blüte einer Holländischen Schwertlilie, botanischer Name Iris x hollandica, in einem Frühlings-Beet
Bild: Holländische Schwertlilie (Iris x hollandica) in einem Frühlings-Beet (Anfang Mai)

 

Tulpen (Tulipa, verschiedene Arten und Sorten)

Blütenfarbe: gelbe, grüne, lila, orange, rosa, rote, violette, weiße Blüten, auch mehrfarbig

Blütezeit: im Frühling von März bis Mai, es gibt Frühblüher- und Spätblüher-Sorten

Wuchshöhe: sehr verschieden von 15 bis 50 cm

Pflanzen-Typ: mehrjährige, winterfeste Stauden mit Zwiebel

Sonstiges: stark giftig und stark duftend, Tulpen zählen weltweit zu den beliebtesten Schnittblumen

Vorkommen: die Wilde Tulpe (Tulipa sylvestris) ist die einzig einheimische Tulpen-Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz

 

Tulpenstrauß mit weißen und orangen Tulpen, botanischer Name Tulipa, deren Blüten zum Teil geöffnet sind
Bild: Tulpenstrauß (Tulipa) mit z.T. geöffneten Blüten

 

Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica)

Blütenfarbe: hellblau, zahlreiche andersfarbige Sorten in blau, rosa und weiß

Blütezeit: Mai bis Juli

Wuchshöhe: 15 bis 45 cm

Pflanzen-Typ: zweijährig, winterfest, selbst aussäend

Sonstiges: mit essbaren Blüten, traditionell langlebige Schnittblumen im Bauerngarten

 

Hellblau blühendes Wald-Vergissmeinnicht, botanischer Name Myosotis sylvatica
Foto: Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica) im Frühling (Ende April)

 

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Exotisch

Die folgende Übersicht zeigt exotische Schnittblumen, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht natürlich vorkommen.

Wenn man die Schnittblumenarten anbauen kann im deutschsprachigen Raum, wird auch der Pflanzen-Typ

 

Kronen-Anemone (Anemone coronaria), auch Garten-Anemone

Blütenfarbe: blau, rosa, rot, violett, weiß

Blütezeit: April bis Juni

Wuchs-Höhe: 25 bis 30 cm

Pflanzen-Typ: mehrjährige, bedingt frostfeste Stauden mit Knollen

Sonstiges: bienenfreundlich, für Steingarten geeignet, beliebteste Anemone in der Floristik

 

Weiße Blüte einer Kronen-Anemone (Anemone coronaria) in einem Garten-Beet
Bild: Garten-/Kronen-Anemone (Anemone coronaria) in einem Garten-Beet Anfang April

 

Bartnelke (Dianthus barbatus)

Blütenfarbe: rosa, rote und weiße Blüten, auch mehrfarbig

Blütezeit: im Frühling von Mai bis August/September

Wuchs-Höhe: 40 bis 70 cm

Pflanzen-Typ: zweijährig, winterfest

Sonstiges: essbare Blüten, stark duftende Schnittblumen

 

Purpurrote, weiß geränderte Bartnelken-Blüten, botanischer Name Dianthus barbatus, in einem Blumen-Beet
Foto: Bartnelken-Blüten (Dianthus barbatus) in einem Blumen-Beet im Frühjahr (Ende Mai) *

 

Belladonnalilie / Echte Amaryllis (Amaryllis belladonna)

Blütenfarbe: rosa Blüten

Blütezeit: im Winter von Februar bis April

Wuchs-Höhe: 60 bis 80 cm

Pflanzen-Typ: mehrjährige, nicht frostfeste Stauden mit Zwiebeln

Sonstiges: giftig, v.a. die Blumenzwiebel

 

Rosa-rot blühende Belladonnalilie, botanischer Name Amaryllis belladonna
Foto: Belladonnalilie (Amaryllis belladonna), auch Echte Amaryllis, im Frühling (Anfang März)

 

Garten-Chrysantheme / Winteraster (Chrysanthemum x grandiflorum)

Blütenfarbe tausender Sorten: gelbe, grüne, lila, orange, purpurne, rosa, rote, weiße Blüten

Blütezeit: im Herbst von September bis Dezember

Wuchs-Höhe: 60 bis 100 cm

Pflanzen-Typ: mehrjährige, bis ca. -15 Grad frostharte, immergrüne Stauden

Sonstiges: essbare Blüten, das Züchten der Schnittblumen erfolgt seit Hunderten von Jahren in China und Japan

 

Gelb-weiße, orange und rot-purpurfarbene Garten-Chrysanthemen in einem Blumen-Beet, botanischer Name Chrysanthemum x grandiflorum
Bild: Garten-Chrysanthemen (Chrysanthemum x grandiflorum) im Herbst (Ende Oktober) in einem Blumen-Beet

 

Garten-Dahlie (Dahlia x hortensis)

Blütenfarbe tausender Sorten: gelb, lila, orange, purpur, rosa, rot, weiß und mehrfarbig

Blütezeit: Juli bis Oktober

Wuchs-Höhe: 30 bis 180 cm

Pflanzen-Typ: mehrjährige, nicht frostsichere Stauden mit Knollen

Sonstiges: essbare Blüten

 

Zwei gefüllte Hybriden der Einfachen Dahlie Hypnose, botanischer Gattungs-Name Dahlia, mit weiß-roten und purpurfarbenen Blüten in einem Garten-Beet
Bild: Einfache Dahlie (Dahlia Hybride 'Hypnose') im Früh-Herbst (Ende September) in einem Garten-Beet *

 

Fackellilien (Kniphofia-Hybriden)

Blütenfarbe: gelb, grün-weiß, orange, rot und mehrfarbige Blüten

Blütezeit: im Sommer von Juni bis September

Wuchs-Höhe: 80 bis 160 cm

Pflanzen-Typ: mehrjährige Stauden, die meisten Sorten sind immergrün und winterfest

 

Rot leuchtende, an eine Fackel-Form erinnernde Blüten einer Fackellilie-Hybride, botanischer Name Kniphofia, vor einer immergrünen Laubhecke
Foto: Rote Fackellilie (Kniphofia-Hybride) im Sommer (Mitte Juli) vor einer immergrünen Laubhecke

 

Garten-Gladiole (Gladiolus x hortulanus)

Blütenfarbe: gelbe, grüne, orange, rote, violette, weiße Blüten (außer in blau, braun und schwarz)

Blütezeit: im Sommer von Ende Juni bis Oktober

Wuchs-Höhe: 50 bis 150 cm

Pflanzen-Typ: nicht frostfeste, mehrjährige Schnittblumen mit Knollen

Besonderheiten: viele Sorten zum Züchten unterteilt in Nanus-, Primulinus- und Grandiflorus-Gruppe

 

Weiß-dunkel-rote und gelbe Garten-Gladiolen, botanischer Name Gladiolus x hortulanus
Bild: Weiß-dunkelrote und gelbe Garten-Gladiolen (Gladiolus x hortulanus)

 

Gerbera-Hybriden (Gerbera)

Blütenfarbe: gelbe, rosa, weiße Blüten

Blütezeit: im Frühling von Mai bis September (als Kübelpflanze / Topfpflanze)

Wuchs-Höhe: 30 bis 50 cm

Pflanzen-Typ: mehrjährige, nicht frostharte Stauden

Sonstiges: Gerbera-Hybriden zählen nicht nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz, sondern weltweit zu den beliebtesten Schnittblumen

 

Honig-gelbe Blüte einer Gerbera-Hybride in einem Pflanzen-Kübel
Bild: Gelbe Gerbera-Hybride im Herbst (Ende September) in einem Pflanzen-Kübel als Herbstblume

 

Hyazinthen (Hyacinthus orientalis Hybriden)

Blütenfarbe: blaue, gelbe, orange, rosa, rote, violette oder weiße Blüten

Blütezeit: im Frühling von April bis im Mai

Wuchs-Höhe: 15 bis 40 cm

Pflanzen-Typ: mehrjährige, meist winterharte Stauden mit Zwiebel

Sonstiges: giftig, stark duftende Schnittblumen

 

Blumenbeet mit rosa, orange, gelb, weiss, blau und violett blühenden Gartenhyazinthen, botanischer Name Hyacinthus orientalis
Bild: Blumenbeet mit Gartenhyazinthen (Hyacinthus orientalis) im Frühling (Mitte April)

 

Inkalilien (Alstroemeria-Hybriden)

Blütenfarbe: gelbe, orange, rosa, rote, violette, cremefarbene, weiße oder mehrfarbige Blüten

Blütezeit: im Sommer von Juni bis September

Wuchs-Höhe: 30 bis 100 cm

Pflanzen-Typ: mehrjährige, nicht frostsichere Stauden

Sonstiges: die eleganten Schnittblumen benötigen ein sonniges, windgeschütztes Blumenbeet

 

Gelb-rot gemusterte weiße Blüten einer Inkalilien-Hybride der Sorte Casablanca, botanisch Alstroemeria, in einem Blumen-Beet
Bild: Inkalilien-Hybride (Alstroemeria 'Casablanca') im Sommer (Mitte August) in einem Blumen-Beet

 

Kokardenblume (Gaillardia)

Wichtige Arten: Großblumige Kokardenblume (Gaillardia x grandiflora), Prärie-Kokardenblume (Gaillardia aristata)

Blütenfarbe: mehrfarbige gelb-orange-rote Blüten

Blütezeit: im Sommer von Juli bis September oder Oktober

Wuchs-Höhe: 30 bis 50 cm

Pflanzen-Typ: mehrjährige, winterharte Stauden

Sonstiges: exotische Schnittblumen mit großen Blüten, die sehr lange halten in der Vase (bis 2 Wochen)

 

Gelb-orange-rot gemusterte Blüte einer Kokardenblume, botanischer Name Gaillardia, in einem Blumen-Topf
Bild: Kokardenblume (Gaillardia) im Sommer (Anfang August) in einem Blumen-Topf

 

Garten-Levkoje (Matthiola incana)

Blütenfarbe: blass-gelbe, rosa, rote, violette, weiße Blüten

Blütezeit: im Frühling von April bis Juni

Wuchs-Höhe: 30 bis 50 cm

Pflanzen-Typ: einjährig

Sonstiges: stark duftende Schnittblume

 

Weiße Blüte einer Garten-Levkoje, botanischer Name Matthiola incana, in einem Blumenbeet
Bild: Weisse Levkoje (Matthiola incana) in einem Blumenbeet im Frühling (Mitte Mai) *

 

Oster-Lilie (Lilium longiflorum)

Blütenfarbe: weiße Blüten

Blütezeit: im Frühling von Mai bis Juli

Wuchs-Höhe: 50 bis 100 cm

Pflanzen-Typ: nicht winterharte, mehrjährige Schnittblumen mit Zwiebel

Sonstiges: stark duftend, als Schnittblume die beliebteste und ganzjährig gehandelte Lilien-Art (z.B. Sorten wie 'Snow Cap', 'Snow Queen' oder 'White Europe')

 

Weiß blühende Osterlilien, botanischer Name Lilium longiflorum, in einem Blumenladen
Bild: Oster-Lilien (Lilium longiflorum) in einem Blumenladen

 

Edel-Nelke (Dianthus caryophyllus), auch Landnelke, Gartennelke

Blütenfarbe: rosa bis rote Blüten, einige Sorten auch gelbe oder weiße Blüten

Blütezeit: ab dem Früh-Sommer Mitte Juni bis September

Wuchs-Höhe: 40 bis 50 cm

Pflanzen-Typ: in Deutschland, Österreich und der Schweiz überwiegend einjährig

Wichtige Sorte: Spraynelke mit vielen kleinen Blüten

Sonstiges: essbare Blüten, Edel-Nelken zählen weltweit zu den meistverkauften Schnittblumen

 

Dunkel-violette, hell-rote, creme-weiße und rosa-rote Blüten einer Garten-/Edel-Nelke oder Landnelke, botanischer Name Dianthus caryophyllus
Foto: Edel-/Garten-Nelke (Dianthus caryophyllus), auch Landnelke, im Sommer (Mitte Juli)

 

Orchideen (Orchidaceae)

Blütenfarbe: sehr farbkräftige blaue, gelbe, grüne, rote, weiße Blüten, z.T. mehrfarbig

Größe: breites Sortiment von 15 bis 100 cm Höhe

Pflanzen-Typ: nicht winterharte, mehrjährige Schnittblumen

Wichtige Gattungen: Cymbidium, Dendrobium, Phalaenopsis

Sonstiges: Orchideen zählen nicht nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu den beliebtesten Schnittblumen, sondern auch auf der Welt

 

Violette und weiße Blüten von Orchideen der Art Phalaenopsis-Hybride
Foto: Orchideen (Phalaenopsis-Hybride) im Herbst (Ende September)

 

Paradiesvogelblume / Königs-Strelitzie (Strelitzia reginae)

Blütenfarbe: gelbe und leuchtend orange Blüten

Blütezeit: im Sommer, an warmen Standorten auch im Winter etwa 4 bis 6 Wochen lang

Wuchs-Höhe: 80 bis 200 cm

Pflanzen-Typ: immergrüne, nicht winterfeste, mehrjährige Stauden

Sonstiges: als Zimmerpflanzen oder Kübelpflanzen im Wintergarten geeignet, Blüte frühestens nach 4 Jahren

 

Leuchtend orange bis gelb blühende Königs-Strelitzie, auch Paradiesvogelblume, botanischer Name Strelitzia reginae
Bild: Paradiesvogelblume/Königs-Strelitzie (Strelitzia reginae) im August

 

Afrikanische Schmucklilie (Agapanthus africanus)

Blütenfarbe: blaue, violette oder weiße Blüten

Blütezeit: Juni bis August

Wuchs-Höhe: 20 bis 100 cm

Pflanzen-Typ: immergrüne, nicht winterfeste, mehrjährige Stauden

Auswahl geeigneter Schnittblumen-Sorten: 'Albus', 'Arctic Star' und 'Peter Pan' (weiße Blüten), 'Blue Giant' und 'Blue Triumphator' (blau-violette Blüten), 'Donau' (blaue Blüten)

 

Blau-lila blühende Afrikanische Schmucklilie im Garten, botanischer Name Agapanthus africanus
Bild: Afrikanische Schmucklilie (Agapanthus africanus) im Sommer (Ende Juli)

 

Gewöhnliche Sonnenbraut (Helenium autumnale), auch Herbst-Sonnenbraut

Blütenfarbe: gelbe Blüten

Blütezeit: im Sommer von Juli bis September (einige Sorten auch von August bis Oktober)

Wuchs-Höhe: 60 bis 150 cm

Pflanzen-Typ: mehrjährige, winterharte Stauden

 

Blütenstand einer Herbst-Sonnenbraut mit gold-gelben Zungenblüten und kuppelförmiger, gelb-brauner Blütenkorb-Mitte, botanischer Name Helenium autumnale, in einem Blumen-Beet
Foto: Herbst-Sonnenbraut (Helenium autumnale) in einem Blumen-Beet im Herbst (Ende September)

 

Zantedeschien (Zantedeschia), auch Calla-Lilien

Blüten-Farbe: cremefarben, weiß, selten gelb oder rot

Blütezeit: Juni bis August

Wuchs-Höhe: 80 bis 100 cm

Pflanzen-Typ: nicht winterfest, mind. 10 Grad Außentemperatur

Sonstiges: eher als Kübelpflanze und Zimmerpflanze geeignet in Deutschland, Österreich und der Schweiz

 

Cremefarbene bis weiße Blüte einer Zantedeschie oder Calla-Lilie, botanischer Name Zantedeschia aethiopica
Bild: Zantedeschie/Calla (Zantedeschia aethiopica) im Sommer (Anfang Juli) als Beet-Sommerblume

 

Hinweise zur Übersicht:

 

Zantedeschien (Zantedeschia) werden im Blumenhandel oft als Calla oder Kalla bezeichnet und deshalb als Schnittblumenart mit der Drachenwurz (Calla palustris) verwechselt.

 

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Sonderfälle: Rosen, Hortensien und Flieder

Umgangssprachlich und im Schnittblumenhandel gehören verschiedene Rosen-Arten wie z.B. die Elina-Rosen (Rosa 'Elina') oder Baccara-Rosen (eine der meistverkauften Rosensorten weltweit) zu den Schnittblumenarten.

Wie die Orchidee gilt die Rose wegen ihrer besonderen Schönheit als "Königin der Blumen", obwohl Rosen botanisch keine krautigen Pflanzen, sondern verholzende Dornensträucher sind (→ vgl. Blumen-Definition).

Diese fehlerhafte, botanische Zuordnung findet sich auch beim Flieder (Syringa) wieder, dessen prächtigen Blütenzweige man bisweilen im Blumen-Versand und im Blumengroßhandel als Schnittblumen kaufen kann.

Der Flieder ist jedoch ein verholzender Blütenstrauch bzw. findet im Garten als Blütenhecke Verwendung und zählt somit wie Rosen per Definition nicht zu den Blumen.

Im Schnittblumenverkauf kann man ferner Hortensien (Hydrangea) als Schnittblumen kaufen, die jedoch zu den sog. Halbsträuchern zählen (→ vgl. Was sind Halbsträucher ?).

 

Schwarze Vase mit orangen Rosen und Deko-Beiwerk wie braune Gräser und grüne Blätter
Bild: Blumen-Vase mit Rosen und Deko-Beiwerk wie Blätter und Gräser

 

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Vorsicht vor giftigen Schnitt-Pflanzen

Zu beachten ist, dass einige der genannten Schnittblumen-Arten giftig sind und zu den Giftpflanzen zählen.

So enthalten z.B. Christrose bzw. Schneerose, Hyazinthe, Maiglöckchen, Narzisse, Ruhmeskrone oder Tulpe verschiedene Pflanzengiftstoffe.

Gerade wenn Kinder oder Haustiere wie Hunde und Katzen in die Nähe der Schnittblumen kommen können, sollte man sich also vor dem Kauf genau informieren, ob die Pflanzen giftig sind oder nicht.

Unabhängig von der Giftigkeit bestimmter Blumenarten kommen im Schnittblumenanbau vielfach grosse Mengen von Kunstdünger und Pflanzenschutzmitteln (Pestizide) zum Einsatz.

Dann trügt der schöne Schein und ein Blumenstrauß aus eigentlich ungiftigen Blumen kann durch Schadstoffe belastet sein.

Darauf sollte speziell beim Kauf von Schnittblumen aus dem Import und Großhandel geachtet werden.

Nicht zu vergessen stellt das Schenken kontaminierter und/oder giftiger Schnittblumen wahrlich keinen Liebesbeweis an den Beschenkten dar.

Die Folge von derartigem Schnittblumenanbau können zudem erhebliche ökologische Belastungen für Mensch und Natur sein (→ vgl. Kritik am Import und an der Produktion Schnittblumen).

 

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Floristik versus Bundware

Schnittblumen werden professionell arrangiert in der handwerklichen Floristik wie z.B. der Hochzeitsfloristik oder Trauerfloristik.

Dabei handelt es sich um die künstlerische Gestaltung von Blumen- und Pflanzen-Teilen für Gedecke, Gestecke, Kränze und Sträuße.

Der Begriff "Floristik" leitet sich vom lateinischen Namen der Göttin Flora in der römischen Mythologie ab (von lateinisch flos, floris = Blume, Blüte).

Bei der Dekoration von Blumensträußen oder einem Blumengesteck werden in der Floristik zwischen die Schnittblumen auch andere Pflanzen geflechtet.

Das können Moose, spezielle Ziergräser und anderes Beiwerk wie z.B. Peddigrohr aus Rattan sein, die der optischen Auflockerung dienen.

Werden Schnittblumen nicht von einem Floristen als Strauß gestaltet, sondern nur als Bund einzelner Arten oder Sorten verkauft, spricht man in der Floristik von Bundware.

Oder anders ausgedrückt bezeichnet der Begriff Bundware so viel wie Schnittblumen zum selber dekorieren:

Die Käufer können ihren Blumenstrauß in der Vase oder ihren Blumenschmuck aus der Schnittblumen-Bundware selber gestalten, sei es durch Beiwerk und / oder durch Kombination mit anderer Bundware.

Durch das fehlende und sehr zeitaufwendige Arrangieren der Blumen gibt es Bundware im Vergleich zu Schnittblumen relativ günstig zu kaufen.

 

Blumengesteck mit violetten Rosen, weißen Lilien, Margeriten und Gräsern auf einer Holzstufe vor einem Altar in einer Kirche
Bild: Blumengesteck mit Rosen, Lilien, Margeriten und Gräsern vor einem Altar in einer Kirche

 

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Tipps zum Konservieren und Trocknen

Zum Herstellen von Trockenblumen lässt man Schnittblumen idealerweise in einem dunklen Raum trocknen und befestigt sie mit den Blütenköpfen nach unten an einer Schnur oder Stange.

Schneller können Schnittblumen im Backofen bei einer Temperatur von etwa 35 bis 40 Grad getrocknet werden.

Das Dunkel-Lagern von Schnittblumen trägt dazu bei, dass die Blüten-Farben beim Trocknen erhalten bleiben.

Eine hängende Befestigung hat im Vergleich zur liegenden Lagerung den Vorteil, dass es keine unten liegenden Schnittblumen gibt, die zerdrückt oder vorzeitig welk werden können.

Nach dem Trocknen kann man Schnittblumen durch eine Konservierung weiter haltbar machen:

So lässt sich z.B. durch Glycerin oder Klarlack eine Schnittblume konservieren oder indem sie in einem etwa 60 Grad heissen Wasserbad mit Wachs geschwenkt wird.

Zu beachten ist, dass Wachs als Konservierungsmittel die Blumen starr macht, während Glycerin sie biegsam und elastisch konserviert.

Bisweilen wird für die Schnittblumen-Konservierung auch Haarspray verwendet, was allerdings nicht optimal ist.

Denn durch Haarspray wird die Oberfläche der Blumen klebrig und die Trockenblumen zu wahren Staubfängern.

 

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Verwendung

Kaum wegzudenken sind ist die Verwendung von Schnittblumen bei Einladungen, Ehrungen, Begrüßungen, Verabschiedungen, Festen, Jubiläen und als Vorboten für den Frühling.

Fest etabliert sind Schnittblumen auch bei christlichen Feiertagen wie Allerheiligen, Ostern, Pfingsten, Weihnachten und der Taufe oder religiösen Zeremonien im Buddhismus oder Hinduismus.

Von Bedeutung sind Schnittblumen ferner bei Trauer-Fällen wie Beerdigungen (vgl. Symbolik von Trauerblumen) oder als Blumengruß in einem Krankenzimmer.

Insbesondere finden Schnittblumen Verwendung als Geschenk bei Anlässen wie Geburtstagen, Valentinstag, Muttertag, Hochzeiten oder in der Liebe und Romantik.

 

Brautstrauß mit blaß-orangen Rosen und dekoriert mit grünen Moosen
Bild: Brautstrauß zur Hochzeit mit Rosen (Rosa) und Moos-Deko als Floristik-Beispiel

 

Ihre Beliebtheit durch den besonderen Zier- und Schmuckwert teilen sich Schnittblumen mit anderen Zierpflanzen wie den Zierbaum-, Ziergemüse-, Ziergras-, Zierkraut und Zierstrauch-Arten.

Deutschland zählt zu den weltweit größten Märkten für Schnittblumen, weshalb man sie dort in großer Auswahl im Blumen-Laden, im Online-Pflanzencenter oder Großhandel kaufen kann.

 

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Pflegetipps zum Verlängern der Haltbarkeit

Normalerweise werden Schnittblumen bereits nach ein paar Tagen welk und lassen "ihre Köpfe hängen".

Denn sobald Blumen abgeschnitten wurden, ist ihre Lebensdauer und Haltbarkeit nur noch eine Frage der Zeit:

Pflanzen altern deutlich schneller, wenn ihnen nicht mehr ihre natürliche Versorgung mit Mineralien und Glucose durch den Erdboden zur Verfügung stehen.

Wie halten Schnittblumen länger ? Um die Haltbarkeit von Schnittblumen zu verlängern, kann die folgende Liste von Pflegetipps hilfreich sein:

Vorbereitung zum Frisch-Halten

Zum Frisch-Halten sollten Schnittblumen nach dem Abschneiden im Garten so schnell wie möglich in kalk-freies Wasser mit Zimmer-Temperatur gestellt werden.

Weiter können Fäulnisbakterien und Pilze bereits im Vorfeld durch sorgfältiges Reinigen der Vase und der Stängel verringern werden.

Schnittblumen halten zudem länger, wenn das Vasen-Wassers mit pH-wert-senkendem Essigsaft, Zitronen-Saft oder Frischhaltemitteln angereichert wird (vgl. weiter unten).

Wurden Schnittblumen für den Transport mit Folie verpackt, so sollte diese zu Hause möglichst schnell entfernt werden.

Denn durch Temperaturschwankungen bildet sich Schwitzwasser in der Verpackung, das zu Fäulnis führen kann.

Schnittblumen halten zudem besonders lange, wenn möglichst alle Blätter an den Stängeln entfernt werden, um die Verdunstung zu verringern.

Ferner sollte darauf geachtet werden, dass die Blumen-Blätter nicht ins Vasen-Wasser hängen, weil deren Zersetzung ebenfalls den Fäulnisprozess beschleunigen.

 

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Richtig aufbewahren

Neben der zuvor beschriebenen Vorbereitung der Vase und des Vasen-Wassers gibt es weitere Pflegetipps zum richtigen Aufbewahren von Schnittblumen.

So sollte eine Vase mit Schnittblumen nicht unmittelbar der Sonne, Heizung oder Zugluft ausgesetzt werden, weil diese die Verdunstung fördern.

Außerdem sollten Schnittblumen zum Frisch-Halten nicht in die Nähe von Obst gestellt werden, weil z.B. Äpfel Reifegase ausströmen, die den Fäulnisprozess der Blumen beschleunigen.

 

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Richtig anschneiden

Bevor man Schnittblumen in Vasen stellt, sollte man sie mit einem scharfen und sauberen Messer anschneiden.

Dadurch wird so wenig wie möglich Zellsaft im Wasser gebildet, der wiederum ein Nährboden für Bakterien ist.

Damit die Schnittblumen frisch bleiben, sollte man sie schräg anschneiden, bevor sie ins Wasser gestellt werden.

Auf diese Weise werden die Leitungsbahnen der Pflanze, die durch den Transport getrocknet sind, wieder freigelegt für die Nährstoff- und Wasseraufnahme (Ausnahmen: Calla oder Tulpe).

 

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Frischhaltemittel

Im Blumenladen oder Gartencenter gibt es spezielle Frischhaltemittel für Schnittblumen mit bakterien-abtötenden Substanzen (Bakterizide) und Schnittblumennahrung (Dünger, Pflanzen-Hormone, Traubenzucker).

Frischhaltemittel haben den Vorteil, dass man das Schnittblumen-Wasser nicht komplett wechseln, sondern nur nachfüllen muss.

Natürlich sollte das Nachfüll-Wasser ebenfalls Bakterizide und Schnittblumennahrung enthalten, um deren Konzentration im Vasen-Wasser nicht zu verringern.

 

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Täglich Wasser wechseln

Neben Frischhaltemitteln trägt auch das tägliche Wechseln des Vasen-Wassers dazu bei, damit Schnittblumen länger haltbar bleiben.

Vorausgesetzt, dass ein gründliches Reinigen der Vase erfolgt, wird durch frisches Wasser die Bildung von Bakterien wirksam begrenzt.

 

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Bedeutung von Hausmitteln

Um Schnittblumen frisch zu halten sind vorgeblich antibakteriell wirkende Hausmittel nur von geringer Bedeutung.

Hierzu zählt, dem Blumenwasser Holzkohle, Aspirin, Backpulver oder aluminium- und kupfer-haltige Ein-Cent-Münzen beizulegen.

Auch gilt es als altes Hausmittel, das Vasen-Wasser mit Traubenzucker oder Zucker anzureichern.

Davon ist eher abzuraten, weil Zuckerstotte auch den Fäulnisbakterien die Möglichkeit bieten, sich zu vermehren.

Mit Traubenzucker oder Zucker werden nicht nur die Schnittblumen, sondern auch ihre Angreifer gestärkt.

 

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Sorten mit Schleimbildung

Auf eine Kombination von Schnittblumen, die nach dem Anschneiden schleimen (z.B. Narzissen), mit nicht-schleimenden Schnittblumen sollte möglichst verzichtet werden.

Denn die Pflanzenmilch bzw. der Saft von schleimenden Schnittblumenarten beschleunigt den Fäulnisprozess bei nicht-schleimenden Arten, weil deren Leitungsbahnen verstopft werden.

Allgemein empfiehlt sich, die Stängel von stark schleimenden oder milchführenden Schnittblumen kurz in heißes Wasser zu tauchen.

Auf diese Weise werden die Stängel der Blumen versiegelt und es tritt in der Folge weniger Milchsaft ins Blumenwasser aus.

 

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Tipps zum Pflegen nach Jahreszeiten

Beim Kauf von Schnittblumen an kalten Winter- oder Herbst-Tagen sollte der Händler die Blumen besonders gut verpacken, um sie vor der Kälte beim Transport zu schützen.

Demzufolge sollte auch der Transport so kurz wie möglich dauern, was insbesondere beim Verschicken von Schnittblumen zu beachten ist (Online-Bestellen).

Tut man Schnittblumen im Frühling oder Sommer bei warmen Temperaturen kaufen, sollte der Blumenladen oder Händler die Blumen mit einem feuchten Tuch verpacken.

Auf diese Weise können sie vor Hitze und Austrocknung beim Transport geschützt werden. Falls möglich, bietet sich auch ein Wassereimer zum Transportieren an.

Das Versenden von Schnittblumen im Winter sollte nur an frostfreien Tagen erfolgen, um Frostschäden zu vermeiden (Ausnahme: winterharte Pflanzen).

 

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Kritik an der Produktion und am Import

Der Markt für Schnittblumen ist ein weltweites Milliarden-Geschäft, wobei der größte Teil der Produktion in Afrika (Kenia), Asien (China, Israel) und Südamerika (Kolumbien, Ecuador) erfolgt.

Der größte Exporteur der Welt für Schnittblumen ist Kolumbien und die größten Exporteure für Schnittblumen in Europa sind Holland ("Tulpen aus Amsterdam"), Polen und Spanien.

Allerdings ist die intensive Blumenproduktion und der internationale Großhandel und Import von Schnittblumen aus ökologischen und sozialen Gründen in starke negative Kritik geraten.

Viele Beschäftigte in Blumenfarmen arbeiten unter schlechten Bedingungen (Arbeitslohn, Arbeitszeiten, Kinderarbeit) und sind durch Herbizide und Pestizide großen gesundheitlichen Gefahren bis hin zu Vergiftungen ausgesetzt.

Nicht zu vergessen, dass der intensive Schnittblumenanbau mit Kunstdünger und Pflanzenschutzmitteln (Pestiziden) die Böden und das Grundwasser im Anbau-Gebiet belastet.

Unter ökologischer Kritik steht auch der internationale Transport und Versand von Schnittblumen überwiegend mit Flugzeugen im Zuge der Globalisierung.

Ein höheres Transport-Aufkommen in Kauf nehmend, kann man Schnittblumen nicht nur in der Haupt-Saison im Frühjahr und Sommer, sondern auch im Herbst und Winter bestellen und kaufen.

 

Tulpenfeld-Zucht mit roten Tulpen
Bild: Tulpenfeld-Zucht mit roten Tulpen im Frühling

 

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Fair-Trade-Siegel

Als Folge der Kritik am Anbau und Transport von Schnittblumen haben sich Produktsiegel mit ökologischen und sozialen Mindeststandards auf dem Schnittblumenmarkt etabliert.

Denn dass die Schnittblumenproduktion trotz hoher Versand-Kosten mit dem Flugzeug im Ausland immer noch günstiger als im Inland ist, zeigt, wie niedrig die Arbeitslöhne in den exportierenden Ländern sind.

Die folgende Übersicht zeigt Fair-Trade-Siegel für Schnittblumen und Umweltzertifikate für Bioblumen-Hersteller:

 

Logo von Fair Flowers Fair Plants FFP

 

Eine Initiative für nachhaltig produzierte Blumen und Pflanzen ist das 2006 gegründete Qualitätssiegel Fair Flowers Fair Plants (FFP).

Die bei FFP angeschlossenen Hersteller von Bioblumen sind sowohl zu einer Umweltzertifizierung als auch zu einer sozialen Zertifizierung verpflichtet.

Auf diese Weise sollen die Belange von Umweltschutz, Nachhaltigkeit und fairen Arbeitsbedingungen sicher gestellt werden.

Der Kunde kann online die Herkunft und Produktionsbedingungen seiner gekauften Blumen und Topfpflanzen nachverfolgen.

 

Logo Fairtrade

 

Bessere Arbeitsbedingungen auf Blumen-Farmen im Ausland wie Äthiopien, Ecuador, Kenia, Sri Lanka, El Salvador, Tansania, Uganda und Zimbabwe sind seit 2005 das besondere Anliegen von Fairtrade.

Zu den häufigsten Mißständen zählen dabei niedrige Löhne, fehlender Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz, Kinderarbeit, Diskriminierung sowie mangelnde Transparenz und Unabhängigkeit von Kontrollen.

Durch die sog. Fairtrade-Prämie will das Öko-Siegel zusätzlich den fairen Handel mit Schnittblumen und umweltfreundliche, soziale Produktionsweisen ohne Einsatz von Gentechnik fördern.

 

Hinweis:

 

Wer Schnittblumen auch ohne Fair-Trade-Siegel im November, Dezember, Januar und Februar schenken will, kann die ökologische Wahrheit über sein Geschenk relativ einfach herausfinden.

Denn bei jedem Discounter oder Blumen-Händler können Herkunft der Schnittblumen, damit verbundene Transportwege und Anbau-Methoden erfragt werden.

 

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Bio-Blumen

Biologische Schnittblumen (Bioblumen) werden von Öko-Schnittblumen-Betrieben und Gärtnereien hergestellt, die von Anbauverbänden wie Bioland, Demeter und Naturland zertifiziert wurden.

Diese zertifizierten Bioblumen tragen das Siegel "Bio-Zierpflanzen - natürlich schön", das für Schnittblumen, Stauden und Topfpflanzen aus ökologischem Anbau Verwendung findet.

 

Logo Bio-Zierpflanzen - natürlich schön

 

Mit einem ganzheitlichen Bioblumen-Ansatz soll den Kritikpunkten am konventionellen Schnittblumenanbau entgegengewirkt werden:

Sei es durch faire Bezahlung der Erzeuger und Arbeitskräfte oder den Verzicht auf chemische Mittel beim Anbau (z.B. Pestizide, synthetische Düngemittel, Herbizide) und Gentechnik.

Auch Klimaschutzprojekte, die z.B. CO2-Emissionen durch lange Transportwege von Schnittblumen ausgleichen sollen, werden unterstützt.

Erst das Verschenken "klimaneutraler", chemisch unbelasteter und "biologischer" Schnittblumen, die regional hergestellt wurden, garantieren den Beschenkten ungetrübte Freude.

 

Bunter Blumenstrauss in einem Blumenladen
Bild: Blumenstrauß im Blumenladen

 

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Schnittblumenarten für Friedhof und Grab

Im Winter, wenn die Temperatur unter Null Grad liegt, eignen sich Schnittblumen wie Chrysanthemen und Nelken oder Rosen sehr gut als Friedhofsblumen.

Denn diese Schnittblumenarten und Ziersträucher sind auch bei Frost mehrere Wochen auf dem Friedhof haltbar, wenn sie auf ein Grab gelegt werden.

Allgemein ist bei der Wahl von Schnittblumen für den Friedhof zunächst die Vorliebe der / des Verstorbenen für bestimmte Blumenarten maßgeblich.

Ist hierzu nichts Genaues bekannt, kann man Schnittblumen fürs Grab auch nach ihrer jeweiligen Symbolik bestellen.

Durch die Auswahl einer geeigneten Symbol-Sprache und Blumenfarbe lassen sich Emotionen transportieren, die das Verhältnis zur / zum Verstorbenen wiedergeben.

Weiter führende Informationen hierzu finden sich im Kapitel → Geeignete Symbol-Sprache von Trauerblumen und im Kapitel → Bedeutung der Farben von Grab- und Friedhofsblumen.

 

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