Schnittblumen - Die Schnittblume
 

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition und Funktion
  2. Arten, Liste, Beispiele
    1. Einheimisch
    2. Exotisch
  3. Vorsicht vor giftigen Schnitt-Pflanzen
  4. Floristik
  5. Tipps zum Konservieren und Trocknen
  6. Verwendung
  7. Pflegetipps zum Verlängern der Haltbarkeit
    1. Vorbereitung zum Frisch-Halten
    2. Richtig aufbewahren
    3. Richtig anschneiden
    4. Frischhaltemittel
    5. Täglich Wasser wechseln
    6. Bedeutung von Hausmitteln
    7. Sorten mit Schleimbildung
    8. Tipps zum Pflegen nach Jahreszeiten
  8. Kritik an Produktion und Import
  9. Fair-Trade-Siegel und Bio-Blumen
  10. Schnittblumenarten für Friedhof und Grab
  11. Weitere Bilder und Detail-Fotos

Definition und Funktion

Was sind Schnittblumen ? Der Begriff "Schnittblume" (englisch: cut flowers) stammt nicht aus der Botanik, sondern aus dem Blumenhandel und der gärtnerischen Umgangssprache.

Er bezeichnet in diesem Lexikon Blumenarten, deren Anbau für die Verwendung als Vasen-Blumen, Blumengedeck, Blumengesteck, Blumenkranz, Brautschmuck, Grabschmuck oder Blumenstrauß erfolgt.

Wegen ihrer schönen und farbintensiven Blüten werden Schnittblumen traditionell zur Dekoration genutzt und in Vasen mit Wasser frisch gehalten.

In dieser Funktion sollen Schnittblumen vor allem die Schönheit der Natur und Farben-Freude in geschlossene Räume bringen.

Eine weitere wichtige Funktion haben Schnittblumen bei der Vermittlung nonverbaler Botschaften insbesondere in der zwischenmenschlichen Kommunikation.

Dabei spielt ihre Symbolik (vgl. Blumensymbolik) und die Farbe ihrer Blüten (vgl. Blumenfarben) eine große Rolle, um Gefühle unmissverständlich zum Ausdruck bringen.

Kaufen kann man Schnittblumen entweder im Blumenladen, Blumengrosshandel und Online-Versand oder auf einem Schnittblumenfeld, wo man die Blumen selber pflücken kann.

 

Feld auf dem Land zum Anbau von Schnittblumen
Bild: Feld zum Anbau von Schnittblumen in Bayern Ende August *

 

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Arten, Liste, Beispiele

Die nachfolgende Liste zeigt typische einheimische und exotische Schnittblumen-Arten mit botanischen Namen und Blütenfarben.

Einheimisch

In der nachfolgenden Übersicht einheimischer Schnittblumen kann es innerhalb einer Gattung auch exotische Arten geben, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht natürlich vorkommen:

 

  • Christrosen (Helleborus niger): weisse Blüten

  • Drachenwurz (Calla palustris): auch Kalla, Sumpf-Calla, weiße Blüten

  • Duftwicke/Duftende Platterbse (Lathyrus odoratus): rosa, purpurfarbene, violette, weiße Blüten

  • Gladiolen (Gladiolus): Blüten in fast allen Farben außer blau, braun und schwarz

  • Atlantisches Hasenglöckchen (Hyacinthoides non-scripta): rosa, blaue, weiße Blüten

  • Lilien (Lilium): verschiedene Schnittblumenarten wie die Oster-Lilie blühen in nahezu allen Farben

  • Magerwiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare): auch Wiesen-Margerite, weiße Blüten

  • Maiglöckchen (Convallaria majalis): weiße Blüten

  • Narzissen/Osterglocken (Narcissus): gelbe, orange, weiße Blüten

  • Nelken (Dianthus): purpurfarbene, rosa, rote, weiße Blüten, bisweilen gefleckt oder innen dunkler

  • Orchideen (Orchidaceae): sehr farbkräftige blaue, gelbe, grüne, rote, weiße Blüten, z.T. mehrfarbig

  • Pfingstrosen / Päonien (Paeonia): gelbe, rosa, rote oder weiße Blüten

  • Elina-Rosen (Rosa 'Elina'): weisse und gelbe Blüten

  • Hohe Schlüsselblumen (Primula elatior): gelbe Blüten

  • Schneerosen/Christrosen (Helleborus): rötliche oder weiße Blüten

  • Holländische Schwertlilie (Iris x hollandica), gelbe oder blau-violette Blüten

  • Tulpen (Tulipa): gelbe, orange, rote, schneeweiße, bis fast schwarze Blüten, auch mehrfarbig

  • Vergissmeinnicht (Myosotis): blaue bis violette Blüten (selten gelb, rosa oder weiß)

  • Windröschen (Anemone): blaue, gelbe, rosa, rote, violette, weiße Blüten

 

Violette Blüten von Orchideen der Art Phalaenopsis-Hybride und rosa Garten-Gladiolen der Sorte Gladiolus x hortulanus
Bilder (v. li.): Orchideen (Phalaenopsis-Hybride) im September, Garten-Gladiolen (Gladiolus x hortulanus) im Juli

 

 

Exotisch

Die folgende Übersicht zeigt exotische Schnittblumen, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht natürlich vorkommen:

 

  • Belladonnalilie / Echte Amaryllis (Amaryllis belladonna): rosa Blüten

  • Chrysanthemen (Chrysanthemum): gelbe, grüne, rosa, rote, violette, weiße Blüten

  • Dahlien (Dahlia): großes Spektrum von Farben und Mehrfarbigkeit

  • Fackellilie (Kniphofia): mehrfarbige Blüten von rot nach weiss/gelb

  • Freesien (Freesia): weiße, gelbe Blüten (selten rosa bis rote Blüten)

  • Funkien (Hosta, syn.: Funkia): weiße bis blaue oder violette Blüten

  • Gerbera (Gerbera): ein Korbblütler, weiße, gelbe, rosa Blüten

  • Goldmelissen (Monarda didyma): rote Blüten

  • Hortensie (Hydrangea): rosa, rote, blaue, lila oder weisse Blüten

  • Hyazinthen (Hyacinthus): gelbe, orange, rosa, rote, violette oder weiße Blüten

  • Inkalilien (Alstroemeria): gelbe, orange, rosa, rote, violette, cremefarbene oder weiße Blüten

  • Kokardenblume (Gaillardia): rot-gelbe Blüten, sehr lange in der Vase haltbar (bis 2 Wochen)

  • Levkojen (Matthiola): z.B. Garten-Levkoje (Matthiola incana), rosa, violette, weiße Blüten

  • Paradiesvogelblume / Königs-Strelitzie (Strelitzia reginae): gelbe und leuchtend orange Blüten

  • Ruhmeskrone (Gloriosa superba): gelbe bis rote Blüten

  • Schmucklilien (Agapanthus): blaue, violette oder weiße Blüten

  • Sonnenbraut (Helenium autumnale): gelbe Blüten

  • Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima): cremeweiße, gelbe, lachsrosa, rote Blüten

  • Leuchtende Wolfsmilch (Euphorbia fulgens): weiße, gelbe, orange, rote Blüten

  • Zantedeschien (Zantedeschia): große Bandbreite an Blütenfarben

 

Hinweise zur Übersicht:

 

Gerbera, Lilien, Rosen, Orchideen und Tulpen zählen zu den meistverkauftesten Schnittblumen auf der Welt.

Umgangssprachlich und im Blumenhandel gehören auch Rosen zu den Schnittblumenarten:

Wie die Orchidee gilt die Rose wegen ihrer besonderen Schönheit als "Königin der Blumen", obwohl Rosen keine krautigen Pflanzen, sondern verholzende Sträucher sind (→ vgl. Blumen-Definition).

Diese botanische Fehlzuordnung findet sich auch beim Flieder (Syringa) wieder, dessen prächtigen Blütenzweige man bisweilen im Versand und im Blumengroßhandel als Schnittblumen kaufen kann.

Allerdings ist der Flieder ein verholzender Blütenstrauch und zählt somit per Definition nicht zu den Blumen.

Die Blüten von Chrysantheme, Lilie, Vergissmeinnicht und einigen Rosensorten sind essbar und eignen sich z.B. für einen Blütensalat.

Zantedeschien (Zantedeschia) werden im Blumenhandel oft als Calla oder Kalla bezeichnet und deshalb als Schnittblumenart mit der Drachenwurz (Calla palustris) verwechselt.

 

Cremefarbene bis weiße Blüte einer Zantedeschia, die auch Calla-Lilie genannt wird
Bild: Cremefarbene bis weisse Zantedeschie/Calla (Zantedeschia aethiopica) Anfang Juli als Beet-Sommerblume

 

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Vorsicht vor giftigen Schnitt-Pflanzen

Zu beachten ist, dass einige der genannten Schnittblumen-Arten giftig sind und zu den Giftpflanzen zählen.

So enthalten z.B. Christrose bzw. Schneerose, Maiglöckchen, Narzisse, Ruhmeskrone oder Tulpen verschiedene Pflanzengiftstoffe.

Gerade wenn Kinder oder Haustiere wie Hunde und Katzen in die Nähe der Schnittblumen kommen können, sollte man sich also vor dem Kauf genau informieren, ob die Pflanzen giftig sind oder nicht.

Unabhängig von der Giftigkeit bestimmter Blumenarten kommen im Schnittblumenanbau vielfach grosse Mengen von Kunstdünger und Pflanzenschutzmitteln (Pestizide) zum Einsatz.

Dann trügt der schöne Schein und ein Blumenstrauß aus eigentlich ungiftigen Blumen kann durch Schadstoffe belastet sein.

Darauf sollte speziell beim Kauf von Schnittblumen aus dem Import und Großhandel geachtet werden.

Nicht zu vergessen stellt das Schenken kontaminierter und/oder giftiger Schnittblumen wahrlich keinen Liebesbeweis an den Beschenkten dar.

Die Folge von derartigem Schnittblumenanbau können zudem erhebliche ökologische Belastungen für Mensch und Natur sein (→ vgl. Kritik).

 

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Floristik

Schnittblumen werden professionell arrangiert in der handwerklichen Floristik wie z.B. der Hochzeitsfloristik oder Trauerfloristik.

Dabei handelt es sich um die künstlerische Gestaltung von Blumen- und Pflanzen-Teilen für Gedecke, Gestecke, Kränze und Sträuße.

Der Begriff "Floristik" leitet sich vom lateinischen Namen der Göttin Flora in der römischen Mythologie ab (von lateinisch flos, floris = Blume, Blüte).

Bei der Dekoration von Blumensträußen oder einem Blumengesteck werden in der Floristik zwischen Schnittblumen auch andere Pflanzen geflechtet.

Das können Moose, spezielle Ziergräser und anderes Beiwerk wie z.B. Peddigrohr aus Rattan sein, die der optischen Auflockerung dienen.

 

Blumengesteck mit violetten Rosen, weißen Lilien, Margeriten und Gräsern auf einer Holzstufe vor einem Altar in einer Kirche
Bild: Blumengesteck mit Rosen, Lilien, Margeriten und Gräsern vor einem Altar in einer Kirche

 

 

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Tipps zum Konservieren und Trocknen

Zum Herstellen von Trockenblumen lässt man Schnittblumen idealerweise in einem dunklen Raum trocknen und befestigt sie mit den Blütenköpfen nach unten an einer Schnur oder Stange.

Schneller können Schnittblumen im Backofen bei einer Temperatur von etwa 35 bis 40 Grad getrocknet werden.

Das Dunkel-Lagern von Schnittblumen trägt dazu bei, dass die Blüten-Farben beim Trocknen erhalten bleiben.

Eine hängende Befestigung hat im Vergleich zur liegenden Lagerung den Vorteil, dass es keine unten liegenden Schnittblumen gibt, die zerdrückt oder vorzeitig welk werden können.

Nach dem Trocknen kann man Schnittblumen durch eine Konservierung weiter haltbar machen:

So lässt sich z.B. durch Glycerin oder Klarlack eine Schnittblume konservieren oder indem sie in einem etwa 60 Grad heissen Wasserbad mit Wachs geschwenkt wird.

Zu beachten ist, dass Wachs als Konservierungsmittel die Blumen starr macht, während Glycerin sie biegsam und elastisch konserviert.

Bisweilen wird für die Schnittblumen-Konservierung auch Haarspray verwendet, was allerdings nicht optimal ist.

Denn durch Haarspray wird die Oberfläche der Blumen klebrig und die Trockenblumen zu wahren Staubfängern.

 

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Verwendung

Kaum wegzudenken sind Schnittblumen bei Einladungen, Ehrungen, Begrüßungen, Verabschiedungen, Festen, Jubiläen und als Vorboten für den Frühling.

Fest etabliert sind Schnittblumen auch bei christlichen Feiertagen wie Allerheiligen, Ostern, Pfingsten, Weihnachten und der Taufe oder religiösen Zeremonien im Buddhismus oder Hinduismus.

Von Bedeutung sind Schnittblumen ferner bei Trauer-Fällen wie Beerdigungen (vgl. Symbolik von Trauerblumen) oder als Blumengruß in einem Krankenzimmer.

Insbesondere finden Schnittblumen Verwendung als Geschenk bei Anlässen wie Geburtstagen, Valentinstag, Muttertag, Hochzeiten oder in der Liebe und Romantik.

 

Brautstrauß mit blaß-orangen Rosen und dekoriert mit grünen Moosen
Bild: Brautstrauß zur Hochzeit mit Rosen (Rosa) und Moos-Deko als Floristik-Beispiel

 

Ihre Beliebtheit durch den besonderen Zier- und Schmuckwert teilen sich Schnittblumen mit anderen Zierpflanzen wie den Zierbaum-, Ziergemüse-, Ziergras-, Zierkraut und Zierstrauch-Arten.

Deutschland zählt zu den weltweit größten Märkten für Schnittblumen, weshalb man sie dort in großer Auswahl in Blumenläden, im Online-Pflanzenversand oder Großhandel kaufen kann.

 

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Pflegetipps zum Verlängern der Haltbarkeit

Normalerweise werden Schnittblumen bereits nach ein paar Tagen welk und lassen "ihre Köpfe hängen".

Denn sobald Blumen abgeschnitten wurden, ist ihre Lebensdauer und Haltbarkeit nur noch eine Frage der Zeit:

Pflanzen altern deutlich schneller, wenn ihnen nicht mehr ihre natürliche Versorgung mit Mineralien und Glucose durch den Erdboden zur Verfügung stehen.

Wie halten Schnittblumen länger ? Um die Haltbarkeit von Schnittblumen zu verlängern, kann die folgende Liste von Pflegetipps hilfreich sein:

Vorbereitung zum Frisch-Halten

Zum Frisch-Halten sollten Schnittblumen nach dem Abschneiden im Garten so schnell wie möglich in kalk-freies Wasser mit Zimmer-Temperatur gestellt werden.

Weiter können Fäulnisbakterien und Pilze bereits im Vorfeld durch sorgfältiges Reinigen der Vase und der Stängel verringern werden.

Schnittblumen halten zudem länger, wenn  das Vasen-Wassers mit pH-wert-senkendem Essigsaft, Zitronen-Saft oder Frischhaltemitteln angereichert wird (vgl. weiter unten).

Wurden Schnittblumen für den Transport mit Folie verpackt, so sollte diese zu Hause möglichst schnell entfernt werden.

Denn durch Temperaturschwankungen bildet sich Schwitzwasser in der Verpackung, das zu Fäulnis führen kann.

Schnittblumen halten zudem besonders lange, wenn möglichst alle Blätter an den Stengeln entfernt werden, um die Verdunstung zu verringern.

Ferner sollte darauf geachtet werden, dass die Blumen-Blätter nicht ins Vasen-Wasser hängen, weil deren Zersetzung ebenfalls den Fäulnisprozeß beschleunigen.

 

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Richtig aufbewahren

Neben der zuvor beschriebenen Vorbereitung der Vase und des Vasen-Wassers gibt es weitere Pflegetipps zum richtigen Aufbewahren von Schnittblumen.

So sollte eine Vase mit Schnittblumen nicht unmittelbar der Sonne, Heizung oder Zugluft ausgesetzt werden, weil diese die Verdunstung fördern.

Außerdem sollten Schnittblumen zum Frisch-Halten nicht in die Nähe von Obst gestellt werden, weil z.B. Äpfel Reifegase ausströmen, die den Fäulnisprozess der Blumen beschleunigen.

 

 

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Richtig anschneiden

Bevor man Schnittblumen in Vasen stellt, sollte man sie mit einem scharfen und sauberen Messer anschneiden.

Dadurch wird so wenig wie möglich Zellsaft im Wasser gebildet, der wiederum ein Nährboden für Bakterien ist.

Damit die Schnittblumen frisch bleiben, sollte man sie schräg anschneiden, bevor sie ins Wasser gestellt werden.

Auf diese Weise werden die Leitungsbahnen der Pflanze, die durch den Transport getrocknet sind, wieder freigelegt für die Nährstoff- und Wasseraufnahme (Ausnahmen: Calla oder Tulpe).

 

Tulpenstrauß mit weißen und orangen Tulpen, deren Blüten zum Teil geöffnet sind
Bild: Tulpenstrauß (Tulipa) mit z.T. geöffneten Blüten

 

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Frischhaltemittel

Im Blumenladen oder Gartencenter gibt es spezielle Frischhaltemittel für Schnittblumen mit bakterien-abtötenden Substanzen (Bakterizide) und Schnittblumennahrung (Dünger, Pflanzen-Hormone, Traubenzucker).

Frischhaltemittel haben den Vorteil, dass man das Schnittblumen-Wasser nicht komplett wechseln, sondern nur nachfüllen muss.

Natürlich sollte das Nachfüll-Wasser ebenfalls Bakterizide und Schnittblumennahrung enthalten, um deren Konzentration im Vasen-Wasser nicht zu verringern.

 

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Täglich Wasser wechseln

Neben Frischhaltemitteln trägt auch das tägliche Wechseln des Vasen-Wassers dazu bei, damit Schnittblumen länger haltbar bleiben.

Vorausgesetzt, dass ein gründliches Reinigen der Vase erfolgt, wird durch frisches Wasser die Bildung von Bakterien wirksam begrenzt.

 

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Bedeutung von Hausmitteln

Um Schnittblumen frisch zu halten sind vorgeblich antibakteriell wirkende Hausmittel nur von geringer Bedeutung.

Hierzu zählt, dem Blumenwasser Holzkohle, Aspirin, Backpulver oder aluminium- und kupfer-haltige Ein-Cent-Münzen beizulegen.

Auch gilt es als altes Hausmittel, das Vasen-Wasser mit Traubenzucker oder Zucker anzureichern.

Davon ist eher abzuraten, weil Zuckerstotte auch den Fäulnisbakterien die Möglichkeit bieten, sich zu vermehren.

Mit Traubenzucker oder Zucker werden nicht nur die Schnittblumen, sondern auch ihre Angreifer gestärkt.

 

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Sorten mit Schleimbildung

Auf eine Kombination von Schnittblumen, die nach dem Anschneiden schleimen (z.B. Narzissen), mit nicht-schleimenden Schnittblumen sollte möglichst verzichtet werden.

Denn die Pflanzenmilch bzw. der Saft von schleimenden Schnittblumenarten beschleunigt den Fäulnisprozeß bei nicht-schleimenden Arten, weil deren Leitungsbahnen verstopft werden.

Allgemein empfiehlt sich, die Stängel von stark schleimenden oder milchführenden Schnittblumen kurz in heißes Wasser zu tauchen.

Auf diese Weise werden die Stängel der Blumen versiegelt und es tritt in der Folge weniger Milchsaft ins Blumenwasser aus.

 

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Tipps zum Pflegen nach Jahreszeiten

Beim Kauf von Schnittblumen an kalten Winter- oder Herbst-Tagen sollte der Händler die Blumen besonders gut verpacken, um sie vor der Kälte beim Transport zu schützen.

Demzufolge sollte auch der Transport so kurz wie möglich dauern, was insbesondere beim Verschicken von Schnittblumen zu beachten ist (Online-Bestellen).

Tut man Schnittblumen im Frühling oder Sommer bei warmen Temperaturen kaufen, sollte der Blumenladen oder Händler die Blumen mit einem feuchten Tuch verpacken.

Auf diese Weise können sie vor Hitze und Austrocknung beim Transport geschützt werden. Falls möglich, bietet sich auch ein Wassereimer zum Transportieren an.

Das Versenden von Schnittblumen im Winter sollte nur an frostfreien Tagen erfolgen, um Frostschäden zu vermeiden (Ausnahme: winterharte Pflanzen).

 

Blüte einer Magerwiesen-Magerite mit weißen Blütenblättern und orange-gelber Blütenmitte
Bild: Blüte einer Magerwiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare) Ende Juni

 

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Kritik an der Produktion und am Import

Der Markt für Schnittblumen ist ein weltweites Milliarden-Geschäft, wobei der größte Teil der Produktion in Afrika (Kenia), Asien (China, Israel) und Südamerika (Kolumbien, Ecuador) erfolgt.

Der größte Exporteur der Welt für Schnittblumen ist Kolumbien und die größten Exporteure für Schnittblumen in Europa sind Holland ("Tulpen aus Amsterdam"), Polen und Spanien.

Allerdings ist die intensive Blumenproduktion und der internationale Großhandel und Import von Schnittblumen aus ökologischen und sozialen Gründen in starke negative Kritik geraten.

Viele Beschäftigte in Blumenfarmen arbeiten unter schlechten Bedingungen (Arbeitslohn, Arbeitszeiten, Kinderarbeit) und sind durch Herbizide und Pestizide großen gesundheitlichen Gefahren bis hin zu Vergiftungen ausgesetzt.

Nicht zu vergessen, dass der intensive Schnittblumenanbau mit Kunstdünger und Pflanzenschutzmitteln (Pestiziden) die Böden und das Grundwasser im Anbau-Gebiet belastet.

Unter ökologischer Kritik steht auch der internationale Transport und Versand von Schnittblumen überwiegend mit Flugzeugen im Zuge der Globalisierung.

Ein höheres Transport-Aufkommen in Kauf nehmend, kann man Schnittblumen nicht nur in der Haupt-Saison im Frühjahr und Sommer, sondern auch im Herbst und Winter bestellen und kaufen.

 

 

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Fair-Trade-Siegel und Bio-Blumen

Als Folge der Kritik am Anbau und Transport von Schnittblumen haben sich Produktsiegel mit ökologischen und sozialen Mindeststandards auf dem Schnittblumenmarkt etabliert.

Denn dass die Schnittblumenproduktion trotz hoher Versand-Kosten mit dem Flugzeug im Ausland immer noch günstiger als im Inland ist, zeigt, wie niedrig die Arbeitslöhne in den exportierenden Ländern sind.

Die folgende Übersicht zeigt Fair-Trade-Siegel für Schnittblumen und Umweltzertifikate für Bioblumen-Hersteller:

 

Logo von Fair Flowers Fair Plants FFP

 

Eine Initiative für nachhaltig produzierte Blumen und Pflanzen ist das 2006 gegründete Qualitätssiegel Fair Flowers Fair Plants (FFP).

Die bei FFP angeschlossenen Hersteller von Bioblumen sind sowohl zu einer Umweltzertifizierung als auch zu einer sozialen Zertifizierung verpflichtet.

Auf diese Weise sollen die Belange von Umweltschutz, Nachhaltigkeit und fairen Arbeitsbedingungen sicher gestellt werden.

Der Kunde kann online die Herkunft und Produktionsbedingungen seiner gekauften Blumen und Topfpflanzen nachverfolgen.

 

Logo Fairtrade

 

Bessere Arbeitsbedingungen auf Blumen-Farmen im Ausland wie Äthiopien, Ecuador, Kenia, Sri Lanka, El Salvador, Tansania, Uganda und Zimbabwe sind seit 2005 das besondere Anliegen von Fairtrade.

Zu den häufigsten Mißständen zählen dabei niedrige Löhne, fehlender Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz, Kinderarbeit, Diskriminierung sowie mangelnde Transparenz und Unabhängigkeit von Kontrollen.

Durch die sog. Fairtrade-Prämie will das Öko-Siegel zusätzlich den fairen Handel mit Schnittblumen und umweltfreundliche, soziale Produktionsweisen ohne Einsatz von Gentechnik fördern.

 

Logo Bio-Zierpflanzen - natürlich schön

 

Biologische Schnittblumen (Bioblumen) werden von Öko-Schnittblumen-Betrieben und Gärtnereien hergestellt, die von Anbauverbänden wie Bioland, Demeter und Naturland zertifiziert wurden.

Diese zertifizierten Bioblumen tragen das Siegel "Bio-Zierpflanzen - natürlich schön", das für Stauden, Schnittblumen und Topfpflanzen aus ökologischem Anbau Verwendung findet.

Mit einem ganzheitlichen Bioblumen-Ansatz soll den Kritikpunkten am konventionellen Schnittblumenanbau entgegengewirkt werden:

Sei es durch faire Bezahlung der Erzeuger und Arbeitskräfte oder den Verzicht auf chemische Mittel beim Anbau (z.B. Pestizide, synthetische Düngemittel, Herbizide) und Gentechnik.

Auch Klimaschutzprojekte, die z.B. CO2-Emissionen durch lange Transportwege von Schnittblumen ausgleichen sollen, werden unterstützt.

 

Fazit:

 

Erst das Verschenken "klimaneutraler", chemisch unbelasteter und "biologischer" Schnittblumen, die regional hergestellt wurden, garantieren den Beschenkten ungetrübte Freude.

Wer Schnittblumen auch im November, Dezember, Januar und Februar schenken will, kann die ökologische Wahrheit über sein Geschenk relativ einfach herausfinden.

Denn beim Discounter oder Blumen-Händler können Herkunft der Schnittblumen, damit verbundene Transportwege und Anbau-Methoden erfragt werden.

 

Bunter Blumenstrauss in einem Blumenladen
Bild: Blumenstrauß  im Blumenladen

 

 

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Schnittblumenarten für Friedhof und Grab

Im Winter, wenn die Temperatur unter Null Grad liegt, eignen sich Schnittblumen wie Chrysanthemen, Nelken oder Rosen sehr gut als Friedhofsblumen.

Denn diese Schnittblumenarten sind auch bei Frost mehrere Wochen auf dem Friedhof haltbar, wenn sie auf ein Grab gelegt werden.

Bei der Wahl von Schnittblumen für den Friedhof ist zunächst die Vorliebe des Verstorbenen für bestimmte Blumenarten maßgeblich.

Ist hierzu nichts Genaues bekannt, kann man Schnittblumen fürs Grab auch nach ihrer jeweiligen Symbolik bestellen.

Durch die Auswahl einer geeigneten Symbol-Sprache und Blumenfarbe lassen sich Emotionen transportieren, die das Verhältnis zum Verstorbenen wiedergeben.

Weiter führende Informationen hierzu finden sich im Kapitel → Geeignete Symbol-Sprache von Trauerblumen und im Kapitel → Bedeutung der Farben von Grab- und Friedhofsblumen.

 

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Weitere Bilder und Detail-Fotos

Nachfolgend weitere Bilder von Schnittblumen im Garten und Detail-Fotos:

 

Gelb-rot gemusterte weiße Blüten der Schwertlilie Alstroemeria casablanca
Bild: Inkalilien (Alstroemeria casablanca) Ende April

 

Lila Blüte einer Schwertlilie bzw. Iris
Bild: Lila Schwertlilie (Iris) im April

 

Blüte einer weißen Narzisse Flower Record mit orang-gelbem Blütenkelch
Bild: Großkronige Narzisse (Narcissus 'Flower Record') im Mai, Glocken-/Trichterblume und Frühlingsblume

 

Weiß blühende Osterlilien
Bild: Oster-Lilie (Lilium longiflorum) Ende Mai, die bedeutendste Lilien-Art für Schnittblumen und eine Duftblume

 

Rosa Blüten einer Chinesischen Päonie bzw. Pfingstrose
Bild: Edel-Pfingstrose/Chinesische Päonie (Paeonia lactiflora) Ende Juni

 

Leuchtend orange bis gelb blühende Königs-Strelitzie
Bild: Paradiesvogelblume/Königs-Strelitzie (Strelitzia reginae) im April

 

Violett blühende Edelwicken mit grünen Blättern, die auch Gartenwicken genannt werden
Bild: Edelwicke (Lathyrus odoratus), auch Duftwicke, Duftende Platterbse oder Gartenwicke Ende Juni, Kletterpflanze und Hülsenfrüchtler

 

Weiße Blüte einer Levkoje Matthiola incana
Bild: Weisse Levkoje (Matthiola incana) Ende Juni *

 

Blüte einer gelben Gerbera-Hybride
Bild: Gelbe Gerbera-Hybride im September als Herbstblume

 

Weiße bis blass-violette geöffnete und geschlossene Funkien-Blüten
Bild: Funkien-Blüten (Hosta sieboldiana 'Tokudama') im Juni *

 

Blumenbeet mit rosa, orange, gelb, weiss, blau und violett blühenden Gartenhyazinthen
Bild: Blumenbeet mit Gartenhyazinthen (Hyacinthus orientalis) im April

 

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