Botanik-Definition und botanische Systematik (Taxonomie)
 

Inhaltsverzeichnis

 

1. Definition Botanik / Botaniker

3. Autorenkürzel

5. Varietät

7. Sorten / Kultivare

9. Definition botanische Taxonomie

11. Carl von Linné

13. Botanische Gärten

15. Hinweis zur Gliederungslogik

 

 

2. Binäre Nomenklatur: Gattung und Art

4. Unterart

6. Convarietät

8. Hybride

10. Vorteile taxonomischer Systematik

12. Relevante Pflanzenabteilungen

14. Botanische Museen

 

1. Was ist ein Botaniker ? Was ist Botanik ? Eine Definition

 

Die Botanik ist die Wissenschaft der Pflanzen und ein Teilgebiet der Biologie, das heißt der Naturwissenschaft, die sich mit allem Lebenden und allen Lebewesen auf der Erde befasst.

Als "Vater der Botanik" kann der griechische Philosoph und Naturforscher Theophrastos von Eressos (372 - 287 v. Chr.) genannt werden.

Theophrastos von Eressos entwickelte als erster eine Systematik von Pflanzen (Taxonomie) und errichtete in Athen eine wissenschaftliche Gartenanlage als Vorläufer der modernen botanischen Gärten.

In der Botanik (auch Pflanzenkunde oder Pflanzenbiologie) wird Aufbau, Stoffwechsel, Entwicklung bzw. Fortpflanzung und Wachstum von Pflanzen untersucht sowie ihre Inhaltsstoffe, Krankheiten und ihr wirtschaftlicher Nutzen für den Menschen (z.B. als Heilmittel, Nahrungsmittel oder Rohstoff).

Aus dieser Definition ergibt sich, dass ein Botaniker ein Wissenschaftler dieser Teildisziplin der Biologie ist.

Weltweit werden heute etwa 300.000 Pflanzenarten unterschieden ¹. Dabei dürfte die tatsächliche Anzahl deutlich größer sein, weil einige Gebiete auf der Erde wie z.B. der Amazonas-Regenwald noch nicht abschließend erforscht worden sind.

Pilze zählen in der botanischen Systematik nicht zu den Pflanzen und haben neben den Pflanzen (Botanik) und Tieren (Zoologie) ein eigenes Fachgebiet innerhalb der Biologie, die sog. Mykologie.

Die Flechte ist keine Pflanze im eigentlichen Sinn, sondern ein Doppelorganismus oder eine Symbiose aus einer Nicht-Pflanze (Pilz) und einer Nicht-Pflanze (Cyanobakterie) oder einer Nicht-Pflanze (Pilz) und einer Pflanze (Alge).

 

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2. Was bedeutet binäre Nomenklatur ? Definition und Beispiele für Gattung und Art

 

Ähnlich der Namensgebung bei den meisten Menschen mit einem Familiennamen und einem Vornamen erhält in der Botanik jede Pflanze einen zweiteiligen Namen.

Verwendet werden dazu zwei unterschiedliche (kursiv geschriebene) Wörter

 

  • aus der lateinischen oder griechischen Sprache

  • aus anderen Sprachen, die in die lateinische Sprachform gebracht wurden (sog. Latinisierung) oder

  • beruhend auf latinisierten Namen von Botanikern, Naturforschern oder Biologie-Mäzenen i.w.S.

 

So verdanken die Dahlien ihren botanischen Gattungsnamen "Dahlia" dem latinisiertem Familiennamen des schwedischen Botanikers und Biologen Andreas Dahl oder die Magnolien ihren botanischen Gattungsnamen "Magnolia" dem latinisierten Familiennamen des französischen Botanikers Pierre Magnol (1638–1715).

Das zweinamige System der Benennung (Nomenklatur) von Lebewesen in der Biologie wird auch als binominale oder binäre Nomenklatur (zweiteilige Namensgebung) bezeichnet. Das Wort "binär" leitet sich dabei von den lateinischen Worten bini (="je zwei") bzw. von bina (="paarweise") ab.

Dabei ist der erste Namensteil stets ein Substantiv, dessen Anfangsbuchstabe großgeschrieben wird, und der die botanische Gattung benennt. Innerhalb einer Gattung (Genus) werden verschiedene Arten (Species) mit gemeinsamen Merkmalen unterschieden.

Der zweite Namensteil wird kleingeschrieben, ist meist ein Adjektiv, benennt die Art innerhalb dieser Gattung und wird Art-Epitheton (= Zusatz) genannt. Für den Begritt der "Arten" existiert keine einheitliche biologische Definition, vielmehr gibt es zahlreiche Artkonzepte.

Nachfolgend wird mit Foto-Beispielen aus dem Freiland-Bereich im Botanischen Garten München auf die Frage eingegangen, was Begriffe und Namen auf botanischen Schildern bedeuten.

 

Foto eines gelben Namensschildes mit der Aufschrift Mertensia maritima, Austernpflanze
Bild: Typisches Namensschild für Pflanzen mit binominaler / binärer Nomenklatur mit Angabe der Gattung Mertensia und der Art maritima, Foto: Mike Gallus

 

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3. Was ist ein Autorenkürzel ? Eine Definition

 

Bei der botanischen Benennung von Pflanzen spielt auch der Name des erstbeschreibenden Biologen eine Rolle, der zu dessen Ehren als das sog. Autorenkürzel an den Gattungs- oder Pflanzennamen angehängt wird. Dabei wird der Familienname des Autors meistens abgekürzt.

Der schwedische Naturforscher Carl von Linné veröffentlichte zum Beispiel 1753 den Gattungsnamen der Begonien, weshalb dieser wissenschaftlich "Begonia L." ausgeschrieben wird. Das Autorenkürzel "L." steht dabei für Carl von Linné.

Oder die Edelkastanie wird wissenschaftlich "Castanea sativa MILL." genannt, wobei das Autorenkürzel "MILL." für den englischen Gärtner und Botaniker Philip Miller (1691 - 1771) steht, der diesen Baum als erster wissenschaftlich beschrieb.

Sind mehr als ein Botaniker an der Erstbeschreibung beteiligt, werden alle Autoren im Autorenkürzel berücksichtigt und zum Beispiel mit "&", "et" oder einem Komma getrennt.

Die Autorenkürzel von Pflanzen können bei der Botanik-Online-Datenbank International Plant Names Index (IPNI) abgefragt werden.

 

Foto eines Pflanzen-Namensschildes mit der Beschriftung Compositae, Helianthus rigidus, Desf., Westl. N.-Amerika
Bild: Pflanzen-Namensschild im Freiland-Bereich des Botanischen Gartens München von der Steifen Sonnenblume. Neben dem binominalen Pflanzennamen mit Gattung und Art (Helianthus rigidus) sind auf dem Schild die Pflanzenfamilie Compositae (auch Korbblütler oder Asteraceae) aufgeführt sowie das abgekürzte Autorenkürzel Desf., das für den französischen Botaniker René Louiche Desfontaines (1750 - 1833) steht. Ferner ist auch das typische Verbreitungsgebiet der Blume angegeben. Foto: Mike Gallus

 

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4. Was sind Unterarten (ssp., subsp.) ? Eine Definition

 

Bei sehr formenreichen Pflanzen-Arten wird bisweilen die sekundäre Kategorie "Unterart" gebildet. Diese Rangstufe ist nicht zwingend notwendig, eher unscharf definiert und wird in Botaniker- oder Pflanzenzüchter-Kreisen entweder stillschweigend oder gewollt akzeptiert.

Unterarten besitzen ein eigenes geographisches Verbreitungsgebiet (Areal) und eine Fortpflanzungsgemeinschaft. Eine Unterart bezieht sich auf eine Gruppe von Pflanzen der gleichen botanischen Art, die alle das gleiche Aussehen oder das Merkmal bzw. die Merkmale aufweisen, weswegen die Unterart gebildet wurde.

Unterarten (Subspecies) werden in der botanischen Nomenklatur mit einem lateinischen Namen benannt und mit dem Verbindungswort "subsp." oder "ssp." (Abkürzung für Subspecies) an den Artnamen angehängt.

Als typisches Beispiel kann die Pflaume (Prunus domestica) genannt werden, deren Unterart, die Zwetschge, den wissenschaftlichen Namen "Prunus domestica subsp. domestica" trägt.

 

Foto eines Pflanzen-Namensschildes mit der Beschriftung Betulaceae, Betula pubescens Ehrh., ssp. tortuosa Nyman, Krummästige Birke, Europäische Arktis, Gebirge Skandinaviens, Island, Altai
Bild: Namensschild im Freiland-Bereich des Botanischen Gartens München von der Krummästigen Birke (Betula pubescens ssp. tortuosa), einer Unterart der Moor-Birke (Betula pubescens). Das Schild enthält zusätzlich die Pflanzenfamilie Betulaceae (auch Birkengewächse) sowie die jeweiligen abgekürzten Autorenkürzel, wobei Ehrh. für den deutschen Apotheker und Botaniker Jakob Friedrich Ehrhart (1742 - 1795) steht und Nyman für den schwedischen Botaniker Carl Frederik Nyman (1820 - 1893). Ferner ist das typische Verbreitungsgebiet des Birken-Baumes angegeben. Foto: Mike Gallus

 

5. Was sind Varietäten (.var) ? Eine Definition

 

Bei sehr formenreichen Pflanzen-Arten wird bisweilen die sekundäre Kategorie "Varietät" (von lateinisch: varietas) gebildet und mit der Abkürzung "var." an den Artnamen angehängt.

Diese Rangstufe ist wie die Unterart nicht zwingend notwendig, eher unscharf definiert und wird in Botaniker- oder Pflanzenzüchter-Kreisen entweder stillschweigend oder gewollt akzeptiert.

Botanische Varietäten (früher auch Spielarten oder Abarten) haben keine besondere Bedeutung in der Taxonomie und können eine Rangstufe unterhalb der Unterart für auffallende Merkmale von Zuchtpflanzen (Kulturpflanzen) festgelegt werden.

Außerdem kann der Begriff "Varietät" taxonomisch für Pflanzen verwendet werden, die durch bestimmte Umweltbedingungen wie Bodenbeschaffung oder Klima vom Idealtyp ihrer Art abweichen. Typisch für Varietäten sind z.B. Unterschiede bei Geschmack, Gestalt und/oder Farbe.

Varietäten besitzen kein eigenes geographisches Verbreitungsgebiet (Areal) und beziehen sich auf einzelne Pflanzen innerhalb einer Unterart, die durch auffallende, aber taxonomisch nicht wichtige Merkmale vom Idealtyp der Unterart abweichen.

Bei den Blattsalaten gibt es zum Beispiel vom Gartensalat (Lactuca sativa) zahlreiche Varietäten wie den Eichblattsalat, den Eissalat / Eisbergsalat, den Kopfsalat oder den Römersalat. Auch der Chili (Capsicum annuum var. glabriusculum) ist eine Varietät des Paprika.

 

Foto eines  Pflanzen-Schildes mit der Beschriftung Speicherorgane Sproßknollen, Brassica oleracea L. var. gongylodes L. Kohlrabi Kulturpflanze, Der kurze vegetative Sproß ist zu einer dicken Knolle erweitert. Diese trägt als Sproßorgan Laubblätter und zwar in spiraliger bis schraubiger Anordnung. An der Zahl der Blätter und Blattnarben kann man die Zahl der knollenbildenden Sproßabschnitte (Internodien) ablesen. Der Gehalt an Reservestoffen macht die Knolle für die menschliche Ernährung wertvoll.
Bild: Pflanzen-Schild im Freiland-Bereich des Botanischen Gartens München vom Kohlrabi (Brassica oleracea var. gongylodes), einer Varietät (Zuchtform) des Gemüsekohls (Brassica oleracea) mit jeweils abgekürztem Autorenkürzel, wobei L. für Carl von Linné steht. Foto: Mike Gallus

 

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6. Was bedeutet Convarietät (convar.) ? Eine Definition

 

Eine weitere Möglichkeit zur Unterteilung von gezüchteten Nutzpflanzen und Zierpflanzen (auch Kulturpflanzen) bietet sich mit der Convarietät (Konvarietät).

Die Convarietät steht in der Botanik zwischen Unterart und Varietät und wird mit "convar." abgekürzt.

Convarietäten sind zum Beispiel zahlreich beim Kohlgemüse zu finden. Weitere Beispiele finden sich bei der Zucchini (Cucurbita pepo subsp. pepo convar. giromontiina), die eine Convarietät einer Unterart vom Gartenkürbis (Cucurbita pepo) ist oder beim Romanesco (Brassica oleracea convar. botrytis var. botrytis).

Gegenwärtig ist noch nicht abschliessend geklärt, ob Convarietät als systematische Einheit (Taxon) in der Botanik weitergeführt werden soll.

 

Foto eines Pflanzen-Namensschildes mit der Beschriftung Variabilität einer Kultursippe, Brassica oleracea L. convar. capitata Alef. var. sabauda L., Wirsing Kohl (Welsch-Kohl, Savoyer Kohl)
Bild: Namensschild im Freiland-Bereich des Botanischen Gartens München vom Wirsing Kohl (auch Welschkohl, Savoyer Kohl), einer Varietät und Convarietät des Gemüsekohls (Brassica oleracea) mit Angabe der jeweiligen botanischen Autorenkürzel, wobei Alef. für Friedrich Georg Christoph Alefeld (1820 - 1872) steht und L. für Carl von Linné (1707 - 1778), Foto: Mike Gallus

 

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7. Was sind Sorten bzw. Kultivare von Zuchtpflanzen ? Eine Definition

 

Eine Pflanzen-Sorte (auch Cultivar, Kultivar) ist in der Botanik die Variante einer Pflanzen-Art mit bestimmten Merkmalen, die bei der Fortpflanzung erhalten bleiben.

Pflanzensorten entstehen einerseits durch Züchtung oder Auslese, bei der z.B. größere Nutzfrüchte, ein niedrigerer, höherer oder schönerer Wuchs, größere Blüten oder eine andere Blütenfarbe angestrebt werden.

Andererseits entstehen bisweilen neue Pflanzen-Formen zufällig und auf natürliche Weise. Die neue Form einer Pflanzenart wird botanisch als Sorte bezeichnet und erhält einen eigenen Sortennamen.

Bei Sortennamen von Pflanzen wird der erste Buchstabe gross und das gesamte Wort nicht kursiv geschrieben. Sortennamen werden in einfache obere Anführungszeichen gesetzt und beruhen auf nicht latinisierten Phantasienamen.

Als Beispiel kann das Silberährengras der Sorte Lemperg genannt werden, dass folgendermassen geschrieben wird: Stipa calamagrostis 'Lemperg'. Der Sortenname wird in der botanischen Nomenklatur also hinter dem Artnamen angehängt.

Die korrekte Namensgebung für Kulturpflanzen-Sorten wird im "Internationalen Code der Nomenklatur der Kulturpflanzen" geregelt (englisch: International Code of Nomenclature for Cultivated Plants, kurz: ICNCP).

Das aktuell gültige Schriftwerk dieser Regelungen kann kostenpflichtig bei der Internationalen Gesellschaft für Gartenbau-Wissenschaften bezogen werden (englisch: International Society for Horticultural Science, kurz: ISHS).

 

Foto eines Pflanzen-Namensschildes mit der Beschriftung Taxaceae Taxus baccata L., Beeren-Eibe, 'Repandens'
Bild: Namensschild im Freiland-Bereich des Botanischen Gartens München von einer Sorte bzw. einem Kultivar der Eibe (Taxus baccata 'Repandens') mit Angabe der Pflanzenfamilie Taxaceae (Eibengewächse) und des botanischen Autorenkürzels, wobei L. für Carl von Linné steht, Foto: Mike Gallus

 

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8. Was ist eine Hybride ? Eine Definiton

 

Zunächst ist "hybrid" nicht mit dem im Fahrzeug-Bereich verwendeten Ausdruck zu verwechseln. Dort bedeutet "Hybrid-Auto" z.B. dass in einem PKW zwei oder mehrere Antriebskonzepte (meist Verbrennungsmotor und Elektromotor) zum Einsatz kommen.

In der Botanik wird der Begriff "Hybride" oder "Hybriden" (von griechisch: hybrida) für die Nachkommen der beabsichtigten oder zufälligen (natürlichen) Kreuzung von Pflanzen aus verschiedenen Gattungen, Arten oder Unterarten verwendet.

Frühere und umgangssprachliche Ausdrücke für "Hybride" waren auch Bastard, Mischling oder Mischform.

Botanische Hybriden enthalten ein x zwischen Gattungsname und Artname wie das nachfolgende Namensschild der Purpus-Heckenkirsche (Lonicera x purpusii 'Winter Beauty') im Botanischen Garten München zeigt.

Dabei handelt es sich um eine Hybride aus Wohlriechender Heckenkirsche (Lonicera fragrantissima) und Stinkender Heckenkirsche (Lonicera standishii):

 

Foto eines Pflanzen-Namensschildes mit der Beschriftung Caprifoliaceae Lonicera x purpusii Rheder Purpus` Heckenkirsche 'Winter Beauty'
Bild: Namensschild im Freiland-Bereich des Botanischen Garten Münchens von einer Hybride mit Angabe der Pflanzenfamilie Caprifoliaceae (Geißblattgewächse), der Sorte 'Winter Beauty' sowie des Autorenkürzels Rheder zur Ehre von Alfred Rehder (1863 - 1949), einem deutsch-US-amerikanischen Gärtner und Botaniker, der sich auf Dendrologie spezialisiert hatte. Dendrologie ist ein Teilgebiet der Botanik und die Lehre von verholzenden Pflanzen wie Bäumen, Sträuchern und verschiedenen Kletterpflanzen. Foto: Mike Gallus

 

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9. Was bedeutet botanische Taxonomie ? Eine Definition

 

In der Botanik werden die verschiedenen Pflanzen, wie auch in der gesamten Biologie, in einer Systematik mit eindeutigen Begriffen hierarchisch strukturiert.

Diese Systematik, auch Taxonomie genannt (englisch: taxonomy), unterteilt sich nach dem "International Code of Nomenclature for algae, fungi, and plants (ICN)" absteigend in die folgenden 7 Haupt-Rangstufen: Reich, Abteilung, Klasse, Ordnung, Familie, Gattung und Art.

Bei der Gliederungslogik der systematischen Botanik verringert sich fortlaufend von den Arten bis hin zu den Reichen die Schnittmenge von gemeinsamen botanischen Eigenschaften verschiedener Pflanzen.

So werden z.B. innerhalb einer Gattung (Genus) verschiedene Arten (Species) mit gemeinsamen Merkmalen unterschieden und eine Gruppe von Gattungen mit gemeinsamen Merkmalen wird wiederum zu einer Familie zusammengefasst usw.

Bei Pflanzen enden die Namen von Abteilungen meist auf -phyta, von Unterabteilungen auf -phytina, von Klassen auf -opsida, von Unterklassen auf -idae, von Ordnungen auf -ales, von Unterordnungen auf -ineae, von Familien auf -aceae, von Unterfamilien auf -oideae, von Tribus auf -eae und von Subtribus auf -inae.

→ Vgl. hierzu auch Pflanzenfamilien der Laubbäume und Pflanzenfamilien der Nadelbäume

Zur Weiterentwicklung der botanischen Taxonomie findet alle sechs Jahre der "Internationale Botanische Kongress" mit Botanikern aus aller Welt statt (englisch: International Botanical Congress, kurz: IBC).

Auf dieser weltweit wichtigsten Botanikertagung werden die Regeln für den "Internationalen Code der Nomenklatur für Algen, Pilze und Pflanzen (ICN)" immer wieder dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung angepasst.

 

Foto  einer Schautafel mit dem Titel Linnes unzüchtiger Blick in die Blüte und  einer Zeichnung von 1736 von Georg Dionysius Ehret, einem mit Linne  befreundeter Pflanzenmaler
Bild: Schautafel im Botanischen Garten München mit den Fortpflanzungsorganen der Pflanzen gezeichnet 1736 von Georg Dionysius Ehret, einem mit Carl von Linne befreundeten Pflanzenmaler, Foto: Mike Gallus

 

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Wenn in einer der 7 botanischen Rangstufen vom Reich bis zur Art viele Pflanzen existieren, kann es bisweilen Sinn machen, eine feinere Unterteilung mit Nebenrangstufen vorzunehmen.

So können die Reiche (lat. regnum) weiter in Unterreiche (lat. subregnum) unterteilt werden, Abteilungen (lat. divisio) in Unterabteilungen (lat. subdivisio) und Klassen (lat. classis) zusätzlich in Überklassen (lat. superclassis) und Unterklassen (lat. subclassis).

Ordnungen (lat. ordo) können zusätzlich in Überordnungen (lat. superordo), Unterordnungen (lat. subordo) oder Teilordnungen (lat. infraordo) gegliedert werden und Familien (lat. famiia) zusätzlich in Überfamilien (lat. superfamilia) und Unterfamilien (lat. subfamilia).

Um bestimmte Pflanzen-Gruppen noch feiner zu untergliedern, werden Pflanzen-Familien bisweilen noch in Tribus (und falls nötig in Subtribus/Untertribus) als weitere Rangstufe zwischen Gattung und Unterfamilie unterteilt. Triben gibt es z.B. innerhalb der Bambusgewächse oder der Orchideen.

Ferner können in der botanischen Taxonomie die Pflanzen-Gattungen bei Bedarf weiter in Sektionen und Serien unterteilt werden sowie Pflanzen-Arten weiter in Unterarten und Varietäten.

 

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10. Welchen Vorteil hatte die Einführung der botanischen Systematik ?

 

Die botanische Taxonomie mit der weltweit geltenden binären Nomenklatur von Carl von Linné brachte Ordnung in die bis dahin existierende Vielfalt unterschiedlicher botanischer Begriffe für eine bestimmte Pflanze.

Sie schaffte die Voraussetzung dafür, dass Biologen, Landschaftsarchitekten, Landschaftsgärtner und Hobby-Gärtner weltweit bei der Pflanzenbestimmung oder dem Austausch einer botanischen Pflanzenliste eindeutige Namen verwenden können.

Das ist sinnvoll, denn in unterschiedlichen Sprachen gibt es oft mehrere Bezeichnungen für ein und dieselbe Pflanze, was immer wieder zu Mißverständnissen und Verwirrungen geführt hat.

Der Vorteil der binären Nomenklatur kann sehr gut am Beispiel der Bezeichnung "Butterblume" gezeigt werden. Dabei handelt es sich um einen umgangssprachlichen Trivialnamen, der im deutschsprachigen Raum je nach Region unterschiedliche Pflanzen bezeichnet.

So wird der Begriff "Butterblume" in Norddeutschland z.B. für den Gewöhnlichen Löwenzahn (Taraxacum officinalis), in Süddeutschland für den Scharfen Hahnenfuß (Ranunculus acris), in der Schweiz für die Trollblume (Trollius europaeus) oder auch allgemein für Sumpfdotterblume (Caltha palustris) verwendet.

Das bedeutet: Ohne Detail-Fotos oder Rückgriff auf eine eindeutige botanische Nomenklatur könnte mit dem Begriff "Butterblume" die jeweils tatsächlich gemeinte Pflanze nicht zweifelsfrei in einer Diskussion bestimmt werden.

 

Foto einer Schautafel mit dem Titel - Warum heißt das   Schusternagerl in der Botanik Gentiana verna? - über den Grund der   Bezeichnung von Pflanzen mit einem Doppelnamen


Bild: Schautafel im Botanischen Garten München über die Bezeichnung von Pflanzen mit Doppelnamen (binäre Nomenklatur) am Beispiel von Gentiana verna, wofür es eine Vielzahl von Volksnamen gibt wie z.B. Schusternagerl, Himmelstern, Steinnägeli, Himmelsschlüssele oder Tintenblümli, Foto: Mike Gallus

 

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11. Carl von Linné

 

Die vollständige wissenschaftlichen Benennung von Pflanzen mit der binären Nomenklatur geht auf den Arzt, Biologen und Botaniker Carl von Linné (1707 - 1778) aus Schweden zurück.

Carl von Linné baute bei der Entwicklung seiner Taxonomie (auch das Linnésche System genannt) z.B. auf die Vorarbeiten der folgenden Wissenschafter auf (deren botanische Autorenkürzel AK sind jeweils in Klammern angegeben):

 

  • Caspar Bauhin (1560 - 1624): Schweizer Botaniker und Professor der Anatomie (AK: C.Bauhin)

  • Joseph Pitton de Tournefort (1656 - 1708): französischer Botaniker und Naturforscher (AK: Tourn)

  • John Ray (1627-1705): britischer Theologe und Naturforscher (AK: Ray)

 

Carl von Linné war Professor am Lehrstuhl für Botanik, Medizin und Mathematik an der schwedischen Universität Uppsala. Er benannte 1753 in seinem Botanik-Lehrbuch "Species Plantarum" über 7.000 Pflanzenarten erstmals durchgängig mit zweiteiligen Namen.

 

Deckblatt von  Species Plantarum und Gemälde von Carl von Linne, gemalt von Alexander  Roslin
Bild links: Deckblatt des Buches Species Plantarum (1753), Foto rechts: Gemälde von Carl von Linne (Maler: Alexander Roslin, 1775)

 

Auf dem II. Internationalen Botanischen Kongress 1905 in Wien, einem weltweiten Treffen von Botanikern, wurde die botanische Nomenklatur von Carl von Linné dann offiziell als neue wissenschaftliche Terminologie für Pflanzen bestätigt.

In der Geschichte der Botanik gilt Carl von Linné deshalb als Vater der modernen Pflanzen-Systematik und sein Name ist aus diesem Grund in vielen Botanischen Gärten auf Informationstafeln über Taxonomie zu finden.

 

Foto einer  Schautafel mit Farbbild und Biografie - Ordnung als Leidenschaft - von  Carl von Linné im Hochzeitsgewand von 1739 und einem Foto des nach ihm  benannten Nordischen Moosglöckchens Linnaea borealis sowie einer alten  schwarz-weissen Zeichnung des Botanischen Gartens Uppsala von 1745
Bild: Schautafel mit der Biografie von Carl von Linné in der "Systematischen Abteilung" im Freiland-Bereich vom Botanischen Garten München mit einer alten Zeichnung des Botanischen Gartens Uppsala von 1745 und sowie einem Ölbild von Carl von Linné im Hochzeitsgewand von 1739 und einem Foto seiner nach ihm benannten Lieblingsblume, dem Nordischen Moosglöckchen (Linnaea borealis), Fotograf: Mike Gallus

 

Aber nicht nur für die systematische Benennung der Pflanzenwelt (Flora) war die Arbeit von Carl von Linné ein wichtiger Wegbereiter, sondern auch für die wissenschaftliche Erfassung der Fauna, der Gesamtheit aller Tierarten.

So enthielt sein Lehrbuch "Systema Naturae" in der 10. Auflage von 1758 zum ersten Mal in seinem Werk zweiteilige Namen für über 6.000 Tierarten.

Im Vorjahr (1757) hatte der Zoologe Carl Alexander Clerck bereits ein Lehrbuch über schwedische Spinnen vorgestellt ("Svenska Spindlar"), in dem er als erster die binominale oder binäre Nomenklatur einsetzte. Er und Carl von Linné gelten deshalb heute als die Begründer der modernen zoologischen Nomenklatur.

Nicht zu vergessen, dass Carl von Linné ein wichtiger Wegbereiter der Evolutionstheorie im 19. und 20. Jahrhundert war, also der Theorie über die Entstehung und Veränderung der Arten:

Einerseits ermöglichte seine hierarchische Taxonomie und einheitliche Systematik der binominalen Nomenklatur die Erfassung der großen Artenvielfalt in der Biologie.

Andererseits regte Carl von Linné, indem er sich für die zu seiner Zeit populäre Theorie von der Konstanz der Arten aussprach, andere Wissenschaftler zu weitergehenden Forschungen an und damit zur Entwicklung der modernen Evolutionstheorie im 19. und 20. Jahrhundert.

Nach der Theorie von der Konstanz der Arten sollen alle Arten auf der Erde in einem einmaligen Prozess der Schöpfung geschaffen worden sein und sich seitdem nicht mehr verändert haben.

Diese Theorie wurde spätestens mit dem 1858 erschienenen Buch "Über die Entstehung der Arten" von Charles Darwin (1809 –1882) von der Evolutionstheorie abgelöst, die davon ausgeht, dass sich vererbare Eigenschaften von Lebewesen in jeder Generation ändern können.

 

Titelblatt der ersten Auflage sowie die Ratio Editionis in der  zwölften Auflage des Werkes Systema Naturae mit einer Liste der von Carl  von Linne autorisierten Auflagen
Foto links: Titelblatt der 1. Auflage von Systema Naturae (1735), Bild rechts: Ratio Editionis (1768) in der 12. Auflage von Systema Naturae mit einem Überblick der von Carl von Linne autorisierten Auflagen

 

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12. Relevante Pflanzenabteilungen im Garten-Treffpunkt

 

In diesem Gartenlexikon werden zwei Pflanzen-Abteilungen thematisiert, die ausschließlich Landpflanzen (Embryophyta) beinhalten:

 

 

Im Unterschied zu den Moosen haben Gefäßpflanzen eine Wurzel mit Leitungsgewebe (Sprossachse mit Blättern). Gefäßpflanzen unterteilen sich in der Botanik weiter in folgende Unterabteilungen:

 

  • Bärlapppflanzen (Lycopodiaceae): im Garten eher von untergeordneter Bedeutung

  • Farnpflanzen (Pteridophyta) mit den beiden im Garten relevanten Klassen

    - Echte Farne (Polypodiopsida)

    - Schachtelhalme (Equisetum): gelten als Unkraut (der Acker-Schachtelhalm ist eine Heilpflanze)

  • Samenpflanzen (Spermatophytina): Fortpflanzung durch Blütenstaub (Pollen), vgl. auch → Was sind Pflanzen?

 

Zur Unterabteilung der Samenpflanzen im Garten, die im weiteren Sinn auch Blütenpflanzen genannt werden, zählen die beiden Klassen der Nacktsamigen Pflanzen und Bedecktsamigen Pflanzen:

 

  • Nacktsamer (Gymnospermae) mit den beiden im Garten relevanten Ordnungen

    - Ginkgopflanzen (Ginkgoopsida): einziger Vertreter und Baum des Jahrtausends ist der Ginko-Baum

    - Nadelhölzer/Koniferen (Pinophyta)
     
  • Bedecktsamer (Magnoliopsida): die größte botanische Pflanzen-Klasse bei den Gartenpflanzen

 

Ein Großteil der Gartenpflanzen in diesem Lexikon wie auch in der Botanik zählt zu den Samenpflanzen.

 

Foto vom Rosengarten mit dem Hauptgebäude im Botanischen Garten München
Bild: Rosengarten im Botanischen Garten München Ende August, Foto: Mike Gallus

 

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13. Botanische Gärten

 

In Botanischen Gärten werden große Sammlungen von holzigen und krautigen Pflanzen kultiviert, die dort oft nach botanischer Herkunft und Pflanzenarten sortiert sind.

Die Wurzeln der Botanischen Gärten in Europa reichen bis in die Renaissance (15. - 17. Jahrhundert) zurück, dem Zeitraum der Wiedergeburt von Kunst und Geist der Antike, in dem die Philosophie eng mit der Pflanzenkunde und Gärten verbunden war.

Daraus folgte ein intensives Studium der Natur und Pflanzenkunde in wissenschaftliche Gartenanlagen wie es bereits der Philosoph Theophrastos von Eresos (Verfasser von "Naturgeschichte der Gewächse") im Nationalgarten von Athen exercierte und damit vermutlich der Gründer des ersten Botanischen Gartens war.

Ein Botanischer Garten dient nicht nur dem Artenschutz, dem Erhalt der biologischen Vielfalt und der Erholung seiner Besucher, sondern auch der wissenschaftlichen Forschung von Biologie-Abteilungen von Hochschulen und Universitäten.

Außerdem ermöglicht der Botanische Garten Pflanzen-Interessierten ein privates Studium der Botanik und dient mit Schildern, Schautafeln und botanischen Exkursionen der Vermittlung von Wissen.

Die nachfolgende Liste enthält eine Auswahl von Städten in Deutschland mit einem botanischen Garten:

 

  • Aachen
  • Adorf
  • Altenburg
  • Augsburg
  • Bayreuth
  • Berlin-Dahlem
  • Bochum
  • Bonn
  • Braunschweig
  • Bremen
  • Chemnitz
  • Darmstadt
  • Dortmund
  • Dresden
  • Duisburg
  • Düsseldorf
  • Eberswalde
  • Eichstätt
  • Ellerhoop
  • Erlangen
  • Essen
  • Frankfurt am Main
  • Freiburg im Breisgau
  • Gießen
  • Göttingen
  • Greifswald
  • Gütersloh
  • Halle (Saale)
  • Hamburg
  • Hannover
  • Hann. Münden
  • Harz
  • Köln
  • Heidelberg
  • Hohenheim
  • Ingolstadt
  • Jena
  • Karlsruhe
  • Kiel
  • Krefeld
  • Leipzig
  • Mainz
  • Marburg
  • Mönchengladbach
  • München
  • Münster
  • Neuss
  • Oberhof
  • Oldenburg
  • Osnabrück
  • Potsdam
  • Regensburg
  • Rostock
  • Saarbrücken
  • Schellerhau
  • Solingen
  • Stuttgart
  • Templin
  • Tharandt
  • Tübingen
  • Ulm
  • Usedom
  • Würzburg
  • Wuppertal

 

Die nachfolgende Liste enthält eine Auswahl von Städten in der Schweiz und in Österreich mit einem botanischen Garten:

 

  • Aubonne (Arboretum)
  • Basel
  • Bern
  • Brissago
  • Freiburg/Fribourg
  • Genf/Geneve
  • Grüningen
  • Lausanne
  • Neuenburg/Neuchâtel
  • Pruntrut/Porrentruy
  • St. Gallen
  • Zürich
  • Graz
  • Innsbruck
  • Klagenfurt
  • Linz
  • Salzburg
  • Wien

 

Hinweis: Botanische Alpengärten im deutschsprachigen Raum werden auf einer anderen Unterseite für Deutschland, Österreich und die Schweiz aufgelistet.

Der größte botanische Garten in Deutschland befindet sich in Berlin-Dahlem. Mit rund 22.000 Pflanzenarten auf einer Fläche von 43 Hektar ist er gleichzeitig der größte botanische Garten in Europa.

Rein auf die Fläche bezogen zählt auch der Botanischer Garten in Dortmund, der sog. Rombergpark, auf einer Fläche von 65 Hektar zu den größten botanischen Gärten in Deutschland, Europa und der Welt.

Die Wilhelma im Stadtteil Bad Cannstadt in Stuttgart (Baden-Württemberg) ist der einzige zoologisch-botanische Garten in Deutschland und Europa mit gleichzeitiger Tierwelt (Fauna) und Pflanzenwelt (Flora).

Der älteste botanische Garten in Deutschland nach Gründungsjahr ist der botanische Garten der Universität Leipzig (Sachsen). Er gilt spätestens um das Jahr 1580 als fertiggestellt, sein Gelände wurde aber mehrmals verlegt.

Der älteste botanische Garten Deutschlands, der sich noch an seinem ursprünglichen Standort befindet, geht auf das Jahr 1609 zurück und liegt in der Universitätsstadt Gießen (Hessen).

Zu den größten botanischen Gärten der Welt zählen neben dem botanischen Garten Berlin-Dahlem auch der Missouri Botanical Garden in St. Louis (Bundesstaat Missouri, USA), der Royal Botanic Gardens (Kew) in London (England) und der "Jardin botanique de Montréal" in Montreal (Kanada).

Der älteste botanische Garten der Welt, der "Orto Botanico di Padova", befindet sich in der italienischen Stadt Padua:

Er wurde 1543 gegründet und beherbergt die 1585 gepflanzte "Goethe-Palme", die Johann Wolfgang von Goethe 1790 in "Die Metamorphose der Pflanzen" erwähnte, einem botanischen Lehrbuch über die Anpassung von Pflanzen an ihre jeweiligen Umweltbedingungen.

Der botanische Garten Padua gehört zur Universität Padua und wurde 1997 in die Liste des Welterbe der UNESCO aufgenommen.

 

Alter Schwarz-Weiss-Druck aus dem 16. Jahrhundert vom Botanischen Garten Padua, dem Orto Botanico di Padova, im Hintergrund ist die Basilika des heiligen Antonius von Padua abgebildet
Bild: Schwarz-Weiss-Druck aus dem 16. Jahrhundert vom ältesten botanischen Garten der Welt (Orto Botanico di Padova) in Padua / Italien mit der Basilika des heiligen Antonius von Padua (Basilica di Sant’Antonio) im Hintergrund

Foto vom Brunnen im Zentrum des Botanischen Gartens Padua und dem Gewächshaus rechts dahinter im Bild, in dem sich die Goethe-Palme befindet
Bild: Schnittpunkte der Wege mit dem Brunnen im Zentrum vom ältesten botanischen Garten der Welt in Padua (Orto Botanico di Padova), rechts dahinter im Foto steht das Gewächshaus "Palma di Goethe" mit der "Goethe-Palme", einer Zwergpalme (Chamaerops humilis)

 

Wer einmal Urlaub mitten in einem botanischen Garten machen möchte, der sollte das Delphin Botanik Hotel in der Türkei buchen. Das Fünf-Sterne-Hotel liegt in Karaburun/Okurcular nahe der Stadt Alanya an der türkischen Riviera.

Das Delphin Botanik Hotel ist umgeben von einer beeindruckenden etwa 90.000 m² großen tropischen Gartenanlage bestehend aus unzähligen mediterranen Bäumen und Pflanzen. Es erinnert an eine Mischung aus botanischem Garten und Oase, woraus sich auch der Name Delphin Botanik ableitet.

 

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14. Botanische Museen

 

Als eine Ergänzung zum Botanischen Garten gibt es im deutschsprachigen Raum z.B. in den Städten Berlin, Greifswald, Hamburg, Klagenfurt, München oder Zürich jeweils ein Botanisches Museum, in dem ein tiefergehendes Studium der Botanik möglich ist.

In einem Botanischen Museum werden z.B. auf folgende Weise detailliertes botanisches Wissen vermittelt:

 

  • Maßstabsgetreue Pflanzen-Modelle aus verschiedenen Materialien (z.B. Glasmodelle der Blaschkas)

  • Sammlungen von getrockneten und gepressten Pflanzenteilen oder Pflanzen (Herbarium)

  • Modell-Vergrößerungen zur Darstellung feiner Pflanzen-Strukturen

  • Verkleinerte Modelle in Schaukästen (Dioramen) zum Darstellen von Vegetationstypen in der Natur

 

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15. Hinweis zur Gliederungslogik

 

Die Kategorien-Bildung und Gliederung in diesem Pflanzenlexikon erfolgt nicht nach botanischer Systematik (Taxonomie), sondern nach gärtnerischen Gesichtspunkten und Begriffen, die auch im Pflanzen-Handel (Baumschule, Gartencenter) oder Lebensmittel-Bereich gebräuchlich sind.

Demzufolge stammen auch die nachfolgenden Kategorien und Begriffe (bis auf Hülsenfrucht, Bambus und Schilfrohr) nicht aus der Botanik:

 

 

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→ Zur Pflanzenwelt (Flora) in Deutschland mit Ideen für Gärtner (Hobbygärtner, Landschaftsgärtner)