Schutzhecken - Undurchdringbare Hecken - Dornenhecken
 

Was ist eine Schutzhecke oder Dornenhecke ?

 

Wenn eine Hecke von außen möglichst undurchdringbar und unüberwindbar sein soll, dann empfiehlt sich das Pflanzen mehrerer Dornensträucher mit einem dichten Geflecht von Dornen oder Stacheln (Dornenhecken).

Der botanische Unterschied zwischen Dornen und Stacheln liegt darin, dass Stacheln auf der Außenhaut einer Pflanze wachsen und relativ leicht abbrechen (z.B. bei Rosen), während Dornen fest mit dem Pflanzenkörper verbunden sind und aus diesem herauswachsen.

Im Unterschied zu Stacheln können Dornen deshalb nicht abgebrochen werden, ohne den zugehörigen Zweig abzubrechen. Die Wirkung von Dornen in einer Schutzhecke ist daher größer als von Stacheln.

Eine dichte und undurchdringbare Dornen-Hecke (englisch: thorn hedge) wird oft auch als Ersatz für einen echten Zaun oder als Sichtschutz im Garten gepflanzt.

 

Bild einer Roten Heckenberberitze oder auch Blutberberitze mit dunkelroten Blättern und Stacheln
Bild: Blutberberitze/Rote Heckenberberitze (Berberis thunbergii 'Atropurpurea'), Foto: Mike Gallus

 

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Arten, Sorten, Beispiele

 

Geeignet als dornige Sicherungshecke und Dornenhecke sind folgende Heckenpflanzen und Heckensträucher:

 

  • Gewöhnliche Berberitze (Berberis vulgaris): auch Sauerdorn

  • Julianes Berberitze (Berberis julianae): auch Großblättrige Berberitze

  • Rote Hecken-Berberitze (Berberis thunbergii 'Atropurpurea'): auch Blutberberitze

  • Dornenbeere (Ribes divaricatum)

  • Feuerdorn-Arten (Pyracantha): schnell wachsend mit langen Dornen, immergrün

  • Liguster (Ligustrum vulgare 'Atrovirens'): langsam wachsend, erst nach Jahren undurchdringbar, wintergrün

  • Mahonie (Mahonia aquifolium): immergrün

  • Sanddorn (Hippophae rhamnoides)

  • Schlehdorn (Prunus spinosa): auch Schlehe, Schwarzdorn

  • Stechpalme (Ilex aquifolium): immergrün, stachelige Blätter, eine Giftpflanze

  • Eingriffeliger Weißdorn (Crataegus monogyna): schnell wachsend mit langen Dornen und Heilkraut

  • Zierquitte (Chaenomeles): auch Scheinquitte

    - Chinesische Zierquitte (Chaenomeles speciosa)
    - Japanische Zierquitte (Chaenomeles japonica)

 

Zu beachten ist, dass einige dieser dornigen Heckenpflanzen giftige Früchte oder Pflanzengifte aufweisen und zu den Giftpflanzen zählen. Schwarzdorn und Weißdorn sind Arzneipflanzen bzw. Heilpflanzen.

Eine immergrüne/wintergrüne Dornenhecke kann mit Liguster, Mahonie und Stechpalme realisiert werden.

Wird die Hecke an einem Standort mit Kletterhilfen gepflanzt, an der sich auch Kletterpflanzen emporranken können (z.B. Hauswand, Zaun oder innerhalb einer Hecke), dann können auch Brombeeren (Rubus sectio Rubus) als Schutzhecke in Frage kommen.

 

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Wildrosenhecken

 

Ebenfalls als undurchdringbare Schutzhecke geeignet sind die stacheligen Wildrosen-Arten aus der Pflanzen-Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Als undurchdringbare Rosenhecke mit Stacheln kommen dabei z.B. die folgenden Rosen-Pflanzen in Frage:

 

  • Filzrose (Rosa tomentosa)

  • Hecken-Rose (Rosa corymbifera): weitgehend ohne Stacheln

  • Hunds-Rose (Rosa canina): auch Hundsrose, Heckenrose, Hagrose

  • Weinrose (Rosa rubiginosa)

  • Wilde Rose (Rosa rugosa)

 

Bild einer Heckenrose mit Dornen und pinkfarbener Blüte
Bild: Heckenrose (Rosa corymbifera) als Beispiel für eine Dornenhecke, Foto: Olaf Fries

 

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Bedeutung im Kindermärchen

 

Die Dornenhecke spielt eine zentrale Rolle in dem bekannten Kinder-Märchen "Dornröschen" der Brüder Grimm (vgl. 1. Auflage von "Grimms Märchen" bzw. "Kinder- und Hausmärchen" aus dem Jahre 1812).

Darin wird die schöne Königstochter Dornröschen verflucht, dass sie sich an ihrem fünfzehnten Geburtstag an einer Spindel stechen wird. Als das tatsächlich passiert, verfällt sie in ihrem Schloss mit dem gesamten Hofstaat in einen hundertjährigen Schlaf.

Das Schloss wird fortan von einer undurchdringbaren Dornenhecke umgeben. Erst nach hundert Jahren gelingt es einem Prinzen die dornige Schutzhecke zu überwinden, nachdem diese sich in Blumen verwandelt hat.

Als der Prinz im Schloss Dornröschen findet und küsst, erwacht die Prinzessin und der gesamte Hofstaat wieder aus ihrem hundertjährigen Schlaf und der Prinz und Dornröschen heiraten.

 

Schwarzweisses Bild des französischen Malers Gustave Doré mit einer Szene aus Dornröschen als der Prinz auf das Himmelbett  mit der schlafenden Prinzessin im Schloss zugeht
Bild: Szene aus Dornröschen des französischen Malers Gustave Doré (1832 - 1883)

 

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Vorteile und Nachteile von Dornen

 

Der Vorteil einer Dornenhecke im Garten liegt nicht nur in ihrer Undurchdringbarkeit von außen, sondern auch in ihrer Funktion als Vogelschutzhecke, weil sie mit ihren Dornen (Stacheln) die Vögel vor Angreifern und Frassfeinden (z.B. Katzen) schützt.

Allerdings gibt es auch Nachteile dieser Heckenart. So müssen z.B. Garten-Besitzer wegen der z.T. sehr scharfen und spitzen Dornen (Stacheln) sehr genau darauf achten, dass ihre Dornenhecken kein Verletzungsrisiko für Kinder oder Passanten auf Gehwegen darstellen.

Nicht zu vergessen, dass man nur mit dicken Handschuhen und fester Kleidung eine Dornenhecke schneiden sollte, um sich dabei nicht zu verletzen.

Wegen der z.T. sehr tief reichenden Wurzeln von Dornenhecken wird deren Entfernen bisweilen auch zu einer sehr zeitaufwendigen Arbeit, weil nur durch das vollständige Ausgraben aller Wurzeln ein Nachwachsen verhindert werden kann.

 

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Weitere Bilder und Detail-Fotos

 

Nachfolgend weitere Bilder von Dornenhecken in freier Natur und Detail-Fotos von Blättern mit Stachel-Zähnen bzw. Blattdornen:

 

Bild von den Blattdornen und dunkelgrünen, ledrigen, gesägten Blättern einer Großblättrigen Berberitze Blättern
Bild: Julianes Berberitze (Berberis julianae), auch Großblättrige Berberitze, Foto: Mike Gallus

Bild von dunkelgrünen, ledrigen Stachel-Blättern einer Europäischen Stechpalme
Bild: Immergrüne Europäische Stechpalme (Ilex aquifolium) Anfang März, Foto: Mike Gallus

 

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→ Zur Pflanzenwelt (Flora) in Deutschland mit Ideen für Gärtner (Hobbygärtner, Landschaftsgärtner)