Duftgarten - Aromagarten
 

Was sind Duftgärten und Aromagärten?

 

Ein Duftgarten (englisch: fragrance garden) ist in diesem Lexikon ein Garten, in dem verschiedene Pflanzen-Arten angepflanzt werden, deren Blätter, Blüten oder Rinde einen starken, aromatischen Duft verströmen.

Duftgärten sind aber nicht nur für die Nase betörend, sondern locken außerdem viele Insekten wie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge (→ vgl. Schmetterlingshecken) an, wodurch auch ein Stück mehr an Natur in den heimischen Garten gelangt.

Das Thema "Duftgarten" erfreut sich großer Beliebtheit und egal ob in der Gärtnerei, der Baumschule oder im Gartencenter finden sich dort mittlerweile viele Zusammenstellungen für duftende Gartenpflanzen.

 

Was sollte bei der Planung und beim Anlegen von einem Duftgarten beachtet werden?

 

Beim Anlegen von Duftgärten ist der persönliche Geschmack und Geruchssinn ausschlaggebend, weil viele Menschen Gerüche unterschiedlich wahrnehmen.

Beim Planen eines Duftgartens ist es daher ratsam, zunächst eine Auswahl von positiv wahrgenommenen Duftpflanzen vorzunehmen und diese dann im Pflanzplan harmonisch anzuordnen.

Dabei sollte auch berücksichtigt werden, dass die Reichweite und Stärke der Düfte von Pflanze zu Pflanze variiert und viele Duftpflanzen zu unterschiedlichen Tageszeiten und Jahreszeiten ihr Aroma entfalten.

So entfalten Stauden und Blumen wie

 

  • Gemshorn (Matthiola bicornis)
  • Levkojen (Matthiola incana)
  • Nachtjasmin (Cestrum nocturnum)
  • Gewöhnliche Nachtviole/Matronenblume (Hesperis matronalis)

 

oder Nachtschattengewächse wie

 

  • Nachtkerze (Oenothera biennis) und
  • Engelstrompete (Brugmansia): eine in Deutschland beliebte giftige Topfpflanze

 

erst am Abend und in der Nacht ihre Blüten, um mit ihrem betörenden Duft Nachtschwärmer wie Fledermäuse, Motten und Nachtfalter zur Bestäubung anzuziehen.

Auch die Duftart der Pflanzen sollte im Duftgarten berücksichtigt werden: Werden stark duftende Pflanzen in engem Abstand gepflanzt, dann mischen sich die Düfte und ergeben einen neuen Duft.

Falls das nicht gewünscht ist, empfiehlt sich eher das Anlegen von Duftecken, Duftnischen oder Dufträumen, in denen sich die Pflanzen-Düfte konzentrieren können und nicht sofort vom ersten Windstoß wieder verweht werden.

Niedrig wachsende Duftpflanzen sollten in Duftgärten möglichst erhöht gepflanzt werden (z.B. im Hochbeet), damit ihr Aroma stehend "mit der Nase erreicht werden kann".

Der Pflanzplan für einen Duftgarten sollte deshalb Duftnote, Duft-Jahreszeit, Duft-Reichweite und Duft-Tageszeit der Gartenpflanzen enthalten.

Bei größeren Gärten könnte auch ein Duftpfad oder Duftweg mit verschieden duftenden Pflanzen angelegt werden, der z.B. einen Spaziergang durch den Duftgarten in Vollmond-Nächten zu einem vielseitigen und sinnlichem Erlebnis macht.

 

Bestandteile von Duftgärten und Aromagärten

 

Beim Anlegen von einem Duftgarten können bei der Gartengestaltung die folgenden Duftpflanzen zum Einsatz kommen:

 

 

Ferner können auch viele Obststräucher und Obstbäume wie Apfelbaum, Pflaumenbaum oder Süßkirsche als Duftpflanzen durch ihr intensives Aroma im Frühjahr, wenn sie in der Blüte stehen, den Duftgarten bereichern.

Nicht zu vergessen auch Rosen oder Zwiebelstauden wie Hyazinthen, Maiglöckchen oder Tulpen, die zu den bekanntesten Duftpflanzen im Garten gehören.

Die einzelnen Pflanzen-Sorten für einen Duft-Garten finden sich in den jeweiligen Unterkategorien.

 

Aromagärten und Duftgärten in Deutschland

 

Wer einen großen Duftgarten in Natura bewundern will, kann das in Deutschland zum Beispiel an folgenden Orten tun:

 

 

→ Hier geht es zum Verzeichnis für Gärtner, Gärtnermeister und Landschaftsgärtner in Deutschland