Was sind Gräser? Eine Definition
Gräser (englisch: grass, grasses) sind krautige und einkeimblättrige Pflanzen, die mit Ausnahme des Bambus nicht verholzen. Als ausdauernde und mehrjährige Pflanzen zählen sie zu den Stauden.
Gräser sind wie die Nadelbäume windblütig, d.h. ihre Bestäubung findet nur mit Hilfe des Windes statt.
Durch ihre feinen Halme und filigranen Blütenrispen vermitteln Gräser eine gewisse Leichtigkeit im Garten und lockern ihn optisch auf.

Arten, Sorten, Beispiele
Die in der deutschen Sprache mit "Gras" bezeichneten Pflanzen unterteilen sich in
- Sauergräser/Sauergrasgewächse (Cyperaceae)
und
- Süßgräser (Poaceae)
Süßgräser haben einen durch Knoten (Nodien) gegliederten, meist marklosen, hohlen und runden Halm (Stängel), während die Halme der Sauergräser markhaltig, knotenlos und von eher 3-kantiger Form sind.
Als Zierpflanzen für den Garten und als älteste Nutzpflanzen in der Landwirtschaft sind besonders die Gruppe der Süßgräser von Bedeutung. Sie können nach der folgenden Liste unterteilt werden in:
Bedeutung als Solitärpflanzen
In der Familie der Süßgräser sind als Solitär-Gräser für den Garten z.B. das Chinaschilf, das Lampenputzergras, das Pampasgras oder Solitärgräser wie das Reitgras oder das Pfeifengras geeignet. Ferner finden in der Gartengestaltung auch Zwerggräser wie das Zwerggras "Mibora minima" Verwendung.
Gräser-Pflanzen finden auch im Garten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon als Topfpflanzen und Kübelpflanzen Verwendung. Ebenso können sie als Zimmerpflanzen in der Wohnung gehalten werden.

"Gräser sind das Haar der Mutter Erde"
(Karl Foerster, deutscher Gärtner, Staudenzüchter, Garten-Philosoph, 1874-1970)
Bedeutung als Allergene
Speziell die Pollen vieler Süßgräser können bei anfälligen Menschen eine Allergische Rhinitis (Heuschnupfen oder auch allergischer Schnupfen genannt) auslösen.
Bei einer Allergie gegen Gräser aktivieren deren Pollen im Körper Abwehrmoleküle, sog. Immunglobulin E, die Entzündungen in den oberen Luftwegen hervorrufen.
Außerdem sind in den Samen vieler Getreidearten sog. Gluten enthalten, die in Verbindung mit Wasser ein Klebereiweiß bilden.
Empfindliche Menschen können durch den Verzehr von gluten-haltigen Lebensmitteln eine Entzündung der Darmschleimhaut bekommen als eine Überempfindlichkeitsraktion ihres Immunsystems.
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