Was sind Giftblumen ? Eine Definition
Der Begriff "Giftblume" stammt nicht aus der Botanik und bezeichnet in diesem Lexikon giftige Blumen-Stauden, deren Blätter, Blüten, Stengel oder Wurzel Pflanzengiftstoffe enthalten, die bei Verzehr Vergiftungserscheinungen bei Menschen und Tieren bewirken können.
Giftblumen (englisch: poisonous flowers) zählen wie auch Giftbäume, Giftkräuter, Giftsträucher und verschiedene Farne und Flechten zu den Giftpflanzen im Garten.

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Arten, Sorten, Beispiele
Die nachfolgende Übersicht zeigt eine Liste von exotischen und einheimischen Giftblumen in Deutschland:
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Gemeine Akelei/Wald-Akelei (Aquilegia vulgaris): insb. die Samen enthalten leicht giftige Glykoside
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Alpenveilchen (Cyclamen): giftige Blume (speziell Blätter und Knolle)
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Belladonnalilie (Amaryllis belladonna): bes. die Blumenzwiebel enthält giftige Alkaloide (Lycorin)
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Blauer Eisenhut (Aconitum napellus): alle Pflanzenteile enthalten das sehr giftige Aconitin
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Roter Fingerhut (Digitalis purpurea): enthält hochgiftige Herzglykoside (Digitalisglykoside)
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Weisser Fingerhut (Digitalis purpurea 'Alba'): enthält die gleichen Gifte wie der Rote Fingerhut
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Herbstzeitlose/Herbst-Zeitlose (Colchicum, versch. Arten): enthält das sehr giftige Colchicin
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Christrose/Schneerose (Helleborus niger): immergrüne Giftstaude mit sehr giftigen Herzglykosiden
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Maiglöckchen (Convallaria majalis): in Deutschland unter Naturschutz, sehr giftige Herzglykoside
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Garten-Petunie/Gartenpetunie (Petunia x hybrida): ein Nachtschattengewächs, wirkt halluzinogen
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Echtes Salomonssiegel/Wohlriechende Weißwurz (Polygonatum odoratum): leicht giftig
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Schneeglöckchen (Galanthus): leicht giftig, eine lebensbedrohliche Dosis ist unbekannt
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Schöllkraut (Chelidonium majus): speziell die Wurzel ist im Herbst giftig durch Alkaloide
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Tulpen (Tulipa): enthalten giftige Tuliposide in allen Pflanzenteilen
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Winterling (Eranthis hyemalis): insb. die Blumenknolle hat herzwirksame Digitaloide (Khellinin)
Einige der genannten giftigen Blumen waren Giftpflanze des Jahres wie der Blaue Eisenhut (2005), der Rote Fingerhut (2007) oder die Herbst-Zeitlose (2010).

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Umfang der Giftigkeit von Blumen
Ob eine Blume giftig ist, hängt stets vom Lebewesen ab (Mensch oder Tier), vom Alter (Erwachsene oder Kinder) sowie vom persönlichen Körpergewicht und Gesundheitszustand.
Viele Blumen im Garten, die für Menschen keine Gefährdung darstellen, sind z.B. für Katzen giftige Pflanzen. Auf die Frage, "welche Pflanzen sind nicht giftig für Katzen?", wird an dieser Stelle jedoch nicht näher eingegangen, weil es sich in erster Linie um giftige Blumen für Menschen dreht.
Von großer Bedeutung für die Zuordnung von Blumen-Arten zu den Giftblumen ist außerdem die Menge der aufgenommenen giftigen Pflanzenteile.
Nicht zu vergessen, dass in der Medizin bestimmte Inhaltsstoffe von giftigen Pflanzen in geringer Dosierung auch zur Behandlung von Krankheiten oder für Operationen und zur Betäubung verwendet werden.
Aus diesem Grund verläuft die Grenze zwischen Giftpflanzen und Heilpflanzen/Arzneipflanzen meistens fliessend.
Bei Unklarheiten über giftige Blumen in Deutschland kann z.B. die 24-Stunden-Hotline vom GIZ-Nord in Göttingen für die Bundesländer Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein schnelle Aufklärung über giftige Pflanzen und Toxikologie bieten.
Informativ ist außerdem die Giftpflanzen-Broschüre vom Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf.
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Weitere Bilder und Detail-Fotos
Nachfolgend finden Sie weitere Bilder von giftigen Blumen in freier Natur und Detail-Fotos:








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