Duftsträucher - Der Duftstrauch
 

Was sind Duftsträucher?

 

Ein Duftstrauch zeichnet sich dadurch aus, dass er im Garten durch seine Blätter oder Blüten einen intensiven Duft verströmt. Werden Duftsträucher linienförmig, dicht zusammenstehend und langgestreckt gepflanzt, dann spricht man auch von einer Dufthecke.

Ein Duftstrauch (englisch: fragrance bush) im Vorgarten oder in der Nähe der Terrasse oder einer Pergola kann einem Garten einen besonderen Reiz und Sinnlichkeit verschaffen.

Das gilt um so mehr, wenn mehrere Solitär-Duftsträucher kombiniert werden, die zu unterschiedlichen Jahreszeiten duften. Auf diese Weise herrscht das ganze Jahr über ein angenehmer Duft vor dem Haus oder an bevorzugten Sitzplätzen im Garten.

Als positiver Nebeneffekt lockt ein Duftstrauch außerdem Insekten wie z.B. Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an und bringt so ein Stück mehr belebte Natur in den heimischen Garten (vgl. dazu auch Schmetterlingshecken und Schmetterlingsgärten).

Beim Anlegen und Pflanzen von einem Duftgarten sind Duftsträucher ein wichtiges gestalterisches Element neben anderen Duftpflanzen wie z.B. Obstbäumen in der Blüte, Duftblumen oder auch Duftkräutern, die unter dem Schutz der Büsche gedeihen können.

Kleiner wachsende Duftstrauch-Arten eignen sich auch als verschiebbare Kübelpflanzen oder Topfpflanzen auf dem Balkon und der Terrasse.

In der Antike war im Jemen die sog. Weihrauchstraße für ihre natürlichen Duftsträucher berühmt. Auf dem altorientalischen Handelsweg durch die Berge von Südarabien zum Mittelmeer begleiteten die Reisenden viele intensiv duftende Balsambaumgewächse wie z.B. Myrrhe- und Weihrauch.

 

Arten, Sorten, Beispiele

 

Die nachfolgende Liste enthält Duftsträucher und Beispiele für Pflanzen, die im Garten als Duftstrauch zum Einsatz kommen können:

 

  • Wilsons Berberitze (Berberis wilsoniae)
  • Bitterorange (Poncirus trifoliata)
  • Brautspiere (Spirea arguta)
  • Duftjasmin (Philadelphus virginal)
  • Duftschneeball (Viburnum farreri): auch Duftender Schneeball
  • Gewöhnliche Felsenbirne (Amelanchier ovalis)
  • Duftende Fleischbeere (Sarcococca Humilis)
  • Gemeiner Flieder (Syringa vulgaris): und verschiedene andere Flieder-Arten
  • Japanisches Geißblatt (Lonicera japonica)
  • Gewürzstrauch (Calycanthus floridus)
  • Spanischer Ginster (Spartium junceum)
  • Wohlriechende Heckenkirsche (Lonicera fragrantissima): auch Duft-Heckenkirsche
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra): auch Flieder (in Nord-Deutschland), schnellwachsend
  • Falscher Jasmin (Philadelphus coronarius): auch Sommerjasmin, Europäischer Pfeifenstrauch
  • Winter-Jasmin (Jasminum nudiflorum): auch Winterjasmin
  • Lavendel (Lavandula angustifolia): Heilpflanze des Jahres 2008 und ein Heilkraut
  • Sommer-Magnolie (Magnolia sieboldii): auch Siebolds Magnolie, verschiedene Züchtungen (Hybriden)
  • Rhododendron: verschiedene Rhododendren sind immergrüne Duftsträucher
  • Wilde Rose (Rosa rugosa)
  • Schmetterlingsflieder (Buddleja davidii): auch Schmetterlingsstrauch
  • Bodnants Schneeball (Viburnum x bodnantense): auch Winterschneeball
  • Wohlriechender Schneeball (Viburnum carlesii)
  • Schneeflockenstrauch (Chionanthus virginicus)
  • Schneeforsythie (Abeliophyllum distichum): intensiver Mandelduft
  • Seidelbast (Daphne mezereum)
  • Wechselblättriger Sommerflieder (Buddleja alternifolia)
  • Zaubernuss (Hamamelis mollis): langsam wachsend
  • Zwerg-Flieder (Syringa Palibin)

 

Ein sehr intensiver Duftstrauch ist auch der Liguster (z.B. Ligustrum vulgare) oder der Duftjasmin (Philadelphus x virginalis). Obststräucher können wegen ihrem intensiven Aroma in der Blütezeit ebenfalls zu den Duftsträuchern gezählt werden.

Zu beachten ist, dass einige Duftsträucher Arzneipflanzen sind oder als Giftpflanzen zum Teil giftige Früchte mit starken Pflanzengiften tragen.

 

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