Schnittblumen - Die Schnittblume
 

Inhaltsverzeichnis

 

1. Definition

3. Schnittblumenarten für Friedhof und Grab

5. Pflege-Tipps und Verlängern der Haltbarkeit

7. Bio-und-Fair-Siegel (Bioblumen-Hersteller)

9. Weitere Bilder und Detail-Fotos

 

 

2. Arten, Sorten und Beispiele

4. Vorsicht vor giftigen Schnitt-Pflanzen

6. Kritik an Produktion und Import

8. Tipps zum Konservieren und Trocknen

 

1. Was sind Schnittblumen ? Eine Definition

 

Der Begriff "Schnittblume" stammt nicht aus der Botanik und bezeichnet in diesem Lexikon Blumen-Arten, deren Anbau speziell für die Verwendung als Blumengedecke, Blumenkränze oder Blumensträuße erfolgt.

Schnittblumen (englisch: cut flowers) werden aufgrund ihrer schönen und farbintensiven Blüten gerne zur Dekoration genutzt und als Zierpflanzen in Vasen mit Wasser frisch gehalten.

Auch bei besonderen Anlässen wie Geburtstagen, Hochzeiten, Trauerfällen (Beerdigungen), Valentinstag, Muttertag, Allerheiligen, Weihnachten, religiösen Zeremonien oder als Vorboten für den Frühling ist die Schnittblume sehr beliebt und hat auch als Geschenk symbolische Bedeutung (vgl. Blumensymbolik).

Außerdem spielen Schnittblumen von jeher in der Blumenbinderei bzw. Floristik (z.B. Hochzeitsfloristik und Trauerfloristik), d.h. der künstlerischen Gestaltung von Blumenschmuck, eine wichtige Rolle.

Die Beliebtheit durch ihren besonderen Zier- und Schmuckwert teilen sich die Schnittblumen mit den Zierbaum-, Ziergemüse-, Ziergras-, Zierkraut und Zierstrauch-Arten.

Auch in der Gartenkunst, künstlerischen Gartengestaltung und als Kübelpflanzen und Topfpflanzen sind sie deshalb ein beliebtes Deko- und Gestaltungselement.

Deutschland zählt zu den weltweit größten Märkten für Schnittblumen, weshalb man sie in großer Auswahl in Blumenläden oder dem Online-Pflanzenversand und Großhandel bestellen und kaufen kann.

 

Foto der Blüte einer Königs-Strelitzie
Bild: Paradiesvogelblume/Königs-Strelitzie (Strelitzia reginae) im April

 

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2. Arten, Sorten, Beispiele

 

Die folgende Liste zeigt eine Übersicht von beliebten (und z.T. exotischen) Schnittblumen in Deutschland mit botanischen Namen und Blütenfarben:

 

  • Belladonnalilie (Amaryllis belladonna): auch Echte Amaryllis, rosa Blüten

  • Christrosen (Helleborus niger): als Schnittblumen die Stengel sehr kurz anschneiden, weisse Blüten

  • Chrysanthemen (Chrysanthemum): Herbstblume, gelbe, grüne, rosa, rote, violette, weiße Blüten

  • Dahlien (Dahlia): typische Sommerblumen mit großem Spektrum von Farben und Mehrfarbigkeit

  • Drachenwurz (Calla palustris): auch Kalla, Sumpf-Calla, weiße Blüten, Blume des Jahres 1988

  • Duftwicke/Duftende Platterbse (Lathyrus odoratus): Kletterpflanze und Hülsenfrüchtler

  • Fackellilie (Kniphofia): die meisten Arten sind immergrün, mehrfarbig Blüten von rot nach weiss/gelb

  • Freesien (Freesia): weiße, gelbe Blüten (selten rosa bis rote Blüten)

  • Funkien (Hosta, syn.: Funkia): weiße bis blaue oder violette Blüten

  • Gerbera (Gerbera): ein Korbblütler, weiße, gelbe, rosa Blüten

  • Gladiolen (Gladiolus): Blüten in fast allen Farben außer blau, braun und schwarz

  • Goldmelissen (Monarda didyma): rote Blüten

  • Atlantische Hasenglöckchen (Hyacinthoides non-scripta): rosa, blaue, weiße Blüten

  • Hortensie (Hydrangea): rosa, rote, blaue, lila oder weisse Blüten

  • Hyazinthen (Hyacinthus): gelbe, orange, rosa, rote, violette oder weiße Blüten

  • Inkalilien (Alstroemeria): gelbe, orange, rosa, rote, violette, cremefarbene oder weiße Blüten

  • Kokardenblume (Gaillardia): rot-gelbe Blüten, sehr lange in der Vase haltbar (bis 2 Wochen)

  • Korallenranke (Euphorbia fulgens): auch Leuchtende Wolfsmilch, weiße, gelbe, orange, rote Blüten

  • Levkojen (Matthiola): z.B. Garten-Levkoje (Matthiola incana), rosa, violette, weiße Blüten

  • Lilien (Lilium): verschiedene Schnittblumenarten wie die Oster-Lilie blühen in nahezu allen Farben

  • Magerwiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare): auch Wiesen-Margerite, weiße Blüten

  • Maiglöckchen (Convallaria majalis): weiße Blüten

  • Narzissen/Osterglocken (Narcissus): typische Frühlingsblumen mit gelben, orangen, weißen Blüten

  • Nelken (Dianthus): purpurfarbene, rosa, rote, weiße Blüten, bisweilen gefleckt oder innen dunkler

  • Orchideen (Orchidaceae): sehr farbkräftige blaue, gelbe, grüne, rote, weiße Blüten, z.T. mehrfarbig

  • Paradiesvogelblume (Strelitzia reginae): auch Königs-Strelitzie, gelbe und leuchtend orange Blüten

 

Bild der violetten Blüten von Orchideen der Art Phalaenopsis-Hybride und rosa Garten-Gladiolen der Sorte Gladiolus x hortulanus
Bilder (v. li.): Orchideen (Phalaenopsis-Hybride) im September, Garten-Gladiolen (Gladiolus x hortulanus) im Juli

 

  • Pfingstrosen (Paeonia): auch Päonien, gelbe, rosa, rote oder weiße Blüten

  • Elina-Rosen (Rosa 'Elina'): weisse und gelbe Blüten, Welt-Rose des Jahres 2006

  • Ruhmeskrone (Gloriosa superba): gelbe bis rote Blüten

  • Hohe Schlüsselblumen (Primula elatior): gelbe Blüten

  • Schmucklilien (Agapanthus): blaue, violette oder weiße Blüten

  • Schneerosen/Christrosen (Helleborus): rötliche oder weiße Blüten

  • Schwertlilien (Iris): z.B. Holländische Schwertlilie (Iris × hollandica), gelbe oder blau-violette Blüten

  • Sonnenbraut (Helenium autumnale): gelbe Blüten, Staude des Jahres 2008

  • Tulpen (Tulipa): gelbe, orange, rote, schneeweiße, bis fast schwarze Blüten, auch mehrfarbig

  • Vergissmeinnicht (Myosotis): blaue bis violette Blüten (selten gelb, rosa oder weiß)

  • Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima): cremeweiße, gelbe, lachsrosa, rote Blüten

  • Windröschen (Anemone): ein Hahnenfußgewächs (Ranunkel) mit blauen, gelben, grünen, rosa, roten, violetten oder weißen Blüten

  • Zantedeschien (Zantedeschia): im Handel auch Calla/Kalla, die Schnittblumenart wird bisweilen mit der Drachenwurz (Calla palustris) verwechselt und besitzt eine große Bandbreite an Blütenfarben

 

Hinweise:

 

  • Ebenfalls beliebte Schnittblumenarten sind verschiedene Rosensorten und -arten, die wegen ihrer besonderen Schönheit als "Königin der Blumen" gelten (wie auch die Orchidee), obwohl Rosen nicht zu den krautigen Pflanzen, sondern verholzenden Sträuchern zählen (→ vgl. Blumen-Definition).

  • Rosen, Orchideen und Tulpen zählen zu den meistverkauftesten Schnittblumen-Arten in Deutschland.

  • Die Blüten von Chrysantheme, Lilie, Vergissmeinnicht und einigen Rosensorten sind essbar und eignen sich z.B. für einen Blütensalat.

  • Im Versand und im Blumengroßhandel werden bisweilen Blütenzweige von Sträuchern wie dem Flieder (Syringa) als Schnittblumen verkauft, obwohl das nach der Floristik (Wissenschaft der Pflanzenwelt) keine korrekte Bezeichnung für verholzende Pflanzen ist.

  • Bei der Dekoration von Blumensträußen werden zwischen die Schnittblumen gerne Gräser und anderes Beiwerk wie z.B. Peddigrohr aus Rattan zur optischen Auflockerung geflechtet.

   

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3. Schnittblumenarten für Friedhof und Grab

 

Im Winter, wenn die Temperaturen unter Null Grad liegen, werden Schnittblumen wie Chrysanthemen, Nelken oder Rosen gerne als Friedhofsblumen zum Auslegen verwendet, weil sie bei Frost mehrere Wochen haltbar sind.

Bei der Wahl von Schnittblumen für den Friedhof steht jedoch in aller Regel die Vorliebe im Vordergrund, welche der Verstorbene für bestimmte Blumenarten gehabt hat.

Ist eine solche Vorliebe nicht bekannt, dann können Schnittblumen fürs Grab nach ihrer Symbolik ausgewählt werden (→ vgl. Trauerblumen und ihre Bedeutung).

 

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4. Vorsicht vor giftigen Schnitt-Pflanzen

 

Zu beachten ist, dass einige der oben genannten Schnittblumen giftig sind. So enthalten z.B. Christrose bzw. Schneerose, Maiglöckchen, Narzisse, Ruhmeskrone oder Tulpen verschiedene Pflanzengiftstoffe und zählen zu den Giftpflanzen.

Gerade wenn Kinder oder Haustiere wie Hunde und Katzen in die Nähe der Schnittblumen kommen können, sollte man sich also vor dem Kauf genau informieren, ob die Pflanzen giftig sind oder nicht.

Unabhängig von der Giftigkeit bestimmter Blumenarten kommen im Schnittblumenanbau vielfach grosse Mengen von Kunstdünger und Pflanzenschutzmitteln zum Einsatz.

Deshalb kann auch ein Blumenstrauß aus ungiftigen Blumen mit Giftstoffen belastet sein. Darauf sollte speziell beim Kauf von Schnittblumen aus dem Import und Großhandel geachtet werden.

Nicht zu vergessen stellt das Schenken kontaminierter und/oder giftiger Schnittblumen wahrlich keinen Liebesbeweis dar und die Folge von derartigem Schnittblumenanbau können erhebliche ökologische Belastungen für Mensch und Natur sein (→ vgl. Kritik).

 

Bild von einem Feld zum Anbau von Schnittblumen in Bayern
Bild: Feld zum Anbau von Schnittblumen in Bayern Ende August, Foto: Mike Gallus

 

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5. Wie halten Schnittblumen länger? Tipps zur Pflege und zum Verlängern der Haltbarkeit

 

Normalerweise werden Schnittblumen bereits nach ein paar Tagen welk und lassen "die Köpfe hängen". Denn sobald die Blumen von den Pflanzen abgeschnitten wurden, ist ihre Lebensdauer und Haltbarkeit nur noch eine Frage der Zeit:

Die Pflanzen altern deutlich schneller, weil ihnen nicht mehr ihre natürliche Versorgung mit Mineralien und Glucose durch den Boden und die Haupt-Pflanze zur Verfügung stehen.

Um die Haltbarkeit von Schnittblumen zu verlängern, können folgende Tipps hilfreich sein:

 

  • Schnittblumen so schnell wie möglich nach dem Abschneiden von der Haupt-Pflanze im Garten in kalk-freies Wasser mit Zimmer-Temperatur stellen.

  • Fäulnisbakterien und Pilze können verringert werden durch sorgfältiges Reinigen der Vase und der Stängel sowie Anreicherung des Vasen-Wassers mit Essigsaft oder Zitronen-Saft, deren Wirkung pH-wert-senkend ist.

  • Schnittblumen sollte man nur mit einem sehr scharfen und sauberen Messer anschneiden, damit so wenig wie möglich Zellsaft gebildet wird, der wiederum ein Nährboden für Bakterien ist.

    Was kann man sonst noch tun, damit Schnittblumen länger halten und frisch bleiben?

  • Im Blumenladen oder Gartencenter gibt es spezielle Frischhaltemittel für Schnittblumen mit bakterien-abtötenden Substanzen (Bakterizide), Dünger, Pflanzen-Hormonen und Traubenzucker.

    Frischhaltemittel haben den Vorteil, dass das Schnittblumen-Wasser nicht mehr komplett gewechselt, sondern nur noch nachgefüllt werden muß (natürlich mit weiterer Schnittblumennahrung, um deren Konzentration nicht zu verringern).

    Wenn diese Mittel nicht zur Verfügung stehen, trägt auch das zweitägliche Erneuern des Blumenwassers und gründliche Reinigen der Vase dazu bei, Bakterien zu begrenzen, damit die Schnittblumen länger haltbar bleiben.

  • Weniger bis gar nicht wirksame Hausmittel sind, dem Blumenwasser Holzkohle, Aspirin, Backpulver oder ein paar aluminium- und kupfer-haltige Ein-Cent-Münzen beizulegen, die antibakteriell wirken sollen.

  • Auch von der Anreicherung des Vasenwassers mit Traubenzucker bzw. Zucker ist eher abzuraten, weil sie auch den Fäulnisbakterien die Möglichkeit bieten, sich zu vermehren. Denn mit Traubenzucker/Zucker werden nicht nur die Schnittblume, sondern auch ihre Angreifer gestärkt.

  • Die Schnittblumen, bevor sie in eine Vase mit Wasser gestellt werden, schräg mit einem scharfen Messer anschneiden, um die Leitungsbahnen der Pflanze, die durch den Transport getrocknet sind, wieder freizulegen für die Nährstoff- und Wasseraufnahme (Ausnahmen: Calla oder Tulpe).

  • Schnittblumen halten besonders lange, wenn möglichst alle Blätter an den Stengeln entfernt werden, um die Verdunstung zu verringern. Ferner sollte darauf geachtet werden, daß die Blumen-Blätter nicht ins Vasen-Wasser hängen, weil ihre Zersetzung den Fäulnisprozeß beschleunigen.

  • Die Vase mit Schnittblumen sollte nicht unmittelbar der Sonne, Heizungs- oder Zugluft ausgesetzt werden, weil diese die Verdunstung fördern.

  • Schnittblumen sollten zum Frischhalten nicht in die Nähe von Obst wie z.B. Äpfel gestellt werden, weil Obst Reifegase ausströmt, die den Fäulnisprozess der abgeschnittenen Blumen beschleunigen.

  • Auf eine Kombination von Schnittblumen, die nach dem Anschneiden schleimen, mit nicht-schleimenden Schnittblumen sollte möglichst verzichtet werden, weil die Pflanzenmilch den Fäulnisprozeß der nicht-schleimenden Blumen beschleunigt und ihre Leitungsbahnen verstopfen kann.

  • Die Stängel von stark schleimenden oder milchführenden Schnittblumen können kurz in heißes Wasser getaucht werden, um die Stängel zu versiegeln, damit weniger Milchsaft ins Blumenwasser austritt.

  • Wenn Schnittblumen für den Transport mit Folie verpackt wurden, dann sollte diese zu Hause nach kurzer Akklimationszeit entfernt werden, weil sich durch Temperaturschwankungen Schwitzwasser in der Verpackung bildet, die zu Fäulnis führen kann.

  • Beim Kaufen von Schnittblumen an kalten Winter- oder Herbst-Tagen, sollte der Händler die Blumen besonders gut verpacken, um sie vor der Kälte beim Transport zu schützen. Demzufolge sollte auch der Transport an sich so kurz wie möglich dauern.

  • Beim Kaufen von Schnittblumen im Frühling oder im Sommer bei warmen Temperaturen, sollte der Händler die Blumen mit einem feuchten Tuch verpacken, um sie vor Hitze und Austrocknung beim Transport zu schützen. Falls möglich, bietet sich auch ein Wassereimer zum transportieren an.

 

Bild der Blüte einer Magerwiesen-Magerite
Bild: Blüte einer Magerwiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare) Ende Juni

 

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6. Kritik an der Produktion und am Import

 

Der Markt für Schnittblumen ist ein weltweites Milliarden-Geschäft, wobei der größte Teil der Produktion in Afrika (Kenia), Asien (China, Israel) und Südamerika (Kolumbien, Ecuador) erfolgt.

Der größte Exporteur der Welt für Schnittblumen ist Kolumbien und die größten Exporteure für Schnittblumen in Europa sind Holland ("Tulpen aus Amsterdam"), Polen und Spanien.

Allerdings ist die intensive Blumenproduktion und der internationale Großhandel und Import von Schnittblumen aus ökologischen und sozialen Gründen in starke negative Kritik geraten.

So müssen viele Beschäftigte in Blumenfarmen unter schlechten Bedingungen arbeiten (Arbeitslohn, Arbeitszeiten, Kinderarbeit) und sind durch den Einsatz von chemischen Herbiziden und Pestizide großen gesundheitlichen Gefahren bis hin zu schweren Vergiftungen ausgesetzt.

Nicht zu vergessen, dass der intensive Schnittblumenanbau mit Kunstdünger und Pflanzenschutzmitteln die Böden und das Grundwasser belastet.

Unter ökologischer Kritik steht auch der internationale Transport und Versand von Schnittblumen überwiegend mit Flugzeugen im Zuge der Globalisierung.

Dieser Transport hat längst dazu geführt, dass man die Schnittblumen das ganze Jahr über bestellen und kaufen kann, nicht nur in der Saison im Frühjahr und Sommer, sondern auch im Herbst und Winter.

 

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7. Bio-und-Fair-Siegel (Bioblumen-Hersteller)

 

Logo vom Flower Label Programm FLP

 

Dass der Schnittblumen-Import trotz der hohen Kosten für den Versand mit dem Flugzeug immer noch günstiger ist, als die Schnittblumen in Deutschland zu pflanzen und zu züchten, zeigt im Rückschluß, wie niedrig die Arbeitslöhne in den exportierenden Ländern sind.

Deshalb wurde 1998 das Flower Label Programm (FLP) als Warenzeichen gegründet, das sich für die Einhaltung von fairen ökologischen und sozialen Mindeststandards bei Produktion und Import von Schnittblumen einsetzt.

→ Zur Webseite des Flower Label Programm (FLP)

Logo von Fair Flowers Fair Plants FFP

 

Eine weitere Initiative für nachhaltig produzierte Blumen und Pflanzen ist das 2006 gegründete Qualitätssiegel Fair Flowers Fair Plants (FFP).

Die bei FFP angeschlossenen Hersteller von Bioblumen sind sowohl zu einer Umweltzertifizierung als auch zu einer sozialen Zertifizierung verpflichtet.

Auf diese Weise sollen die Belange von Umweltschutz, Nachhaltigkeit und fairen Arbeitsbedingungen sicher gestellt werden.

Der Kunde hat den Vorteil, daß er über einen individuellen Code auf der Webseite von FFP die Herkunft und die Produktionsbedingungen seiner gekauften Blumen und Topfpflanzen nachverfolgen kann.

→ Zur Webseite von Fair Flowers Fair Plants (FFP)

Logo Fairtrade

Bessere Arbeitsbedingungen auf Blumen-Farmen im Ausland wie Äthiopien, Ecuador, Kenia, Sri Lanka, El Salvador, Tansania, Uganda und Zimbabwe sind seit 2005 das besondere Anliegen von Fairtrade.

Zu den häufigsten Mißständen zählen dabei niedrige Löhne, fehlender Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz, Kinderarbeit, Diskriminierung sowie mangelnde Transparenz und Unabhängigkeit von Kontrollen.

Durch die sog. Fairtrade-Prämie will das Öko-Siegel zusätzlich den fairen Handel mit Schnittblumen und umweltfreundliche, soziale Produktionsweisen ohne Einsatz von Gentechnik fördern.

→ Zur Webseite von Fairtrade Deutschland

Ferner gibt es im Handel biologisch hergestellte Blumen (Bioblumen) durch Öko-Schnittblumen-Betriebe und Gärtnereien, die größtenteils durch Anbauverbände wie z.B. Bioland, Demeter und Naturland zertifiziert wurden.

Diese zertifizierten Bioblumen sind mit dem Siegel "Bio-Zierpflanzen - natürlich schön" gekennzeichnet, das für Stauden, Schnittblumen und Topfpflanzen aus ökologischem Anbau Verwendung findet.

Mit einem ganzheitlichen Bioblumen-Ansatz soll den Kritikpunkten am konventionellen Schnittblumenanbau entgegengewirkt werden:

Logo von Bio-Zierpflanzen

 

Sei es durch faire Bezahlung der Erzeuger und den dort Beschäftigten, den Verzicht auf chemische Mittel beim Anbau (z.B. Pestizide, synthetische Düngemittel, Herbizide), Gentechnik und Erde mit hohem Torf-Anteil.

Auch Klimaschutzprojekte, die z.B. CO2-Emissionen durch lange Transportwege von Schnittblumen ausgleichen sollen, werden unterstützt.

→ Zur Webseite von Bio-Zierpflanzen - natürlich schön mit einer Liste von Bioläden und Gartencenter in Deutschland, die Bioblumen anbieten

Fazit: Das Verschicken und Schenken von "klimaneutralen" und chemisch unbelasteten, "biologischen" Schnittblumen von regionalen Betrieben und aus der Anbau-Saison garantieren den Beschenkten eine ungetrübte Freude.

Wer also Schnittblumen auch im November, Dezember, Januar und Februar schenken will, kann die ökologische Wahrheit über sein Geschenk z.B. dadurch erfahren, indem er beim Discounter oder Händler die Herkunft der Schnittblumen, die damit verbundenen Transportwege und die Anbau-Methode erfragt.

 

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8. Tipps zum Konservieren und Trocknen

 

Wer aus den Schnittblumen lieber Trockenblumen herstellen will, der kann das durch Trocknen der Blumen in einem farben-erhaltendem dunklen Raum oder schneller noch im Backofen erreichen.

Nach dem Trocknen kann man Schnittblumen durch eine Konservierung weiter haltbar machen:

Die Schnittblume kann z.B. durch Glycerin oder Klarlack konserviert werden oder auch dadurch, dass sie in einem etwa 60 Grad heissen Wasserbad mit Wachs geschwenkt wird. Als Konservierungsmittel macht Wachs allerdings die Blumen starr, während Glycerin sie biegsam und elastisch konserviert.

Bisweilen wird für die Konservierung von Schnittblumen auch Haarspray verwendet, was allerdings den Nachteil hat, dass die Oberfläche der Blumen klebrig wird und die Trockenblumen zu wahren Staubfängern werden.

 

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9. Weitere Bilder und Detail-Fotos

 

Nachfolgend finden Sie weitere Bilder von Schnittblumen im Garten und Detail-Fotos:

 

Foto von gelb-rot gemusterten weissen Blüten der Schwertlilie Alstroemeria casablanca
Bild: Inkalilien (Alstroemeria casablanca) Ende April

Foto der lila Blüte einer Schwertlilie oder Iris
Bild: Lila Schwertlilie (Iris) im April

Foto der Blüte einer weissen Narzisse Flower Record mit orang-gelben Blütenkelch
Bild: Großkronige Narzisse (Narcissus 'Flower Record') Anfang Juni, eine Glocken-/Trichterblume

Foto der blass-gelb-rosa Blüte einer Tulpe aus der Sortengruppe Einfache Späte
Bild: Tulpe (Tulipa) aus der Sorten-Gruppe "Einfache Späte" Mitte April

Foto der weissen Blüten von Osterlilien
Bild: Oster-Lilie (Lilium longiflorum) Ende Mai, die bedeutendste Lilien-Art für Schnittblumen und eine Duftblume

Bild der rosa Blüten einer Chinesischen Päonie oder auch Pfingstrose
Bild: Edel-Pfingstrose/Chinesische Päonie (Paeonia lactiflora) Ende Juni

Bild der cremefarbenen bis weissen  Blüte einer Zantedeschia, die auch Calla-Lilie genannt  wird
Bild: Cremefarbene bis weisse Zantedeschie/Calla (Zantedeschia aethiopica) Anfang Juli

Bild der  weissen  Blüte einer Levkoje Matthiola incana
Bild: Weisse Levkoje (Matthiola incana) Ende Juni, Foto: Mike Gallus

 

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→ Zur Pflanzenwelt (Flora) in Deutschland mit Ideen für Gärtner (Hobbygärtner, Landschaftsgärtner)