Koniferen - Kiefernartige Nadelgehölze
 

Inhaltsverzeichnis

 

1. Definition

2. Botanische Unterteilung

3. Arten, Sorten, Beispiele

4. Wann sollte man Koniferen schneiden / pflanzen ?

5. Vorteile und Nachteile

6. Koniferen werden braun, was tun ?

 

1. Was sind Nadelholzgewächse oder Koniferen ? Eine Definition

 

Die Koniferen sind in der botanischen Taxonomie die größte Ordnung in der Klasse der Nacktsamigen Pflanzen. Dabei handelt es sich um verholzende meist immergrüne Pflanzen, deren Blätter als Nadeln ausgebildet sind.

Die Koniferen (englisch: conifers) werden auch "Die Kiefernartigen" oder botanisch auch "Coniferales" und "Pinales" genannt und wachsen als Bäume (vgl. Nadelbäume), Großsträucher und bodendeckende Sträucher. Viele Arten werden als immergrüne Nadelhecken im Garten gepflanzt.

Als Zierpflanzen kann man auch exotische Koniferen im Topf oder Kübel für den Balkon oder die Terrasse einpflanzen, die nicht winterhart sind und für die Überwinterung an geschützte Orte gestellt werden können.

Fast alle Koniferen sind immergrün und behalten im Winter ihre Nadeln. Beispiele für sommergrüne Koniferen sind verschiedene Lärchen-Arten (Larix), die Goldlärchen (Pseudolarix amabilis) und der Urweltmammutbaum bzw. das Chinesische Rotholz (Metasequoia glyptostroboides).

 

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2. Botanische Unterteilung

 

Nach folgender Übersicht zählen in der Botanik folgende Pflanzen-Familien zu den Koniferen:

 

  • Eibengewächse (Taxaceae): Europäische Eiben (Taxus baccata)

  • Kieferngewächse (Pinaceae): Douglasien (Pseudotsuga), Fichten (Picea), Goldlärche (Pseudolarix), Hemlocktannen (Tsuga), Kiefern (Pinus), Lärchen (Larix), Tannen (Abies), Zedern (Cedrus)

  • Zypressengewächse (Cupressaceae): Lebensbäume/Thujen (Thuja), Mammutbäume (Sequoioideae), Scheinzypressen (Chamaecyparis), Japanische Sicheltannen (Cryptomeria japonica), Sumpfzypressen (Taxodium), Wacholder (Juniperus), Zypressen (Cupressus)

 

Nach der jeweiligen Baumgröße unterteilen sich Koniferen in:

 

 

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3. Arten, Sorten, Beispiele

 

Die folgende Liste und Übersicht zeigt verschiedene Koniferen-Arten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, sortiert nach Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten, wie man sie auch beim Gärtner, Gartencenter, Online-Pflanzenversand kaufen kann:

 

  • Als kleine/kleinwüchsige Koniferen (Zwergkoniferen) gibt es spezielle Züchtungen aus der Baumschule wie z.B. die Korea-Tanne (Abies koreana), die Lawsons Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana 'Alumii'), die Japanische Eibe (Taxus cuspidata) oder die Zuckerhutfichte (Picea glauca 'Conica').

    Eine weitere niedrigwachsende, kleine Konifere für den Kleingarten ist der Gewöhnliche Buchsbaum (Buxus sempervirens), die Europäische/Gemeine Eibe (Taxus baccata) und der Kriech-Wacholder (z.B. Juniperus communis 'Glauca' oder 'Repanda'), der eher als bodendeckender Strauch wächst.
     
  • Große Koniferen mit einer Wuchshöhe von 40 Meter und größer sind z.B. die Blau-Fichte (Picea pungens 'Glauca'), die Gemeine Fichte (Picea abies), die Rot-Kiefer (Pinus sylvestris), die Schwarzkiefer (Pinus nigra) oder die Europäische Lärche (Larix decidua).

    Weitere große Koniferenarten sind der Küstenmammutbaum (Sequoia sempervirens), Riesenmammutbaum (Sequoiadendron giganteum), Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides), die Weiß-Tanne (Abies alba) und verschiedene große Zedern-Sorten (Cedrus).

    Der Mammutbaum gilt als die größte Pflanze auf der Erde. Die genannten großen Koniferen eignen sich nicht zum Anlegen einer Hecke. Eine Übersicht von Koniferen, die sich für eine immerg

    Eine Liste der größten, höchsten und ältesten Koniferen in Deutschland und auf der Erde (der Welt) ist auf der Seite → Die ältesten, größten und höchsten Nadelbäume zu finden.
     
  • Als winterharte Konifere für eine Hecke im Garten, als Großstrauch oder einen Formschnitt sind besonders der Säulen-Lebensbaum (Thuja occidentalis 'Smaragd'), die Gemeine Eibe (Taxus baccata), die Bechereibe (Taxus media 'Hicksii'), der Wacholder (z.B. Juniperus communis) geeignet.

    Als weitere Nadelgehölze kommen außerdem verschiedene winterharte Zypressen-Sorten (Cupressus var.) in Frage.
     
  • Schnellwachsende Koniferen sind Lärche (Larix), Lebensbaum (Thuja), Scheinzypresse (Chamaecyparis) sowie verschiedene Zedern (Cedrus) und Zypressen-Arten (Cupressus var.).

    Ein besonders schnellwachsendes Nadelholzgewächs ist die Leyland-Zypresse (Cupressus x leylandii), eine Hybride, die deshalb auch gerne als schnellwachsende Hecke und immergrüner Sichtschutz im Garten gepflanzt wird.
     
  • Eine langsam wachsende Konifere ist der Abendländische Lebensbaum (Thuja occidentalis), der gerne als langsam wachsende Hecke gepflanzt wird, wenn es darum geht, eine pflegeleichte Hecke mit Nadelgehölzen zu pflanzen, die nur selten einen Rückschnitt erfordert.

    Langsam wachsende Koniferen sind außerdem die Korea-Tanne (Abies koreana), die Blaue Japanische Kriech-Kiefer (Pinus pumila 'Glauca'), die Kleine Gelbe Fadenscheinzypresse (Chamaecyparis pisifera 'Filifera Aurea Nana') oder die Kleine Muschelzypresse (Chamaecyparis obtusa 'Nana Gracilis').

    Auch vom Wacholder (Juniperus media oder Juniperus squamata) gibt es mehrere langsam wachsende Koniferensorten.
     
  • Für einen japanischen Bonsai-Formschnitt von Gehölzen in Töpfen eignen sich neben exotischen (oft nicht winterharten) Nadelgehölzen aus Japan oder China auch heimische Kiefern bzw. Föhren (Pinus).
     
  • Für Vögel ist unter den Nadelgehölzen nur der Gemeine Wacholder (Juniperus communis) interessant, dessen Beeren z.B. von Vögeln wie dem Kernbeisser, Seidenschwanz, Zeisig oder der Wacholderdrossel bevorzugt werden (vgl. auch Vogelsträucher und Vogelhecken).
     
  • Wichtig: Buchsbaum, Eibe und Thuja sind als Konifere giftig (vgl. → Giftpflanzen und Pflanzengifte).

 

Foto verschiedener Zypressen im September
Bild: Verschiedene Koniferen und Nadelgewächse (Zypressen) *

 

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4. Wann sollte man Koniferen schneiden und pflanzen ?

 

Die beste Zeit für das Einpflanzen oder Umpflanzen von Koniferen ist je nach Klima im Herbst ab Anfang Oktober oder im Frühjahr bis etwa Anfang Mai. Frostreiche Tage im Winter sind als Pflanzzeit für Koniferen allgemein ungeeignet.

Was das Schneiden von Koniferen betrifft, sollten sie mit Ausnahme von der Eibe, Thuja oder Zypresse, die sich auch für eine Hecke (→ immergrün) eignen, nach Möglichkeit nicht geschnitten werden.

Der Grund ist, dass viele Nadelholzgewächse an älteren Holz-Teilen nach einem Schnitt nicht mehr austreiben und dann außer Form wachsen. Gerade ein Verschneiden kann oft nicht mehr von den Pflanzen ausgeglichen werden und die Koniferen sind optisch dauerhaft aus der Form.

Das Beschneiden oder Zurückschneiden von Koniferen für eine Hecke oder einen Formschnitt erfolgt am besten im Frühjahr bis Ende April oder im Herbst ab Ende September.

 

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5. Vorteile und Nachteile von Nadelholzgewächsen

 

Nadelgehölze haben den Vorteil, dass sie bis auf die Lärche und Goldlärche überwiegend immergrün sind und damit auch im Winter einen effektiven Sichtschutz bieten. Darüber hinaus benötigen Koniferen kaum Pflege.

Ihr Nachteil ist, dass sie bis auf die Thujen/Lebensbäume überwiegend schnellwachsend sind und damit häufiger einen Schnitt erfordern.

Außerdem enthält das Holz der Nadelgewächse im Gegensatz zu Laubgehölzen viel Harz und kann deshalb nur schwer gehäckselt und für den Kompost aufbereitet werden. Das Schnittgut muss deshalb bei Koniferen aufwendiger entsorgt werden.

Und: Wer sich in seinem Garten an möglichst vielen Bienen, Vögeln und Schmetterlingen erfreuen will, der sollte Laubgehölze pflanzen und von Koniferenarten Abstand nehmen, weil diese nur wenig bis keine Nahrung für die Insekten und Tiere bereitstellen (vgl. Schmetterlingshecken).

Nicht zu vergessen, dass Koniferen durch ihr einheitliches Erscheinungsbild zu einer gewissen Uniformierung der Gärten beitragen.

 

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6. Koniferen werden braun, was tun ? Was bedeutet eine Braunfärbung der Nadeln ?

 

Mit Ausnahme der Lärchen-Arten und dem Goldlärchen, deren Nadeln im Herbst braun werden und abfallen, können eine Braunfärbung oder braune Spitzen der Nadeln bei Koniferen folgende Ursachen haben:

 

  • Krankheiten:

    Koniferen können wie auch Laubbäume von Schädlingen wie Blattläusen, Milben, Motten oder Pilzen befallen werden, die z.T. zu schwerwiegenden Krankheiten führen können.
     
  • Umweltgifte und Schadstoffe:

    Saurer Regen, Winter-Streusalz oder Unkrautbekämpfungsmittel im Garten können die Nadeln und Wurzeln von Koniferen nachhaltig beeinträchtigen.
     
  • Extreme klimatische Bedingungen:

    Außerordentliche Trockenheit, Hitze, starker Frost oder kalter Wind können ebenfalls eine Braunfärbung oder braune Nadel-Spitzen von Koniferen bewirken. Empfindlich darauf reagieren speziell Blaue Scheinzypressen (Chamaecyparis lawsoniana 'Columnaris Glauca') und Thujen.
     
  • Mangel an Nährstoffen:

    Normalerweise muß man Koniferen nicht zusätzlich düngen, weil sie genügend Nährstoffe aus der Garten-Erde ziehen können. Ein Nährstoffmangel stellt daher eine Ausnahme dar und erfordert gezielte Pflege-Maßnahmen wie z.B. Bittersalz-Dünger.

 * Foto © Oliver Fries

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→ Zur Pflanzenwelt (Flora) in Deutschland mit Ideen für Gärtner (Hobbygärtner, Landschaftsgärtner)