Giftpflanzen in Deutschland
 

Was sind Giftpflanzen? Eine Definition

 

Der Begriff "Giftpflanze" stammt nicht aus der Botanik, sondern aus dem täglichen Sprachgebrauch und bezeichnet Pflanzen, die Pflanzengifte enthalten, welche bei Lebewesen (Menschen und Tiere) Vergiftungen bewirken können.

Giftpflanzen (englisch: poisonous plants) sind in diesem Lexikon giftige Pflanzen, die beim Menschen, wenn er sie als Ganzes oder in Bestandteilen (z.B. Blätter, Blüten, Früchte, Samen, Wurzel) zu sich nimmt oder mit ihnen in Berührung kommt, zu Vergiftungen und Krankheiten führen können.

Eine Vergiftung (Intoxikation) kann dabei durch Aufnahme von Giftstoffen über die Atmung (Inhalation), über den Mund (oral) oder über die Haut (dermal, percutan) erfolgen.

Die Giftpflanze kommt als Baum (Giftbaum), Blume (Giftblume), Farn, Flechte, Kletterpflanze, Kraut (Giftkraut), Staude oder Strauch (Giftstrauch) in der Natur vor.

Viele heimische Giftpflanzen in Deutschland wachsen wild im Wald oder am Wald- und Wiesenrand. Nachdem viele Giftpflanzen besonders auffällige Früchte und bunte Blüten haben, kann man sie aber auch als Zierpflanzen für den Garten oder als Balkonpflanzen und Zimmerpflanzen bei Gärtnereien, Gartencenter und Baumschulen kaufen.

Welche Giftpflanzen im Garten jeweils welche Pflanzengifte enthalten und in welchen Pflanzen-Bestandteilen wird auf der Unterseite Pflanzengiftstoffe näher ausgeführt.

 

Arten, Sorten, Beispiele

 

Die nachfolgende Liste zeigt einheimische Giftpflanzen in Deutschland, wobei einjährige, sommergrüne und krautige Pflanzen nicht extra gekennzeichnet sind. Pflanzen, die für Menschen sehr giftig sind, werden in dieser Übersicht mit einem Hinweis gekennzeichnet. Leicht giftige Pflanzen sind in der Liste nicht enthalten.

 

  • Gefleckter Aronstab (Arum maculatum): eine Giftstaude
  • Beifußblättriges Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia): wg. starker Pollenallergene ein Unkraut
  • Blauregen (Wisteria sinensis): eine mehrjährige Kletterpflanze
  • Buchsbaum (Buxus sempervirens): immergrün, Kleinbaum und Heckenpflanze, enthält Alkaloide Cyclobuxin D
  • Christrose/Schneerose (Helleborus niger): sehr giftige Alpenblume und immergrüne Giftstaude
  • Dieffenbachie (Dieffenbachia): sehr giftige, immergrüne Zimmerpflanzen und Giftstauden
  • Eibe (Taxus baccata): immergrüner Nadelbaum
  • Vierblättrige Einbeere (Paris quadrifolia): sehr giftige Pflanze und Giftstaude
  • Blauer Eisenhut (Aconitum napellus): sehr giftige Pflanze und Giftstaude, giftigste Pflanze in Europa
  • Faulbaum (Rhamnus frangula): stark hautreizende Laubgehölze, wichtiger Vogelstrauch und Rindentee
  • Roter Fingerhut (Digitalis purpurea): zweijährige, krautige Pflanze
  • Weißer Germer (Veratrum album): sehr giftige Giftstaude
  • Färber-Ginster (Genista tinctoria): ein Zwergstrauch aus der Familie der Leguminosen
  • Goldregen (Laburnum anagyroides/vulgare): wird als Grossstrauch und Zierstrauch gepflanzt
  • Herbstzeitlose (Colchicum autumnale): sehr giftige Pflanze und Giftstaude
  • Herkulesstaude/Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum): stark phototoxische Giftstaude
  • Hundspetersilie (Aethusa cynapium): sehr giftige Pflanze
  • Lebensbaum (Thuja occidentalis): eine sehr giftige Nadelbaum-Art und Nadelhecke
  • Lorbeerkirsche/Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus): immergrüne, schnellwachsende Heckenpflanze
  • Lupine, Blaue und Gelbe (Lupinus polyphyllos): Giftstauden aus der Familie der Hülsenfrüchte
  • Maiglöckchen (Convallaria majalis): eine beliebte Duftblume
  • Oleander/Rosenlorbeer (Nerium oleander): immergrüner Strauch, nicht-winterharte Kübelpflanze
  • Pfaffenhütchen (Euonymus europaea): langsam wachsende Hecke
  • Rhododendron: viele Rhododendren-Arten und -Sorten sind giftig und Giftsträucher
  • Rittersporn (Delphinium): überwiegend Giftstauden
  • Robinie (Robinia pseudoacacia): auch Falsche Akazie, Scheinakazie, überwiegend Giftstauden
  • Rosmarinheide (Andromeda polifolia): ein immergrüner Zwergstrauch, Blume des Jahres 1991
  • Ruhmeskrone (Gloriosa superba): eine beliebte Schnittblume
  • Sadebaum (Juniperus sabina): auch stark hautreizend, immergrüner Giftstrauch
  • Schellenbaum (Thevetia peruviana): immergrüner Strauch, nicht-winterharte Kübelpflanze
  • Gefleckter Schierling (Conium maculatum): sehr giftige Pflanze
  • Schlafmohn (Papaver somniferum): Anbau ist in Deutschland verboten
  • Schöllkraut (Chelidonium majus): speziell die Wurzel ist im Herbst sehr giftig
  • Seidelbast-Arten (z.B. Daphne mezereum): sehr giftige Pflanze, auch über die Haut
  • Stechpalme (Ilex aquifolium): wächst auch in freier Natur als immergrüner Wildstrauch
  • Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus): immergrüner Halbstrauch
  • Tafeleibe (Taxus baccata 'Repandens'): immergrüner, bodendeckender Strauch
  • Tulpe (Tulipa gesneriana): auch stark hautreizend, Frühlingsblume und Rabattenblume
  • Wasserschierling (Cicuta virosa): sehr giftige Pflanze und Giftstaude
  • Wunderbaum (Ricinus communis): einjährige und sehr giftige Zimmerpflanze
  • Rote/Rotfrüchtige Zaunrübe (Bryonia dioica): Kletterpflanze
  • Weiße Zaunrübe (Bryonia alba): sehr giftige Kletterpflanze
  • Winterling (Eranthis hyemalis): sehr giftige Winterblume
  • Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias): giftig über Hautkontakt, eine Giftstaude

 

Unter den Nachtschattengewächsen gibt es ebenfalls viele in Deutschland heimische Giftpflanzen mit sehr giftigen Pflanzenteilen, deren Tropanalkaloide auch sehr gut über die Haut aufgenommen werden.

Die folgende Übersicht zeigt einheimische Giftpflanzen aus der Familie der Nachtschattengewächse, die zu den giftigsten Pflanzen in Deutschland und zu den sog. "Bio-Drogen" zählen:

 

  • Alpenveilchen (Cyclamen)
  • Alraune/Gemeine Alraune (Mandragora officinarum)
  • Bilsenkraut/Schwarzes Bilsenkraut (Hyoscyamus niger)
  • Engelstrompete (Brugmansia)
  • Schwarzer Nachtschatten (Solanum nigrum)
  • Schwarze Tollkirsche (Atropa belladonna)
  • Stechapfel (Datura stramonium)
  • Tabak (Nicotiana)

 

Bei essbaren Nachtschattengewächsen wie

 

 

enthalten die grünen Teile das Pflanzengift Solanin bzw. zählen sie in unreifer und grüner Form ebenfalls zu den Giftpflanzen (bei Tomaten sind die grünen Teile und unreifen Früchte sogar sehr giftig).

 

"Gift in den Händen eines Weisen ist ein Heilmittel,
ein Heilmittel in den Händen des Toren ist Gift."
(Giacomo Casanova, italienischer Abenteurer und Schriftsteller, 1725-1798, in: Memoiren)

 

Bestimmte Arten und Sorten der Hülsenfrüchte wie grüne Bohnen (insb. die Gartenbohne), Erbsen und Linsen enthalten in roher Form giftige Inhaltsstoffe wie das Pflanzengift Phasin, ein sog. Hämagglutinin.

Hämagglutinine führen zu einer Verklumpung der roten Blutkörperchen und können Entzündungen der Darmschleimhaut bewirken. Bei hoher Dosierung kann der Verzehr sogar lebensbedrohlich sein.

Diese Hülsenfrüchte sollten deshalb mindestens eine Viertelstunde lang vor dem Verzehr gekocht, blanchiert oder gegart werden, um Hämagglutinine sowie giftige oder schwer verdauliche Inhaltsstoffe abzubauen.

Je nachdem, wie man Giftpflanze definiert, könnten selbst Obst-Sorten wie die Aprikose oder die Marille unter die Giftpflanzen fallen, weil ihre Kerne bzw. Steine den Pflanzengiftstoff Amygdalin enthalten, der im Organismus mit Hilfe von Wasser zu Blausäure umgewandelt wird.

Auch alle Farne sind giftige Pflanzen, wobei der Adlerfarn in Deutschland der giftigste Farn ist: Seine Sporen sollten nicht eingeatmet werden, weil das darin enthaltene Enzym Thiaminase im Verdacht steht, Krebs und Tumore auszulösen.

Ungeachtet dessen wird z.B. der Adlerfarn gebietsweise in Japan, auf Neuseeland oder in den USA als Blattgemüse (z.B. Blattsalat, Wildsalat) zubereitet.

Weil Pilze keine Pflanzen sind, sondern neben Tieren und Pflanzen einen eigenständigen Bereich in der Biologie darstellen, sind Giftpilze wie der Knollenblätterpilz in diesem Giftpflanzen-Lexikon nicht in der Übersicht giftiger Pflanzen zu finden.

 

Was sollte beim Pflanzen von Giftpflanzen beachtet werden?

 

Giftpflanzen können bereits in kleinen Mengen oder Bestandteilen gefährlich für die Gesundheit sein. Sie sollten deshalb im Garten, auf dem Balkon oder in der Wohnung sorgfältig gepflanzt werden, um Vergiftungen für Babies, Kinder und Erwachsene zu vermeiden.

Oft wird bei der Gartengestaltung allerdings vergessen, dass viele Giftpflanzen auch für Tiere wie Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen, Schildkröten oder Wellensittiche giftig sind.

Und nicht nur kleinere Haus-Tiere sollten beim Standort einer Giftpflanze berücksichtigt werden, sondern z.B. auch Kühe, Pferde, Schafe und Ziegen auf der Nachbar-Weide.

Allerdings sollten Giftpflanzen und ihre Wirkung auf Tiere und Menschen differenziert betrachtet werden. Oder anders ausgedrückt: Giftpflanzen, die für Tiere tödlich sind, müssen für Menschen noch lange nicht giftig sein.

So ist z.B. der Lavendel für Tiere wie Hamster, Hasen, Kaninchen oder Meerschweinchen giftig, während er bei Menschen als wohlriechende Heilpflanze verwendet wird.

Weiter gibt es Giftpflanzen, die nur für bestimmte Tiere giftig sind wie z.B. Geranien für Hamster, Hasen, Kaninchen und Meerschweinchen oder Hortensien zusätzlich auch für Hunde, Katzen und Vögel.

 

Traditionelles Piktogramm und Symbol für Gift mit einem Schädel mit gekreuzten Knochen auf weissem Hintergrund
  Traditionelles Piktogramm und Symbol für Gift
EU-Gefahrensymbol für giftige Substanzen mit einem Schädel mit gekreuzten Knochen auf orangem Hintergrund
  EU-Gefahrensymbol für giftige Substanzen

 

Giftpflanzen auf dem Kinder-Spielplatz

 

Natürlich sollte bei der Standort-Wahl einer Giftpflanze auch darauf geachtet werden, dass sich in der nächsten Nachbarschaft kein Kindergarten oder Spielplatz befindet, um Kinder nicht dem zusätzlichem Risiko auszusetzen, dass sie aus Neugier die oft verlockenden Früchte von Giftpflanzen probieren.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) in Berlin empfiehlt in seiner offiziellen Liste, giftige Pflanzen nicht in der Nähe von Anlagen anzupflanzen, die für Kinder leicht zugänglich sind (z.B. Kindergarten, Schwimmbad, Spielplatz).

Der Bundesverband der Unfallkassen (DGUV) in München empfiehlt in seiner Informationsbroschüre "Naturnahe Spielräume" (GUV-SI 8014, Ausgabe August 2000), die Liste folgender Giftpflanzen bzw. Giftstauden bei Spielplätzen für Kinder grundsätzlich nicht einzusetzen:

 

  • Goldregen (Laburnum anagyroides)
  • Pfaffenhütchen (Euonymus europaea)
  • Seidelbast (Daphne mezereum)
  • Stechpalmen (Ilex aquifolium)

 

Zusätzlich empfiehlt der Verband in Bayern, stark ätzende Pflanzen wie z.B. den Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzium) aus den Spielbereichen der Kinderspielplätze und Kindergärten zu entfernen.

Wer sich bei der Wahl einer Giftpflanze, ihrem Standort und allen zu berücksichtigenden Faktoren nicht sicher ist, sollte sich nicht scheuen, den Rat bei professionellen Landschaftsgärtnern, Gartenarchitekten oder Landschaftsarchitekten einzuholen.

Informationen über heimische Giftpflanzen in Deutschland gibt es auch beim Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf, das eine Broschüre veröffentlicht hat mit dem Titel "Giftpflanzen - Beschauen, nicht kauen".

In der 40-seitigen Broschüre wird besonders auf die Gefahren von Giftpflanzen für Kinder im öffentlichen Grün eingegangen und es werden Tipps gegeben, wie man sich im Falle einer Vergiftung durch Pflanzengifte verhalten soll.

Nicht zu vergessen das Giftinformationszentrum-Nord in Göttingen für die Bundesländer Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, das zum Beispiel rund um die Uhr telefonische Beratungen über giftige Pflanzen und Toxikologie durchführt.

Außerdem veröffentlicht die Giftzentrale regelmäßig im Internet die jeweils aktuellen Kontaktdaten anderer deutscher Giftzentralen in Berlin, Bonn, Erfurt, Freiburg, Göttingen, Homburg, Mainz, München und Nürnberg.

 

Welche Vergiftungen können durch Giftpflanzen beim Menschen auftreten?

 

Die Vergiftungen, die je nach eingenommener Menge und Körpergewicht durch eine Giftpflanze entstehen, können folgende Symptome bewirken:

 

  • Herzbeschwerden, Herzrhythmusstörungen, Herz- und Kreislaufstörungen
  • Bewußtseinsstörungen wie Halluzinationen, Schwindel und Tobsucht
  • Verdauungsstörungen wie Brechreiz, Durchfall, Erbrechen, Magen-Krämpfe, Übelkeit

 

Bei sehr giftigen Pflanzen kann es auch zu folgender Wirkung kommen:

 

  • Dauerhafte Schädigung der Nieren und anderer innere Organe
  • Dauerhafte Nervenschädigungen und klinische Psychosen
  • Atemlähmung, Herzversagen und Kreislaufkollaps bis hin zum Tod

 

Ferner gibt es Giftpflanzen wie den Riesen-Bärenklau, den Eisenhut, bestimmte Efeu-Arten oder den exotischen Weihnachtsstern, deren Blätter oder Pflanzensaft bei direktem Hautkontakt zu Hautirritationen führen können wie z.B. allergische Kontaktdermatitis, Blasen, Juckreiz, Rötungen und Verbrennungen.

 

"Dosis sola facit venenum" - auf deutsch: "Allein die Dosis macht das Gift."
(Paracelsus, Arzt, Alchemist und Naturphilosoph, ca. 1493–1541, in: dritte defensio, 1538)

 

Die Grenze zwischen Heil- und Giftpflanzen sowie essbaren Pflanzen verläuft oft fliessend: Viele giftige Pflanzen werden in der Medizin in geringer Dosierung als Heilpflanzen oder Arzneistoffe und in der Homöopathie als Heilmittel verwendet.

Ferner gibt es essbare Pflanzen, die nur in rohem oder unfreifem Zustand giftig sind bzw. bei denen nur bestimmte Bestandteile wie Beeren, Blätter, Blüte oder Früchte giftig sind.

Das ist z.B. der Fall bei bestimmten Nachtschattengewächsen und Hülsenfrüchten, die in gekochtem oder ausgereiftem Zustand ungiftige Pflanzen sind (z.B. Grüne Bohnen, Kartoffeln, Tomaten).

 

Welche Giftpflanzen sind die giftigsten Pflanzen?

 

Die Frage, welches die giftigste Pflanze in Deutschland oder in Europa ist, läßt sich nicht eindeutig beantworten. Es gibt mehrere Faktoren, die eine Rolle spielen, ob Pflanzen als sehr giftig oder als tödliche Giftpflanzen einzustufen sind:

 

  • Individuelle genetische Veranlagung des Aufnehmenden
  • Art des Lebewesens (Menschen oder Tiere, wie z.B. Hunde, Kaninchen, Katzen, Pferde, Vögel)
  • Alter des Aufnehmenden (Baby, Kinder, Erwachsene) und Körpergewicht
  • Aufnahme-Art der Pflanzengifte über die Atmung, die Haut oder den Mund
  • Schnelligkeit der Giftwirkung bzw. Zeitraum bis zur Entfernung der Pflanzengifte aus dem Organismus
  • Alter und Reifegrad der Giftpflanze sowie Jahreszeit der Ernte
  • Notwendige Giftmenge für eine Vergiftung
  • Verfügbarkeit von Gegenmitteln im Fall einer Vergiftung

 

Unabhängig von diesen Faktoren gilt der Wunderbaum (Ricinus communis) und sein tödlicher Inhaltsstoff Rizin als giftigste Pflanze der Welt. Die tropische Giftpflanze ist auch in Liste 1 der Chemiewaffen-Konvention (CWC) der Vereinten Nationen aufgeführt.

Als weitere tropische Giftpflanzen sind verschiedene Lianen (Kletterpflanzen) aus dem Regenwald zu nennen, die das hochgiftige Pflanzengift Curare enthalten. Curare ist ein stark muskellähmendes Nervengift, das z.B. von Indianern und Indios in Südamerika als Pfeilgift für die Jagd verwendet wird.

Als giftigste Pflanze (bzw. giftigste Blume) in Deutschland und auch als giftigste Pflanze in Europa gilt der Blaue Eisenhut mit dem tödlichen Pflanzengift Aconitin, das in allen Teilen der Blume enthalten ist.

 

Giftpflanzen des Jahres

 

Seit 2005 wird in Hamburg in öffentlicher Abstimmung vom Botanischen Sondergarten im Bezirk Wandsbek die Giftpflanze des Jahres in Deutschland gewählt, die dann besonders vorgestellt wird.

Gemäß der folgenden Liste waren die Giftpflanze

 

  • des Jahres 2005 der Blaue Eisenhut (Aconitum napellus)
  • des Jahres 2006 das Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus)
  • des Jahres 2007 der Rote Fingerhut (Digitalis purpurea)
  • des Jahres 2008 die Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum)
  • des Jahres 2009 der Tabak (Nicotiana)
  • des Jahres 2010 die Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)

 

Die Aktion vom Botanischen Sondergarten Hamburg möchte Gärtner, Hobbygärtner und Pflanzenliebhaber für die Giftwirkung vieler einheimischer Pflanzen sensibilisieren und auf tödliche Giftpflanzen im Garten, im Zimmer und in freier Natur hinweisen.

 

→ Hier geht es zum Verzeichnis für Gärtner, Gärtnermeister und Landschaftsgärtner in Deutschland