Blauglockenbäume - Chinesischer Blauglockenbaum
 

Inhaltsverzeichnis

 

1. Definition, Eigenschaften und Merkmale

2. Symbolische Bedeutung in China und Japan

3. Geschichte in Europa

4. Bedeutung für das einheimische Ökosystem

5. Bedeutung als Rohstoff und Holz-Eigenschaften

6. Tipps zur Pflege und zum Pflanzen

7. Sorte 'Nordmax21': alternative, grüne Geldanlage

8. Weitere Bilder und Detail-Fotos

 

1. Definition, Eigenschaften und Merkmale

 

Der sommergrüne, laubabwerfende Blauglockenbaum (Paulownia tomentosa, Syn.: Paulownia imperialis) zählt in der Botanik zur einzigen Pflanzen-Gattung der Familie der Blauglockenbaumgewächse (Paulowniaceae, Paulownien).

Weitere Namen sind Blaublütenbaum, Japanischer Kaiserbaum oder Kaiserliche Paulownie. In China wird der Baum auch"Pao Tong" genannt und in Japan "Kiri" (Kiribaum).

Der Chinesische Blauglockenbaum wächst als mittelgroßer Baum und wird bei gleichbreiter Baum-Krone etwa 10 - 15 Meter hoch. Er zählt zu den tiefwurzelnden Bäumen.

Wahrlich kaiserlich und imposant sind die großen und selten schönen blau-violetten oder rosa-violetten Glockenblüten am Zweigende der Blauglockenbäume. Sie sind nicht minder auffallend als die Blüten vom Taschentuchbaum (Davidia involucrata) oder vom Trompetenbaum (Catalpa bignonioides).

Die bei Bienen und Hummeln beliebten Blüten gefallen außerdem durch ihren Duft im Frühling und ihre auffallende Länge von 5 - 6 cm.

Die Blütezeit der Paulownia ist im Monat April oder Mai vor dem Austrieb der Blätter und sie blüht zum ersten Mal nach etwa 3 bis 5 Jahren, wobei die neue veredelte Sorte Paulownia fortunei 'Fast Blue' noch früher Blüten trägt.

Die grünen Trauben-Früchte sind 3 - 4 cm lange, eiförmige Kapselfrüchte (Nüsse) und wie auch die Samen schwach giftig. Sie enthalten den Pflanzengiftstoff Verbascosid und bleiben den Winter über am Baum bis zur nächsten Blüte.

Der Blauglockenbaum zählt in den ersten 10 Wuchsjahren zu den sehr schnell wachsenden Baumarten und ist sehr resistent gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Er kann bei günstigem Standort im Garten zwischen 50 cm und 2 Meter pro Jahr wachsen (die Sorte Nordmax21 sogar noch mehr).

Charakteristisch sind die Mitte Mai austreibenden, gegenständigen und herzförmigen Blätter, die bis zu 40 cm breit werden und auf der Unterseite samtig-behaart sind.

Die große Blatt-Fläche ist auch der Grund für das schnelle Wachstum der Bäume, weil sie eine sehr effektive Assimilation von Sonnenenergie (Photosynthese) ermöglichen. Im Herbst zeigt der Blauglockenbaum keine Herbstfärbung seiner Blätter.

 

Bild einer Blauglockenbaum-Blüte von der Art Paulownia tomentosa in Grossaufnahme
Bild: Blüte von einem Chinesischen Blauglockenbaum (Paulownia tomentosa) Mitte Mai in Baden-Württemberg

 

Die dunkelgrünen Blätter vom Blauglockenbaum ähneln denen vom Trompetenbaum (Catalpa bignonioides), deshalb werden beide Bäume gerne verwechselt, weil sie sich in erster Linie durch die Farbe und Form ihrer Blüten unterscheiden.

 

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2. Symbolische Bedeutung in China und Japan

 

Wegen seiner kaiserlichen Schönheit war der Blauglockenbaum dem japanischen Kaiserhaus zugeordnet.

Die Blätter und Blüten der Kaiserlichen Paulownia wurden deshalb z.B. als heraldisches Symbol im kaiserlichen Wappen (Go-Shichi no Kiri) verwendet.

Auch heute noch ist das sog. "Go-Shichi no Kiri"-Symbol im Wappen des japanischen Premierministers und seinem Kabinett zu finden und zwar in Form von drei nebeneinander stehenden Blättern, über denen jeweils 5, 7 und 5 Blüten angeordnet sind, also insgesamt 17 Blüten.

Ferner wird von der japanischen Regierung seit 1888 der Große Orden der Paulownienblüte (englisch: Grand Cordon of the Order of the Paulownia Flowers, japanisch: Kun-it-tō Kyokujitsu Tōka Daijushō) für außergewöhnliche militärische oder zivile Verdienste für die Kultur und Gesellschaft Japans verliehen.

Der Große Orden der Paulownienblüte besteht aus einem Kreuz, bei dem sich zwischen jedem Arm des Kreuzes drei Blüten einer Paulownia befinden.

 

Bild des Go-Shichi no Kiri Symbols im Wappen des japanischen Premierministers
Bild: "Go-Shichi no Kiri"-Symbol im Wappen des japanischen Premierministers
Bild vom Grossen Orden der Paulownienblüte
Großer Orden der Paulownienblüte

 

Der Große Orden der Paulownienblüte ist seit 2003 der zweitgrößte verleihbare Orden in Japan vor dem Orden der aufgehenen Sonne (Order of the Rising Sun) und nach der höchsten japanischen Auszeichnung, dem Chrysanthemenorden (Order of the Chrysanthemum).

Auch das Symbol vom Orden der aufgehenden Sonne zeigt drei Blätter eines Paulownia-Baumes, über denen in der Mitte 5, 7 und 5 Trauben einer Blüte stehen (vgl. Foto weiter unten).

Der Kiribaum ist ferner im Logo der japanischen Universität Tsukuba enthalten und zwar in Form von drei nebeneinander stehenden Blättern, über denen 3, 5 und 3 Blüten angeordnet sind, also insgesamt 11 Blüten.

Außerdem ist der Kiribaum Bestandteil des Studentenliedes "Kiri no ha" der Universität Tsukuba, was auf deutsch übersetzt bedeutet "Das Blatt des Blauglockenbaums".

In China wird als alter Brauch bei wohlhabenderen Familien ein Blauglockenbaum gepflanzt, wenn eine Tochter geboren wird. Nachdem der Baum sehr schnell wächst, hat er, bis das Mädchen heiratet, bereits eine beträchtliche Größe erreicht.

Der Blauglockenbaum wird dann zu ihrer Hochzeit gefällt und das Holz zur Herstellung von Möbelstücken oder für die Aussteuer verwendet.

In Japan wurde analog aus Blauglockenbaumholz traditionell ein "Tansu" hergestell. Wohlhabende Familien pflanzten aus diesem Grund bei der Geburt einer Tochter einen Blauglockenbaum, um bei ihrer Hochzeit aus dessen Holz einen Tansu herstellen zu lassen für die Mitgift.

Bei einem Tansu handelt es sich um Möbel wie eine Kommode, ein Schrank oder eine Truhe, in denen Händler oder Familien Wertgegenstände aufbewahrt haben.

 

Foto von einem japanischen Orden der aufgehenden Sonne mit Blättern und Blüten einer Paulownia
Bild: Orden der aufgehenden Sonne
Bild einer traditionellen Tansu-Kommode aus Blauglockenbaumholz
Foto: Tansu-Kommode aus Blauglockenbaumholz

 

Wegen seiner außerordentlich hohen Wuchsgeschwindigkeit gilt der Blauglockenbaum (Kiribaum) in China, Japan und Korea allgemein als ein Symbol für Fruchtbarkeit und auch für Glück.

Letzteres geht auf eine Legende zurück, wonach der Kaiserbaum der Sitz des mystischen Vogels "Phönix" war, der verbrennt und aus seiner Asche neu entsteht ("wie Phoenix aus der Asche"). Phoenix soll sich auf seinen Flügen nur auf einem Blauglockenbaum niedergelassen haben.

 

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3. Geschichte in Europa

 

Ursprünglich stammt der Blauglockenbaum aus Japan und China, wird aber mittlerweile auch in Europa als Zierbaum kultiviert. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde er vom bayerischen Botaniker, Natur- und Japan-Forscher Philipp Franz von Siebold (1796 - 1866) nach Europa eingeführt.

Den Namen "Kaiserbaum" verdankt der Blauglockenbaum dem wissenschaftlichen Namens "Paulownia", der auf die russische Prinzessin und Grossfürstin Anna Paulowna (auch Pavlovna, Pawlowna) von Holstein-Gottorp-Romanow (1795 - 1865) zurückgeht, die von 1840 bis 1849 Königin der Niederlande war.

Zu Ehren von Anna Paulowna benannte der bayerische Botaniker Philipp Franz von Siebold (1796 - 1866), der in den Diensten ihres Vaters, dem russischen Zar Paul I. (1754 - 1801) stand, den Blaublütenbaum (Kiribaum) 1835 mit dem Namen "Kaiserliche Paulownie".

Nicht von ungefähr werden deshalb im Englischen auch die Begriffe "Empress Tree" (Kaiserbaum) oder "Princess Tree" (Prinzessinenbaum) verwendet.

Außerdem war der Blauglockenbaum auch der Lieblingsbaum des österreichisch-ungarischen Kaisers Franz Joseph I. (1830 - 1916).

Aus diesem Grund findet man auch heute noch viele Blauglockenbäume in Wien und der Umgebung von Wien (z.B. Baden, Schönbrunn), dem Zentrum des ehemaligen österreichischen Kaiserreiches.

 

Öl-Gemälde von Kaiser Franz Joseph dem Ersten von Österreich in Uniform mit dem Orden vom goldenen Vlies und dem Militär-Maria-Theresien-Orden, gemalt vom österreichischen Maler Franz Russ
Bild: Kaiser Franz Joseph I. von Österreich um 1855
Japanische Gedenk-Briefmarke aus dem Jahr 1996 für Philipp Franz von Siebold 1796 - 1866
Bild: Gedenk-Briefmarke für Philipp Franz von Siebold, Japan 1996
Gemälde der Großfürstin Anna Paulowna von Russland im Zentralen Staatlichen Kunst-Museum der Republik Kasachstan, gemalt von den Malern Pimen Nikitich Orlov oder Philip Osipovich Budkin
Bild: Großfürstin Anna Paulowna von Russland um 1846

 

In wärmeren Gebieten Europas mit mediterranem Klima ist die aus China stammende Paulownia mittlerweile eingebürgert wie z.B. in Frankreich, Italien oder der Schweiz (Tessin).

 

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4. Bedeutung für das einheimische Ökosystem

 

Wie viele exotische Pflanzen aus Asien zählt auch der Blauglockenbaum zu den aggressiven Neophyten. D.h. er neigt wie der Götterbaum bei günstigen Bedingungen dazu, sich unkontrolliert zu verbreiten und durch sein schnelles Wachstum heimische Pflanzen zu verdrängen.

Die schnelle Ausbreitung wird ferner dadurch begünstigt, dass Blauglockenbäume sehr widerstandsfähig sind gegenüber Krankheiten, Pilzen, Schädlingen oder Fäulnis.

Wer also mit dem Gedanken spielt, in seinem Garten einen Blauglockenbaum zu pflanzen, der sollte sich nicht nur von der Schönheit des Baumes mit seinen auffallenden Blüten beeinflussen lassen.

Vielmehr sollte auch die schädliche Wirkung des Blaublütenbaumes auf das heimische Ökosystem in Betracht gezogen werden und auch ggf. der notwendige Zeit- und Arbeitsaufwand, um den Baum daran zu hindern, sich im Garten wie ein Unkraut invasiv auszubreiten.

Denn ein Blauglockenbaum kann wegen seiner vielen Samen und der Fähigkeit, aus dem Wurzel-Stock auszuschlagen und mit Jahrestrieben von mehreren Metern zu wuchern, nach einigen Jahren zu einem lästigen Begleiter im heimischen Garten werden.

Eine Ausnahme stellt die Hybride Nordmax 21 dar, eine Neuzüchtung mit anderen Eigenschaften als die herkömmliche Paulownia, die sich nicht mehr unkontrolliert ausbreitet und die man in Zukunft vielleicht auch in Baumschulen kaufen kann.

 

Foto von einem  Zweig eines Blauglockenbaumes mit grün-gelben Früchten
Bild: Zweig von einem Blauglockenbaum (Paulownia tomentosa) mit Früchten

 

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5. Bedeutung als Rohstoff und Holz-Eigenschaften

 

Das helle, seidig-glänzende Holz der meist gerade wachsenden Blauglockenbäume zeichnet sich dadurch aus, dass es sich gut verarbeiten läßt (bis auf Hobeln), einen hohen Flammwert (ca. 400°C) und Dämmwert aufweist sowie schnell trocknet, ohne sich zu verziehen.

In der Holzverarbeitung nimmt das Holz des Blauglockenbaumes eine Sonderrolle ein: Wegen seiner geringen Darrdichte von 300 kg pro Kubikmeter müsste es eigentlich zum Weichholz zählen. Allerdings ist es außerordentlich stabil und zählt deshalb zum Hartholz.

Das harzfreie Blauglockenbaumholz wird gerne für die Herstellung von Musikinstrumenten (z.B. E-Gitarren) sowie für luxuriöse Möbel oder zur Ausstattung von luxuriösen Flugzeugen und Yachten verwendet.

Außerdem wird das besonders leichte Holz des Blauglockenbaums auch für Holzspielzeug, Spanplatten, Leimholz-Platten, Tischplatten und Tischtennisschläger verwendet. Im Handel ist in diesem Zusammenhang auch die Bezeichnung Kiri-Holz zu finden.

Weil Blauglockenbaumholz kaum Wasser aufnimmt, wird es auch im Bootsbau zur Herstellung von Kajaks, Paddeln, Surfbrettern/Surfboards oder auch im Skibau und Saunabau eingesetzt.

In Japan wird aus den Samen des Blauglockenbaumes auch ein schnelltrocknendes Öl gewonnen für die Herstellung von Lacken. Nicht zu vergessen, dass traditionell in Japan mit dem schwer entflammbaren Kiri-Holz feuersichere Schränke für Kimonos gebaut wurden.

Sowohl in China wie auch in Japan ist das Holz des Kaiserbaums (Kiriholz) in der Schnitzkunst beliebt und ist Grundlage zum Bau von asiatischen Seiteninstrumenten wie der chinesischen Koto-Zither oder der koreanischen Kayagûm-/Gayageum-Zither.

 

 

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6. Tipps zur Pflege und zum Pflanzen

 

Der Blauglockenbaum wächst bevorzugt in wärmeren Gegenden ohne sehr starken Winterfrost (mehr als -25 Grad). Dort gedeiht er am schnellsten an einem warmen, windgeschützten Standort mit Sonne oder Halbschatten.

Strenge Winter können eine Blüte im Frühjahr verhindern, weil der Blauglockenbaum seine Blütenknospen für das nächste Jahr bereits im Herbst bildet, die bei starkem Frost erfrieren. In kälteren Gebieten kann es deshalb sein, daß der Kiribaum gar nicht oder nur selten blüht.

Allgemein sind junge Pflanzen unter fünf Jahren Alter und Sämlinge in den ersten 5 Jahren noch nicht winterhart und müssen zum Überwintern vor Frost geschützt werden.

Sei es durch eine dicke Laub-Schicht oder Rindenmulch im Wurzel-Bereich, eine Strohmatte im Stamm-Bereich oder durch ein Pflanzen-Vlies im Bereich der Baum-Triebe.

Ursache der Frostempfindlichkeit ist, daß junge Blauglockenbäume bis in den Spät-Sommer oder an einem warmen Standort bis in den Herbst hinein stark wachsen und das neu gebildete, weiche Holz bei tiefen Temperaturen wieder zurückfrieren kann.

Auch wenn der Kiribaum das ganze Jahr über gepflanzt werden kann, empfiehlt es sich, ihn an einem kälteren Standort im frostfreien Frühjahr zu pflanzen, weil eine späte Pflanzung im Herbst den Baum dem Risiko von frühem Frost aussetzt, bevor er ausreichend Wurzeln gefasst hat.

Bei geringem Nährstoffgehalt des Bodens kann jährlich im Frühjahr eine Düngung mit Langzeitdünger erfolgen. Allerdings sollte der Boden nicht zu nährstoffreich und feucht sein.

Auch wenn der Kaiserbaum keinen regelmäßgen Schnitt für seinen Bestand und seine Entwicklung benötigt, kann man ihn in den ersten Jahren nach der Blüte im April oder Mai zurückschneiden, um einen gleichmässigen und dichten Wuchs der Krone zu erzielen.

Weil der Blauglockenbaum durch seine breite Krone viel Platz benötigt und nicht im Schatten anderer Bäume gedeiht, eignet er sich am besten als freistehende Solitärpflanze im Garten.

Eine Vermehrung kann durch Samen oder Stecklinge erfolgen, wobei man mit Stecklingen aus den Wurzeln am besten einen Blauglockenbaum vermehren kann.

Zum Umpflanzen ist der Kiribaum nur begrenzt geeignet und er sollte auch als Kübelpflanze spätestens in einem Alter von vier bis fünf Jahren umgepflanzt werden.

Vor dem Umpflanzen sollte man den Blauglockenbaum so weit zurückschneiden, daß der Wurzelballen etwa dem Umfang der Baumkrone bzw. der Triebe entspricht.

Dadurch kann man den Baum nach dem Anpflanzen vor Wasser- und Nährstoffmangel durch zu viele seiner grossen Blätter schützen, bis sich besonders die feinen Wurzeln wieder entwickelt haben.

 

Foto von einem Ast mit großen Blättern und grün-gelben Früchten eines Blauglockenbaumes
Bild: Früchte und Blätter vom Blauglockenbaum (Paulownia tomentosa) Anfang September in Baden-Württemberg

 

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7. Bedeutung der Sorte 'Nordmax21' als alternative, grüne Geldanlage

 

Das sehr schnelle Wachstum der Kiribäume war Ausgangspunkt für eine neue Geschäftsidee der Firma WeGrow in Bonn (Nordrhein-Westfalen).

Danach soll in deutschen Baumplantagen der Blauglockenbaum angebaut und mit dem Holzinvestment-Modell "Kiri-Fonds Deutschland", einem nachhaltigen und geschlossenen Umweltfond, finanziert werden.

Auf den Edelholz-Plantagen kommt dabei die spezielle Neuzüchtung "Nordmax21" zum Einsatz, eine Hybride der Art Paulownia fortunei, die im Vergleich zur normalen Paulownia tomentosa noch besser an das Klima in Deutschland angepasst wurde.

So soll die Sorte Paulownia 'Nordmax 21' die Eigenschaft haben, noch schneller und vor allem gerade zu wachsen (im Vergleich zu den Arten Paulownia elongata und tomentosa), weniger frostempfindlich zu sein und sich nicht mehr selbständig und unerwünscht über Samen verbreiten zu können

Dadurch wären auch die oben genannten ökologischen Nachteile des herkömmlichen Blauglockenbaumes nicht mehr gegeben und heimische Pflanzen-Arten würden nicht verdrängt werden.

WeGrow bezeichnet die Nordmax21-Züchtung als "den schnellsten Baum der Welt", der noch schneller als Pappeln wachsen soll. Wenn all diese Eigenschaften sich in der Zukunft bewahrheiten, dann könnte das die neue Baumsorte für die Rolle als "Baum der Zukunft" prädistinieren:

Pro Plantagen-Hektar (mit 400 Kiri-Bäumen) und Jahr sollen etwa 30 Tonnen Kohlendioxid gebunden werden. Dadurch trägt die grüne, alternative Geldanlage auch aktiv zum Klimaschutz bei, denn diese Menge entspricht etwa der CO2-Produktion einer vierköpfigen Familie.

Die Laufzeit des nachhaltigen Umweltfonds mit Anbaugebiet in Spanien beträgt 10 Jahre bis zur Ernte (d.h. Verkauf des Holzes am Markt zum Höchstpreis).

Wer eine Beteiligung an dem Blauglockenbaum-Fonds kaufen will, muss eine Mindestzeichnungssumme von 5.000 Euro zzgl. 5% Agio tätigen. Dafür soll der erwartete Gesamtmittelrückfluss 215,1 Prozent (Stand: Oktober 2014) betragen.

 

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8. Weitere Bilder und Detail-Fotos

 

Nachfolgend weitere Bilder zum Bestimmen der Blauglockenbäume in freier Natur und Detail-Fotos:

 

Foto-Großaufnahme der  Früchte von einem Blauglockenbaum Paulownia tomentosa in Grossaufnahme
Bild: Großaufnahme der Nuss-Früchte von einem Blauglockenbaum (Paulownia tomentosa)

Foto einer  heruntergefallenen Blüte von einem Blauglockenbaum Paulownia tomentosa  mit Staubbeuteln und Staubfäden in Grossaufnahme
Bild: Eine heruntergefallenen Blüte vom Blauglockenbaum (Paulownia tomentosa) Anfang Mai in München mit Staubbeuteln und Staubfäden *

Zoom-Foto von einem Zweig eines Blauglockenbaumes mit noch nicht geöffneten dunkel-violetten Blütenknospen und hellbraunem Knospenansatz
Bild: Blütenknospen vom Blauglockenbaum (Paulownia tomentosa) im Mai in Oberbayern *

Zoom-Foto von grün-gelben Früchten und hellgrünen Blättern vom Kiribaum im Sommer
Bild: Früchte und Blätter vom Kiribaum (Paulownia tomentosa) Mitte August im Rhein-Neckar-Kreis

Foto von einem blühenden Kaiserbaum in der Innenstadt von Rom
Bild: Blühender Kaiserbaum/Blauglockenbaum (Paulownia tomentosa) Anfang Mai in Rom (Italien)

* Foto © Oliver Fries

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→ Zur Pflanzenwelt (Flora) in Deutschland mit Ideen für Gärtner (Hobbygärtner, Landschaftsgärtner)