Blumentypen - Blumenformen - Gestalttypen
 

Inhaltsverzeichnis

 

1. Ursache von Blütengestalt und Blütenformen »

2. Gestalttypen von Blumenblüten (Blumentypen und Blumenformen) »

1. Ursache von Blütengestalt und Blütenformen

Die Gestalttypen von Blumen (auch Blumentypen, Blumenformen) spielen bei der Bestäubung eine große Rolle neben der Farbe oder dem Duft, durch die potentielle Bestäuber angelockt werden.

Einheimische Blumenarten können nach der Gestalt oder Form ihrer Blüten unterteilt werden, mit der sie sich auf das Gewicht, den Körperbau oder die Mundwerkzeuge verschiedener Bestäuber (z.B. Bienen, Fliegen, Hummeln, Käfer, Schmetterlinge) einstellen.

Je nachdem auf welche Bestäuber sich eine Blume spezialisiert hat, kann ihr Blüten-Nektar oft nur von einer ganz bestimmten Bestäuber-Gruppe erreicht werden, deren Körperbau oder Flugfähigkeiten die notwendigen Voraussetzungen bietet.

So können Blumen, die auf eine potentielle Bestäubung durch Schmetterlinge ausgelegt sind, meistens nicht durch Bienen, Fliegen, Hummeln oder Käfer besucht und bestäubt werden.

Denn bei diesen Insekten sind die Mundwerkzeuge (Insektenrüssel) zu kurz und die Körper zu dick oder es fehlen die notwendigen Flugfähigkeiten, um den Blüten-Nektar zu erreichen, der sich am Ende von längeren Blütenröhren der Pflanze befindet.

Nicht zu vergessen, dass relativ schwere Flug-Insekten wie z.B. Bienen oder Hummeln nicht zu einem Standschwebeflug (Rüttelflug) in der Lage sind.

Sie benötigen eine höhere Stabilität der Blumen-Blüten, um darauf zu landen oder um sich daran festzuhalten.

Deshalb ist eine zart gebaute Blumenform nur für Libellen, Schwebefliegen oder Schmetterlinge geeignet.

Mit einem bestimmten Blumentyp oder Gestalttyp einer Blüte können somit bestimmte Bestäuber von einer Blume ausgeschlossen werden.

 

Schautafel mit der Überschrift Blütenökologie und Blumentypen sowie dem Text - Als Blumen bezeichnet man in der Bestäubungsökologie einzeln stehende Blüten sowie dichte Blütenstände, die auf die Bestäuber wie eine Einheit wirken. Die Blumen haben vielerlei Formen und sind in auf unterschiedlichste Weise an ihre Bestäuber angepasst.
Bild: Schautafel im Botanischen Garten München-Nymphenburg ** zu Blütenökologie und Blumentypen *

 

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2. Gestalttypen von Blumenblüten (Blumentypen und Blumenformen)

Die Blütenökologie oder Bestäubungsökologie als Teildisziplin der Botanik beschäftigt sich mit der Bestäubung und Befruchtung der Blüten von Samenpflanzen.

Dabei werden abiotische (Wind, Wasser) und biotische Bestäuber (Insekten, Wirbeltiere) unterschieden.

Die nachfolgene Übersicht zeigt verschiedene Gestalttypen von Blumen bzw. Blumentypen innerhalb der Blütenökologie:

 

 

Hinweise:

 

Blumen, die zu ihrem Nektar mehrere Zugänge bieten, werden auch Revolverblumen genannt.

Gestalttypen von Blumen eignen sich als Bienenblumen, wenn für die Erreichung des Blüten-Nektars nicht eine Rüssellänge von mehr als 1 bis 1,5 cm benötigt wird.

Als weitere Voraussetzung muß ein Landeplatz oder Sitzplatz für Echte Bienen (Apidae) wie z.B. Honigbienen (Apis) und Hummeln (Bombus) bereitgestellt werden.

 

** Mit freundlicher Genehmigung des Botanischen Gartens München-Nymphenburg

 * Foto © Oliver Fries

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